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Comics als Tabubrecher in der politisch-historischen Bildung

Titel: Comics als Tabubrecher in der politisch-historischen Bildung

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anika Laukart (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Historische Comics bilden noch immer eine Randgruppe in der Welt der Comics, obwohl ihr Potential und Gehalt oftmals um ein vielfaches höher ist, als das der Actioncomics. Langsam finden sie dennoch Einzug in die Gesellschaft durch das Einsetzen im Geschichtsunterricht an den Schulen. Diese Arbeit befasst sich mit der Thematik, dass Comics mehr sein können als Hefte mit bunten Bildern und ordentlich "Kraaaaawum". Im Verlauf dieser Arbeit wird aufgezeigt, wo Comics im Rahmen der politisch-historischen Bildung für Erwachsene und Jugendliche eingesetzt werden können, und warum das Medium Comics gerade für sensible, tabuisierte Themenkomplexe ein geeignetes Medium sein kann.

Anhand von zwei Beispiel-Comics wird anschließend eine Betrachtung für einen Comic als Tabubrecher vorgenommen, aber auch die Frage untersucht, wie lustig ein ernster Themenkomplex dargestellt werden darf. Mit dem Medium des Comics steht auch ein neues Medium der Aufarbeitung zur Verfügung, vor allem aber ein Medium, das verspricht, mehr Interesse wecken zu können als eine ausgestellte Tagebuchseite.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Grundlagen

III. Comics in der politisch-historischen Bildung

a) Einsatzmöglichkeiten

1. Erwachsenenbildung

2. Jungendbildung

IV. Tabubrecher oder Verharmloser?

a) Die Wichtigkeit des Tabubruches

b) Verharmloser/ Veralberer der strengen Historie?

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Comics als Medium in der politisch-historischen Bildung, insbesondere im Hinblick auf ihre Eignung als Tabubrecher bei sensiblen Themenkomplexen wie der NS-Zeit.

  • Potenziale von Comics jenseits des reinen Unterhaltungswertes für den Bildungskontext.
  • Einsatzmöglichkeiten von Comics in der Erwachsenenbildung und Jugendbildung.
  • Die Rolle von Comics als Mittel zur Aufarbeitung tabuisierter historischer Ereignisse.
  • Analyse der Balance zwischen historischer Triftigkeit und der künstlerischen Freiheit der Comic-Gestaltung.
  • Notwendigkeit der Medienkompetenz bei Lehrenden und Lernenden für eine effektive Nutzung dieses Mediums.

Auszug aus dem Buch

Die Wichtigkeit des Tabubruches

In der politisch-historischen Bildung gibt es leider auch im Jahr 2016 noch einige Tabus. Gerade die Aufbereitung der NS-Zeit ist noch teilweise tabuisiert, ebenso die jüngere Geschichte der DDR. Zu manchen Themen möchten letzte Zeitzeugen auch heute nichts sagen, an der Spitze des Schweigens steht nach wie vor die Frage, wie konnte es tatsächlich passieren, das ein ganzes Volk nichts gewusst und mitbekommen haben will, vom Mord an 6 Millionen Menschen. Diese Fragen sind heikel, definitiv, dennoch bieten hier die Comics die Möglichkeit auf neutralerem Boden zu agieren, können die gezeichneten Gesichter doch tatsächlich niemals existiert haben. Die handelnden Personen können anonymisiert sein, keine echten Zeitzeugen Namen die fallen. Dennoch ist die Handlung die die Figuren durchleben wahr, auf dem resultierend, was heute bekannt ist.

Sie bieten somit die Möglichkeit vorsichtig Erklärungsversuche zu unternehmen, ohne jemanden zu beschuldigen. Dies ist die besondere Hürde die die historischen Comics nehmen müssen, historisch korrekt sein aber zeichnerisch Anonymität schaffen können, eine berührende Distanz erzeugen.

Wie dies gelingen kann, zeigt das Comic ‚Maus‘ von Art Spiegelmann. Comics haben die Macht das zu zeigen, was sonst unvorstellbar ist und auch in Echt unzeigbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Comics abseits von Action-Genres und definiert das Ziel der Arbeit, deren Eignung für die politisch-historische Bildung zu untersuchen.

II. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Ansätze zum Comic als lehrendes Medium sowie der aktuelle Stand von Graphic Novels in Europa erläutert.

III. Comics in der politisch-historischen Bildung: Dieses Kapitel diskutiert die Anforderungen an historische Comics, insbesondere die notwendige Medienkompetenz der Nutzer, und untersucht Einsatzmöglichkeiten in Erwachsenen- sowie Jugendbildung.

IV. Tabubrecher oder Verharmloser?: Der Hauptteil analysiert, wie Comics einerseits heikle Themen wie die NS-Zeit aufbrechen können, andererseits jedoch auch die Gefahr der Verharmlosung bergen.

V. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Comics ein großes Potenzial besitzen, welches jedoch eine gezielte Ausbildung der Lehrenden im Umgang mit diesem Medium erfordert.

Schlüsselwörter

Comics, politisch-historische Bildung, Geschichtsunterricht, Graphic Novels, NS-Zeit, Tabubruch, Medienkompetenz, historische Triftigkeit, Erwachsenenbildung, Jugendbildung, Vermittlung, Zeitzeugen, Bildungsmedium, Art Spiegelmann, Werner Moers.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Comics als Medium in der politisch-historischen Bildung eingesetzt werden können, um komplexe oder tabuisierte historische Themen zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Aufarbeitung der NS-Zeit, die Vermittlung von Geschichte durch grafische Narrative sowie die Herausforderungen bei der Nutzung von Comics in Schulen, Museen und Gedenkstätten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Comics weit mehr als Unterhaltungsmedien sind und als didaktisches Werkzeug dienen können, um historische Lernprozesse zu fördern und Tabus gezielt zu brechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Medienanalyse, um anhand von Beispielen wie Art Spiegelmanns „Maus“ das Potenzial und die Grenzen historischer Comics aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Altersgruppen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Balance zwischen historischer Korrektheit und künstlerischer Freiheit.

Welche Rolle spielen Schlüsselwörter für das Verständnis der Arbeit?

Begriffe wie „Medienkompetenz“ und „historische Triftigkeit“ sind essenziell, da sie verdeutlichen, dass der Einsatz von Comics im Unterricht nicht unreflektiert, sondern unter Einbeziehung didaktischer Fachkenntnis erfolgen muss.

Inwiefern unterscheidet sich der Einsatz von Comics bei Erwachsenen im Vergleich zu Jugendlichen?

Während Jugendliche durch die Freude am Medium motiviert werden sollen, dient der Einsatz bei Erwachsenen in Museen und Gedenkstätten oft dazu, ein „neues“ Medium zu nutzen, um die Neugierde an bereits bekannten Themenkomplexen neu zu wecken.

Welche Bedeutung kommt dem Comic „Maus“ von Art Spiegelmann in dieser Analyse zu?

Das Werk wird als Paradebeispiel für die Fähigkeit von Comics herangezogen, unvorstellbare historische Gräueltaten auf eine berührende, aber historisch korrekte Weise darzustellen und so als Tabubrecher zu fungieren.

Wovor warnt die Autorin im Hinblick auf vermeintlich „lustige“ historische Comics?

Die Autorin warnt, dass hinter einem humorvollen oder veralbernden Comic-Stil (wie bei Werner Moers) historische Brillanz stecken kann, die jedoch eine hohe Medienkompetenz erfordert, um nicht als bloße Verharmlosung missverstanden zu werden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Comics als Tabubrecher in der politisch-historischen Bildung
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Comics und historisches Lernen
Note
2,3
Autor
Anika Laukart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V370806
ISBN (eBook)
9783668485198
ISBN (Buch)
9783668485204
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Comics historisches Lernen Geschichte Medien im Unterricht Neue Methoden politische Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anika Laukart (Autor:in), 2016, Comics als Tabubrecher in der politisch-historischen Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370806
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Leseprobe aus  14  Seiten
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