Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leitkonzepte der sozialen Arbeit. Fallbeispiel eines Schülers aus der Perspektive des ökologischen Ansatzes nach Bronfenbrenner und Entwicklung eines Handlungsplans nach dem Empowerment-Konzept

Titel: Leitkonzepte der sozialen Arbeit. Fallbeispiel eines Schülers aus der Perspektive des ökologischen Ansatzes nach Bronfenbrenner und Entwicklung eines Handlungsplans nach dem Empowerment-Konzept

Hausarbeit , 2016 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Isabella Isajewicz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus meiner kindheitspädagogischen Sicht ist eine professionelle Arbeit mit Kindern im Zusammenhang mit der Lebenswelt der Familien, den Ressourcen und im Hinblick auf Kooperationen mit den Institutionen im Sozialraum zu verorten. Die Arbeitsfelder der Kindheitspädagogik erfordern deshalb Kenntnisse der familiären, institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Um eine umfassende inhalt -und kompetenzbasierte Handlungsfähigkeit für diese Arbeitsfelder zu entwickeln, ist es wichtig sich eine systematische Kenntnis wichtiger Theorien und Modelle der individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie der einschlägigen politischen-, Bildungs- und Sozialisationsinstitutionen anzueignen. Vor dem Hintergrund eines professionellen Selbstverständnisses geht es deshalb um ein integriertes Verständnis sozialpädagogischer und erziehungswissenschaftlicher Theorien, Methoden und Verfahrensweisen. Leitkonzepte der sozialen Arbeit bieten Erklärungsmöglichkeiten und helfen Sachverhalte einzuordnen. Sie befähigen die Fachkraft diese zu verstehen, komplexe Zusammenhänge sowie Wechselwirkungen zu berücksichtigen und diese miteinander in Beziehung zu setzen.
Für die Fallbearbeitung, in der vorliegende Hausarbeit, habe ich mich für das sozialökologische Sozialisationsmodell nach Bronfenbrenner entschieden.

In der Praxis herrscht weiterhin ein stark defizitorientierter Blick auf Kinder und ihre Familien. Maßnahmen werden dabei häufig ausschließlich an den „Problemkindern“ selbst angesetzt, ohne weitere Akteure zu berücksichtigen, die an einer Problemlage beteiligt sind. Probleme werden einseitig betrachtet und die Bewertung der Umstände aus Sicht der Kinder nicht einbezogen. Der Ansatz macht es möglich die Verschränkungen von Prozesse einschließlich ihrer wechselseitigen Beeinflussung zu erkennen. Das Verhalten eines Individuums in seiner Gesamtheit zu sehen und die Eigenschaften sozialer Systeme als Produkt eines Zusammenspiels ihrer Komponenten zu begreifen. Wichtig dabei ist der Blickwinkel auf Wechselwirkungen anstatt auf Ursache-Wirkung-Systeme, ebenso die Berücksichtigung von Gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Der Empowerment-Ansatz stellt für die Fallbearbeitung eine optimale Kombination zum Ansatz von Bronfenbrenner dar, da er
Parallelen aufweist und die Ressourcen statt Defizite in den Vordergrund stellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Falldarstellung Schüler Simon der Grundschule Berlin

