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Verbreitung des Ansatzes "Corporate Social Responsibility" in deutschen Schifffahrtsunternehmen

Eine Analyse der Ausprägung gesellschaftlich verantwortlichen Handelns deutscher Schifffahrtsunternehmen gemessen an den Kriterien des Global Compact der Vereinten Nationen

Title: Verbreitung des Ansatzes "Corporate Social Responsibility" in deutschen Schifffahrtsunternehmen

Diploma Thesis , 2011 , 104 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Roman Piontek (Author)

Transportation Science & Technology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit untersucht, in wie weit gesellschaftliche Verantwortung durch deutsche Schifffahrtsunternehmen realisiert wird.

Der CO2 Ausstoß durch die Handelsschifffahrt betrug im Jahr 2007 1,12 Milliarden Tonnen. Dies entspricht einem Anteil von 4,5 % der globalen Treibhausgasemission und stellt einen fast doppelt so hohen Wert wie bei der Flugzeugindustrie (650 Millionen t/Jahr) dar. Darüber hinaus entstehen bei der Verbrennung des von 90 % aller Handelsschiffe verwendeten Schweröls Schadstoffe wie Stickoxide, Schwefeldioxid und Feinstaub, die mitverantwortlich für Krebs, Atemwegserkrankungen und sauren Regen sind. In Hamburg sind 80 % der Luftverschmutzung durch Stickoxide und Schwefeloxide auf die Schifffahrt zurückzuführen.

Sowohl das soziale Ungleichgewicht als auch die Umweltverschmutzung und insbesondere der Klimawandel sind allseits bekannte Probleme in der globalisierten Welt. Das Bewusstsein in der Bevölkerung für diese Belange wächst, und Unternehmen sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Heute ist wirtschaftlicher Erfolg nur noch eine von drei Säulen, auf die sich unternehmerisches Handeln stützt. Die Wirtschaft trägt eine große soziale und ökologische Verantwortung. Dies gilt insbesondere für eine internationale Branche wie die Seeschifffahrt, die überall dort Einfluss auf die Gesellschaft hat, wo wirtschaftliche Globalisierung stattfindet.

Der politische und gesellschaftliche Druck auf die Seeschifffahrt wächst. Neue Standards und Gesetze zwingen die Unternehmen zum Einsatz neuer Technologien und bringen mehr Kontrolle in eine der am wenigsten reglementierten Wirtschaftsbranchen. Multinationale Firmen legen Wert auf saubere Produkte entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Gleichzeitig machen steigende Kraftstoffpreise nachhaltige Technologien wirtschaftlich unverzichtbar.
Corporate Social Responsibility (CSR) ist mittlerweile Teil der Unternehmensstrategie vieler multinationaler Unternehmen geworden. Doch wie reagiert der „Dollar-Spielplatz“ Seeschifffahrt auf diesen neuen Trend? Kann eine moderne Philosophie wie CSR schnell und effektiv in die teilweise traditionellen Unternehmensstrukturen integriert werden? Die Zeiten, in denen sich der erwirtschaftete Wohlstand privater Unternehmen wie durch eine unsichtbare Hand durchweg positiv auf die Gesellschaft niedergeschlagen hat, sind jedenfalls vorbei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 AUSGANGSSITUATION

