Den theoretischen Teil meiner Arbeit widme ich den theoretischen Grundlagen von Phraseologie. Zuerst werde ich im Kapitel 2 die Grundbegriffe der Phraseologie (Festigkeit, Idiomatizität, Polylexikalität) analysieren. Darüber hinaus werde ich im Kapitel 3 die Basisklassifikation und die speziellen Klassen von Phraseologismen nach Burger darstellen. Zusätzlich werden im Kapitel 4 der Begriff „kontrastive Phraseologie“, die Kriterien des interlingualen Vergleichs und das Äquivalenzmodell-Äquivalenztypen analysiert.
Schließlich habe ich im praktischen Teil meiner Arbeit zehn Phraseologismen ausgewählt, die mit der Kategorie „Bewegung“ zu tun haben, die ich untersuchen und mit den äquivalenten griechischen Phraseologismen vergleichen werde.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundbegriffe der Phraseologie
2.1 Polylexikalität
2.2 Festigkeit
2.3 Semantische Aspekte
2.3.1 Idiomatizität
2.3.2 Lesarten
3 Zur Klassifikation von Phraseologismen
3.1 Basisklassifikation
3.2 Spezielle Klassen
4 Die kontrastive Phraseologie
4.1 Kriterien des interlingualen Vergleichs/ Schwierigkeiten
4.2 Das Äquivalenzmodell und die Äquivalenztypen
5 Untersuchung einer phraseologischen Teilklasse
5.1 Analyse der Phraseologismen
5.2 Interlingualer Vergleich Deutsch-Griechisch
5.3 Quant2itative Aspekte
6 Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die theoretischen Grundlagen der Phraseologie darzulegen und die Herausforderungen sowie Möglichkeiten beim interlingualen Vergleich von deutschen und griechischen Phraseologismen aufzuzeigen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Kategorie „Bewegung“ liegt.
- Theoretische Grundlagen und Grundbegriffe der Phraseologie
- Klassifizierungssysteme von Phraseologismen nach Burger
- Methoden und Kriterien der kontrastiven Phraseologie
- Äquivalenzmodelle beim Sprachenvergleich Deutsch-Griechisch
- Empirische Analyse von Phraseologismen der Kategorie „Bewegung“
Auszug aus dem Buch
2.2 Festigkeit
Zweites Kriterium zur Bestimmung der Phraseme ist die „Stabilität“ oder auch „Festigkeit“. „Stabilität gilt als strukturelles Korrelat zur Idiomatizität“ (Chrissou 2000:30). Im Vergleich zu der syntaktischen Wortverbindung gibt es in der Regel engere Grenzen im Austausch der Phraseologischen Komponenten und in den meisten Fällen ist ein solcher Austausch unmöglich. (Fleischer 1982: 41)
„Es liegt eine lexikalisch-semantische Stabilität vor. Die Gesamtbedeutung des Phraseologismus ist an die Kombination einzelner konkreter lexikalischer Elemente gebunden und hat in dieser Hinsicht keinen Modellcharakter.“ (Ebd)
Zum Beispiel bei der Redewendung „reden wie ein Wasserfall“ kann man nicht das Wort „Wasserfall“ mit dem Wort „Kaskade“, das die gleiche Bedeutung hat, austauschen. Das gilt, weil diese Phraseologismen in einem synchronen Sprachquerschnitt „gebräuchlich“ sind. Man kennt ein Phraseologismus, wie man jedes Wort kennt, und dass er „gebräuchlich“ ist wie ein Wort. Also wenn man eine Redewendung hört, versteht er sie unmittelbar auf der phraseologischen Bedeutung. (Burger 2003: 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung skizziert das Thema der Seminararbeit, benennt die untersuchten Kategorien und erläutert den Aufbau der Arbeit von der Theorie bis hin zur praktischen Analyse.
2 Grundbegriffe der Phraseologie: Dieses Kapitel definiert zentrale Merkmale wie Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität, die für die Abgrenzung von Phraseologismen von Bedeutung sind.
3 Zur Klassifikation von Phraseologismen: Hier werden die Basisklassifikation nach Burger sowie spezielle Klassen wie Modellbildungen, Kinegramme und geflügelte Worte detailliert vorgestellt.
4 Die kontrastive Phraseologie: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien des interlingualen Vergleichs und führt das Äquivalenzmodell ein, um die Schwierigkeiten bei der Äquivalenzherstellung zwischen zwei Sprachen zu strukturieren.
5 Untersuchung einer phraseologischen Teilklasse: Im praktischen Teil erfolgt die Analyse von zehn ausgewählten Phraseologismen der Kategorie „Bewegung“, deren Äquivalente im Griechischen ermittelt und quantitativ ausgewertet werden.
6 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Ergebnisse der theoretischen Betrachtungen und der praktischen Untersuchung zusammen.
Schlüsselwörter
Phraseologie, Kontrastive Linguistik, Deutsch-Griechisch, Idiomatizität, Festigkeit, Äquivalenzmodell, Polylexikalität, Redewendungen, Sprachvergleich, Kategorien, Bewegung, Sprachwissenschaft, Lexika, Semantik, Interlingualer Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kontrastiven Phraseologie und untersucht die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen deutschen und griechischen Redewendungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die theoretische Bestimmung von Phraseologismen, ihre Klassifikation und die methodische Vorgehensweise bei einem interlingualen Vergleich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Äquivalenzmodell anzuwenden, um deutsche Phraseologismen aus der Kategorie „Bewegung“ mit ihren griechischen Entsprechungen zu vergleichen und zu klassifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein kontrastives Verfahren angewandt, das auf der Basislinguistik von Burger und einem systematischen Äquivalenzmodell aufbaut, unterstützt durch die Nutzung einsprachiger und zweisprachiger Wörterbücher.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Grundbegriffe, Klassifikation) und einen praktischen Teil, in dem zehn ausgewählte Phraseologismen analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Phraseologie, interlingualer Vergleich, Idiomatizität, Äquivalenztypen und die spezifische Kategorie der Bewegungs-Phraseologismen.
Warum spielt die Kategorie „Bewegung“ eine so wichtige Rolle?
Diese Kategorie dient als konkreter, überschaubarer Anwendungsfall, um die theoretisch hergeleiteten Äquivalenztypen (Voll-, Teil- und Nulläquivalenz) praktisch am Sprachenpaar Deutsch-Griechisch zu demonstrieren.
Welche Rolle spielen „unikale Komponenten“ bei der Untersuchung?
Unikale Komponenten, die nur innerhalb eines Phraseologismus vorkommen, stellen eine besondere Herausforderung für die Äquivalenzherstellung dar und werden im theoretischen Teil sowie bei der praktischen Analyse hervorgehoben.
- Arbeit zitieren
- Evgenios Pampoukos (Autor:in), 2017, Phraseologismen aus kontrastiver Sicht. Das Sprachenpaar Deutsch-Griechisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369882