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Der Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen von grundlegenden elektrischen Bauteilen in Deutschland

Title: Der Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen von grundlegenden elektrischen Bauteilen in Deutschland

Bachelor Thesis , 2016 , 81 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: C. Ralfs (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll den Einfluss von Hochschulen als Akteur im regionalen Umfeld untersuchen, jedoch mit dem Novum, dass sich dabei auf eine Patentklasse einer Branche fokussiert wird. Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf die Branche Elektrotechnik. Diese wurde wegen ihrer wichtigen Rolle als einer der wichtigsten und größten Branchen als Untersuchungsgegenstand ausgewählt. Sie gilt – als Teilbranche der Elektroindustrie – als äußerst forschungs- und entwicklungsintensiv und daher hat der Wissens- und Technologietransfer innerhalb dieser Branche (intersektoral) eine große Bedeutung. Es wird der folgenden Frage nachgegangen: Haben Hochschulen einen Einfluss auf das Patentgeschehen von grundlegenden elektrischen Bauteilen in Deutschland?

Hochschulen gelten seit jeher als ein Hort des Wissens und der Erkenntnis. Über die Zeit entwickelte sich die Rolle von Hochschulen weiter: hin zu Interaktionen mit der regionalen Umgebung. In „Science-based Industries“ bestand bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine Verbindung zwischen Hochschulen und der Wirtschaft. Hochschulen wird die Rolle als zentraler Akteur für den Einfluss auf Wissen, von Innovationsaktivitäten und letztendlich ein wesentlicher Einfluss auf das Patengeschehen in der Region nachgesagt. Wissenschaftlich untersucht wurde die Thematik – in Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertung von Wissen in Innovationsprozessen. Die Politik erkannte das Potenzial und die Bedeutung von Hochschulen als Akteur für die Stärkung der regionalen Innovationsaktivität und somit den Nutzen deren politischer Förderung. Durch Transferprozesse zwischen Hochschulen und Wirtschaft können Hochschulen einen essenziellen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der Region leisten. Eine Reihe von Untersuchungen haben sich bereits mit der Rolle der Hochschule als Akteur auseinandergesetzt, die deren Einfluss auf den Innovationsoutput in der Region analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Wissen

2.1.1 Wissens- und Technologietransfer

2.1.2 Innovation

2.2 Regionales Innovationssystem (RIS)

2.2.1 Elemente und Struktur des RIS

2.2.2 Funktionen von Hochschulen im RIS

2.2.3 Unterschiede von Hochschulen im RIS

2.3 Direkter und indirekter Wissenstransfer

2.3.1 Kooperationen mit Unternehmen

2.3.2 Institutioneller Wissenstransfer

2.4 Die Bedeutung von Patenten für Hochschulen und Unternehmen

3 Elektrotechnik

3.1 Branche

3.2 Innovationscharakteristika der Elektrotechnik

3.3 IPC-Klassifikation der Elektrotechnik

4 Einordnung in den aktuellen Stand der Wissenschaft

5 Methodik und Daten

5.1 Räumliche Untersuchungsebene

5.2 Patente als abhängige Variable

5.3 Ableitung und Auswahl des Modells

5.4 Datenquellen und deskriptive Statistik

6 Vorstellung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

6.1 Der Einfluss von Hochschulen

6.2 Analyse der Zeiträume

7 Kritische Reflexion

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen im Bereich grundlegender elektrischer Bauteile in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwieweit Hochschulen als Akteure in regionalen Innovationssystemen das Patentaufkommen in dieser spezifischen Branche beeinflussen.

  • Regionale Innovationssysteme (RIS) und Wissenstransfermechanismen
  • Innovationscharakteristika der Elektrotechnikbranche
  • Analyse des Einflusses von Hochschulaktivitäten (Publikationen, Absolventen) auf Patente
  • Quantitative Auswertung mittels negativer Binomial-Regression

Auszug aus dem Buch

2.1 Wissen

Das Wissen ist ein wesentlicher Ursprung von Innovationen (vgl. Florida 1995, S. 528; Klaerding et al. 2009, S. 296). Wissen besteht nicht ausschließlich aus dem Sammeln von Informationen, sondern es erfordert eine zweckorientierte Informationsvernetzung (vgl. Strambach 2004, S. 3 f.). Wissen ist somit ein Ergebnis von Interaktions- und Lernprozessen mit mehreren Akteuren (vgl. Strambach 2004, S. 7). Diese Prozesse sind essentiell für die Verbreitung von Wissen und Innovationen, worauf der Fokus im nächsten Unterkapitel – Wissens- und Technologietransfer – gelegt wird.

