Französische Deutschland- und Europapolitik von der Befreiung bis zu den Pariser Verträgen. Kontinuitäten und Wandel


Zwischenprüfungsarbeit, 2005
23 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgehensweise

3. Frankreich und die Sowjetunion: prinzipielle Divergenzen und punktuelle
Interessenkoinzidenzen
3.1 Vom 28.9.42 (Anerkennung des CNF durch die SU) bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945
3.2 Deutschlandpolitische Divergenzen hinsichtlich der Grenzen und der staatlichen Struktur eines zukünftigen Deutschland
3.3 Scheinbare Koinzidenz frz. und sowjetischer Deutschlandpolitik - Die Internationalisierung der Ruhr
3.4 Das Ende theoretischer frz.-sowjetischer Gemeinsamkeiten - Die Wende in der frz. Deutschlandpolitik

4. Handlungswille und Handlungsfähigkeit auf dem Prüfstand:
Die frz. Besatzungszone(n) in Südwestdeutschland
4.1 Das Zustandekommen
4.2 Widersprüchliche Zielvorgaben
4.3 „Verkorkste Zone“ von Anfang an
4.4 Flexibilität als Ausdruck von Unsicherheit – Frankreichs unklare Vorstel- lungen über die Zukunft der Einzelteile der FBZ. Das Beispiel Saarland
4.5 Die Besatzungszeit in frz. und deutscher Perzeption – Verstärkung der gegenseitigen Ressentiments

5. Die deutschland- und europapolitischen Akteure
5.1 De Gaulle
5.2 Georges Bidault
5.3 Robert Schuman
5.4 René Pleven

6. Resumee

7. Bibliographie und Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

Eine erste Auseinandersetzung mit der Fragestellung dieser Arbeit wirft zwei weitere grundsätzliche Fragen der französischen Deutschland- und Europapolitik auf. Erstens: Gab es politische Zielvorstellungen, Handlungsprinzipien oder Strategien in Bezug auf Deutschland, die in sich konsistent waren und einen tieferen und langfristigen politischen Gestaltungswillen zum Ausdruck brachten oder ist die Deutschlandpolitik nicht vielmehr eine abhängige Variable in einer außenpolitischen Agenda, die andere Prioritäten hatte? Und zweitens: Gab es für Frankreich – in seiner weitestgehend von macht- und wirtschaftspolitischen Schwächen und Zwängen gekennzeichneten Lage nach Kriegsende – überhaupt Handlungsmöglichkeiten und einen Handlungsspielraum in Bezug auf Europa, vor allem aber in Bezug auf Deutschland, in dem die militärischen und politischen großen Drei den Ton angeben würden?

Beide Fragen werden von einer Reihe von Widersprüchen begleitet, die eine klare Antwort erschweren. Der größte Widerspruch resultiert aus dem Anspruch Frankreichs, im Konzert der Großen gleichberechtigt mitzureden auf der einen Seite, fußend auf einer fragwürdigen Selbstwahrnehmung von rang und grandeur[1], von Geschichtsklitterung[2] und einem von den Freien Franzosen instrumentalisierten „mythe fondateur d’après-Vichy“[3] und einer desaströsen wirtschaftlichen Lage sowie einer politischen und militärischen Geringschätzung auf der anderen Seite; von sowjetischer Seite wurde der Zugewinn internationaler Statur schon 1944 relativiert und zum außenpolitischen Programmsatz, „cela ne veut pas dire que la France doive se croire déjà à nouveau une grande puisance“[4], auf amerikanischer Seite wirkte noch sehr lange der deGaulle-rooseveltsche „Kleinkrieg im Weltkrieg“[5] nach; den Nicht-Anspruch auf grandeur sahen die Amerikaner schon im Vorkriegsfrankreich[6] begründet, das durch seine innere Zerrissenheit die Niederlage von 1940 beförderte. Selbst in der FBZ war das Prestige Frankreichs klein und die Geringschätzung groß. Viele Widersprüche der frz. Außenpolitik nach 1944 resultieren aus dem Dilemma einer objektiven Schwäche, eines Anders-wollen und Doch-nicht-anders-können, einer – durch innenpolitische Unsicherheiten beförderte – Haltung der Unglaubwürdigkeit und elastischen Interpretierbarkeit, die, zumindest was de Gaulle betraf, zu einer „beeindruckenden außenpolitischen Flexibilität“ führte, welche „für viele schon an Selbstverleumdung grenzte“[7].

