Kannibalen in Reiseberichten. Die Repräsentation indigener Völker am Beispiel von Jean de Lérys “Histoire d´un voyage fait en la terre du Brésil“


Essay, 2014
13 Seiten, Note: 2,7
Alexandra Witte (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Vor-ikonographische Beschreibung

III. Ikonographisch- historische Analyse

IV. Ikonologische Interpretation

V. Fazit

VI. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Der Mythos des wilden Kannibalen, des Anthropophagen[1], fasziniert den Menschen seit je her. Schon in der Odyssee von Homer wird von Menschenfressern berichtet und auch in der antiken Mythologie, erinnert sei hierbei an den Göttervater Kronos oder Tantalos, der seinen Sohn Pelops tötete, sein Fleisch kochte und dieses den Göttern zum Mahl vorsetzte[2], findet Kannibalismus Erwähnung und folgt einer negativen Konnotation. Man bringt Anthropophagie in diesem Kontext schon in der Antike mit Kulturlosigkeit, Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Verbindung[3]. Trotz dessen ist es nicht zu leugnen, dass das Verzehren von Menschen mit einer Art Faszination einhergeht und der Mythos selbst heute noch existent ist[4]. Der Essay „Kannibalen in Reiseberichten – Die Repräsentation fremder Völker“ wird sich hauptsächlich mit der Darstellung indigener Stämme beschäftigen und diese kritisch hinterfragen[5]. Ich verzichte in diesem Zusammenhang darauf die Rezeption bzw. die allgemeine Wahrnehmung indigener Völker durch die Europäer zu thematisieren, da selbst in der heutigen Forschung kontroverse Diskussionen über die Existenz von Kannibalismus geführt werden[6]. Heidi Peter-Röcher liefert in ihrem Werk „Mythos Menschenfresser“ ein in diesem Kontext treffendes Zitat: „(…) Denn der Reisende bricht nicht als „unbeschriebenes Blatt“ in die Ferne auf, sondern trägt seine eigene Kultur mit sich, seine ethnozentrische Weltsicht, die seine Sicht der „Anderen“ bestimmt (…)“[7].

Forschungsgegenstand stellt, des Weiteren, der Kupferstich „Diesen Rost mag man bildlich für der wilden Fleisch oder Speisekammer und Essen betrachten“[8] von Dietrich de Bry[9] von Lüttich aus dem Jahr 1592/1593[10] dar. Die zu untersuchende Bildquelle fußt auf dem Reisebericht des Franzosen Jean de Léry, der 1557: „(…) an Bord eines Nachschubschiffes die französische Kolonie erreicht[e](…)“[11]. In Brasilien hielt er sich rund 10 Monate auf und kam hierbei in engen Kontakt mit dem Volksstamm der Tupinambá-Indianer[12]. Im Jahr 1578 publizierte Léry seinen Reisebericht unter dem Titel „ Histoire d´un voyage fait en la terre du Brésil“, welcher sich in zwei Teile aufspalten lässt[13]. Nicht nur aufgrund des Ehrgeizes Lérys und seinen umfangreichen Beobachtungen ist es ihm zu verdanken, dass die Histoire d´un voyage eine wichtige Voraussetzung im Hinblick auf spätere u.a. ethnologische Forschungsarbeiten darstellt[14].

Der zu untersuchende Kupferstich, wurde des Weiteren in dem Werk „America de Bry“ (1590) von Theodor de Bry[15], einer Neuzusammenfügung von zahlreichen Reiseberichten veröffentlicht und weltbekannt[16]. Die nun folgende Bildanalyse unterliegt den Vorgaben der historischen Bildkunde Rainer Wohlfeils[17] und sieht zunächst neben einer ikonographischen Beschreibung, anschließend ebenfalls eine ikonographische Analyse des Bildmaterials vor. Anschließend folgen eine detailierte Interpretation und ein zusammenfassendes Fazit der Erkenntnisse.

II. Vor-ikonographische Beschreibung

Im Folgenden ist nun der Kupferstich näher zu betrachten. Ich beginne mit der vor-ikonographischen Beschreibung der Quelle. Der Kupferstich zeigt primär Menschen bei der Aufnahme von Nahrung. Die Ordnung des Bildaufbaus fokussierend, sind vordergründig Menschen mit einem Bratrost in der Mitte angeordnet, der von einem Feuer beheizt und im Bild zentriert dargestellt wird. Auf diesem liegen menschliche Körperteile.

