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Robert Morris. Betrachter und Raum in der Minimal Art

Titel: Robert Morris. Betrachter und Raum in der Minimal Art

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katrin Moscariello (Autor:in)

Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit möchte ich mich mit der phänomenologischen Lesart und in dem Zusammenhang mit Robert Morris näher beschäftigen. Generell interessiert sich Morris für die Erforschung von Körpern im Raum und greift dabei insbesondere auf ziemlich schlicht anmutende Sperrholzvolumen zurück. Im ersten Kapitel geht es zunächst jedoch kurz um die Darstellung von Merleau-Pontys Wahrnehmungstheorie, die einen entscheidenden Beitrag zum phänomenologischen Denken des Künstlers geliefert hat.

Morris hat sich neben seiner künstlerischen Produktion ferner theoretisch mit der Kunst auseinandergesetzt, weshalb ich neben der Analyse seiner für diesen Rahmen bekanntesten Arbeiten seinen Text "Notes on Sculpture" näher erläutern möchte. Abschließend steht mit Michael Fried und der näheren Betrachtung seines 1967 erschienenen Essays "Art and Objecthood" ein ziemlich bedeutender Kritiker von Morris` künstlerischer Arbeit im Fokus des Interesses, demzufolge Morris` Werke vor allem eine theatralische Zurschaustellung von Objekten darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Betrachter und Raum in der Minimal Art

2.1 Merleau-Pontys Leib-Begriff

2.2. Zur Theorie der Installation

3. Robert Morris

3.1 Morris` künstlerischen Arbeiten

3.2 Morris als Kunsttheoretiker: Notes on Sculpture

4. Robert Morris in der Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Betrachter, Raum und Objekt im Kontext der Minimal Art, mit einem besonderen Fokus auf das künstlerische und theoretische Werk von Robert Morris. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der phänomenologischen Lesart seiner Arbeiten und der Frage, wie diese eine aktive, performative Auseinandersetzung des Betrachters mit seiner Umgebung und der eigenen Körperlichkeit forcieren.

  • Phänomenologie der Wahrnehmung nach Merleau-Ponty
  • Installative Kunstpraxis und Kontextgebundenheit
  • Künstlerische Strategien von Robert Morris (u.a. L-Beams, Hanging Slab)
  • Die theoretische Auseinandersetzung in "Notes on Sculpture"
  • Kritik und Theatralität in der zeitgenössischen Rezeption (Michael Fried)

Auszug aus dem Buch

2.1 Merleau-Pontys Leib-Begriff

Wenn man sich mit dem Künstler Robert Morris näher auseinandersetzt, ist es unerlässlich, sich auch mit Merleau-Pontys 1945 erstmals erschienenem Werk Phénoménologie de la perception eingehender zu beschäftigen, welches erheblichen Einfluss auf den Künstler ausgeübt hat. Nicht nur Morris, sondern die Minimal Art-Künstler ganz allgemein sind häufig in den Kontext des phänomenologischen Denkens gerückt worden; das Buch wird folglich wiederholt zu einem theoretischem Fundament der Interpretation von minimalistischen Objekten deklariert. Der Gesichtspunkt verschiebt sich vom reinen Formalismus (u .a. von Michael Fried in der Tradition von Clement Greenberg vertreten) hin zur Anerkennung der Wahrnehmung als überaus relevanter Bestandteil der Kunst.

In den Sozial- bzw. Geisteswissenschaften wird das Subjekt oft als ein Denkendes dargestellt. Die Quelle allen Wissens von der Welt wird vor allem im Geist gesehen. Merleau-Ponty (1908–1961) stellt sich einer solchen Ent-Körperlichung oder Ent-Leibung des Denkens jedoch vehement entgegen und interessiert sich insbesondere für die Leibgebundenheit der Erfahrung.

Die Menschen bewegen sich laut dem Philosophen immer in der Welt; sowohl in ihrem individuellen Handeln als auch in der selbständigen Reflexion sind sie stets eine Teil der Welt, sind sie in die Welt eingebunden: „Gehe ich, alle Dogmen des gemeinen Verstandes wie auch der Wissenschaft hinter mir lassend, zurück auf mich selbst, so ist, was ich finde, nicht eine Heimstätte innerer Wahrheit, sondern ein Subjekt, zugeeignet der Welt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Minimal Art ein, umreißt die fehlende einheitliche Definition und stellt das Forschungsinteresse an der phänomenologischen Lesart von Robert Morris dar.

2. Betrachter und Raum in der Minimal Art: Hier werden Merleau-Pontys phänomenologische Grundlagen sowie die Bedeutung des Raumes und der kontextuellen Einbindung für die installative Kunst erörtert.

3. Robert Morris: Dieses Kapitel widmet sich dem biografischen Hintergrund des Künstlers, seinen choreografischen Einflüssen sowie einer Analyse seiner zentralen Werke und theoretischen Schriften wie "Notes on Sculpture".

4. Robert Morris in der Kritik: Diese Sektion behandelt die kritische Auseinandersetzung durch Michael Fried und dessen Vorwurf der Theatralität, sowie die Gegenargumente von Theoretikern wie Annette Michelson und Rosalind Krauss.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der phänomenologischen Betrachtungsweise für das Verständnis der aktiven Rolle des Betrachters innerhalb der Minimal Art.

Schlüsselwörter

Minimal Art, Robert Morris, Phänomenologie, Maurice Merleau-Ponty, Raumwahrnehmung, Betrachterrolle, Installative Kunst, Theatralität, Michael Fried, Körperlichkeit, Notes on Sculpture, Objektkunst, Wahrnehmungstheorie, Kontextgebundenheit, Performativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der phänomenologischen Wirkung von minimalistischer Kunst, speziell der Werke von Robert Morris, auf den Betrachter und dessen Wahrnehmung von Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Phänomenologie nach Merleau-Ponty, die Theorie der Installation, die künstlerische Praxis von Robert Morris und die kritische Rezeption durch Michael Fried.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Morris durch seine Objekte den Betrachter zur aktiven, performativen Auseinandersetzung mit dem Raum und der eigenen Körperlichkeit anregt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunstwissenschaftliche Analyse, gestützt durch eine phänomenologische Betrachtungsweise und eine Auseinandersetzung mit kunstkritischen Theorien der 1960er Jahre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Leibbegriffs, spezifische Installationen von Morris, seine eigenen kunsttheoretischen Thesen sowie die Kontroverse um den Begriff der Theatralität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Minimal Art, Robert Morris, Phänomenologie, Raumwahrnehmung, Theatralität und Betrachterrolle sind die Kernbegriffe.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Robert Morris von der des Kritikers Michael Fried?

Während Fried die Einbeziehung des Raumes und des Betrachters als "theatralisch" und somit als Schwäche moderner Kunst wertet, sehen Morris und andere Theoretiker darin eine notwendige Erweiterung des Wahrnehmungsprozesses.

Welche Rolle spielt die Zeit in der Wahrnehmung der Werke von Morris?

Zeit ist für Morris keine bloße Hintergrundbedingung, sondern ein notwendiger Kontext, da die Wahrnehmung seiner prozesshaften Skulpturen notwendigerweise eine gewisse Dauer in Anspruch nimmt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Robert Morris. Betrachter und Raum in der Minimal Art
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Kunst)
Note
1,0
Autor
Katrin Moscariello (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V369866
ISBN (eBook)
9783668473041
ISBN (Buch)
9783668473058
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Morris Hanging Slab Minimal Art Merleau-Ponty
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Moscariello (Autor:in), 2012, Robert Morris. Betrachter und Raum in der Minimal Art, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369866
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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