2. Vorgehensweise

In der frz. Wahrnehmung der 40er und 50er Jahre musste Deutschland zwangsläufig der Orientierungspunkt allen außenpolitischen Handelns sein. Die Erfahrungen dreier Kriege und eine schier unüberbrückbare Rivalität[8] weisen de Gaulles – pathetisch überhöhte - Einschätzung als außenpolitische Konstante zumindest der ersten Nachkriegsjahre aus: „In Wirklichkeit ist das Schicksal Deutschlands das zentrale Problem des Universums. Für Frankreich ist es gleichzeitig eine Frage auf Leben und Tod“[9]. Auch als der Ost-West-Konflikt und die potenzielle Bedrohung durch die SU die germanophobe Deutschlandfixiertheit (auch bei den späteren „Versöhnern“ des MRP), wenn nicht ablöst, dann doch mindestens überlagert, bleibt Deutschland Sinn – und Bezugspunkt frz. Außenpolitik; der kalte Krieg und die ungelöste Deutschlandfrage paralysieren und determinieren gleichzeitig die Akteure des Quai d’Orsay. Die in dieser Arbeit besprochene Europapolitik ist deshalb auch immer wieder gleichzeitig Deutschlandpolitik. Hier wird auch dem Besatzungsregime in der FBZ ein relativ großer Raum gegeben, weil an ihm einerseits die Begrenztheit der Handlungsmöglichkeiten, andererseits die Widersprüchlichkeit in den deutschland-, und letztlich weltpolitischen Zielen Frankreichs deutlich werden. Außerdem kann hierin der Versöhnungstopos[10] deutsch-französischer Nachkriegsgeschichte überprüft werden, ein zumindest für Frankreich, das Deutschland langfristig als Partner gewinnen musste und wollte, wichtiger Aspekt.

Neben der Deutschlandpolitik soll vor allem den französisch-sowjetischen Beziehungen ein eigenständiger Raum zugestanden werden. Auch wenn de Gaulles Entwurf eines Europa, das seine Einheit zwischen den Polen „Moskau, London und Paris“[11] finden sollte, teilweise überholten bündnispolitischen Vorstellungen entsprach, so hat seine Formel des Europa vom Atlantik zum Ural, die den USA durch die bewusste Mehrdeutigkeit eine langfristig nur sekundäre Rolle zuwies, auch bei den Akteuren des MRP, dem parti de la fidélité, Konjunktur. Dass die Angloamerinkaner schrittweise ab 1947 (Moskauer Außenministerkonferenz – Marshallplan – Londoner Sechsmächtekonferenz) die frz. Außenpolitik determinierten, ist so evident, dass die frz.-britischen und frz.-amerikanischen Beziehungen hier nicht noch zusätzlich aus einer eigenständigen Perspektive betrachtet werden können – ohnehin sind sie immer gegenwärtig, wie im folgenden deutlich werden wird.

Beleuchtet werden sollen die Positionen der entscheidenden deutschlandpolitischen Akteure Bidault, Schuman und Pleven und de Gaulle, der zwar schon am 20.1.46 vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktrat, aber maßgeblich die frz. Außen- und Sicherheitspolitik prägte[12]. Hauptaugenmerk wird auf die Zeit bis 1949/1950 gelegt; Spätestens hier – Gründung der Bundesrepublik Deutschland (8.5.49) und der Trizone (8.4.49), Beginn des Integrationsprozesses und Ausbruch des Korea-Krieges (Juni 1950) und Beginn der Wiederbewaffnungsdebatte – sieht sich Frankreich mit Realitäten konfrontiert, die stark abweichen von den Zielen, die seit 1940 formuliert wurden.

3. Frankreich und die Sowjetunion : prinzipielle Divergenzen und punktuelle Interessenskoinzidenzen

3.1 Vom 28.9.42 (Anerkennung des CNF durch die SU) bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945

Hüser bringt die Phase der Konfliktarmut bei gleichzeitiger Distanz auf den Punkt:

„Das Verhältnis des äußeren Widerstands zur SU war während des Krieges vordergründig deutlich weniger spannungsgeladen und kontrovers als das zu den angelsächsischen Mächten, tatsächlich aber ebenfalls, wenn auch auf andere Weise, höchst ambivalent und konsitutiv für die Nachkriegsbeziehungen zwischen Paris und Moskau. Die ... relative Konfliktarmut beruhte jedoch weniger auf einer ‚profranzösischen Sowjetpolitik’ noch auf einer ‚docilité gaulliste à l’égard de Moscou’, sondern vielmehr auf geringeren Kontaktfrequenzen und schwächeren beidseitigen Erwartungen und Bedeutungszumessungen. Während Stalins Gewicht für de Gaulle in den Kriegsjahren über einen gewissen nuisance value gegenüber Roosevelt und Churchill kaum hinausging, konnte umgekehrt die sowjetische Diplomatie nicht das geringste Interesse daran haben, es sich wegen der freien Franzosen mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien zu verscherzen.“[13]

Die Beziehungen waren geprägt von gegenseitigem Misstrauen und Instrumentalisierungsversuchen. Auf frz. Seite war man sich schon früh darüber im klaren, was für ein militärischer Gigant sich im Osten erhebt[14], der alleine oder mit einem von ihm abhängigen Deutschland Frankreich bedrohen könnte, vor allem wegen des beachtlichen Einmischungspotentials mittels des PCF, über dessen Einfluss im Nachkriegsfrankreich nicht spekuliert werden musste[15]. Auch de Gaulle war sich über die Grenzen seiner diplomatischen Drahtseilakte bewusst – trotz der frz.-amerikanischen Anfeindungen war klar, auf welcher Seite Frankreich im Ernstfall stand und das eine Politik, die systematisch auf Moskau setzte, „risquerait fort d’aboutir très rapidement soit à la sujection[16], soit à l’isolement“[17]. Dass die SU ihrerseits Frankreich nicht aus langfristig-strategischen deutschlandpolitischen Gründen unterstützte wollte, weder in der Etablierung einer frz. Besatzungszone (siehe Kap.4.1) noch hinsichtlich Abtrennungen oder frz. Dezentralisierungswünschen, ist letztlich Beweis dafür, dass die SU Frankreich in prinzipieller Gegnerschaft sieht. Nur dort, wo sich frz. und sowjetische Positionen überlagern, wie in der Festschreibung der Oder-Neiße-Grenze, gab es keine Konflikte.

3.2 Deutschlandpolitische Divergenzen hinsichtlich der Grenzen und der staatlichen Struktur eines zukünftigen Deutschland

Obwohl Stalin schon in seiner Siegesrede vom 9.5.45 bekannt gibt, er beabsichtige nicht „Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten“[18], kommt Molotows Plädoyer für die Einheit Deutschlands auf der Pariser Außenministerkonferenz (25.4 – 12.7.46) für die MRP-geführte Regierung überraschend und schockierend. In einer Parteischrift vom Mai 1946 wird in Artikeln wie „L’Allemagne est toujours hitlérienne“[19] die Abtrennung einzelner deutscher Gebiete als einzige Sicherheit gegen die deutsche Gefahr dargestellt. In der Tat war die de Gaull’sche Doktrin[20] notwendiger Abtrennungen im Westen, um ein Reich allemand unifié nie wieder auferstehen zu lassen, bis dahin unverrückbarer Konsens, wenn auch annexionistische Absichten – jedenfalls an Ruhr und Rhein – nicht eindeutig nachzuweisen sind. Wichtig für de Gaulle war weniger der politisch-rechtliche Status der entités germaniques an Rhein, Saar und Ruhr sondern die Anwesenheit der frz. Macht in dieser Region[21] und deren Nutzung im Rahmen eines Dominanzkonzeptes Frankreichs. Nur wenige Monate nach der Pariser Konferenz kündigt der US – Außenminister Byrnes in seiner Stuttgarter Rede[22] den demokratischen, föderativen und wirtschaftlichen Neuaufbau eines einheitlichen Deutschlands an. Es wird also deutlich, dass Frankreich in der Verfolgung seiner deutschlandpolitischen Ziele ganz einfach „der Partner fehlt“[23], da die SU auf der anderen Seite ein neutrales Gesamtdeutschland mit einer zentralen Regierungsgewalt anstrebt, Frankreich aber gerade in einer zentralen Staatlichkeit das Gespenst Hitlerdeutlands sah. Parteichef Schuman und das nationale Lager des MRP witterten eine zweifache deutsch-amerikanische Verschwörung; einmal ein „Opfern“ Frankreichs seitens der USA für den deutschen Aufbau und zweitens ein deutsches Ausspielen der Allierten untereinander um zu Einheit zu gelangen. Der Schock durch die Isolierung Frankreichs durch Molotow sitzt tief – Schuman rettet sich in antideutsche Rhetorik; „La complicité des discordances obéit au même thème: Ein Volk, ein Reich ... Einheit“[24]. Während die außenpolitischen Positionen bröckeln wird gegenüber der frz. und deutschen Öffentlichkeit die fermeté und continuité deGaullscher Deutschlandpolitik beschworen, es ist dies der Beginn der Doppelzüngigkeit der frz. Deutschlandpolitik, die ein Auseinanderfallen des Wünschenswerten und des Machbaren noch nicht wahrhaben will.

[...]


[1] Vgl. etwa Woyke, Frankreichs Außenpolitik ..., 14, für den Unabhängigkeit, Sicherheit vor Deutschland und Größe die wichtigen Konstanten der frz. Nachkriegsaußenpolitik sind.

[2] besonders deutlich werdend am 18. Juni 1944, als de Gaulle einerseits den befreiten Parisern zurief„Paris, libéré par lui-même, libéré par son peuple avec le concours des armées de la France...“ und gleichzeitig den verhältnismäßig kleinen Beitrag der Résistance aus innenpolitischem Kalkül heraus mit dem Zurückdrängen des CNR-Vorsitzenden Bidault in die zweite Reihe beim Marsch der Widerstandsgruppen schmälern wollte(vgl. Bidault, D’une résistance à l’autre, S. 65, bei: Hüser, Frankreichs doppelte ..., 184.).

[3] Dieser hatte mehrere Funktionen: Handeln und Leiden der Franzosen während Niederlage, der Vichy- und Besatzungszeit sollten mit der These des guerre de trente ans (de Gaulle am 11.11.45) in einen größeren und durch den Kriegsgewinn im Mai 1945 sogar positiv-sinnstiftenden, Bedeutungszusammenhang gestellt werden und gleichzeitig Erinnerung und Bedeutung von Vichy, Collaboration und innerem Widerstand zu Gunsten der Freien Franzosen schmälern (vgl. Hüser, Frankreichs doppelte ..., 184.)

[4] Gespräch eines Beraters der französischen Botschaft mit Bogmolov am 25.12.44, bei: Hüser, Frankreichs doppelte.., 105.

[5] Vgl. Hüser, Frankreichs doppelte ..., 95. Trotz mittel- und langfristiger Interessenkoinzidenzen blieb eine gewisse moralisch-militärische Geringschätzung Frankreichs durch die USA bestehen. Wenn sich auch die politischen Vorzeichen änderten, blieb Frankreich der unsichere Kantonist. Deutlich wird dies z.B. in der Frage der Verteidigungsbereitschaft des Westens gegenüber der SU.

[6] Das in Frankreich lange tabuisierte Thema der Empfänglichkeit – réceptivité – wird z.B. beleuchtet in Altwegg, Die Republik des Geistes, 37 ff. (Stichworte: Travail, famille, patrie – 40 Millions de Pétainistes – Der Faschismus der Intellektuellen).

[7] Hüser, Frankreichs doppelte…, 255.

[8] De Gaulle weist schon in seinem Buch über die Notwendigkeit einer Berufsarmee von 1934(vgl. Weisenfeld, de Gaulle, 86) auf die Verurteilung Frankreichs und Deutschlands zur Gegnerschaft hin: „Zwischen de Galliern und den Germanen haben die wechselseitigen Siege nichts entschieden und nichts bereinigt ...“.

[9] Vgl. De Gaulle, Discours et messages – Pendant la guerre 1940-1946, Paris: 1970, 512, bei: Dankert, 1991, 212.

