Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den sozialen Aspekten und der Frage, wie Erwachsene von einer Versorgung mit einem Cochlea-Implantat profitieren.
In Deutschland leben etwa 15 Millionen Schwerhörige. Dies entspricht circa 60% der Gesamtbevölkerung die im Laufe ihres Lebens von Schwerhörigkeit betroffen sind. Inzwischen gehören Hörstörungen sogar zu den großen Volkskrankheiten. Eine Hörschädigung kann angeboren oder erworben sein, spontan oder progredient auftreten und uni - oder bilateral sein. Wenn daraufhin bei bester Hörgeräteversorgung kein adäquates Sprachverständnis mehr erreicht werden kann, empfiehlt es sich, eine Versorgung mittels Cochlea-Implantat anzustreben.
Der individuelle Nutzen einer Cochlea-Implantat Versorgung ist verschieden und abhängig von der Ätiologie der Hörstörung, dem Spracherwerb, der Ertaubungsdauer, sowie der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten. Somit ist das Cochlea-Implantat bei vorliegender Indikation, in jedem Alter und bei sensorischer Surditas das Mittel der Wahl. Gerade in fortgeschrittenem Alter, kann das Cochlea-Implantat eine soziale Isolation verhindern. Das Cochlea-Implantat bringt den Patienten den Vorteil wieder Hören und verstehen zu können, wenn die Hörgeräteversorgung ausgereift ist und keinen Nutzen mehr bringt
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Cochlea-Implantat
2.1 Aufbau und Funktion des Ohres
2.1.1 Die Schallweiterleitung
2.1.2 Ursachen und Formen von Hypakusis
2.2 Aufbau und Funktion eines Cochlea-Implantats
3. Wann ist ein Cochlea-Implantat indiziert?
3.1 Indikationen und Kontraindikationen
3.2 Sozialrechtliche Grundlagen
3.3 Untersuchungsverfahren zur Indikationsstellung eines Cochlea-Implantats
4. Darstellung der Probleme hochgradig schwerhöriger und tauber Menschen
4.1 Auswirkungen von Hörstörungen bei Erwachsenen
4.2 Der Rehabilitationsprozess
4.3 Ein Cochlea-Implantat als Ausweg aus der Isolation?
5. Kosten eines Cochlea Implantats
5.1 Volkswirtschaftliche Kosten durch Hörschäden
5.2 Was kostet ein Cochlea-Implantat?
5.3 Sind die Kosten gegenüber der Gesellschaft gerechtfertigt?
6. Zusammenfassung und Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die sozialen Aspekte einer Versorgung mit einem Cochlea-Implantat bei Erwachsenen. Das Hauptziel besteht darin zu analysieren, wie Betroffene durch die Implantation von der Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit profitieren und ob dies zu einer gesteigerten Lebensqualität sowie einer besseren sozialen Teilhabe führt.
- Medizinische und technische Grundlagen des Cochlea-Implantats
- Indikationsstellungen und sozialrechtliche Rahmenbedingungen
- Psychosoziale Auswirkungen von Hörschädigungen bei Erwachsenen
- Der Rehabilitationsprozess nach der Operation
- Volkswirtschaftliche Kostenbetrachtung und Nutzenanalyse
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Das Ohr ist unser Tor zur Welt“ (Hermann-Röttgen (Hrsg.), 2010, S. 6).
In Deutschland leben etwa 15 Millionen Schwerhörige. Dies entspricht circa (ca.) 60% der Gesamtbevölkerung die im Laufe ihres Lebens von Schwerhörigkeit betroffen sind! Erschreckend ist, dass 6-7% der Kinder eine Hörschädigung haben, im Alter von 18 Jahren sind es schon 30%. Zwei bis drei von 1000 Neugeborenen kommen hörbehindert auf die Welt (vgl. Walger, 2010, S. 9). Inzwischen gehören Hörstörungen sogar zu den großen Volkskrankheiten (vgl. Neubauer; Gmeiner, 2011, S. 1)!
