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Die Schnittmenge von Propaganda und sozio-ökonomischer Bildung

Untersuchung und Vergleich zweier Beispiele der Wirkungsforschung

Title: Die Schnittmenge von Propaganda und sozio-ökonomischer Bildung

Term Paper , 2016 , 22 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Pia Gloger (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Bereiche Propaganda und sozio-ökonomische Bildung zusammenzuführen, indem sie auf ihre Kernaussagen hin untersucht und beurteilt werden. Zunächst beginnt die Arbeit mit den theoretischen und begrifflichen Grundlagen der beiden thematischen Bausteine „Propaganda“ und „sozio-ökonomische Bildung“. Neben den Erläuterungen der beiden Säulen werden die Begriffe „Selbst- und Fremdbestimmung beschrieben und voneinander abgegrenzt. Abbildung 1 zeigt, dass die beiden Hauptbereiche die Grundlage für die anschließende Untersuchung bilden. Erstens wird unter Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen beurteilt, welchen Platz die Selbstbestimmung in einer propagandistischen Welt einnimmt und inwieweit sie durch Propaganda beeinträchtigt wird. Zweitens soll in diesem Zusammenhang herausgestellt werden, inwieweit sozio-ökonomische Bildung propagandistische Tätigkeiten entlarven und wie ihnen entgegenwirkt werden kann.

Gesellschaftliche Abläufe werden von Personen geführt, deren Namen unbekannt sind. In demokratischen Verhältnissen, wie in Deutschland, existieren daher starke Machtverhältnisse, die nicht von Politikern, sondern von Propagandisten ausgehen. Eben diese bestimmen die Funktionsweise der Gesellschaft und darüber hinaus, die Meinungen der Bürger. Ein weiterer Bereich der Manipulation ist die gezielte Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations). Mit ihr und mithilfe von verborgenen Kräften, wird laut Edward Bernays, die Gesellschaft hauptsächlich in ihrem Konsumverhalten beeinflusst. Diese Art der Beeinflussung schränkt die betroffenen Personen in ihrer persönlichen Freiheit ein, da deren Konsumverhalten bestimmt und ihr Handeln manipuliert wird. Doch Edward Bernays beschreibt diese Art der Fremdsteuerung in demokratischen Verhältnissen, wo viele Menschen miteinander umgehen und leben, als notwendig. Die unbekannten Impulsgeber nehmen daher eine Position in unserer Gesellschaft ein, in denen sie eine unsichtbare Herrschaft über die Masse haben. Es steht daher fest, dass die Menschen in allen Bereichen, ob Wirtschaft, Politik oder im Sozialverhalten, von Kleingruppen abhängig sind. Ebenso ist es auch im Bereich der Bildung. Es ist auch hier von Nöten, dass wir mit Personen agieren, die die dynamischen Strukturen und Abläufe einer Menschenmasse verstehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Propaganda

2.1 Definitionen

2.2 Entstehung von Propaganda

2.3 Mechanismus von Propaganda

2.4 Wirkung von Propaganda

2.5 Notwendigkeit von Propaganda?

2.6 Propaganda im 21. Jahrhundert

3. Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung

4. Sozio-ökonomische Bildung

4.1 Grundlegendes

4.2 Selbstbestimmung in der beruflichen Bildung

5. Propaganda und Bildung

5.1 Propaganda für Bildung

5.2 Selbstbestimmung in einer propagandistischen Welt

5.3 Propaganda und sozio-ökonomische Bildung

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Propaganda und Selbstbestimmung innerhalb der (sozio-)ökonomischen Bildung, um aufzuzeigen, wie Lernende befähigt werden können, Manipulationen zu entlarven und eine eigene, reflektierte Urteilsfähigkeit zu entwickeln.

  • Theoretische Grundlagen von Propaganda und ihre Wirkungsmechanismen
  • Gegenüberstellung der Konzepte Selbst- und Fremdbestimmung
  • Analyse der ökonomischen und sozio-ökonomischen Bildung
  • Rolle der Schule bei der Förderung beruflicher Handlungskompetenz
  • Einfluss propagandistischer Strukturen auf die individuelle Freiheit
  • Möglichkeiten der sozio-ökonomischen Bildung zur kritischen Reflexion