Die Formen des Wissens sind in implizites Wissen (nicht-kodifiziert) und explizites Wissen (kodifiziert) zu unterteilen (vgl. Thiel 2002, S. 22 f.). Das explizite Wissen wird durch verschiedene Formen der Kodifizierung (Schrift) ausgedrückt und ist somit artikulierbar. Das implizite Wissen ist der Ursprung von explizitem Wissen (vgl. Rauter 2013, S. 26). Implizites Wissen („tacit knowledge“) wird auch stillschweigendes Wissen genannt, welches an den Menschen gebunden ist und nur durch persönliche Kommunikation weitergegeben werden kann – zum Beispiel bei Diskussionen (vgl. Fritsch et al. 2007, S. 24; Polanyi 1966, S. 4). Aus diesem Grund ist eine soziale Interaktion notwendig. Wenn diese Interaktionen wiederholt vorkommen, entstehen soziale Strukturen. Neu generiertes Wissen, was innovationsfördernd sein kann, ist meistens implizit und weist somit eine höhere Relevanz für Innovationen als das explizite Wissen auf. Ein Grund dafür ist die Komplexität des Wissens, sodass ein hoher Aufwand nötig wäre, um das implizite Wissen zu kodifizieren und es somit Dritten zugänglich zu machen (vgl. Rauter 2013, S. 26 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Rolle von Hochschulen als Wissensakteure im regionalen Umfeld und Definition der Forschungsfrage in Bezug auf die Elektrotechnik.

2 Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Grundlagen zu Wissen, Innovationen, regionalen Innovationssystemen sowie den direkten und indirekten Transferkanälen von Hochschulen.

3 Elektrotechnik: Beschreibung der ökonomischen Bedeutung, der Innovationsmerkmale und der technologischen Klassifizierung der Elektrotechnikbranche.

4 Einordnung in den aktuellen Stand der Wissenschaft: Überblick über bisherige empirische Studien und Herleitung der Arbeitshypothese.

5 Methodik und Daten: Festlegung des räumlichen Untersuchungsraums, Beschreibung der Variablenwahl und des statistischen Regressionsmodells.

6 Vorstellung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Präsentation der Ergebnisse der negativen Binomial-Regression und Diskussion der Einflüsse von Hochschulen über verschiedene Zeiträume.

7 Kritische Reflexion: Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion von Limitierungen der quantitativen Analyse.

8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Hochschulen, Regionale Innovationssysteme, Elektrotechnik, Wissenstransfer, Technologietransfer, Patentgeschehen, Innovation, Wissensspillover, Forschungs- und Entwicklungskooperationen, Regressionsanalyse, Innovationsoutput, industrielle Forschung, akademische Patente, Technologiemanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Einfluss von Hochschulen auf das Patentaufkommen in der deutschen Elektrotechnikbranche unter Berücksichtigung regionaler Innovationssysteme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen akademischer Wissensproduktion (Hochschulen) und wirtschaftlicher Innovation (Patente) in räumlich begrenzten Arbeitsmarktregionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, welchen messbaren Einfluss Hochschulen als regionale Akteure auf die Generierung von Patenten im Bereich grundlegender elektrischer Bauteile in Deutschland haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Untersuchung durchgeführt, bei der ein Regressionsmodell, spezifisch die negative Binomial-Regression, zur Analyse von Patentzählungsdaten eingesetzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung von Innovationssystemen und Wissenstransfer, die Charakterisierung der Elektrotechnikbranche, die methodische Vorgehensweise und die empirische Datenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hochschulen, Regionales Innovationssystem, Wissenstransfer, Patente, Elektrotechnik und Innovationsoutput.

Warum wurde gerade die Branche der Elektrotechnik gewählt?

Diese Branche wurde aufgrund ihrer hohen Forschungs- und Entwicklungsintensität sowie ihrer Rolle als essenzielle Zuliefererindustrie für viele weitere Technologiebereiche ausgewählt.

Wie wirken sich Hochschulen konkret auf das regionale Innovationssystem aus?

Hochschulen agieren als „Innovationsgeneratoren“ und „Innovationsattraktoren“, indem sie Wissen generieren, Humankapital durch Absolventen in die Region führen und als Partner in Kooperationen fungieren.

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Details

Title
Der Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen von grundlegenden elektrischen Bauteilen in Deutschland
College
University of Marburg
Grade
2,0
Author
C. Ralfs (Author)
Publication Year
2016
Pages
81
Catalog Number
V370359
ISBN (eBook)
9783668477018
ISBN (Book)
9783668477025
Language
German
Tags
Innovation Innovationsaktivität RIS Cluster Regionale Innovationssysteme räumliche Entwicklung von Technologien Technologien Patente Elektrotechnik Hochschulen Fachhochschulen H01 Patentgeschehen Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
C. Ralfs (Author), 2016, Der Einfluss von Hochschulen auf das Patentgeschehen von grundlegenden elektrischen Bauteilen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370359
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