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Die Bedeutung und Funktion der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht im Gefüge der vielschichtigen Gewaltenteilungslehre

Title: Die Bedeutung und Funktion der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht im Gefüge der vielschichtigen Gewaltenteilungslehre

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Basics and General
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Die vorliegende Arbeit befasst sich einleitend zunächst mit dem ideengeschichtlichen Hintergrund der Gewaltenteilung, ihrer Begrifflichkeit und Formenvielfalt. Im Folgenden wird der Schwerpunkt der Arbeit darin liegen, eine ganz spezielle Form der Gewaltenteilung – nämlich die temporale – genauer zu erforschen und in international vergleichender Perspektive zu beleuchten.

Die Freiheit gilt als eines der höchsten Güter, welches tagtäglich bewahrt und verteidigt werden muss. Insbesondere die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie stellen dabei unabdingbare Voraussetzungen für ein Leben in freier Bestimmtheit dar. Politische Akteure streben jeder Zeit nach der Maximierung ihres eigenen Nutzens. Dabei ist es nicht immer garantiert, dass dieser Nutzen gute Motive haben muss. Dem unvermeidlichen Streben nach Eigennutz der Akteure muss vor diesem Hintergrund durch das institutionelle System Schranken gesetzt werden. So hat sich das System der Gewaltenteilung zu einem der wohl wichtigsten Strukturelemente moderner pluralistisch-demokratischer Verfassungen entwickelt.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MONTESQUIEU, BEGRÜNDER DER GEWALTENTEILUNG

2.1 ZUM IDEENGESCHICHTLICHEN HINTERGRUND DER TEILUNGSLEHRE

3. GEWALTENTEILUNG JENSEITS DER GEWALTENTRENNUNG?

3.1 VERSCHIEDENE FORMEN DER GEWALTENTEILUNG IM DEMOKRATISCHEN VERFASSUNGSSTAAT

3.2 VON DER STAATSRECHTLICHEN ÜBER DIE DEZISIVE BIS HIN ZUR SOZIALEN TEILUNGSLEHRE

3.2.1 EINE TYPISIERUNG DES VIELSCHICHTIGEN BEGRIFFS DER GEWALTENTEILUNG

4. ZEITLICHE BEGRENZUNG VON MANDATEN ZUM SCHUTZ DER FREIHEIT?

4.1 DIE TEMPORALE GEWALTENTEILUNG IM BESONDEREN

4.2 VOM ANTIKEN GRIECHENLAND BIS IN DIE NEUZEIT

4.2.1 DIE TEMPORALE TEILUNGSLEHRE AUS HISTORISCHER PERSPEKTIVE

4.3 MANDATE AUF LEBENSZEIT TROTZ REGELMÄßIG ERFOLGENDER WAHLEN?

4.3.1 AMTSZEITBESCHRÄNKUNGEN IN INTERNATIONAL VERGLEICHENDER PERSPEKTIVE

4.4 ZUM ZWECKE EINER REGIERUNG DES VOLKES, DURCH DAS VOLK UND FÜR DAS VOLK

4.4.1 DIE ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER SOG. TERM LIMITS IN DEN USA

4.5 AMTSZEITBEGRENZUNG FÜR DEN BUNDESKANZLER - DEMOKRATIEFÖRDERND ODER NICHT?

4.5.1 DIE TEMPORALE GEWALTENTEILUNG IN DER BUNDESDEUTSCHEN PRAXIS

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht innerhalb der Gewaltenteilungslehre. Ziel ist es, die Entwicklung dieses Konzepts sowie seine Anwendung in verschiedenen Regierungssystemen – mit Fokus auf die USA und Deutschland – kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhang zwischen Amtszeitbeschränkungen und dem Schutz demokratischer Freiheit zu analysieren.

  • Ideengeschichtliche Grundlagen der Gewaltenteilung bei Montesquieu
  • Kategorisierung der verschiedenen Formen der Gewaltenteilung (staatsrechtlich, temporal, föderativ etc.)
  • Vergleichende Analyse internationaler Amtszeitbeschränkungen für Regierungsspitzen
  • Diskurs um die Einführung von Amtszeitbegrenzungen für den deutschen Bundeskanzler

Auszug aus dem Buch

4. Zeitliche Begrenzung von Mandaten zum Schutz der Freiheit?

Aus der Bekennung zum Demokratieprinzip und der Erkenntnis, dass es „gegen die natürliche Ordnung [ist], daß die große Zahl regiere und die kleine regiert werde“ folgt, dass die Errichtung und Duldung einer Regierung – die notwendiger Weise in wenigen Händen liegt - mit starken Kontrollchancen versehen werden muss. Bei der Aufteilung von Kompetenzen und Funktionen im klassischen Sinne der Gewaltenteilung, sieht man sich neben der Befassung mit personellen Verflechtungen also zwingend auch mit der Zeitfrage konfrontiert. So ist zum einen zu diskutieren, in welchen Intervallen die Amtswalter bestellt werden und zum anderen, ob es eine allgemeine Beschränkung der Amtszeit geben soll.

