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Unterrichtsstunde Förderschule: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mann und Frau

Title: Unterrichtsstunde Förderschule: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mann und Frau

Lesson Plan , 2004 , 10 Pages

Autor:in: Jessica Freis (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Schüler setzen sich derzeit mit der eigenen Person auseinander und zeigen Interesse am anderen Geschlecht. Dies zeigt sich dadurch, dass einige Hand in Hand zum Bus gehen und die Frage gestellt wurde, woher Babys kommen. Das Thema „Kennst du deinen Körper?“ knüpft an die Erfahrungen der Schüler an und hat sowohl Gegenwarts- als auch Zukunftsbedeutung: die meisten Schüler der Klasse 4 befinden sich momentan im Stadium der Pubertät. Auf die bevorstehende emotionale und physische Veränderung sollen die Schüler vorbereitet werden, um sie als natürlich zu erleben und ihr nicht ängstlich gegenüber zu stehen. Weiterführende Lernprozesse sind aufbauend auf dem Wissen über den eigenen Körper im Bereich Monatshygiene und Sexualerziehung angedacht.
In den Richtlinien für die Schule für Praktisch Bildbare wird das Unterrichts- und Erziehungsziel „1.1.2 Erfahren der physischen Einheit des Körpers durch Kennen der Körperteile und ihrer Funktionen und Empfinden der Körperoberfläche“ aufgeführt. Dies lässt sich konkretisieren durch den Zusatz „[...] die Körperoberfläche als ein für den Menschen typisches persönlich-charakteristisches Merkmal; Teile der Körperoberfläche als Träger ganz bestimmter Eigenschaften und Funktionen und eines ganz bestimmten Aussehens“ kennen lernen. Der Hessische Rahmenplan für den Sachunterricht an der Schule für Lernhilfe beschreibt im Aufgabenfeld „Ich nehme meinen Körper wahr“ den Schwerpunkt der heutigen Stunde folgendermaßen: „Jungen und Mädchen sind verschieden: Kennen der unterschiedlichen Geschlechtsmerkmale von Mädchen und Jungen; Identifikation mit dem eigenen Geschlecht (positive Einstellung zum eigenen Körper)“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung des Themas und Richtlinienbezug

2. Sachanalyse

3. Lernvoraussetzungen

4. Lernziele

5. Struktur der Unterrichtseinheit

6. Didaktisch-methodische Entscheidungen und Reduktion

7. Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde

8. Literatur

9. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist es, Schülern einer Förderschule durch handelndes Lernen ein Verständnis für den eigenen Körper sowie für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu vermitteln, um sie auf natürliche Weise auf ihre körperliche Entwicklung vorzubereiten.

  • Identifikation und Benennung primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale.
  • Aufbau einer positiven Einstellung zum eigenen Körper durch differenzierte Wahrnehmung.
  • Nutzung von Puzzles, Liedern und Klappkarten als didaktische Werkzeuge zur Abstraktion.
  • Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen und Förderbedarfe der Schüler.
  • Umgang mit Schamgefühlen und Vermittlung einer angemessenen Begriffssprache.

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse

Von Anfang an unterscheiden sich Jungen und Mädchen in ihren primären Geschlechtsmerkmalen (Genitalien). In der Kindheit bleiben die Geschlechtsorgane noch in ihrem Ausgangsstadium. Ab einem Alter von etwa 12 Jahren beginnt die Hypophyse mit der Produktion von FSH (Follikel Stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon). Diese stimulieren Eierstöcke und Hoden, Östrogen und Testosteron zu produzieren. Die Hormone lassen Samen- und Eizellen heranwachsen, regulieren die Reifung der Geschlechtsorgane und die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale: bei den Mädchen entwickeln sich Brust und Hüfte und die erste Menstruation stellt sich ein. Bei Jungen wird die Stimme tiefer und der Bart sprießt. Jungen und Mädchen erreichen die Geschlechtsreife. Insgesamt gesehen verändert sich durch das Wachstum die Form des Körpers. Die Identifikation mit dem jeweiligen Geschlecht ist bei Jungen meist leichter, da Glied und Hoden von Anfang an sichtbar sind. Mädchen entwickeln meist erst in der Pubertät ein Gefühl für ihre Weiblichkeit (vgl. Schneider, 13f).