Im Hintergrund sind Hütten zu sehen ebenso wie ein Zaun. Des Weiteren zeigt der Kupferstich innerhalb seiner Szenerie 12 Menschen[18]. Die Frauen, welche auf der linken Bildseite aufgestellt sind stehen in keinerlei Interkation zueinander. Dies trifft auch für die Männer zu, die mittig bis rechts im Bild angeordnet sind. Auffällig ist ein Mann im Hintergrund, der sich durch sein Aussehen und durch seine Gestik von den anderen Figuren innerhalb des Kupferstiches abhebt. Bis auf 2 Figuren sind alle Körper der Menschen zum Bratrost hin ausgerichtet. Die allgemein beobachtbaren Handlungen betreffend, lässt sich aufgreifen, dass keine Interaktion zwischen den Figuren stattfindet. Das Verzehren von Fleisch wird vordergründig dargestellt. Hierbei ist jedoch aufzugreifen, dass der Mann, welcher am Feuer positioniert ist und einen Holzscheid zu dem Feuer legt, den Handlungsraum bricht, ebenso wie der Mann im Hintergrund, der sich alleine schon durch seine Gestik, auf die gleich noch näher eingegangen wird, von der Gruppe abhebt. Mimik und Gestik der einzelnen Figuren betreffend, lässt sich aufgreifen, dass beide inhaltslos gestaltet sind. Es lassen sich keine Emotionen oder allgemeine Gefühlsregungen zuweisen. Innerhalb des Kupferstiches sind 3 künstlerische Beigaben, bzw. Attribute zu erkennen: Die Frau im Vordergrund links trägt um den Hals und beide Handgelenke Perlenschmuck. Die Männer tragen Federn um Bauch und Hals. Das Aussehen der Frauen betreffend ist, darüber hinaus, aufzugreifen, dass der Körperbau weiblich gestaltet ist. Die Männer tragen, im Gegensatz zu den Frauen, kurze Haare. Hierbei ist nur der Hinterkopf behaart. Der Körper der Männer ist muskulös und teilweise unbehaart[19]. Das Haar des Kindes ist ebenso wie das der Männer gestaltet. Der Mann im Hintergrund trägt einen Vollbart und ist ansonsten gänzlich unbehaart. Die Landschaft besteht vorrangig aus Hütten, die wie vorhin schon erwähnt, hintergründig angeordnet sind. Diese bestehen aus Stroh. Im Bild selbst sind drei Gebäude zu erkennen. Mittig ist eine komplette Strohhütte gezeichnet worden. Links und rechts sind die Hütten nur angedeutet dargestellt. Richtet man den Fokus auf die Farbgebung innerhalb des Kupferstiches, wird deutlich, dass vor allem die Farben Rot und Gelb das Bild dominieren. Feuer und Hütten sind gelb und rot dargestellt. Die Farbe spiegelt sich leicht in den Haaren der Figuren bzw. auf dem Körper wieder. Die Schattensetzung ist so gewählt, dass der Körper der einzelnen Figuren in seiner Definition hervorgehoben wird. Des Weiteren sind einige Figuren durch die hell-dunkel Ordnung hintergründig dargestellt worden. Der unter dem Kupferstich befindliche Text[20] unterstreicht die dargestellte Szenerie zusätzlich und bestärkt die Aussage dazu.

III. Ikonographisch- historische Analyse

„(…) Gehet hin in alle Welt und lehret allen Völkern(…)[21]

In dem nun folgenden Teilkapitel ist der historische (Bild)Kontext des Kupferstiches näher zu untersuchen. Im ersten Schritt sind literarische Quellen aufzuzeigen, die im Zusammenhang mit dem Kupferstich stehen[22]. Anschließend erfolgt eine Betrachtung des Ganzen d.h. es wird der tiefere Sinn bzw. die Aussage des Künstlers hinter dem Kunstwerk ermittelt und dargestellt[23]. Im weiteren Verlauf ist die historisch-gesellschaftliche Einbindung des Kupferstiches zu fokussieren (Entstehungsumstände, Zweckbestimmungen etc.)[24].

Theodor de Bry schuf mit seinem mehrbändigen Werk „America“ und zahlreichen Kupferstichen eine Neuzusammenfügung einer emotionalisierten und symbolischen Bildsprache[25]. Kein anderes Bildwerk wie Kupferstiche haben die Vorstellungen der europäischen Bevölkerung mehr geprägt und (Vor)urteile über die „Neue Welt“ geschaffen[26]. Der Drucker und Verleger, welcher mit dem Kupferstechen wahrscheinlich sein Einkommen aufzubessern wollte[27], erkannte schnell das Interesse der Gesellschaft an Überseereisen und setzte den Topos der Anthropophagie geschickt ein[28]. De Bry erfüllte gerade in dem zu untersuchenden Kupferstich das allgemeine Sensationsmotiv, welches von der Menschenfresserei der Tupinambá bzw. den Indianern im Allgemeinen ausging[29]. Bei seinen Arbeiten hielt er sich stets an seine Quellen und die dort vorgegebenen Originalzeichnungen[30]. Der Kupferstich, der auf den Ausführungen von Jean de Léry basiert, ist ein Eigenentwurf von Theodor de Bry[31]. Léry hat in diesem Zusammenhang keine eigene Zeichnung angefertigt, so dass sich der Kupferstich auf das vermittelte Bild in seinem Tagebuch stützt. Die literarischen Quellen des Bildwerkes betreffend, lässt sich hierbei ebenfalls indirekt Hans Stadens wahrhaftige Historia nennen, da Lérys Schilderungen stark denen von Staden ähneln[32]. Es lässt sich sagen, dass Lérys Bericht lediglich eine Ausschmückung der Historia von Staden[33] darstellt und ihm so sehr nahe steht, beachte man hierbei doch, dass Léry sein Werk mit einer 20-jährigen Verzögerung vom Schreibtisch aus verfasst hat[34]. In diesem Kontext möchte ich ebenfalls auf die Studien von Astrid Wendt aus dem Jahr 1989 verweisen, die von der Unselbstständigkeit von Quellen (Reiseberichten) ausgeht[35].

Nun komme ich zu der Interpretation im engeren Sinne des ikonographisch-historischen Analyseschritts, nach Wohlfeil[36]. Bevor ich jedoch auf die tiefere Aussage und Intention des Kupferstiches, aus der Sicht von Theodor de Bry eingehen möchte, ist das Bildwerk historisch einzuordnen. Wie schon zuvor oftmals Erwähnung fand, ist Jean de Léry, ein französischer Missionar und calvinistischer Theologe und ebenfalls einer der wichtigsten Erforscher des brasilianischen Territoriums, ein maßgeblich beeinflussender Faktor bei der gedanklichen Erschaffung des Kupferstiches gewesen. Léry reiste vom 19. November 1556 bis zum 26. Mai 1558 nach Brasilien, um dort Gott zu dienen und den Ureinwohnern den calvinistischen Glauben näher zu bringen[37]. Ein Jahr zuvor, 1555, reiste André Thevet, als Seelsorger, im Rahmen einer Expedition des Vize-Admirals Villegagnon, ebenfalls nach Brasilien. Léry sah in Thevet, der auch Franzose war, einen Konkurrenten und kritisiert die Darstellung u.a. von Thevet fortlaufend in seinen Berichten über die fremde Welt Amerika[38]. Léry gehört demnach zu einer der ersten Brasilienforscher der Weltgeschichte.