Die Diagnose „hochgradig schwerhörig oder taub“ ist für den Patienten schockierend. Eine Hörschädigung kann angeboren oder erworben sein (vgl. Stark; Helbig, 2011, S. 607), spontan oder progredient auftreten (vgl. Arndt et. al. 2011, S. 437) und uni- oder bilateral sein (vgl. Olze et.al. 2010, S. 1010). Wenn daraufhin bei bester Hörgeräteversorgung kein adäquates Sprachverständnis mehr erreicht werden kann, empfiehlt es sich, eine Versorgung mittels Cochlea-Implantat anzustreben (vgl. Stark; Helbig, 2011, S. 605). Die Einschränkungen durch Schwerhörigkeit (Hypakusis) und Taubheit (Surditas) sind immens. Es kommt zu Missverständnissen, Abwesenheit, Frustration, Problemen im Beruf und letztendlich zu Depressionen, Einsamkeit und im schlimmsten Fall zum Verlust des Arbeitsplatzes, da eine soziale Kommunikation nicht mehr möglich ist (vgl. Arndt et.al. 2011, S. 437).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Hörstörungen als Volkskrankheit ein und beleuchtet die Notwendigkeit von Cochlea-Implantaten für die soziale Teilhabe von Erwachsenen.
2. Das Cochlea-Implantat: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau des menschlichen Ohres sowie die technologische Funktionsweise einer Cochlea-Implantat-Versorgung.
3. Wann ist ein Cochlea-Implantat indiziert?: Hier werden die medizinischen Kriterien für eine Implantation sowie die sozialrechtlichen Ansprüche und diagnostischen Voruntersuchungen dargelegt.
4. Darstellung der Probleme hochgradig schwerhöriger und tauber Menschen: Dieses Kapitel analysiert die weitreichenden Auswirkungen von Hörverlust auf den Alltag, das Berufsleben und den notwendigen Rehabilitationsprozess.
5. Kosten eines Cochlea Implantats: Es erfolgt eine wirtschaftliche Betrachtung der Kosten für Implantate sowie eine Argumentation über die gesellschaftliche Rechtfertigung dieser Ausgaben.
6. Zusammenfassung und Schlusswort: Die Ergebnisse werden resümiert und die Bedeutung des Cochlea-Implantats als Mittel zur Vermeidung sozialer Isolation unterstrichen.
Schlüsselwörter
Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Rehabilitation, soziale Isolation, Hörverlust, audiologische Diagnostik, Sprachverständnis, Lebensqualität, Sozialgesetzbuch, Hörschädigung, Indikation, postlingual, Kommunikation, Versorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit den sozialen Aspekten einer Versorgung mit Cochlea-Implantaten bei Erwachsenen, insbesondere im Hinblick auf Lebensqualität und berufliche Teilhabe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt medizinische Hintergründe, die soziale Situation von Betroffenen, den Ablauf der Rehabilitation sowie die wirtschaftlichen Aspekte der Versorgung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie Erwachsene von einem Cochlea-Implantat profitieren und ob die Versorgung das Risiko sozialer Isolation mindern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien sowie der Auswertung sozialrechtlicher Grundlagen und fachmedizinischer Empfehlungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den Aufbau des Hörorgans, Kriterien für die Indikationsstellung, die Probleme Betroffener im Alltag sowie den Rehabilitationsprozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Cochlea-Implantat, Hörschädigung, Rehabilitation, Lebensqualität und soziale Teilhabe.
Wie definiert die Autorin den Unterschied zwischen Hörgerät und Cochlea-Implantat?
Ein Hörgerät dient primär der Schallverstärkung, während ein Cochlea-Implantat eine komplexe Hörprothese ist, die den Hörnerv direkt elektrisch stimuliert.
Warum ist die psychologische Bereitschaft der Patienten für den Erfolg so entscheidend?
Die Anpassung an das neue Hören erfordert eine aktive Mitarbeit und den Willen des Patienten, neu zu hören, da der rehabilitative Prozess lebenslange Anpassungen umfasst.
- Quote paper
- Melanie Ziegler (Author), 2012, Soziale Aspekte der Cochlea-Implantation bei Erwachsenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370350