Interventionsprogramm zur Gesundheitsförderung nach Leitfaden GKV, Primärprävention
Interventionsprogramme sind ein Werkzeug für präventive Gesundheitsförderung (GKV – Leitfaden Prävention, 2016). In dieser Arbeit sollen nun anfangs die Grundlagen zur Planung und Durchführung eines Interventionsprogramms dargestellt werden.
Im Rahmen der Ausbildung zum Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung bildet das Gesundheitscoaching ein zentrales Element. Um dem steigenden Bedarf an qualifizierten gesundheitsfördernden Maßnahmen in Deutschland gerecht zu werden, wird in meiner Hausarbeit ein Interventionsprogramm zum Schwerpunkt „gesundheitssportliche Bewegungskompetenz“ dargestellt. Konkret wird dies anhand der Trendsportart „Nordic Walking“ veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUM INTERVENTIONS-PROGRAMM
1.1 Schwerpunkt des Interventionsprogrammes
1.2 Nordic Walking - Erlebnistraining: „Laufen für’s Lächeln“
1.3 Handlungsfeld und Präventionsprinzipien
1.4 Daten zum Bedarf eines Interventionsprogramms des Schwerpunktes „gesundheitssportliche Bewegungskompetenz“
1.5 Wirksamkeit des Interventionsprogramms
1.6 Informationen zur Zielgruppe
2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES INTERVENTIONSPROGRAMMES
2.1 Ziele des Interventionsprogramms
2.2 Auswahl und Darstellung der Themenschwerpunkte und spezifischer Programminhalte
2.3 Strukturformen
3 DETAILPLANUNG DES INTERVENTIONSPROGRAMMS
3.1 Themenschwerpunkte für einzelne Einheiten
4 STRATEGIEN UND MAßNAHMEN ZUR FÖRDERUNG DER MOTIVATION UND VOLITION
4.1 Motivationale Intervention
4.1.1 Kontakt zu Arztpraxen, der VHS und zum Beispiel Kirchgemeinden
4.1.2 Bewerben des Programmes „Laufen für’s Lächeln“
4.1.3 Festsetzung SMARTer Ziele für Teilnehmer
4.2 Volitionale Intervention
4.2.1 Handlungsplan
4.2.2 Verbindlichkeitserklärung (Beispiel für eine Woche)
4.2.3 Erfahrungsaustausch
5 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES INTERVENTIONSPROGRAMMES „LAUFEN FÜR’S LÄCHELN“
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein primärpräventives Interventionsprogramm auf Basis des Nordic Walkings zu entwickeln, das speziell auf Frauen in der zweiten Erwerbshälfte zugeschnitten ist, um körperliche Ausdauerressourcen zu stärken und Stresssymptome zu reduzieren.
- Entwicklung eines 8-wöchigen Nordic-Walking-Programms unter Anwendung der ALFA-Technik und der 7-Steps-Methode.
- Integration von Maßnahmen zur Förderung von Motivation und Volition, um eine langfristige Verhaltensänderung zu unterstützen.
- Theoretische Fundierung durch den GKV-Leitfaden Prävention mit Fokus auf das Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten.
- Einsatz von Diagnostik- und Evaluationsinstrumenten wie dem "Funktionsfragebogen Hannover" und der Borg-Skala.
- Fokus auf die Zielgruppe der Frauen ab 50 zur Prävention von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychosomatischer Beschwerden.
Auszug aus dem Buch
1.2 Nordic Walking - Erlebnistraining: „Laufen für’s Lächeln“
Körper, Geist und Seele bilden die Einheit von Menschen. Muskelkraft wird in Industrieländern mehr und mehr von Maschinen ersetzt. Geistige Arbeit leisten zunehmend Computer. Emotionen durch seelisches Erleben sind jedoch dem Menschen exklusiv.
Positive Gefühle werden durch Bewegung, hier konkret das Nordic Walking Erlebnistraining, begünstigt. Damit sich die gesundheitsfördernden Effekte am offensichtlichsten Ausdruck verschaffen können, ist dies laut meiner Erfahrung am einfachsten über das Lächeln erkenn- und durchführbar.