Jean de Léry schildert seine Beobachtung hierbei sehr bildlich und schmückt seine Ausführungen stets mit einer gewandten Rhetorik aus: „(…) Alle Teile des Körpers, sogar die Eingeweide, werden sorgsam gesäubert und dann sofort auf die Bukans[39] gelegt. Während auf die Art der Wilden alles geröstet wird, versammeln sich die alten Frauen (die, wie ich schon erwähnte, einen erstaunlichen Appetit auf Menschenfleisch haben) in der Nähe der Bukans(…)“[40]. Der damalige Theologiestudent und Calvinist Léry grenzt sich merklich von den Ureinwohnern ab, indem er sie, in diesem Kontext, als „die Wilden“ bezeichnet. Auch eine Ausführung über einen Gefangenen, der sich zu Jesus Christus bekennen wollte, dann aber am nächsten Morgen von den Tupinambá, die das Vorhaben der Europäer bemerkten, getötet und verzehrt wurde, zeigt die monströse und hinterlistige Seite der Ureinwohner Amerikas[41]. An dieser Stelle ist jedoch auch aufzuführen, dass man diese Darstellung mit dem für Léry negativen Glaubensbild der Indianer erklären kann[42]. Trotz dieser Komponenten, kritisiert Léry im Gegensatz zu anderen Forschern, ebenfalls das europäische Weltbild auf die Indianer und schließt eines seiner Kapitel mit den Worten: „(…) Man verabscheue demnach die Grausamkeit der wilden Anthropophagen (…) nicht allzu sehr, denn unter uns gibt es weit mehr (…) schlimmere Elemente(…)“[43]. Mit diesem Hintergrundwissen ist nun der Fokus wieder auf den Künstler de Bry zu legen. Theodor de Bry, der das Werk von Léry gekannt haben muss profitierte vor allem von den anthropophagen Textstellen Lérys. Betrachtet man alle Kupferstiche, die in diesem Kapitel aufgeführt sind, wurde hauptsächlich der Kannibalismus näher thematisiert. De Bry hoffte durch die abstoßende und schockierende Visualisierung der Histoire d´un voyage einen größeren Umsatz zu erzielen (siehe Umsetzung des Sensationsmotivs)[44]. Alleine die Menge an den damaligen Reiseberichten und ihrer Auflagen zeigt deutlich, dass das damalige Interesse an dem vermeintlichen Kannibalismus und der Lebensart der fremden Völker in Amerika groß war und eine große Einnahmequelle versprach[45]. Erinnert sei an dieser Stelle noch einmal an die vorherige Anmerkung, dass sich Theodor de Bry des Kupferstechens bediente, um sein Einkommen aufzubessern.

[...]


[1] Fachterminus für Kannibalen.

[2] Heidi Peter-Röcher, Mythos Menschenfresser, ein Blick in die Kochtöpfe der Kannibalen, München 1998, S. 60.

[3] Röcher, Mythos, S. 62.

[4] Mit der Entdeckung Amerikas 1492 und den Berichten Kolumbus konnte sich der Kannibalenmythos im 16. Jahrhundert vollkommen in den Gedankenkreisen der Europäer manifestieren, siehe Gereon Janzing, Kannibalen und Schamanen, verbreitete Irrtümer über fremde Völker, Löhrbach 2006, S. 12.

[5] Hierbei explizit mit dem Volksstamm der Tupinambá.

[6] Ebenfalls ist zu erwähnen, dass keine Quellen über die Wahrnehmung des Bildmaterials (…) von Zeitzeugen vorhanden sind.

[7] Röcher, Mythos, S. 12.

[8] Der Kupferstich scheint keinen eindeutig zugewiesenen Titel zu haben, da er in verschiedenen Werken jeweils anders benannt wird. Spricht Christian W. Thomsen von „Kannibalischer Bratrost in der Phantasie der Eroberer“, wird der Kupferstich bei Janzing als „Menschenfresseridylle bei den Tupinamba“ bezeichnet. Siehe hierbei: Christian W. Thomsen, Menschenfresser in Mythen, Kunst und fernen Ländern, 1983 Wien, S. 157; Janzing, Kannibalen, S. 10.

[9] Theodor de Bry.

[10] Auch hier gibt es unterschiedliche Datierungen.

[11] Urs Bitterli, Die Entdeckung Amerikas, Von Kolumbus bis Alexander von Humboldt Bremen 1999, S. 120.

[12] Ebd.

[13] Der erste Teil beschäftigt sich mit der Schilderung der Überfahrt, der zweite mit dem Aufenthalt an sich, ebd.

[14] Ebd.

[15] Seine Söhne führten nach seinem Tod das Werk fort, siehe hierbei: Gereon Sievernich, America de Bry, 1590-1634, Amerika oder die Neue Welt, die „Entdeckung“ eines Kontinents in 346 Kupferstichen, Berlin 1990, S. 436-437.

[16] Bitterli, Entdeckung, S. 120.

[17] Rainer Wohlfeil, Methodische Reflexionen zur historischen Bildkunde, in: Historische Bildkunde, Probleme, Wege, Beispiele, Zeitschrift für historische Forschung, Vierteljahresschrift zur Erfoschung des Spätmittelalters u. der frühen Neuzeit, Beiheft 12, 1991 Berlin.

