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Die Heilige Hedwig. Herzogin der Armen. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter

Title: Die Heilige Hedwig. Herzogin der Armen. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter

Term Paper , 2015 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Benedikt Eibl (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In der nachfolgenden Ausführung soll ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, warum Hedwig heiliggesprochen wurde. Zudem soll thematisiert werden, welche Wesenszüge sie besaß, sodass die Menschen es für nötig befanden, sie in den Stand einer Heiligen zu erheben. Ebenso soll das Bild einer prototypischen heiligen Frau im Mittelalter analysiert und die Ergebnisse auf Hedwig projiziert werden.

„Jene Frau ist die heilige Hedwig seligen Andenkens. Sie stammte ab von hohen Ahnen, von solchen, die Länder regiert haben und berühmt waren durch ihre große Macht. Aus ihnen ging sie hervor wie ein Edelreis. Den Glanz ihrer vornehmen Herkunft aber überstrahlte sie noch weit durch ihre Seelengröße.“

Hedwig von Schlesien gilt als eine der einflussreichsten deutschsprachigen Heiligen. Bekanntheit erlangte sie nicht nur durch ihre Vermählung mit dem schlesischen Fürsten Heinrich I., der einem der ältesten und wesentlichsten Adelsgeschlechter Europas angehörte, sondern auch durch ihre besonders gottesfürchtige Lebensführung und durch ihre Wundertaten, die bereits zu ihren irdischen Lebzeiten stattfanden. Nur wenige Jahre nach ihrem Tod im Kloster Trebnitz wurde Hedwig in den Kreis der Heiligen der katholischen Kirche aufgenommen. In der heutigen mittelalterlichen Geschichtswissenschaft nimmt die Forschung im Hinblick auf heilige Herrscher beziehungsweise weibliche Heilige eine bedeutende Rolle ein. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben Hedwigs – Herzogin von Schlesien

2.1 Hedwig als Herzogin

2.2 Stiftungen Hedwigs und Heinrichs

3. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter – Hedwig als Heilige

4. Heiligsprechung

4.1 Bedingungen für eine Heiligsprechung im Mittelalter

4.2 Die Heiligsprechung Hedwigs

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leben der heiligen Hedwig von Schlesien, um zu analysieren, wie sie das Bild einer prototypischen heiligen Frau im Mittelalter verkörperte und welche Faktoren zu ihrer offiziellen Heiligsprechung durch die katholische Kirche führten.

  • Analyse von Hedwigs Wirken als Herzogin von Schlesien
  • Bedeutung von Stiftungen und Frömmigkeit im Mittelalter
  • Untersuchung der idealtypischen Eigenschaften heiliger Frauen
  • Historischer Kontext und Ablauf des Kanonisationsverfahrens
  • Rezeption der Quellenschriften wie der Legenda maior

Auszug aus dem Buch

2.1 Hedwig als Herzogin

Nur an vereinzelten Stellen greift die Legenda maior auch die Tatsache auf, dass die Heilige auch Landesherrin und Fürstin war. Neben ihrem tiefgründigen Glauben erfüllte sie aber auch ihre Pflichten als Herzogin. So wird berichtet, dass Hedwig bereits nach einem Jahr ihrer Eheschließung mit Fürst Heinrich I., ihm das erste Kind gebar. Es folgten noch sechs weitere Kinder. Sie schenkte ihrem Mann sowie ihrem Land einen Thronfolger und erfüllte somit bereits eine der wichtigsten Aufgaben einer mittelalterlichen Herzogin. Zudem tauchen in der Leganda maior immer wieder Informationen auf, dass Hedwig einen großen Hofstaat besaß, der aus Dienerinnen, Kämmerern und Rittern bestand. Aus einer Vielzahl an Urkunden wird überliefert, dass sie als Herzogin auch beträchtliche Eigentümer besaß, über die sie frei verfügen konnte. Weiterhin wird berichtet, dass Hedwig auch „zahlreiche Kleider, [...] in reicher Fülle besaß [sowie] kostbare Pelze.“ Doch Frömmigkeit und Nächstenliebe waren für Hedwig wichtiger als ihr weltlicher Besitz sowie ihr Auftreten als Herrscherin. Sie veräußerte alle ihre kostbaren Wertgegenstände und lediglich ein einfacher Mantel beschützte den durch extremes Fasten und Selbstgeißelungsspuren übersäten Körper vor der Kälte. Ihre Dienerinnen flehten sie stets an sich zu erholen und sich aufzuwärmen, doch geleitet von der „innerlichen Liebesglut“ zu Gott antwortete sie lediglich: „Ich werde es tun, wenn es nötig ist.“ Des Weiteren besaß sie einen wesentlichen Einfluss auf ihren Mann, den Herzog von Schlesien. Sie versuchte auf seine Regierung dahingehend einzuwirken, indem sie als „Mutter der Armen und [...] Trösterin der Witwen und Waisen“ ihre Anliegen dem Herzog persönlich vortrug. Somit kann in Bezug auf die Heilige Hedwig der Terminus „milde Fürstin“ mit Recht verwendet werden, da die Heiligkeit stets ihr irdisches Amt als Landesherzogin überstrahlte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Hedwig von Schlesien als bedeutende Heilige vor, erläutert die Forschungsbasis sowie die verwendeten Quellen und definiert das Ziel, ihr Heiligenbild zu analysieren.

