Frauenbilder in Mexiko. Malinche und Virgen de Guadalupe und ihre Repräsentation durch die Zeit in der mexikanischen und spanischen Literatur


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
28 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Malinche
a. zur Figur der Malinche
b. Literatur und Forschung zur Figur der Malinche in der Zeit vom 16. bis 20. Jahrhundert

3. Virgen de Guadalupe
a. zur Figur der Virgen de Guadalupe
b. Literatur und Forschung zur Figur der Virgen de Guadalupe in der Zeit vom 16. bis 20. Jahrhundert

4. Analyse der jeweiligen Darstellung in
a. „Historia verdadera de la conquista de la Nueva España“ von Bernal Díaz del Castillo (1568)
b. „Nican Mopohua“ (1545-1550) (übersetzt von Lasso de la Vega 1649)
c. „La casa en Mango Street“ von Sandra Cisneros (1989)

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
a. Internetquellen

1. Einleitung

„Cómo va a haber treinta clases de nieve diferentes, dice Lucy. Hay dos: la limpia y la sucia. Sólo dos.

Hay millonsísimos, dice Nenny, no hay dos que sean igualitas. Lo único es ¿cómo sabes cuál es cuál?” (Cisneros, 1989: 34)

In der Staatsgründung und Identitätsdiskussion Mexikos spielen die Mythenfiguren der Virgen de Guadalupe und der Malinche seit jeher eine wichtige symbolische Rolle und beeinflussen als gegensätzliche Typen von Weiblichkeit das Frauenbild in der Literatur und Gesellschaft, welches von einem Dualismus von gut/böse, rein/beschmutzt, Tugend/Sünde geprägt ist.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, mithilfe von drei Textbeispielen darzulegen wie Malinche und die Virgen de Guadalupe in zeitgenössischen Quellen beziehungsweise modernerer Literatur dargestellt werden, und ihren Beitrag zur Entwicklung des Frauenbildes in Mexiko aufzuzeigen. Dafür erfolgt zunächst eine Vorstellung beider Figuren (Punkt 2.a. und 3.a.) sowie ein Abriss zur Entwicklung ihrer Literatur- und Forschungsstände vom 16. bis 20. Jahrhundert (Punkt 2.b. und 3.c.). Daraufhin werden drei Beispiele im Hinblick auf die Zielsetzung analysiert. Als kontemporäre Quelle zur Beschreibung Malinches dient dafür die „Historia verdadera de la conquista de la Nueva España“ des Chronisten Bernal Díaz del Castillo aus dem Jahre 1568 (Punkt 4.a.). Um näher auf das Bild der Virgen de Guadalupe einzugehen, soll auf die indianische Erzählung „Nican Mopohua“ Bezug genommen werden, welche zwischen 1545 und 1550 von Antonio Valeriano verfasst wurde (Punkt 4.b.). Aus der aktuelleren Literatur wurde der 1989 veröffentlichte Roman „La casa en Mango Street“ der Chicana-Autorin Sandra Cisneros ausgewählt, um einige der darin auftretenden Frauen(bilder) aus einer anderen zeitlichen Perspektive genauer zu betrachten (Punkt 4.c.). Die Autorin dieser Arbeit hat diese Auswahl an Beispielen in der Hoffnung getroffen, einen mehrdimensionalen Vergleich in Bezug auf die Erscheinungszeit und -orte anstellen zu können, und weil zumindest die ersten beiden Werke als ausführliche Primärquellen bekannt sind. Das dritte literarische Werk ist der Autorin bereits aus Schulzeiten bekannt, jedoch wurde es nie unter dem Aspekt der in Mexiko herrschenden Frauenbilder untersucht. Deswegen schien eine erneute Beschäftigung damit sinnvoll. Die Arbeit schließt mit einem gegenüberstellenden Fazit ab (Punkt 5.).

2. Malinche

Um einen besseren Einblick in das Leben und ein gewisses Verständnis für das Wirken der beiden Figuren in der mexikanischen Literatur und Gesellschaft zu bekommen, werden beide zunächst einmal vorgestellt. In einem zweiten Schritt wird unter dem Aspekt der zeitlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen ihr Literatur- und Forschungsstand erarbeitet, deren Kenntnis vor allem für die Betrachtung und Deutung des dritten Literaturbeispiels aus der Chicana-Literatur relevant sind.

La Malinche, Malintzin oder Malinalli sind nur einige Namen einer historischen weiblichen Figur, die für das Gelingen der Eroberung Mexikos mithilfe ihrer Übersetzungskünste von großer Bedeutung war.

a. zur Figur der Malinche

Bezüglich ihrer Person stellt es sich, im Gegensatz zu anderen Mitwirkenden in der Conquista, als schwierig heraus eine durchsichtige und vollständige Biografie Malinches zu erstellen. Neben den wenigen gültigen Informationen, die über ihr Leben existieren, sind Chronisten und Historiker der damaligen Zeit, die sie in ihren Werken erwähnten, zusätzlich in vielen Aspekten unterschiedlicher Meinungen.1

Aus diesem Grund erscheint es der Verfasserin an dieser Stelle sinnvoll ausschließlich die Daten zu nennen und zusammengefasst zu erläutern, die bezüglich ihrer Figur als gesichert gelten können2: Als „Übereignung“ wird Malinches erstmaliger „Eintritt in die Welt der Spanier“ bezeichnet, als sie im April des Jahres 1519 mit einer Gruppe aus Frauen an Cortés und seine Männer in Tabasco übergeben wird.3 Als Zeichen ihrer „ethnische[n] Zugehörigkeit“ zur indigenen Bevölkerung und der dabei gleichzeitigen kulturellen Unterscheidung zu den Spaniern, wird Malinche auf beinahe allen Abbildungen in einem Huipil4 dargestellt.5 Ein weiteres Datum ist die „Christianisierung“: Malinche wird bei ihrer spanischen Taufe auf den Namen Marina getauft, wodurch es ihr unter anderem ab diesem Zeitpunkt erlaubt ist, einen christlichen Spanier zu ehelichen und in ihrem sozialen Stand aufzusteigen.6 Mit den Übereinstimmungen bezüglich ihres sozialen Status in den Kodizes und Chroniken, oder den dazu kontrastierenden „Cartas de relación“7, in denen Cortésʼ geringe Anerkennung Malinches gegenüber und sein Besitzverhältnis zu ihr deutlich werden, lässt sich noch keine tatsächliche „Stellung [Malinches, Anm. d. Verf.] im Verhältnis zu Cortés“ rekonstruieren.8 Mit der rechtlichen Dokumentierung eines gemeinsamen Sohnes namens Martín, der in sich beide Kulturen miteinander verbindet, kann eine „sexuelle Beziehung“ zwischen Malinche und Cortés belegt werden.9 Ihr „[…] Wirken als Übersetzerin“ an der Seite von Cortés wird als Mittelpunkt aller Geschichtserkenntnisse gesehen.10 Als letztes gesichertes Datum kann bezüglich der „Herkunft und [des] Schicksal[es] der Malinche“ festgehalten werden, dass keine nachweisbaren Daten vor 1519 und nach 1526 überliefert worden sind.11

Zusammenfassend kann man über die historische Figur der Malinche, die sich Sandners zufolge als Mittelpunkt von Kontroversen und weiteren Legendenbildungen im 19. Jahrhundert gänzlich in einen mexikanisch-nationalen Mythos verwandelt habe12, in dem zwei Aspekte zentral sind, nämlich ihre Übersetzertätigkeiten sowie ihre Beziehung zu Cortés, also sagen, dass sie 1519 an Cortés in Tabasco übergeben und auf den Namen Marina getauft wurde, ihm einen Sohn gebar und bis 1526 für ihn als Dolmetscherin tätig war.13

b. Literatur und Forschung zur Figur der Malinche in der Zeit vom 16. bis 20. Jahrhundert