3. Der ökologische Ansatz nach Bronfenbrenner

3.1 Die Ökologie der menschlichen Entwicklung

3.2. Das Mehrebenenmodell nach Bronfenbrenner

3.2.1 Das Mikrosystem

3.2.2 Das Mesosystem

3.2.3 Das Exosystem

3.2.4 Das Makrosystem

3.2.5 Das Chronosystem

4. Das Empowerment - Konzept

5. Fallbearbeitung

5.1 Analyse anhand des Mehrebenenmodells nach Bronfenbrenner

5.2 Reichweite der Erklärungstheorie und ihre Grenzen

5. 3 Konsequenzen für das sozialpädagogische/erzieherische Handeln

5.4 Handlungsplan nach dem Empowerment-Ansatz

6. Erkenntnisgewinn und Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die komplexen Lebensumstände des Schülers Simon Maier mithilfe einer systemtheoretischen Perspektive zu analysieren, um auf dieser Basis fundierte, ressourcenorientierte Handlungsansätze für die sozialpädagogische Praxis abzuleiten. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie durch eine systemische Betrachtung der Lebenswelt und eine Anwendung des Empowerment-Konzepts die Entwicklung eines Kindes positiv beeinflusst und sein Selbstwertgefühl gestärkt werden kann.

  • Anwendung des ökologischen Mehrebenenmodells nach Bronfenbrenner auf einen konkreten Einzelfall
  • Analyse von Wechselwirkungen zwischen Mikro-, Meso-, Exo- und Makrosystemen
  • Integration des Empowerment-Ansatzes zur Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung
  • Reflexion über die Rolle der Sozialen Arbeit im schulischen Kontext
  • Entwicklung eines praxisorientierten Handlungsplans unter Einbezug von Ressourcen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Das Mesosystem

Das Mesosystem umfasst nach Bronfenbrenners Definition die Wechselbeziehungen zwischen zwei oder mehreren Lebensbereichen, an denen das sich entwickelnde Individuum aktiv beteiligt ist. Es kennzeichnet somit das verbindende System zwischen den Mikrosystemen einer Person und bildet ein Netzwerk, in dem die verschiedenen Lebensbereiche über unterschiedliche Verbindungen miteinander verknüpft sind.

Dabei setzt sich das Mesosystem aus den gleichen Bausteinen wie ein Mikrosystem zusammen. Es handelt sich um die molaren Tätigkeiten, Rollen und sozialen Beziehungen, wie bereits im Mikrosystem beschrieben. Der Unterschied besteht in der Beschreibung der Elemente in Verbindung zueinander, anstelle der Beschreibung der Elemente innerhalb eines einzelnen Lebensbereiches. Die Beteiligung eines Individuums an mehreren Lebensbereichen ist die grundlegende Verbindung zwischen zwei Lebensbereichen. Personen können gemeinsam in mehreren Lebensbereichen eingebunden sein, innerhalb dieser sich Beziehungen oder Aktivitäten überschneiden. So lassen sich zum Teil mehrere Verbindungen zwischen Personen herstellen, aus denen sich wechselseitige Beeinflussungen ergeben (Grundmann et al., 2000, S. 33-34).

Die aktive Beteiligung eines Individuums an mehreren Lebensbereichen stellt eine direkte Verbindung dar. Demgegenüber hebt Bronfenbrenner noch Formen indirekter Verbindungen hervor. Diese kennzeichnen sich durch die Vermittlung über dritte Personen, die Subjekte der beiden Mikrosysteme begegnen sich dabei nicht persönlich. In diesen indirekten Verbindungen geschieht die Informationsübertragung von einem in den anderen Lebensbereich entweder über eine Verbindungsperson oder über die Übermittlung von Nachrichten und Informationen. Eine weitere Form der indirekten Verbindung stellt die die Kenntnis über andere Lebensbereiche dar, bei der Informationen eines Bereiches über Kommunikation oder aus Quellen wie Büchern gewonnen werden (Grundmann et al., 2000, S. 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Wahl des sozialökologischen Modells zur Analyse kindlicher Entwicklung und definiert das Ziel, eine reflektierte Haltung in der Arbeit mit Familien zu entwickeln.

2. Falldarstellung Schüler Simon der Grundschule Berlin: Es wird die aktuelle Problemlage des Schülers Simon Maier beschrieben, inklusive der Konflikte mit seinem Lehrer und Mitschülern sowie der belastenden familiären Situation.

