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Die Notenbankstrategie "Leaning against the Wind". Erläuterungen und Kritik

Warum handeln die Notenbanken nicht nach dieser Strategie?

Title: Die Notenbankstrategie "Leaning against the Wind". Erläuterungen und Kritik

Master's Thesis , 2017 , 64 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Torsten Krenz (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Diese Arbeit wird die Beweggründe der bedeutenden Notenbanken aufgreifen und analytisch betrachten. Der Preisanstieg der Vermögensgegenstände (wie beispielsweise Immobilien oder Aktienkurse) ist in den letzten Jahren nachweisbar in die Höhe gestiegen. Die Notenbanken werden für diese Preisentwicklung wegen ihrer Handlungsweise in Verantwortung gezogen. Dabei wird die gesamte strategische Ausrichtung der Notenbanken in Frage gestellt. Da sich die Kritik der Finanzökonomen an der strategischen Ausrichtung häuft und Lösungsvorschläge zur bevorstehenden Krise zunehmend veröffentlicht werden, wird die aktuelle Handlungsstrategie mit einer weiteren Handlungsstrategie verglichen. Das Thema ist relativ aktuell, weil sich die aktuelle Strategie (Benign Neglect) nicht hinsichtlich aktueller Probleme weiterentwickelt hat, d.h. technologische Fortschritte, Weltwirtschafts-veränderungen der letzten Jahre und gesammelte Kenntnisse wurden bewusst ignoriert.

Der in diesem Kontext häufig benutzte Begriff Finanzpolitik (oder auch Politik) beschreibt Institutionen, die wesentlichen Einfluss auf die Gestaltungen und Regelungen des Wirtschaftssystems haben. Sie handeln regelsetzend oder beratend und sind durch Wahlen demokratisch legitimiert (mittel- oder unmittelbar). Die nationalen Regierungen gelten als die höchste exekutive Gewalt in einem Staat und als die wichtigste Instanz in der Umsetzung der nationalen Politik. Sie vertreten die Staatsinteressen auf internationaler Ebene. Außerdem stützen sich die nationalen Regierungen auf ein unmittelbar legitimiertes Parlament. Die Mitglieder von den Regierungen und den Parlamenten werden (wieder-)gewählt. Die Möglichkeit zur Wiederwahl hat zur Folge, dass sich die Mitglieder auf die Verfolgung kurzfristiger Ziele konzentrieren, was sich schlecht auf die Nachhaltigkeit und die langfristigen Ziele auswirken kann

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Vorgehensweise

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Finanzpolitik

2.2 Finanzsystem / Finanzkrisen

3 Aktueller Hintergrund

3.1 Die Entwicklung der Vermögenspreise

3.2 Notenbankstrategie Benign Neglect

3.3 Vor- und Nachteile von Benign Neglect

3.4 Strategiewechsel von BN zu LATW

3.5 Vor- und Nachteile von LATW

3.6 Umsetzungsmöglichkeit bei den Notenbanken

3.6.1 Fed

3.6.2 EZB

3.6.3 Bank of England

3.6.4 Weitere Zentralbanken

3.7 Mögliche Folgen

4 Nichtumsetzungsgründe und Ausweichmodelle

4.1 Notenbankübergreifende Gründe

4.1.1 Fehlende Definition von Vermögenspreisblasen

4.1.2 Fehlende Instrumente

4.2 Gründe der Federal Reserve System

4.2.1 Interessen der Notenbank-Präsidenten

4.2.2 Theoretisches Modell der Fed

4.2.3 Weitere Gründe

4.2.4 BGG Modell

4.2.5 Stylized Modell

4.2.6 ABRR Modell

4.2.7 Anwendung LATW bei Kreditblasen

4.3 Gründe der Europäischen Zentralbank

4.3.1 Nutzungsmöglichkeit und Sinn von LATW

4.3.2 Gründung von ESRB

4.3.3 ABRR Modell

4.3.4 Konzentration auf Preisstabilität

4.4 Gründe der Bank of England

4.5 Zusammenfassung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Gründe, warum bedeutende Zentralbanken an der Strategie "Benign Neglect" festhalten, anstatt Vermögenspreisblasen durch eine präventive Strategie wie "Leaning against the Wind" (LATW) zu steuern. Die Arbeit analysiert hierbei die Beweggründe der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of England.