Trotz des großen Umfanges an Überlieferungen zu ihrer Figur seit dem 15. Jahrhundert erscheinen nur wenige verlässlich14, und selbst diese führen Dröscher zufolge „[…] nicht zu einem Bild oder gar zu einer Rekonstruktion der konkreten Situation, sondern zu einer Art Folie, auf der die verschiedenen Konfigurationen der Gestalten der Malinche sichtbar werden“.15

Eine weitere Auffälligkeit stellt die sich im Laufe der Jahrhunderte verändernde Darstellungsweise und Wertung, je nach persönlichem und politischem Hintergrund und Interesse, ihrer Person dar.16

Die ersten schriftlichen Zeugnisse, in denen Malinche „nur“ als treue Begleiterin und Vermittlerin der spanischen und indigenen Kultur auftaucht, sind die Augenzeugenberichte und Chroniken des 16. und 17. Jahrhunderts. Erwähnenswert erscheinen hier die „Cartas de relación“ von Cortés17 und, die wohl wichtigste Quelle, die „Historia verdadera de la conquista de la Nueva España“ seines Begleiters und dem Soldaten Bernal Díaz del Castillo, die bis ungefähr 1568 verfasst wurde.18 Seitens der Eroberten lässt sich der „Códice Florentino“ vom Franziskaner Fray Bernadino de Sahagún erwähnen. Eine weitere wichtige Quelle ist der „Lienzo de Tlaxcala“, der in 80 Abbildungen die Eroberung Tenochtitláns darstellt.19

Im 17. und 18. Jahrhundert liegt der Fokus der meisten spanischen Autoren in Europa.20 Die Geschehnisse in der Neuen Welt waren, so Wurm zufolge, in einer nach italienischem Vorbild „imitatio-bestimmten Literaturepoche“ zu originell, als dass sie in einem höheren Ausmaß thematisiert wurden.21 Als einen weiteren möglichen Grund der Nichtbeachtung nennt Leitner die leyenda negra.22 Auch in Mexiko wird dem Conquista-Stoff in der Literatur zu dieser Zeit keine große Beachtung geschenkt.23

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nimmt das Interesse über die Conquista auf der spanischen Seite sichtlich zu.24 Im Jahr 1780 erscheint mit „Cortés triunfante en Tlaxcala“ des Spaniers Augustín de Corderos ein Werk, in dem Malinches Figur romantisiert wird.25 Auf mexikanischer Seite ist zu dem Thema der Eroberung das aus zwölf Gesängen bestehende Zeugnis „Hernadina“ von Francisco Ruiz de León aus dem Jahr 1755 zu erwähnen.26

Die Strömung der Romantik sorgt mit der Gattung des historischen Romans sowohl in der spanischen und mexikanischen Literatur im 19. Jahrhundert für die Entfaltung der Eroberungsgeschichte, als auch für neue Bewertungen und die Mythisierung des Malinche- Bildes, bei der es nicht mehr vorrangig um eine strikte historische Wiedergabe der Ereignisse geht.27 Die politischen Entwicklungen spiegeln sich auch im Wertewandel Malinches wider, der sie im Zuge der Unabhängigkeits- und Gerechtigkeitsbestrebungen Mexikos entwickelten Einstellung des „antiespañolismo“ ab Ende des 18. Jahrhunderts zur Verräterin ihres eigenen Volkes macht.28 Der erste historische Roman, der Malinche in erster Linie als „mexikanische Eva“ darstellt ist, erscheint 1826 unter dem Titel „Jicoténcal“ in Philadelphia.29 Ein weiteres, romantischeres Bild stellt Malinche als die Geliebte des Cortés dar, welches sie zur symbolischen Mutter der mestizaje und Mitbegründerin der mexikanischen Nation macht.30 Diese Position vertritt unter anderem Ireneo Paz in Roman „Doña Marina“ aus dem Jahr 1883.31

Die Position der Malinche als Verräterin setzt sich im 20. Jahrhundert neben den traditionellen32 und neu hinzukommenden Sichtweisen33, die in zum ersten Mal erscheinenden Werken zu ihrer Person thematisiert werden34, so wie zum Beispiel im Werk von José Vasconcelo namens „La raza cósmica“, in dem sie zur symbolischen Gründerin und Mutter der Mestizen stilisiert wird35, fort. Octavio Paz hält in seinem Werk „El laberinto de la soledad“ (1950) am Bild der Verräterin fest und führt unter anderem den Begriff des „malinchismo“ ein, der als „Verrat an den einheimischen Werten“ gilt, und liefert mit seiner Veröffentlichung einen umfangreichen Beitrag zur mexikanischen Identitätsdiskussion.36 Malinches verschiedene Darstellungsweisen werden vor allem von amerikanischen Autoren der Chicana-Literatur in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts in Bezug auf das allgemein herrschende Frauenbild aufgegriffen und -gearbeitet, und tragen damit bis heute einen wesentlichen Teil zur mexikanischen Literaturtradition bei.37

Bezüglich ihrer theoretischen Erforschungen erkennt Leitner ab den 1990 Jahre eine auf „[…] eine[n] kulturtheoretischen Paradigmenwechsel in den Diskussionen um Nation, Transkulturation und Geschlechterdifferenz“ zurückzuführenden aufsteigende Beschäftigungstendenz.38 Als internationales Standardwerk gilt nach wie vor Sandra M. Cypessʼ 1991 erschienene Monografie „La Malinche in Mexican Literature: From History to Myth“. Im deutschsprachigen Raum sind die bereits zitierten Werke „Doña Marina, la Malinche: eine historische Figur und ihre literarische Rezeption“, eine literaturwissenschaftliche Untersuchung von Carmen Wurm aus dem Jahr 1996, sowie aus der kulturwissenschaftlichen Perspektive „Der Malinche-Komplex. Conquista, Genus, Genealogien“ von Claudia Leitner (2009), zu erwähnen.39 1994 veröffentlicht Margo Glantz in Zusammenarbeit mit auch schon zuvor genannten Autoren den Sammelband „La Malinche, sus padres y sus hijos“. In Deutschland wird 2001 unter dem Titel „La Malinche. Übersetzung, Interkulturalität und Geschlecht“ ein Sammelband von Barbara Dröscher und Carlos Rincón herausgegeben.40

Hinsichtlich der historischen Entwicklung der Malinche-Figur kann festhalten werden, dass sie in der Literatur und Gesellschaft einen mehrfachen Wertewandel erfahren hat, in dem sie anfangs „nur“ als Beiwerk des Helden Cortés angesehen wird und erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts in den Mittelpunkt der Erzählungen rückt. Im 19. Jahrhundert kommt es im Zuge der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung zur Spaltung des Malinche-Bildes in die Landesverräterin oder die Mitbegründerin der mestizaje. Ersteres setzt sich als Gegenkonzept zur Virgen de Guadalupe als schlechtes Frauenbild in den Köpfen der Menschen fest und wird neben ihren traditionellen Darstellungen mit ins 20. Jahrhundert hineingetragen. So wird die mala mujer als „[…] aktiv und anspruchsvoll, […] sinnlich, in sexuellen Beziehungen emanzipiert und in der Regel ledig“ eingestuft.41 Ab den 60er Jahren erfährt Malinche mit der aufkommenden Chicana-Literatur eine Umdeutung.42

3. die Virgen de Guadalupe

Genau wie Malinche nimmt die Virgen de Guadalupe ab dem 19. Jahrhundert eine identitätsstiftende Rolle als nationales Symbol in Mexiko ein. Im Folgenden wird zunächst der Erzählungshauptstrang zu ihren Erscheinungen zusammengefasst.

[...]


1 Vgl. Wurm, 1996, S. 19.

2 Eine genaue Ausführung der als gesichert geltenden Daten lässt sich bei Dröscher, 2010, S. 18-23 finden.

3 Dröscher, 2010, S. 19. Welchen Namen Malinche vor ihrer Taufe trägt oder ob es sich bei der Frauengruppe um Jungfrauen handelt, bleibt unbeantwortet. Ebenso bleiben die Voraussetzungen und die Form der Übereignung offen.

4 Ein traditionelles Gewand der indigenen Frauen.

5 Dröscher, 2010, S. 19. Einen Einblick in ihre tatsächlichen Lebensgewohnheiten lässt dies nicht zu.

6 Dröscher, 2010, S. 19.

7 In der „quinta relación“ seiner „Cartas de relación“ (1993) findet man auf S. 575 die erste und einzige namentliche Erwähnung: „[…] que es Marina, la que yo conmigo siempre he traido- porque allí me la habían dado con otras veinte mujeres […]”.

8 Dröscher, 2010, S. 19, 20. „Eher läßt sich aus der unterschiedlichen Bewertung ablesen, daß die Machtverhältnisse noch in der Folgezeit verschieden interpretierbar waren und von daher als weniger eindeutig angesehen werden können […].“ (S. 20)

9 Dröscher, 2010, S. 20, 21. Andeutungen auf eine emotionale Beziehung werden in den Chroniken nicht gemacht. Im weiteren Verlauf geht Dröscher auf die verschiedenen, von Macht beeinflussten Beziehungsformen der indigenen und spanischen Kultur ein.

10 Dröscher, 2010, S. 21, 22. Ihre Tätigkeit als Vermittlerin zwischen zwei so unterschiedlichen Kulturen wirft einige Probleme und Fragestellungen auf, die bei Dröscher im weiteren Verlauf näher behandelt werden.

11 Dröscher, 2010, S. 22, 23.

12 Vgl. Sandner, 2008, S. 175.

13 Vgl. Dröscher, 2010, S. 23.

14 Vgl. Baudot, 1996, S. 301, 302.

15 Dröscher, 2010, S. 18.

16 Dröscher, B. & C. Rincón, 2010, S. 7. Eine umfangreiche Untersuchung verschiedener und bedeutender Werke zu Malinche stellt unter anderem Wurm (1996) in ihrem deutschsprachigen Werk „Doña Marina, la Malinche. Eine historische Figur und ihre literarische Rezeption“ an.

17 Vgl. Wurm, 1996, S. 38-40. Eine weitere bedeutende Quelle wäre sein Tagebuch gewesen, welches jedoch bei der Flucht aus Tenochtitlán verloren gegangen sein soll.

18 Vgl. Wurm, 1996, S. 40-44. Namentlich wurde Malinche 1560 ebenfalls im Bericht „Relación breve de la conquista de la Nueva España“ des spanischen Soldaten Fray Francisco de Aguilar erwähnt.

19 Vgl. Wurm, 1996, S. 44-48.

20 Ausnahmen bilden, wie bei Leitner (2009) nachzulesen ist, Antonio de Herrera, Juan de Torquemada, Bartolomé Leonardo de Argensola und Antonio de Solís, S. 16-19.

21 Wurm, 1996, S. 66.

22 Vgl. Leitner, 2009, S. 17. Diese zeichnete seit dem 16. Jahrhundert ein negatives und grausames Bild der Spanier während und nach der Conquista in Europa.

23 Vgl. Wurm, 1996, S. 76, 79.

24 Vgl. Wurm, 1996, S. 86, ff. 1778 wurde zum Beispiel ein Lyrikwettbewerb von der Academia Española unter dem Thema „Las naves de Cortés destruídas“ ausgeschrieben, bei dem zwei Gedichte eingereicht wurden, in denen Malinche tatsächlich Erwähnung fand und die romantische Liebesbeziehung zu Cortés zum ersten Mal thematisiert wurde. Im weiteren Verlauf geht Wurm auf den Inhalt der beiden Gedichte und die Thematisierung Malinches ein.