3. Der ökologische Ansatz nach Bronfenbrenner: Dieses Kapitel führt theoretisch in das Modell der ökologischen Systemtheorie ein, welche die menschliche Entwicklung in Wechselwirkung mit verschiedenen Umweltsystemen begreift.

4. Das Empowerment - Konzept: Es wird dargelegt, wie dieser Ansatz das Ziel verfolgt, durch die Stärkung vorhandener Fähigkeiten und Ressourcen die Autonomie und Selbstbestimmung von Klienten zu fördern.

5. Fallbearbeitung: In diesem zentralen Kapitel wird der Fall Simon Maier systematisch nach den verschiedenen Systemebenen von Bronfenbrenner analysiert und ein entsprechender Handlungsplan entwickelt.

6. Erkenntnisgewinn und Reflexion: Der Autor resümiert den Lernprozess und stellt in Thesen die Bedeutung einer systemorientierten und ressourcenfokussierten Haltung für die Soziale Arbeit dar.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Schulsozialarbeit, ökologisches Modell, Urie Bronfenbrenner, Mehrebenenmodell, Empowerment, Mikrosystem, Mesosystem, Fallarbeit, Ressourcenorientierung, Lebenswelt, Entwicklung, Systemtheorie, Handlungsplan, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Fallbearbeitung eines Schülers an einer Berliner Grundschule, um dessen komplexe Lebenssituation zu analysieren und Hilfen zu optimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das ökologische Mehrebenenmodell nach Bronfenbrenner, das Empowerment-Konzept sowie die Anwendung dieser Theorien in der schulbezogenen Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von Lebenswelten (Systeme) und die Aktivierung persönlicher Ressourcen einen fundierten Handlungsplan für den Schüler Simon Maier zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Fallanalyse auf Basis des sozialökologischen Modells von Bronfenbrenner in Verbindung mit dem Empowerment-Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Falldarstellung, die theoretische Fundierung des ökologischen Ansatzes und des Empowerment-Konzepts sowie die konkrete systemische Analyse des Falles und die Ableitung eines Handlungsplans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Systemtheorie, Ressourcenorientierung, Schulsozialarbeit, Empowerment und ökologisches Mehrebenenmodell beschreiben.

Warum spielt das "Mikrosystem" eine so wichtige Rolle für Simon?

Das Mikrosystem ist für Simon entscheidend, da es seine unmittelbar erfahrbaren Lebenswelten wie die Familie und die Schulklasse umfasst, in denen er täglich direkt mit Interaktionspartnern wie Eltern oder Mitschülern konfrontiert ist.

Welche Rolle spielt die Arbeitslosigkeit des Vaters im Modell?

Die Arbeitslosigkeit des Vaters wirkt laut Modell als Exosystem auf Simon ein; sie beeinflusst indirekt die familiäre Atmosphäre und die materielle Ausstattung, was wiederum Auswirkungen auf Simons Befinden und seine schulische Situation hat.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leitkonzepte der sozialen Arbeit. Fallbeispiel eines Schülers aus der Perspektive des ökologischen Ansatzes nach Bronfenbrenner und Entwicklung eines Handlungsplans nach dem Empowerment-Konzept
Hochschule
Hochschule Esslingen
Veranstaltung
Sozialpädagogisches Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe
Note
2,0
Autor
Isabella Isajewicz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V370181
ISBN (eBook)
9783668474703
ISBN (Buch)
9783668474710
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fallarbeit Sozialpädagogik Kinder- und Jugendhilfe Bronfenbrenner Empowerment Mehrebenenmodell Erklärungstheorie Handlungsplan Ökologie der menschlichen Entwicklung ökologische Ansatz nach Bronfenbrenner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabella Isajewicz (Autor:in), 2016, Leitkonzepte der sozialen Arbeit. Fallbeispiel eines Schülers aus der Perspektive des ökologischen Ansatzes nach Bronfenbrenner und Entwicklung eines Handlungsplans nach dem Empowerment-Konzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370181
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum