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Der Offene Kanal - Ein Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit? - Dargestellt am Beispiel des Offenen Kanals Hamburg

Title: Der Offene Kanal - Ein Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit?  - Dargestellt am Beispiel des Offenen Kanals Hamburg

Diploma Thesis , 2003 , 129 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Paed. Kathrin Nina Wiedl (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Offene Kanäle, die zur „dritten Säule“ des Rundfunks neben dem öffentlich-rechtlichen und dem privat-kommerziellen Bereich gehören, waren und sind in der öffentlichen Diskussion heftig umstritten. Die einen sehen in ihm lediglich ein Alibi, mit dem die hinter der Privatisierung des Rundfunks stehenden wirtschaftlichen Interessen verschleiert werden sollen, andere hingegen sehen die Möglichkeit des Rollenwechsels vom bisher passiven Zuschauer zum aktiven Rezipienten. Eine solche Möglichkeit entspräche den Methoden und Zielsetzungen einer emanzipatorischen Medienarbeit, die den aktiven und selbstbestimmten Umgang mit Medien und die Möglichkeit zu authentischer Erfahrung mit Hilfe dieser anstrebt.
Doch was bedeutet die Existenz Offener Kanäle für die medienpädagogische Soziale Arbeit? (mit diesem Begriff bezeichne ich Medienpädagogik unter den Zielsetzungen der Sozialen Arbeit, in Abgrenzung von anderen Formen der Medienpädagogik außerhalb der Sozialen Arbeit) Und, wieweit wird der Offene Kanal in seiner heutigen Form seiner ursprünglichen Aufgabe, jedem Bürger die Möglichkeit zur medialen Partizipation zu geben, gerecht?
Nach einer Einführung in des Thema und die Arbeitsweise eines Offenen Kanals wird in Kapitel 4 der Bezug der Medienpädagogik zur Sozialen Arbeit zu erläutert. Hieraus folgend wird die Frage nach einer speziellen Ausbildung zum Medienpädagogen diskutiert. Kapitel 5 beinhaltet eine detaillierte Diskussion der für die Arbeit mit dem Offenen Kanal relevanten medienpädagogischen Positionen –aktive und die alternative Medienarbeit – und eine Einschätzung ob diese Arbeit tatsächlich im Offenen Kanal geleistet wird. Theoretische Betrachtungen zum Begriff der Partizipation im Rundfunk in Verbindung mit dem Begriff und dem Verständnis von Demokratie leiten zu Kapitel 7, in dem exemplarisch die Möglichkeiten diskutiert werden, die der Offene Kanal für die Partizipation von Kindern bietet. Kapitel 8 zieht ein Fazit aus den vorhergegangenen Untersuchungen und klärt die Möglichkeiten und Grenzen des Offene Kanal für medienpädagogische soziale Arbeit sowie mögliche neue Organisationsformen für eine solche Arbeit, wie z.B. das Modell von dezentralen Medienkompetenzzentren, angegliedert an bestehende Quartiersarbeit.
Im Anhang wird ein Projekt aktiver Medienarbeit mit Schülerinnen dargestellt um ein Beispiel zu geben, wie der Offene Kanal für medienpädagogische Arbeit genutzt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Offene Kanal

2.1 Entstehungsgeschichte Offener Kanäle

2.2 Definition "Offener Kanal"

2.3 Der Offene Kanal Hamburg - Die Einrichtung

2.4 Regelungen

2.5 Ziele und Zielgruppen

2.6 Trägerschaft

2.7 Finanzierung

2.8 Entscheidungskompetenz und Verantwortung

2.9 Kooperation und Vernetzung

2.10 Frauen im Offenen Kanal

2.11 Kinder im Offenen Kanal

3. Medienpädagogische Positionen

3.1 Einleitung

3.2 Die kulturkritisch-geisteswissenschaftliche Position

3.3 Die technologisch-funktionale Position

3.4 Die ideologiekritische Position

3.5 Die gesellschaftskritische Position

3.6 Die handlungsorientierte Position

4. Medienpädagogik in der Sozialen Arbeit

4.1 Einleitung

4.2 Wodurch zeichnet sich Soziale Arbeit aus?

4.3 Medienpädagogik als Bestandteil von Gemeinwesenarbeit, Sozialer Gruppenarbeit und Einzelfallhilfe

4.3.1 Medienpädagogik in der Gemeinwesenarbeit

4.3.2 Medienpädagogik in der sozialen Gruppenarbeit

4.3.3 Medienpädagogik in der Einzelfallhilfe

4.3.4 Fazit

4.4 Medienpädagogische Soziale Arbeit

4.4.1 Drei wesentliche Zielbereiche Medienpädagogischer Sozialer Arbeit

4.5 Medienpädagogik – Ein eigener Berufszweig?

5. Medienpädagogik im Offenen Kanal Hamburg

5.1 Einleitung

5.2 Relevante medienpädagogische Positionen für die Arbeit in Offenen Kanälen

5.3 Alternative und Aktive Medienarbeit

5.3.1 Ursprünge Alternativer Medienarbeit

5.3.2 Die Videobewegung

5.3.3 Medienzentren

5.3.4 Das Modell des Freien Radios

5.3.5 Aktive Medienarbeit

5.3.5.1 Definition ‚Aktive Medienarbeit‘

5.3.5.2 Ziele und Kriterien aktiver Medienarbeit

5.3.5.3 Zielbereiche aktiver Medienarbeit

5.4 Fazit

6. Der Partizipationsbegriff im Rundfunk

6.1 Einleitung

6.2 Partizipationsbegriff und Demokratieverständnis

6.3 Partizipationsmöglichkeiten im Rundfunk

6.4 Fazit

7. Partizipation von Kindern in den Medien

7.1 Einleitung

7.2 Medienöffentlichkeit als Partizipationsmöglichkeit

7.3 Konzepte von Öffentlichkeit unter dem Aspekt der Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen

7.3.1 Medienöffentlichkeit

7.3.2 Gegenöffentlichkeit

7.3.3 Spezialöffentlichkeit

7.3.4 Kinderöffentlichkeit

7.4 Bietet der Offene Kanal Partizipationsmöglichkeiten für Kinder?

8. Fazit: In welcher Form kann der Offene Kanal für medienpädagogische Soziale Arbeit genutzt werden?

8.1 Einleitung: Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit

8.2 Der Offene Kanal leistet in seiner heutigen Form keine medienpädagogische Soziale Arbeit - dennoch ist er für diese von Bedeutung

8.3 Aufgaben des Offenen Kanals im Rahmen von Kooperationsprojekten

8.4 Medienpädagogische Zentren - Dezentrale Quartiersarbeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Rolle des Offenen Kanals Hamburg als potenzielles Arbeitsfeld für die medienpädagogische Soziale Arbeit. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit der Offene Kanal Kindern und anderen unterrepräsentierten Gruppen eine tatsächliche mediale Partizipation ermöglicht und ob er als Instrument emanzipatorischer pädagogischer Arbeit fungieren kann.

  • Analyse der Funktionen und Strukturen des Offenen Kanals Hamburg im Kontext von Rundfunk und Demokratie.
  • Darstellung medienpädagogischer Positionen und deren Relevanz für die Soziale Arbeit.
  • Untersuchung der Partizipationsmöglichkeiten von Kindern in den Medien und deren medienpädagogische Förderung.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Sozialpädagogen im Rahmen von Medienprojekten.
  • Entwicklung von Perspektiven für eine stärkere Integration von medienpädagogischer Sozialer Arbeit in die Struktur des Offenen Kanals.

Auszug aus dem Buch

A1.3. Das Projekt „Kamera“

Die Aufgabe der Mädchen in diesem Projekt war es, Interviews mit Menschen zum Thema „Traumberuf“ zu filmen und im Anschluß daran, einen Film über die Projektwoche zu realisieren. Mit dieser Aufgabe stellte ich den Mädchen zunächst eine konkrete Aufgabe, die auch im Beruf der Mediengestalterin nicht unüblich ist: Losziehen und kurze Interviews sammeln. Es ist eine Aufgabe, die im Gegensatz zu einem Spielfilm beispielsweise klar umrissen ist, relativ wenig theoretische Vorarbeit und kein langes Drehbuch benötigt, da die Hauptakteure die interviewten Personen sind. Es war also eine Aufgabe, die es den Mädchen ermöglichte, nach einer relativ kurzen theoretischen Einführung in die technischen Tücken und Möglichkeiten einer Videokamera sowie die journalistische und filmische Theorie von Interviews loszuziehen, praktische Erfahrungen zu sammeln und daraus brauchbare Ergebnisse zu erzielen. (Nicht umsonst schicken viele Rundfunkeinrichtungen ihre Praktikanten zunächst einmal los, um „O-Töne“ (Originaltöne) bzw. Interviews zu sammeln. Im zweiten Schritt erfolgt dann der richtige Zusammenschnitt dieser Interviews).

Diese Art des Vorgehens ermöglichte ein „learning by doing“. Sie verhindert, dass Frustration und Ermüdung auftreten. Es werden schnell Erfolgserlebnisse im Umgang mit der neuen Technik erzielt und die Theorie wird Schritt für Schritt in Kombination und praktischer Umsetzung erlernt.

Die Interviews hatten aber auch noch einen weiteren Lerneffekt: Die Kamera in der Hand machte es einfacher, auf fremde Leute zuzugehen und so einen Meinungsquerschnitt zum Thema „Traumberufe“ zu sammeln. Die Mädchen lernten hierbei, die erste Hemmschwelle beim Ansprechen fremder Personen zu überwinden und sich Informationen für ihre eigene Berufsfindung zu beschaffen. Die Kamera in der Hand verschaffte den Mädchen eine Position, in der die interviewten Erwachsenen, die das erste Mal vor der Kamera sprachen, in eine neue, mit Unsicherheiten behaftete Situation gerieten. Die Mädchen jedoch bekamen nach einigen Interviews Routine und Sicherheit hinter der Kamera, da sich für sie die Situation wiederholte. Obwohl sie jünger waren, waren sie also in der routinierteren Position.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die kontroverse Rolle Offener Kanäle und führt die Forschungsfrage nach deren Bedeutung für die medienpädagogische Soziale Arbeit sowie speziell die Partizipation von Frauen und Kindern ein.

2. Der Offene Kanal: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehungsgeschichte, rechtliche Grundlagen, Ziele und Struktur des Offenen Kanals Hamburg unter besonderer Berücksichtigung der Nutzergruppen.

3. Medienpädagogische Positionen: Hier werden fünf zentrale medienpädagogische Ansätze, von der kulturkritischen bis zur handlungsorientierten Position, theoretisch dargelegt und bewertet.

4. Medienpädagogik in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verortet Medienpädagogik als integralen Bestandteil der Sozialen Arbeit, insbesondere in der Gemeinwesenarbeit und Gruppenarbeit, und definiert medienpädagogische Soziale Arbeit.

5. Medienpädagogik im Offenen Kanal Hamburg: Hier wird untersucht, inwieweit Ansätze alternativer und aktiver Medienarbeit im Offenen Kanal Hamburg in der Praxis stattfinden.

6. Der Partizipationsbegriff im Rundfunk: Dieses Kapitel analysiert das Demokratieverständnis im Rundfunk und hinterfragt die Möglichkeiten echter Partizipation für Bürger jenseits von Pseudobeteiligung.

7. Partizipation von Kindern in den Medien: Es wird das Recht von Kindern auf Partizipation beleuchtet und die Barrieren für direkte Teilhabe von Kindern in den Medien analysiert.

8. Fazit: In welcher Form kann der Offene Kanal für medienpädagogische Soziale Arbeit genutzt werden?: Das Fazit fasst zusammen, dass der Offene Kanal in seiner derzeitigen Form keine medienpädagogische Soziale Arbeit leistet, aber dennoch eine notwendige Infrastruktur für solche Projekte bieten kann.

Schlüsselwörter

Medienpädagogik, Offener Kanal Hamburg, Soziale Arbeit, Partizipation, Aktive Medienarbeit, Bürgerfunk, Medienkompetenz, Gemeinwesenarbeit, Kinderrechte, Gegenöffentlichkeit, Emanzipation, Medienproduktion, Jugendliche, Medienkritik, Partizipationspädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Offenen Kanals Hamburg als Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit, mit einem besonderen Fokus auf die Partizipation von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Offenen Kanals, theoretische medienpädagogische Positionen, die Verankerung dieser in der Sozialen Arbeit sowie Konzepte von Partizipation und Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Offene Kanal als Instrument für eine emanzipatorische medienpädagogische Arbeit genutzt werden kann, die Kindern und Minderheiten eine echte mediale Partizipation ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter medienpädagogischer und sozialpädagogischer Ansätze, ergänzt durch praktische Erkenntnisse aus eigenen medienpädagogischen Projekten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Praxis im Offenen Kanal, vergleicht diese mit den Ansprüchen der handlungsorientierten Medienpädagogik und prüft die Partizipationschancen insbesondere für Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienpädagogik, Partizipation, Offener Kanal, Soziale Arbeit, Gegenöffentlichkeit und Medienkompetenz definiert.

Warum ist eine medienpädagogische Begleitung im Offenen Kanal wichtig?

Die Arbeit zeigt, dass eine bloße Bereitstellung von Technik nicht ausreicht. Nur durch pädagogische Begleitung können Lernprozesse initiiert werden, die zu Mündigkeit und Emanzipation führen, anstatt nur vorhandene Medienformate zu imitieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Kinder?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Kinder aktuell keine Möglichkeiten zur direkten Partizipation im Offenen Kanal haben, da dieser primär für Erwachsene konzipiert ist und formelle Hürden existieren.

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Details

Title
Der Offene Kanal - Ein Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit? - Dargestellt am Beispiel des Offenen Kanals Hamburg
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Fachbereich Sozialpädagogik)
Grade
1,0
Author
Dipl. Paed. Kathrin Nina Wiedl (Author)
Publication Year
2003
Pages
129
Catalog Number
V37047
ISBN (eBook)
9783638365055
ISBN (Book)
9783638713825
Language
German
Tags
Offene Kanal Arbeitsfeld Soziale Arbeit Dargestellt Beispiel Offenen Kanals Hamburg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Paed. Kathrin Nina Wiedl (Author), 2003, Der Offene Kanal - Ein Arbeitsfeld für medienpädagogische Soziale Arbeit? - Dargestellt am Beispiel des Offenen Kanals Hamburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37047
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