Auszug aus dem Buch

2.3 Mechanismus von Propaganda

Um Gedanken und Botschaften zu verbreiten, bedarf es ausschließlich kommunikativer Mittel, die die Menschen täglich zum Gedankenaustausch verwenden. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden öffentliche Versammlungen als Propagandainstrument genutzt, um eine Botschaft unter die Gesellschaft zu bringen und zu verbreiten. Im 20. Jahrhundert wurde es nach und nach schwieriger eine große Masse an Menschen zu erreichen. Doch das Hauptmedium für Propaganda zu dieser Zeit, war die Zeitung, durch die Meinungen und Gedanken an die Menschen zugänglich waren. Der Missbrauch der Nachrichten für propagandistische Zwecke führte so weit, dass erfundene Geschichten ausschließlich zum Zweck des eigenen Profits veröffentlicht wurden. Mittlerweile entscheiden die Nachrichtenredaktionen jedoch anhand des Wertes einer Nachricht, ob eine Geschichte aufgenommen wird. Die Redakteure stellen als ein wichtiges Kriterium den Anspruch auf Wahrheit dar. Zusätzlich sollen die Geschichten für einen großen Teil der Gesellschaft interessant und wichtig sein. Es geht ihnen nicht darum, ob eine Nachricht propagandistisch ist, sondern, dass sie die Nachrichtenkriterien erfüllt. Anders ist es jedoch bei Zeitschriften, da diese – im Gegensatz zu Zeitungen – kein Organ von öffentlichen Meinungen darstellt. Es verfolgt dabei propagandistische Ziele in Bezug auf ein bestimmtes Thema (z.B. Kleidung, Wohnen, Skandale, Unterhaltung etc.). Besonders hier spielen PR-Berater eine bedeutende Rolle. Er kann im Interesse seines Kunden herausfiltern, welche Ereignisse für Propaganda nützlich sind. Als Beispiel kann dafür eine Bank genannt werden, die ihre Beratungsabteilung für Frauen bekannter machen möchte. Dazu wird in einer führenden Frauenzeitschrift ein Artikel veröffentlicht, in der die Leiterin der Abteilung der Bank über mögliche Arten der Geldanlagen informiert. Zusätzlich profitiert die Zeitschrift von diesem Artikel, da mit ihm das Ansehen der Zeitschrift verbessert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Propaganda die Gesellschaft und das Bildungssystem beeinflusst, und stellt die Forschungsziele der Arbeit vor.

2. Propaganda: Hier werden Definitionen und Entstehungsgeschichte von Propaganda sowie deren moderne Wirkungsmechanismen und die Rolle in der heutigen Zeit beleuchtet.

3. Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung: Dieses Kapitel definiert die Spannweite zwischen der freien Entfaltung des Individuums und der Fremdsteuerung durch äußere Faktoren.

4. Sozio-ökonomische Bildung: Es wird die Bedeutung ökonomischer Kompetenzen analysiert und die Notwendigkeit sowie die Umsetzung der Selbstbestimmung in der beruflichen Bildung diskutiert.

5. Propaganda und Bildung: Dieser Hauptteil führt die Konzepte zusammen und untersucht, wie Propaganda das Bildungswesen beeinflusst und wie sozio-ökonomische Bildung kritische Urteilskraft fördern kann.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die bleibende Notwendigkeit von Medienkompetenz und reflektiert die Rolle der sozio-ökonomischen Bildung im digitalen Zeitalter.

Schlüsselwörter

Propaganda, Selbstbestimmung, Sozio-ökonomische Bildung, Fremdbestimmung, Manipulation, Handlungskompetenz, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Bildungssystem, Medienkompetenz, Ideologie, Edward Bernays, Kritische Urteilskraft, Digitalisierung, Persönlichkeitsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen der Manipulation durch Propaganda und der angestrebten Selbstbestimmung in der ökonomischen bzw. sozio-ökonomischen Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkungsweise von Propaganda, dem Spannungsfeld zwischen Fremd- und Selbstbestimmung sowie der didaktischen Verantwortung der sozio-ökonomischen Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sozio-ökonomische Bildung dazu beitragen kann, propagandistische Tätigkeiten zu entlarven und eine eigenständige Urteilsbildung der Lernenden zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur (insb. Edward Bernays) und Rahmenlehrplänen basiert, um Zusammenhänge zwischen Propaganda und Bildungszielen herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen beider Bereiche, die Abgrenzung von Selbstbestimmungsbegriffen und die konkrete Zusammenführung in Bezug auf Bildungsinstitutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Propaganda, Selbstbestimmung, sozio-ökonomische Bildung, Manipulation, Handlungskompetenz und kritische Reflexion.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Schulen gegenüber Propaganda?

Die Autorin sieht Schulen in der Pflicht, Lernende durch sozio-ökonomische Bildung zu befähigen, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich trotz propagandistischer Einflüsse selbstständig zu orientieren.

Welche Rolle spielen soziale Netzwerke in dieser Analyse?

Soziale Netzwerke werden als moderne, besonders mächtige Kanäle für Propaganda identifiziert, die einerseits für PR genutzt werden, andererseits aber ein hohes Missbrauchspotenzial für feindliche Kampagnen bergen.

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Details

Title
Die Schnittmenge von Propaganda und sozio-ökonomischer Bildung
Subtitle
Untersuchung und Vergleich zweier Beispiele der Wirkungsforschung
Grade
2,7
Author
Pia Gloger (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V370557
ISBN (eBook)
9783668478244
ISBN (Book)
9783668478251
Language
German
Tags
Propaganda 21. Jahrhundert Selbstbestimmung Berufliche Bildung sozio-ökonomische Bildung Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Gloger (Author), 2016, Die Schnittmenge von Propaganda und sozio-ökonomischer Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370557
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