Biographie, dogmenhistorische Einordnung und wissenschaftlicher Beitrag von Milton Friedman


Hausarbeit, 2003

14 Seiten, Note: 2,0 = 80%


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Gedanken zum Thema

2. Sein Leben und seine Werke

3. Dogmenhistorische Einordnung

4. Wissenschaftlicher Beitrag
a) Allgemeine Einstellung Friedmans
b) Geldpolitik
I. Geldpolitik und Finanzpolitik
II. Milton Friedman und die Geldpolitik
c) Negative Einkommensteuer
d) Interview der Wirtschaftswoche mit Friedman

5. Abschließende Gedanken

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitende Gedanken zum Referat

Im folgenden Referat werde ich das Leben von Milton Friedman ausführlich darstellen und seine wichtigsten Werke dabei zeitlich eingliedern. Anschließend nach der dogmenhistorischen Einordnung komme ich dann zu den wichtigsten wirtschaftwissenschaftlichen Aspekten die Friedman betreffen. Dazu zählen unter anderem die von ihm geprägte Geldtheorie und seine Theorie der negativen Einkommensteuer. Vor der abschließenden Betrachtung komme ich noch kurz auf aktuellen Aussagen Friedmans in einem Interview zu sprechen.

2. Sein Leben und seine Werke

Milton Friedman wurde als Jüngster von vier Kindern am 31. Juli 1912 in Brooklyn, New York, geboren. Seine Eltern, Sarah Ethel und Jeno Saul Friedman, sind jüdische, osteuropäische Einwanderer aus Beregszasz in Karpatho-Ruthenien (heutige Ukraine). Ein Jahr nach seiner Geburt zogen sie in die Kleinstadt Rahway in New Jersey.

In seinem fünfzehnten Lebensjahr stirbt sein Vater und Friedman muss für die Familie mitverdienen. Dennoch schloss er 1928 die Rahway High School ab und fing anschließend Dank eines Stipendiums ein Studium in Ökonomie und Mathematik an der Rutgers Universität an. Dort graduiert er 1932 erfolgreich zum Bachelor. Von Arthur Burns und Homer Jones, welche beide an der Rutgers Universität lehrten, beeinflusst, verlagerten sich seine Interessen immer mehr auf die Wirtschaftswissenschaften. Auf Empfehlung der beiden wurde Friedman ein Stipendium an der wissenschaftlichen Fakultät der University of Chicago angeboten, wo er 1933 mit dem Master abschloss. Durch die Zusammenarbeit mit einflussreichen Ökonomen, wie zum Beispiel Frank Knight, Jacob Viner und Henry Schultz, wurde er an der Universität nachhaltig beeinflusst.

Aufgrund eines weiteren Stipendiums entschloss er sich 1934 seine Dissertation an der Columbia University zu schreiben. Ein Jahr später kehrte er nach Chicago zurück, wo er Forschungsassistent bei Henry Schultz wurde. Von 1935 bis 1937 arbeitete er am National Resources Committee in Washington an einer Studie über Konsumausgaben. Anschließend wechselte er zum National Bureau of Economic Research nach New York, wo er mit dem Nobelpreisträger Simon Kuznets an einer Studie über Berufseinkommen arbeitete. Diese Studie war bereits 1940 fertig gestellt, doch wegen Friedmans Kritik an der Monopolstellung der medizinischen Berufe kam es zu Widerstand und somit erst 1945 zur Veröffentlichung der Studie. Sie war die Basis seiner Dissertation an der Columbia University 1946.

Am 25. Juni 1938 heiratet er seine Studienkollegin Rose Director. 1943 kam Tochter Janet zur Welt und 1945 wurde Sohn David geboren. Rose wurde später zur Mitautorin einiger wichtiger Werke von Milton Friedman.

Von 1941 bis 1945 verbrachte er seine Zeit teils im Finanzministerium, um an einem Steuerprojekt mitzuarbeiten, und teils an der Columbia University als Mathematiker und Statistiker. Anschließend nahm er das Angebot zu einer Lehrverpflichtung an der University of Minnesota für ein Jahr an. 1946 übernahm er die Professur von Jacob Viner an der University of Chicago, die er drei Jahrzehnte ausübte. Seit dem gilt Chicago als seine intellektuelle Heimat. In den folgenden Jahren beschäftigt er sich mit den Lehren von John Maynard Keynes und schreibt seine Kritik in dem Werk: „A Theory of the Consumption Function“ (1957) nieder. 1947 wurde er von Friedrich von Hayek eingeladen und aus diesem Treffen folgte die Gründung der Mont Pelerin Society, bei der Friedman in den sechziger Jahren Präsident ist. Die Freundschaft zwischen den beiden entwickelte sich, als von Hayek 1950 eine Professur an der University of Chicago übernahm.

Friedmans wichtigsten Arbeiten von 1942 bis 1952 veröffentlichte er 1953 in seinem ersten großen Sammelband „Essays in Positive Economics“.

Die Darstellung des Monetarismus, dass das Geld das wichtigste Steuerungselement der Wirtschaft ist, erfolgte in „A Program for Monetary Stability“ (1959) und „The Optimum Quantity of Money“ (1969). Die von ihm ausgelöste Gegenrevolution gewann ab den sechziger Jahren an politischen Einfluss und erschütterte die Fundamente der keynesianischen Doktrin. In den fünfziger Jahren wurde Friedman zum Hauptkritiker des damals vorherrschenden John Maynard Keynes.

1962 entstand sein Werk „Capitalism and Freedom“, welches aus Vorträgen über politische Probleme in Zusammenarbeit mit seiner Frau entstand. In dem Buch kritisiert er unter anderen die missverstandene Rolle des Staates.

Im Nachrichtenmagazin Newsweek durften Milton Friedman (Vertreter des Monetarismus), Paul Samuelson (Vertreter der Keynesianer) und Henry Wallich (Vertreter eines Mittelweges) abwechselnd zu wirtschaftlichen Themen Stellung nehmen. Friedmans Kolumnen sind in 3 Werken festgehalten worden.

Friedman hat sich intensiv an politischen Auseinandersetzungen beteiligt, obwohl er nie ein öffentliches Amt anstrebte. Als Mitglied einer Kommission, die Präsident Nixon die Einführung der Freiwilligen-Armee empfahl, war er mitverantwortlich für die Abschaffung der Wehrpflicht in den USA am 27. Januar 1973.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Biographie, dogmenhistorische Einordnung und wissenschaftlicher Beitrag von Milton Friedman
Hochschule
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Vechta
Note
2,0 = 80%
Autor
Jahr
2003
Seiten
14
Katalognummer
V37026
ISBN (eBook)
9783638364942
ISBN (Buch)
9783638893794
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Biographie, Einordnung, Beitrag, Milton, Friedman
Arbeit zitieren
Timo Seggelmann (Autor), 2003, Biographie, dogmenhistorische Einordnung und wissenschaftlicher Beitrag von Milton Friedman, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37026

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