25 Vgl. Peters, 1999, S. 50. Weitere Literaturbeispiele zu diesem Jahrhundert finden sich bei Wurm, 1996, S. 85-100. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Tragödien, die neben der Heldendichtung für das 18. Jahrhundert üblich waren.

26 Vgl. Wurm, 1996, S. 97.

27 Vgl. Wurm, 1996, S. 111, 112.

28 Vgl. Wurm, 1996, S. 173, Strosetzki, 1994, S. 73.

29 Peters, 1999, S. 51. Der Autor ist unbekannt.

30 Vgl. Wurm, 1996, S. 173, 174, 321. Diese Sicht wird unter anderem in den historischen Romanen bei Eligio Ancona, Ireneo Paz und José Marroquí vertreten.

31 Vgl. Peters, 1999, S. 51, 52. Auf weitere Literaturbeispiele zu diesem Jahrhundert geht Wurm auf S. 133- 167 ein.

32 Vgl. Wurm, 1996. S. 323. Die meisten spanischen und anderen europäischen Autoren behalten die traditionellen Darstellungsweisen der Malinche als Dolmetscherin und Vermittlerin zwischen zwei Kulturen auch im 20. Jahrhundert bei.

33 Vgl. Wurm, 1996, S. 180-209.

34 Als Biografiebeispiele nennt Wurm an dieser Stelle unter anderem: Rodríguez „Doña Marina“ (1935), Gómez de Orozco „Doña Marina, la dama de la conquista“ (1942), Menéndez „Malintzin en un fuste, seis rostros y una sola máscara“ (1964), Somonte „Doña Marina, „La Malinche““ (1969), Landa „Doña Marina“ (1993).

35 Vgl. Peters, 1999, S. 52.

36 Vgl. Wurm, 1996, S. 180. Weitere spanische und mexikanische Literaturbeispiele des 20. Jahrhunderts liefern Wurm auf S. 230-300 und Peters, 1999, S. 55, 56. Siehe für weitere zusammengefasste Informationen zu Paz und seiner Literatur auch Strosetzki, 1994, S. 73-92.

37 Vgl. Wurm, 1996, S. 180. Die Chicana-Literatur wird nicht außer Acht gelassen (S. 301-319).

38 Leitner, 2009, S. 23. Als Beispiele liefert sie unter anderem Todorov „La conquête de l´Amérique. La question de l´autre” (1982), Greenblatt „Marvelous Possessions. The Wonder of the New World“ (1992).

39 Vgl. Leitner, 2009, S. 26. Weitere zu erwähnende Werke sind unter anderem Gonzáles Hernández „Doña Marina (la Malinche) y la formación de la identidad mexicana“ (2002), Townsend „Malintzin´s Choices“ (2006), Lanyon „Malintzin´s Conquest” (1999).

40 Siehe für genauere Informationen zum Beispiel Leitner, 2009, S. 24, 25.

41 Peters, 1999, S. 64.

42 Vgl. Wurm, 1996, S. 321-323.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Frauenbilder in Mexiko. Malinche und Virgen de Guadalupe und ihre Repräsentation durch die Zeit in der mexikanischen und spanischen Literatur
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
28
Katalognummer
V370904
ISBN (eBook)
9783668482418
ISBN (Buch)
9783668482425
Dateigröße
678 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mexiko, Frauenbilder, Malinche, Virgen de Guadalupe, Sandra Cisneros, La casa en Mango Street, Literatur
Arbeit zitieren
Sara Alves da Silva (Autor), 2017, Frauenbilder in Mexiko. Malinche und Virgen de Guadalupe und ihre Repräsentation durch die Zeit in der mexikanischen und spanischen Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370904

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