  • Vergleich der Notenbankstrategien "Benign Neglect" und "Leaning against the Wind".
  • Analyse der Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Vermögenspreisblasen.
  • Untersuchung von Ausweichmodellen (z.B. BGG-Modell, ABRR-Modell) zur Krisenprävention.
  • Diskussion der Notenbank-spezifischen Gründe gegen eine Strategieänderung.
  • Bewertung der Auswirkungen asymmetrischer Geldpolitik auf Finanzstabilität und Vermögenspreise.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entwicklung der Vermögenspreise

Die Notenbanken werden wegen ihrer aktuellen Handlungsweise mit zunehmender Häufigkeit in der Öffentlichkeit kritisiert. Den Notenbanken wird u.a. die Schuld an den Finanzkrisen, ungleichen Vermögensverteilungen und Deflationen gegeben. In den letzten Jahren hat sich eine Vermögenswertblase entwickelt. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren weiterwachsen. Die Notenbanken werden auch dafür, aufgrund von ungleicher Geldpolitik, verantwortlich gemacht. Sofern sie an der eigenen Handlungsstrategie nichts ändern, verlaufen somit die genannten Konjunkturzyklen in immer kürzeren Zeiträumen. Außerdem werden sich die Krisenzeiten und die damit verbundenen Krisenbewältigungsmaßnahmen häufen (Vgl. Armbruster/Bernau 2015).

Die Schere zwischen den Verbraucher- und Vermögenspreisen ist in den letzten Jahren in Deutschland immer größer geworden (siehe Abbildung 1). Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der letzten drei Jahre, in der die Schere sehr weit auseinandergeklappt ist. Flossbach von Storch (2016) hat für die Darstellung der Entwicklung der Verbraucher- und Vermögenspreise die jeweiligen Werte im Jahr 2010 auf den Index 100 gesetzt. Von diesem Basisindex sind die Entwicklungen der unterschiedlichen Preise zu beobachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Vermögenspreisblasen und die Forschungsfrage zur Strategiewahl der Notenbanken.

2 Begriffsdefinitionen: Definition grundlegender Begriffe der Finanzpolitik, Finanzsysteme und der Notenbankstrategien BN und LATW.

3 Aktueller Hintergrund: Darstellung der Entwicklung von Vermögenspreisen und Erläuterung der gängigen Handlungsstrategien der Notenbanken.

4 Nichtumsetzungsgründe und Ausweichmodelle: Analyse der Gründe, warum Notenbanken von LATW absehen, sowie Vorstellung möglicher alternativer Lösungsansätze.

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Notenbankpolitik und Einschätzung künftiger Entwicklungen in der Weltwirtschaft.

Schlüsselwörter

Notenbanken, Leaning against the Wind, Benign Neglect, Vermögenspreisblasen, Geldpolitik, Finanzkrisen, Taylor-Regel, Zentralbank, Preisstabilität, Finanzsystem, Konjunkturzyklen, ABRR-Modell, Deflation, Inflation, Kapitalpuffer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum führende Zentralbanken Vermögenspreisblasen in ihrer aktuellen Strategie weitgehend ignorieren ("Benign Neglect") und sich nicht aktiv gegen diese "lehnen" ("Leaning against the Wind").

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die Geldpolitik der Fed, der EZB und der Bank of England, das Phänomen von Vermögenspreisblasen sowie die makroökonomische Krisenprävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die analytische Aufarbeitung der Beweggründe, warum die Umsetzung einer LATW-Strategie trotz intensiver Diskussionen bisher ausbleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie eine komparative Betrachtung verschiedener Notenbanken und deren spezifischer Handlungsmodelle im Kontext der Finanzhistorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert notenbankübergreifende Gründe für die Nichtumsetzung, wie etwa die fehlende Definition von Blasen, sowie spezifische Modelle wie das BGG- oder ABRR-Modell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Notenbanken, Leaning against the Wind, Benign Neglect, Vermögenspreisblasen und Geldpolitik.

Warum wird das ABRR-Modell in der Arbeit als Lösung diskutiert?

Das ABRR-Modell (Asset Based Reserve Requirements) wird als Instrument diskutiert, das Vermögenspreisblasen dämpfen kann, ohne das allgemeine Zinsniveau und somit die gesamte Wirtschaft negativ zu beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Europäische Zentralbank (EZB) bei diesem Thema?

Die EZB wird primär für ihre ex-post-Maßnahmen (wie Staatsanleihekäufe) kritisiert, die zwar die Inflation stützen, aber das Risiko von Vermögenspreisblasen in den Augen des Autors weiter verschärfen könnten.

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Details

Title
Die Notenbankstrategie "Leaning against the Wind". Erläuterungen und Kritik
Subtitle
Warum handeln die Notenbanken nicht nach dieser Strategie?
College
Brandenburg Technical University Cottbus
Grade
1,7
Author
Patrick Torsten Krenz (Author)
Publication Year
2017
Pages
64
Catalog Number
V370927
ISBN (eBook)
9783668513167
ISBN (Book)
9783668513174
Language
German
Tags
Notenbank Handlungsstrategie Federal Reserve System Europäische Zentralbank Bank of England Finanzsystem Finanzkrise Benign Neglect Vermögenspreise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Torsten Krenz (Author), 2017, Die Notenbankstrategie "Leaning against the Wind". Erläuterungen und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370927
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