In repräsentativen Demokratien wie beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland oder den USA gestehen die Wählerinnen und Wähler ihren Repräsentanten die Ausübung bestimmter Aufgaben nur auf begrenzte Zeit zu. Regelmäßige Wahlen sichern den Bürgern dabei ihre Souveränität und somit auch ihre Freiheit. Je nach Gestaltung kann hierdurch eine Fülle komplexer Beziehungen entstehen. So müssen sich im parlamentarischen Regierungssystem der USA das Repräsentantenhaus alle zwei Jahre, der Präsident alle vier Jahre und die Senatoren alle sechs Jahre einer Wahlprozedur unterwerfen. Weitere Interdependenzen entstehen darüber hinaus dadurch, dass sich das Repräsentantenhaus alle zwei Jahre im Ganzen der Neuwahl zu stellen hat, während im Senat im Zweijahresrhythmus nur ein Drittel zur Wahl steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Gewaltenteilung als Strukturelement zur Machtbegrenzung in modernen Demokratien und führt in die spezifische Fragestellung der temporalen Gewaltenteilung ein.

2. MONTESQUIEU, BEGRÜNDER DER GEWALTENTEILUNG: Dieses Kapitel arbeitet den ideengeschichtlichen Hintergrund der Teilungslehre auf und differenziert zwischen dem Verständnis Montesquieus und weit verbreiteten Fehlinterpretationen einer strikten Gewaltentrennung.

3. GEWALTENTEILUNG JENSEITS DER GEWALTENTRENNUNG?: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Formen und Dimensionen der Gewaltenteilung und stellt die Verschränkung sowie gegenseitige Kontrolle der Staatsorgane in den Vordergrund.

4. ZEITLICHE BEGRENZUNG VON MANDATEN ZUM SCHUTZ DER FREIHEIT?: Der Hauptteil widmet sich der temporalen Gewaltenteilung, analysiert historische Wurzeln, den internationalen Vergleich von Amtszeiten und die spezifische Debatte zur Begrenzung von Regierungsmandaten.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die temporale Begrenzung ein wesentliches Instrument zur Machtkontrolle darstellt, dessen Ausgestaltung jedoch kontrovers diskutiert bleibt.

Schlüsselwörter

Gewaltenteilung, Demokratieprinzip, Amtszeitbegrenzung, Term Limits, Politische Freiheit, Montesquieu, Parlamentarismus, Machtmissbrauch, Regierungsform, Temporale Gewaltenteilung, Kontrolle, Rechtsstaatlichkeit, Repräsentation, Politische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretische und praktische Bedeutung der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht als wesentlichen Bestandteil der Gewaltenteilungslehre.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die ideengeschichtlichen Wurzeln der Gewaltenteilung, die verschiedenen Typologien staatlicher Teilungslehren sowie der spezifische Fokus auf die temporale Begrenzung politischer Mandate.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die temporale Gewaltenteilung genauer zu erforschen, sie in eine international vergleichende Perspektive zu setzen und ihre Eignung als Instrument zur Sicherung der Freiheit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie einen rechtsvergleichenden Ansatz, um verschiedene politische Systeme und deren Umgang mit Amtszeiten gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gewaltenteilungsformen, eine historische Herleitung der Amtszeitbeschränkung und eine detaillierte Analyse der Regelungen in den USA sowie die deutsche Debatte hierzu.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gewaltenteilung, Amtszeitbegrenzung, Term Limits, Demokratieprinzip, Regierungsform und Machtmissbrauch.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Gewaltenteilung bei Montesquieu von einer strikten Gewaltentrennung?

Montesquieu forderte keine starre Trennung der Institutionen, sondern ein System gegenseitiger Kontrolle und ein Verbot der Konzentration staatlicher Macht in einer Hand.

Welche Argumente führen Befürworter einer Amtszeitbegrenzung für den Bundeskanzler an?

Befürworter argumentieren, dass eine Begrenzung zu mehr Dynamik, Ehrlichkeit und einer Vermeidung von Abhängigkeiten führt, während sie den Kanzler von einer permanenten Fixierung auf Wiederwahl entlastet.

Welche Gegenargumente werden im Text bezüglich einer solchen Begrenzung in Deutschland genannt?

Gegner warnen vor dem "Lame-Duck"-Phänomen, betonen die Notwendigkeit von Rückendeckung durch die Partei im parlamentarischen System und kritisieren, dass eine Begrenzung keine Differenzierung zwischen gut und schlecht arbeitenden Politikern ermöglicht.

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Details

Title
Die Bedeutung und Funktion der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht im Gefüge der vielschichtigen Gewaltenteilungslehre
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V370110
ISBN (eBook)
9783668473911
ISBN (Book)
9783668473928
Language
German
Tags
Gewaltenteilung Temporale Gewaltenteilung Ämter auf Zeit Amtszeitbegrenzung term limits begrenzte Amtszeit Gewaltenteilungslehre Montesquieu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die Bedeutung und Funktion der zeitlichen Begrenzung staatlicher Macht im Gefüge der vielschichtigen Gewaltenteilungslehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370110
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