1.2 PROBLEMSTELLUNG

1.3 ZIEL DER ARBEIT

1.4 AUFBAU DER ARBEIT

2. UNTERNEHMERISCHE GESELLSCHAFTSVERANTWORTUNG

2.1 HISTORISCHER RÜCKBLICK

2.2 BEGRIFFE UND DEFINITIONEN

2.2.1 CSR1 – CSR4

2.2.2 Nachhaltigkeit

2.2.3 Corporate Citizenchip

2.2.4 Corporate Governance

2.2.5 Sustainable Development

2.2.6 Corporate Social Performance

2.2.7 Corporate Identity

2.2.8 Ethos und Moral

2.2.9 Ethik und Unternehmensethik

2.3 ASPEKTE

2.3.1 Stakeholderbeziehungen

2.3.2 Freiwilligkeit und Gewinnerzielung

2.3.3 Tripple bottom line

2.4 INSTRUMENTE

2.4.1 Corporate Giving

2.4.2 Sponsoring

2.4.3 Corporate Volunteering

2.4.4 Cause Related Marketing

2.4.5 Public Private Partnerships

2.4.6 CSR-Mix

2.5 RICHTLINIEN UND INITIATIVEN

2.5.1 UN Global Compact

2.5.2 OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

2.5.3 ILO Conventions

2.5.4 CERES-Prinzipien

2.5.5 Global-Sullivan-Prinzipien

2.5.6 Millenium Development Goals

2.5.7 Resümee

2.6 STANDARDS

2.6.1 AA 1000

2.6.2 SA 8000

2.6.3 ISO 14001

2.6.4 ISO 9001

2.6.5 ISO 26000

2.7 BERICHTERSTATTUNG

2.7.1 Global Reporting Initiative

2.7.2 Staatliche Regelungen

3. CSR IN DEUTSCHEN SCHIFFFAHRTSUNTERNEHMEN

3.1 SCHIFFFAHRT IN DEUTSCHLAND

3.2 UNTERSUCHUNG DER UNTERNEHMEN

3.2.1 Auswahl der Unternehmen

3.2.2 Auswahl des Bewertungsmaßstabes

3.2.3 Bewertungskriterien

3.2.3.1 Menschenrechte

3.2.3.2 Arbeitsnormen

3.2.3.3 Umweltschutz

3.2.3.4 Korruptionsbekämpfung

3.2.4 Internetrecherche

3.2.4.1 Hapag-Lloyd AG

3.2.4.2 Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG

3.2.4.3 Neu Seeschiffahrt GmbH

3.2.4.4 E.R. Schiffahrt GmbH & Cie. KG

3.2.4.5 Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG

3.2.4.6 UPT United Product Tankers GmbH & Co. KG

3.2.4.7 Reederei Claus-Peter Offen (GmbH & Co.) KG

3.2.4.8 Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG

3.2.4.9 Peter Döhle Schiffahrts-KG

3.2.4.10 Orion Bulkers GmbH & Co. KG

3.2.4.11 Rickmers Reederei GmbH & Cie. KG

3.2.4.12 Beluga Shipping GmbH

3.2.4.13 BBC Chartering & Logistic GmbH & Co. KG

3.2.4.14 Hansa Shipping GmbH & Co. KG

3.2.4.15 Oskar Wehr KG (GmbH & Co.)

3.2.4.16 NSC Schifffahrtsgesellschaft mbH & Cie. KG

3.2.4.17 Northern Marine Management (Deutschland) GmbH

3.2.4.18 Rudolf A. Oetker KG

3.2.4.19 AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere S.p.A.

3.2.4.20 NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

3.2.4.21 Zusammenfassung

3.2.5 Rückmeldung der Unternehmen

3.2.6 Resümee

3.3 LEUCHTTURMPROJEKTE

3.3.1 Rörd Braren Bereederungs-GmbH & Co. KG

3.3.2 Peter Krämer

4. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Grad der Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung durch deutsche Schifffahrtsunternehmen, basierend auf den Kriterien des UN Global Compact. Ziel ist es, die Gründe für die geringe Teilnahme der Branche an dieser freiwilligen Initiative zu erörtern und das Engagement der untersuchten Unternehmen transparent zu machen.

  • Analyse der Corporate Social Responsibility (CSR) in der deutschen Schifffahrt
  • Evaluation von 20 großen deutschen Schifffahrtsunternehmen
  • Überprüfung der Umsetzung von Global Compact Prinzipien
  • Identifikation von Best-Practice-Beispielen (Leuchtturmprojekten)
  • Diskussion von Herausforderungen und Zukunftschancen in der Branche

Auszug aus dem Buch

3.2.3.1 Menschenrechte

Im Gegensatz zu Regierungen haben Unternehmen lediglich die Pflicht, sich von Menschenrechtsverletzungen zu distanzieren. Von gesellschaftlich verantwortlichen Unternehmen und Mitgliedern des Global Compact wird jedoch erwartet, aktiv die Menschenrechte zu fördern. Mögliche Schritte hierzu sind u.a.:148

• Schulungen für Mitarbeiter über die allgemeine Erklärung der Menschenrechte

• Untersagung von Diskriminierung jeglicher Art

• Einrichtung von sicheren Meldeverfahren für Mobbing-Opfer

• Einstellung behinderter oder aus anderen Gründen benachteiligter Menschen

• Zahlung vergleichbarer Löhne und Gehälter für vergleichbare Arbeit

• Auswirkung der Geschäftsaktivität auf die Wahrung der Menschenrechte in der lokalen Bevölkerung am Firmenstandort

• Auswahl von Zulieferern und Abnehmern, die Menschenrechtsstandards wahren

Auch ein zertifiziertes Gesundheits- und Sicherheitsmanagement (z.B. OHSAS 18001) gilt als System im Sinne von Prinzip 1. Eine Maßnahme zur Umsetzung von Prinzip 2 ist die Bewertung der Menschenrechtssituation in Ländern, in denen ein Unternehmen Geschäfte macht.149 Dies betrifft im Falle der Schifffahrtsunternehmen auch die Nationen der Schiffsbesatzung wie z.B. Myanmar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der gesellschaftlichen Verantwortung deutscher Schifffahrtsunternehmen ein, benennt die Problemstellung hinsichtlich ökologischer und sozialer Herausforderungen und formuliert die zentrale Forschungsfrage.

2. UNTERNEHMERISCHE GESELLSCHAFTSVERANTWORTUNG: Hier werden die theoretischen Grundlagen von CSR, verschiedene Begriffsdefinitionen, Instrumente, relevante internationale Initiativen sowie Standards und die Bedeutung der Berichterstattung detailliert dargelegt.

3. CSR IN DEUTSCHEN SCHIFFFAHRTSUNTERNEHMEN: Dieses Kapitel stellt den deutschen Schifffahrtsmarkt vor und führt eine strukturierte Internetrecherche bei den 20 größten Unternehmen durch, um deren individuelles gesellschaftliches Engagement auf Basis der Global Compact Kriterien zu bewerten.

4. FAZIT UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, bewertet das Engagement der Branche kritisch und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit nachhaltiger Unternehmensführung zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Schifffahrt, Global Compact, Nachhaltigkeit, Reederei, Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitsnormen, Korruptionsbekämpfung, Stakeholder, Unternehmensethik, Unternehmensführung, Berichterstattung, Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit deutsche Schifffahrtsunternehmen gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility) in ihrer Unternehmensführung realisieren.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Arbeit konzentriert sich auf die vier Kernthemen des UN Global Compact: Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die Ausprägung gesellschaftlich verantwortlichen Handelns unter den 20 größten deutschen Schifffahrtsunternehmen anhand der Teilnahmekriterien des UN Global Compact zu messen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Der Autor führt eine tiefgehende Internetrecherche bei den untersuchten Reedereien durch, um deren Engagement basierend auf vorhandenen Informationen, Richtlinien und Fortschrittsberichten zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Begriffe rund um CSR definiert, bevor die deutsche Schifffahrtsbranche analysiert und die individuellen CSR-Profile von 20 großen Reedereien detailliert dargestellt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CSR, Global Compact, Nachhaltigkeit, Unternehmensethik und Stakeholder-Management im Kontext der maritimen Wirtschaft.

Warum sind so wenige deutsche Schifffahrtsunternehmen im Global Compact vertreten?

Der Autor hinterfragt die Zurückhaltung der Branche und stellt fest, dass obwohl Ansätze wie kulturelles oder soziales Engagement bei vielen Reedereien vorhanden sind, eine formelle Teilnahme am Global Compact bisher ausbleibt.

Welche Rolle spielen "Leuchtturmprojekte" in der Analyse?

Sie dienen als positive Beispiele für Unternehmen, die überzeugend in spezifischen Bereichen wie Umweltschutz oder soziale Verantwortung vorangehen, auch wenn sie nicht zwingend das gesamte Spektrum des Global Compact abdecken.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Engagement-Levels?

Der Autor schlussfolgert, dass das gesellschaftliche Engagement stark von der Überzeugung einzelner Verantwortlicher in den Unternehmen abhängt und weniger von der reinen Größe der Reederei.

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Details

Title
Verbreitung des Ansatzes "Corporate Social Responsibility" in deutschen Schifffahrtsunternehmen
Subtitle
Eine Analyse der Ausprägung gesellschaftlich verantwortlichen Handelns deutscher Schifffahrtsunternehmen gemessen an den Kriterien des Global Compact der Vereinten Nationen
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,7
Author
Roman Piontek (Author)
Publication Year
2011
Pages
104
Catalog Number
V370564
ISBN (eBook)
9783668488564
ISBN (Book)
9783668488571
Language
German
Tags
CSR Corporate Social Responsibility Schifffahrt UN Global Compact gesellschaftlich verantwortlich Handeln Diplomarbeit unternehmerische Gesellschaftsverantwortung Nachhaltigkeit AccountAbility Corporate Citizenship Corporate Governance Corporate Identity Corporate Social Performance Corporate Volunteering Global Reporting Initiative Global Sullivan Principles International Labour Organisation Millennium Development Goals Non-Governmental Organisation Social Accountability
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Piontek (Author), 2011, Verbreitung des Ansatzes "Corporate Social Responsibility" in deutschen Schifffahrtsunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370564
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