Aufgrund von Wahrnehmungsstörungen kann das Körperschema lückenhaft sein. Als Bezugspunkt zur Orientierung im Raum ist es wichtig, ein vollständiges Bild des eigenen Körpers zu entwickeln. Die Kenntnis über den eigenen Körper ist insbesondere im Bereich der Geschlechtsmerkmale lückenhaft, da diese allgemein tabuisierend ausgeklammert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung des Themas und Richtlinienbezug: Hier wird das Interesse der Schüler an körperlicher Entwicklung und Sexualität als Ausgangspunkt für die Unterrichtseinheit genutzt und in den institutionellen Bildungsplan eingebettet.

2. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Prozesse der Geschlechtsreifung und die Bedeutung eines vollständigen Körperbildes für die Orientierung und Identitätsfindung.

3. Lernvoraussetzungen: Eine detaillierte Analyse der individuellen körperlichen und emotionalen Voraussetzungen der Schüler, die unterschiedliche Förderbedarfe im Umgang mit dem eigenen Körper aufzeigen.

4. Lernziele: Definition der Grob- und Feinziele, die auf das Benennen und Unterscheiden von Körpermerkmalen sowie die Bewusstwerdung der Geschlechtsorgane fokussieren.

5. Struktur der Unterrichtseinheit: Darstellung des methodischen Rahmens und der flexiblen Planung, um auf die individuellen Reifungsprozesse der Schüler eingehen zu können.

6. Didaktisch-methodische Entscheidungen und Reduktion: Begründung des Einsatzes von Liedern, Puzzles und Abbildungen sowie des Umgangs mit sensiblen Begrifflichkeiten im Unterricht.

7. Verlaufsplanung der Unterrichtsstunde: Konkrete zeitliche und methodische Gliederung des Unterrichtsgeschehens inklusive Sozialformen und Medien.

8. Literatur: Verzeichnis der für die Planung herangezogenen fachpädagogischen Werke und Richtlinien.

9. Anhang: Ergänzende Materialien, in diesem Fall das im Unterricht verwendete Lied.

Schlüsselwörter

Körpererziehung, Sexualerziehung, Geschlechtsmerkmale, Pubertät, Förderschule, Körperbild, Identitätsentwicklung, Unterrichtsentwurf, Sachunterricht, Körperhygiene, Lernziele, Adoleszenz, Inklusion, Sonderpädagogik, Wahrnehmungsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Musik an einer Förderschule dar, der sich mit der körperlichen Entwicklung und den Unterschieden zwischen den Geschlechtern befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Aufklärung über den eigenen Körper, die Pubertät, die geschlechtsspezifische Differenzierung sowie die Förderung einer positiven Körperwahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schülern mit Förderbedarf die Grundlagen über ihren Körper und die Geschlechtsmerkmale altersgerecht und sicher zu vermitteln, um Unsicherheiten während der Pubertät abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen handlungsorientierten didaktischen Ansatz, der durch eine fundierte Sachanalyse der biologischen Reifungsprozesse und eine exakte lerntheoretische Einordnung begründet ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die individuelle Bedarfsanalyse der Schüler, die Lernzieldefinition sowie eine präzise methodische Verlaufsplanung für die praktische Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Körpererziehung, Sexualerziehung, Geschlechtsmerkmale, Pubertät, Körperbild und Förderschule.

Wie geht die Lehrkraft mit Schamgefühlen der Schüler um?

Es wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem Begriffe unkommentiert gesammelt und durch die Lehrkraft sachlich zusammengefasst werden. Zudem werden freiwillige Angebote wie die Spiegelbetrachtung zu Hause genutzt.

Warum ist die Arbeit in der Niveaugruppe b) für den Schüler Thomas wichtig?

Die Einordnung soll ihn vor Misserfolgserwartungen schützen, da er seine Defizite beim Lesen und Schreiben durch überhebliches Verhalten zu kompensieren versucht.

Welche Rolle spielt die Sachunterrichtskiste im Unterricht?

Sie dient als Differenzierungsinstrument für leistungsstärkere Schüler, die bei Stillarbeitsphasen schneller fertig sind, um eine Störung der anderen zu vermeiden.

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Details

Title
Unterrichtsstunde Förderschule: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mann und Frau
College
Studienseminar Korbach  (Schule für Praktisch Bildbare)
Course
Schule für Geistigbehinderte
Author
Jessica Freis (Author)
Publication Year
2004
Pages
10
Catalog Number
V36988
ISBN (eBook)
9783638364676
Language
German
Tags
Unterrichtsstunde Förderschule Gemeinsamkeiten Unterschiede Mann Frau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Freis (Author), 2004, Unterrichtsstunde Förderschule: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mann und Frau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36988
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