Da vor allem Frauen berufsbedingt von mangelnder Bewegung und erhöhter Stressbelastung betroffen sind (TK -Studie, 2016), was ggf. zu Herzerkrankungen führen kann, soll dieses Programm primärpräventiv wirksam sein. „Laufen für’s Lächeln“ stellt daher eine Kombination aus körperlichem Ausdauertraining und Stressprävention dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUM INTERVENTIONS-PROGRAMM: Einführung in die Relevanz von Interventionsprogrammen und Darstellung der Zielgruppe sowie wissenschaftlicher Grundlagen.
2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES INTERVENTIONSPROGRAMMES: Festlegung der Hauptziele, Auswahl der Programminhalte und Rahmenbedingungen wie Teilnehmerzahl und räumliche Anforderungen.
3 DETAILPLANUNG DES INTERVENTIONSPROGRAMMS: Konkrete Ausarbeitung der acht Kurseinheiten mit theoretischen Exkursen und praktischen Übungsteilen.
4 STRATEGIEN UND MAßNAHMEN ZUR FÖRDERUNG DER MOTIVATION UND VOLITION: Darstellung von Konzepten zur Teilnehmergewinnung, Zielsetzung mittels SMART-Methode und Instrumenten zur Selbstregulation.
5 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES INTERVENTIONSPROGRAMMES „LAUFEN FÜR’S LÄCHELN“: Vorstellung der Messinstrumente zur Überprüfung der erreichten Ergebnisse bezüglich Wohlbefinden, Fitness und Rückengesundheit.
6 Ausblick: Überlegungen zur Skalierbarkeit des Programms in der betrieblichen Gesundheitsförderung und dem Setting-Ansatz.
Schlüsselwörter
Nordic Walking, Gesundheitsförderung, Prävention, ALFA-Technik, Bewegungskompetenz, Stressprävention, Muskel-Skelett-System, Motivation, Volition, SMART-Ziele, Rückengesundheit, Frauen, Intervention, Sport, Gesundheitsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Planung eines primärpräventiven Interventionsprogramms namens "Laufen für’s Lächeln", das Nordic Walking als zentrales Medium zur Gesundheitsförderung nutzt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Stärkung körperlicher Ausdauerressourcen, die Reduzierung von Stress, die Verbesserung der psychosozialen Gesundheit sowie die Förderung von Bewegungsfreude.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Erstellung eines strukturierten 8-Wochen-Trainingsplans, der insbesondere Frauen in der zweiten Lebenshälfte bei der Integration von körperlicher Aktivität in den Alltag unterstützt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Programm basiert auf dem GKV-Leitfaden Prävention sowie der Nordic-Walking-spezifischen ALFA-Technik und der 7-Steps-Methode, ergänzt durch psychologische Ansätze zur Verhaltenssteuerung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Grobplanung, die detaillierte Ablaufplanung der einzelnen Übungseinheiten sowie Strategien zur motivationalen und volitionalen Unterstützung der Teilnehmer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nordic Walking, Prävention, Gesundheitsförderung, Stressmanagement und SMART-Ziele charakterisiert.
Warum wurde Nordic Walking als Kern des Programms gewählt?
Nordic Walking gilt als gelenkschonendes Ganzkörpertraining, das einen hohen Kalorienverbrauch mit Stressabbau verbindet und leicht in den Alltag zu integrieren ist.
Welche Rolle spielt die psychologische Komponente im Kurs?
Die Psychologie ist durch Methoden wie Zielvereinbarungen (SMART), Selbstwirksamkeitserwartungen und spezielle Fragebögen zur Schmerzverarbeitung zentral für die langfristige Bindung an den Sport.
- Quote paper
- Ute Winges (Author), 2017, Nordic Walking. "Laufen für’s Lächeln". Interventionsprogramm zur Gesundheitsförderung und Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370613