[10] Begriff bei Hüser, 23.

[11] Vgl. De Gaulle, Discours et messages – Pendant la guerre 1940 – 1946, S. 512. Bei: Dankert, 1991, 217.

[12] Vgl. Dankert, 1991, 211 ff.

[13] Hüser, Frankreichs doppelte ..., 101, 102.

[14] Ebenda, S. 104.

[15] Ein großer Teil der maßgeblichen späteren Deutschlandakteure, wie Monnet, Pleven, René Mayer, Mendes-France oder Couve de Murville teilen diese Einschätzung. Vgl. Hüser, Frankreiche doppelte..., 103.

[16] Über das „unerbittliche Joch“, unter dem die Menschen im sowjetischen Einflussbereich litten, machte sich de Gaulle keine Illusionen. Als er im Dezember 1944 Moskau verließ, sagte er: „Das ist ein unmenschliches Regime; wir haben diese Leute für hundert Jahre auf dem Buckel.“. Bei: Weisenfeld, Charles de Gaulle, 59.

[17] Vgl. Hüser, Frankreichs doppelte .., 102. An anderer Stelle weist Hüser darauf hin, dass von einem „déchirement du choix entre Moscou et Washington“ nie wirklich die Rede sein konnte (108).

[18] Vgl. Lehman, Deutschland-Chronik, 19.

[19] Im «L’Echo du Finistère» vom 19.5.1946. Bei: Schreiner, Bidault …, 125.

[20] Dankert sieht in den Vorstellungen de Gaulles letztlich eine Fortsetzung der Poincaréschen Politik, in der „einseitig interpretierte historische Erfahrungen mit Deutschland, höchst zweifelhafte Auffassungen von besonders negativen Neigungen und Herrschaftsgelüsten der Deutschen und Deutschlands mit machtpolitischen Ambitionen für Frankreich verquickt waren“ (1991, 213).

[21] Am 10.7.44 erklärte de Gaulle in Washington, „Frankreich wolle zwar keine Territorien annektieren, das nicht französisch sei“ ... aber (Pressekonferenz v. 24.8.45) für die frz. Sicherheit sei es erforderlich, „in bestimmten Gebieten Europas praktische Maßnahmen zu ergreifen und über diese Gebiete wird, so glaube ich, die Fahne der französischen Armee wehen“ (vgl. De Gaulle, Discours et messages – Pendant la guerre1940 – 1946, S. 444 und 646, bei: Dankert1991, 214.

[22] Allerdings wird in dieser Rede auch der frz. Anspruch auf das Saarland anerkannt (Zuckerbrot ?). Vgl. Lehmann, Deutschland-Chronik, 23)

[23] Vgl. Becker, Die Remilitarisierung..., 34.

[24] In L’Aube vom 3.8.46. Gleichermaßen germanophob im l’Aube vom 10.7.46: «Écoutez leurs discours, qui se ressemblent tout comme des frères: aucun ne parle d’Auschwitz, de Buchenwald ou de Dachau, mais tous parlent de l’unité». Grotesk in diesem Zusammenhang auch die Vergleiche von Hitler und Schuhmacher, dem ehem. Kfz-Häftling. Vgl. hierzu Schreiner, Bidault ..., 125f.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Französische Deutschland- und Europapolitik von der Befreiung bis zu den Pariser Verträgen. Kontinuitäten und Wandel
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Note
2,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
23
Katalognummer
V37050
ISBN (eBook)
9783638365086
ISBN (Buch)
9783638692410
Dateigröße
758 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit setzt Französischkenntnisse voraus, da oft im Original zitiert wird. Schwerpunkte: französische Besatzungspolitik, französisch-sowjetische Beziehungen und die "Deutschlandakteure" der frz. Außenpolitik: de Gaulle, Bidault, Schuman und Pleven.
Schlagworte
Französische, Deutschland-, Europapolitik, Befreiung, Pariser, Verträgen, Kontinuitäten, Wandel
Arbeit zitieren
Bernhard Nitschke (Autor), 2005, Französische Deutschland- und Europapolitik von der Befreiung bis zu den Pariser Verträgen. Kontinuitäten und Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37050

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