2. Das Leben Hedwigs – Herzogin von Schlesien: Dieses Kapitel beleuchtet Hedwigs Doppelfunktion als Landesherrin und gottesfürchtige Stifterin, die durch Mildtätigkeit und religiöse Hingabe ihr Amt ausübte.

3. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter – Hedwig als Heilige: Hier werden die theologischen und sozialen Anforderungen an eine mittelalterliche Heilige definiert und mit Hedwigs asketischer Lebensweise sowie ihren Wundertaten in Verbindung gesetzt.

4. Heiligsprechung: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Kriterien der Kanonisation im Mittelalter und detailliert das spezifische Verfahren zur Heiligsprechung Hedwigs im 13. Jahrhundert.

5. Schluss: Der Schlussteil fasst zusammen, dass Hedwig das mittelalterliche Heiligenideal durch die Verbindung von fürstlicher Pflicht und asketischem Glaubenszeugnis perfekt verkörperte.

Schlüsselwörter

Heilige Hedwig, Herzogin von Schlesien, Mittelalter, Kanonisation, Legenda maior, Frömmigkeit, Stiftungen, Askese, Wundertaten, Heiligsprechung, Famula Dei, Landesherrin, Kirchengeschichte, Vita, christliche Nächstenliebe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Leben der heiligen Hedwig von Schlesien im Kontext mittelalterlicher Heiligenverehrung und analysiert, wie ihr Wirken als Herzogin und als Frau den Kriterien einer Kanonisation entsprach.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Leben am mittelalterlichen Hof, die Bedeutung religiöser Stiftungen, die Definition von Heiligkeit durch Buße und Wunder sowie die historische Aufarbeitung der Kanonisationsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wesenszüge Hedwigs zu untersuchen, die sie für die Zeitgenossen und die Kirche als würdig erscheinen ließen, in den Stand der Heiligen erhoben zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, insbesondere hagiographischer Schriften wie der Legenda maior und päpstlicher Bullen, um das Bild der Heiligen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Hedwigs Rolle als Fürstin, ihre Wohltätigkeit gegenüber Armen, die theologischen Ideale der „heiligen Frau“ und den konkreten Ablauf des Heiligsprechungsverfahrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Heilige Hedwig, Kanonisation, Mittelalter, Askese, Legenda maior, Fürstin und christliche Frömmigkeit.

Welche Rolle spielte der Stand als Herzogin für ihre Heiligsprechung?

Ihre Stellung als Herzogin ermöglichte es Hedwig, durch umfangreiche Stiftungen und Wohltätigkeit ihren Einfluss für die Kirche geltend zu machen, was ihre Anerkennung als „milde Fürstin“ maßgeblich förderte.

Warum wird die „Legenda maior“ als Quelle so hervorgehoben?

Die Legenda maior ist eine der zentralen Quellen, da sie sowohl das Leben als auch die Wundertaten Hedwigs ausführlich dokumentiert und das damalige Ideal einer heiligen Frau widerspiegelt.

Welche Bedeutung hatten Wunder für das Verfahren im 13. Jahrhundert?

Wunder, insbesondere Heilungswunder, galten im Mittelalter als das wichtigste Beweismittel für die göttliche Bestätigung der Heiligkeit einer Person und waren somit eine zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Kanonisation.

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Details

Title
Die Heilige Hedwig. Herzogin der Armen. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter
Course
Tod und Sterben im Mittelalter
Grade
1,0
Author
Benedikt Eibl (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V369871
ISBN (eBook)
9783668475687
ISBN (Book)
9783668475694
Language
German
Tags
Hedwig von Andechs Heilige Hedwig Heiligsprechung Mittelalter Hedwig von Schlesien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt Eibl (Author), 2015, Die Heilige Hedwig. Herzogin der Armen. Der Prototyp einer heiligen Frau im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369871
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