[18] Hierbei sind 4 Frauen, 7 Männer und ein Kind vorhanden.

[19] Siehe hierbei Mann vorne, der Holz nachlegt.

[20] „(…) Diesen Rost mag man bllich für der Wilden Fleisch oder Speisekammer und Essen betrachten, denn man kommt in keine Hütte oder Dorf, da man derselbige nicht voll von gedörrtem Fisch oder Fleisch fände. Es trägt sich auch wohl zu, wie wir hören werden, daß, wenn einer zu den Wilden kommt, er diese Roste voll Menschenfleisch findet, das sie von ihren gefangenen und geschlachteten Feinden , gleich einem Raub, gemacht haben (…)“ Sievernich, America, S. 144.

[21] Matthäus 28,19

[22] Wohlfeil, Methodische Reflexion, S. 26.

[23] Ebd., S. 27.

[24] Ebd.

[25] Markus Klaus Schäffauer, Die Vision der Gegessenen, in: Portugal und das Heilige Römische Reich, 16.-18- Jahrhundert, FontesAmericanae 2, Alexandra Curvelo u.a. (Hrsg.), Lissabon, Wien 2011, S. 42.

[26] Gerhard E. Sollbach, Amerika 1590, Europas erste Bilder von der Neuen Welt, Essen 1992, S. 41.

[27] Ebd., S. 37.

[28] Schäffauer, Vision, S. 212; Bitterli, Entdeckung, S. 172.

[29] Hedwig Röckelein (Hg.), Kannibalismus in europäischer Kultur, in: Forum Psychohistorie, Band 6, Tübingen 1996, S. 131.

[30] Sollbach, Amerika, S. 41.

[31] Annerose Menninger, Die Macht der Augenzeugen, Neue Welt und Kannibalen-Mythos, 1492-1600, Stuttgart 1995, S. 157.

[32] Vergleiche hierbei Ausführungen der Art des Tötens, Verhalten der alten Frauen beim Herrichten von Menschenfleisch; Hans Staden, Wahrhaftige Historia, zwei Reisen nach Brasilien (1548-1555), in Fontes Americanae 1, Kiel 2007. Und: Jean de Léry, Unter Menschenfressern am Amazonas, Brasilianisches Tagebuch, 1556-1558, Tübingen 1977.

[33] Es ist ebenfalls sicherlich kein Zufall, dass de Bry die Kupferstiche bezüglich der Werke von Staden und Léry in einem Werk zusammengelegt hat (3. Buch).

[34] Léry, Unter Menschenfressern, S. 116.

[35] Ebd.

[36] Wolfeil, Methodische Reflexion, S. 27.

[37] Léry, Unter Menschenfressern, S. 11.

[38] Ebd., S. 268.

[39] Bratrost

[40] Léry, Unter Menschenfressern, S. 267.

[41] Ebd. S. 272-273.

[42] Léry folgert aus einer andersartigen religiösen Lebensweise sofort Sünde.

[43] Ebd., S. 275.

[44] Siehe generelle Erfolgsaussichten auf Buchmarkt durch Kannibalismus, siehe hierbei: Röcher, Mythos, S. 129.

[45] Im 16. Und 17. Jahrhundert wurden rund 22 Reiseberichte und andere Schriften in 76 Auflagen verfasst und abgedruckt, die ausschließlich Kannibalismus der indigenen Völker thematisierten, siehe:Röckelein, Kannibalismus, S. 159.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Kannibalen in Reiseberichten. Die Repräsentation indigener Völker am Beispiel von Jean de Lérys “Histoire d´un voyage fait en la terre du Brésil“
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Veranstaltung
Visual History: Die visuelle Konstruktion von Schwarzen und Indigenen in historischen Bildquellen aus Lateinamerika
Note
2,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V371073
ISBN (eBook)
9783668489615
ISBN (Buch)
9783668489622
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jean de Léry, Reiseberichte, Kannibalismus, Amerika
Arbeit zitieren
Alexandra Witte (Autor), 2014, Kannibalen in Reiseberichten. Die Repräsentation indigener Völker am Beispiel von Jean de Lérys “Histoire d´un voyage fait en la terre du Brésil“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371073

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