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Augsburg im Jahr 1368. Die Ursachen und Folgen der Zunfterhebungen und deren Schilderungen in der Chronik des Burkhard Zink

Titel: Augsburg im Jahr 1368. Die Ursachen und Folgen der Zunfterhebungen und deren Schilderungen in der Chronik des Burkhard Zink

Hausarbeit , 2017 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Laurids Breuer (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Zunfterhebungen in Augsburg im Jahre 1368, bei denen sich die Spannungen zwischen dem Patriziat und Handwerkern um die Finanzordnung und die Teilhabe am Stadtregiment entluden. So wurde die Forderung nach der Einführung einer Zunftverfassung laut.

Ziel der Arbeit ist es, zum einen aufzuzeigen, welche Ursachen zu den Aufständen der Zünfte geführt haben und welche Forderungen sie stellten, um die unmittelbaren Folgen beziehungsweise Auswirkungen nachzuvollziehen. Zum anderen soll darauf eingegangen werden, wie sich die Zunftrevolutionen, wie sie in Forschungsarbeiten häufig tituliert werden, in der zeitgenössischen Literatur beschrieben und wiedergegeben worden sind.

Bevor es im Jahre 1368 in Augsburg zum Aufstand mehrerer Zünfte kam, war dieses Phänomen zuerst in Italien aufgetreten. Beginnend in Basel kam es dann zwischen 1226 und 1271 auch in einigen deutschen Städten zu Zunfterhebungen. Als Quelle dient dazu die Chronik des Burkhard Zink, die sich mit der Geschichte der Stadt Augsburg, beginnend mit Zunftaufstand von 1368, beschäftigt hat. Zur Zeit der Aufstände lebte Zink zwar noch nicht, denn er wurde 1396 als Sohn eines wohlhabenden Webers in Memmingen geboren, jedoch stand ihm eine nicht überlieferte Chronik der Stadt Augsburg zur Verfügung. Seine Aussagen, Wertungen und Einstellung werden im Hauptteil geprüft und quellenkritisch eingeordnet. Darüber hinaus soll in diesem Teil der Arbeit der Ablauf, die Forderung und der Ausgang der Zunfterhebungen beschrieben werden. Vorerst soll jedoch der Begriff der Zunft genauer erläutert werden.

Der Begriff „Zunft“ konnte im Mittelalter sowohl als gewerbliche Zunft oder eine Art der Bruderschaft, als auch als politische Zunft oder militärische Einheit verstanden werden. Deshalb soll die Rolle der Zünfte, deren Organisation in den sogenannten Zunfthäusern und besonders deren politische Interaktion geklärt werden. Dazu wird die Begrifflichkeit der Zunfthäuser in einer Passage genauer erläutert. Im abschließenden Fazit sollen die Ergebnisse eingeordnet und gedeutet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik

3. Die Begrifflichkeit „Zunft“

4. Die Zunfterhebung in Augsburg 1368

4.1 Forderungen und Ablauf

4.2 Ausgang und Folgen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen, den Ablauf und die Folgen der Zunfterhebungen in Augsburg im Jahr 1368 auf Basis der Chronik des Burkhard Zink. Dabei wird analysiert, inwieweit soziale Spannungen und wirtschaftlicher Druck das städtische Gefüge veränderten und wie der Chronist diese Ereignisse bewertet.

  • Analyse der politischen Partizipation und Machtverhältnisse in der mittelalterlichen Stadt
  • Untersuchung der Rolle und Definition der „Zunft“ im 14. Jahrhundert
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Chronik des Burkhard Zink als historische Quelle
  • Bewertung der Zunfterhebung 1368 als Motor für verfassungsrechtliche Veränderungen

Auszug aus dem Buch

Die Begrifflichkeit „Zunft“

Der Begriff „Zunft“ wurde durch ein mittelalterliches Verständnis geprägt, wodurch oftmals Probleme der Leser von heute entstehen können. Daher soll hier ein Überblick über die Funktionen, Organisation und die Rolle der Zunft im Stadtgefüge gegeben werden, um daraus die Ursachen und Auswirkungen der Zunfterhebung schlussfolgern zu können. Mittelalterliche Zünfte basierten auf dem Grundprinzip einer geschworenen Einung, in der ein eigenes und autonomes Recht, welches durch Sanktionen geltend gemacht wurde, herrschte. Des Weiteren verfügten sie über eine eigene Gerichtsbarkeit.

Sabine von Heusinger unterteilt die Zunft zudem in vier Kategorien: 1. Die gewerbliche Zunft 2. Die Zunft als Bruderschaft 3. Die politische Zunft 4. Die Zunft als militärische Einheit

Die Zünfte übernahmen innerhalb der mittelalterlichen Stadt ganz unterschiedliche Aufgaben und Funktionen. Sie bildeten berufsständische Vertretungen, übernahmen religiös-karitative Aufgaben, organisierten die politische Partizipation und sorgten für Verteidigungs- und Sicherheitsmaßnahmen. Jedoch übernahmen die vier verschiedenen Bereiche nicht immer deckungsgleich ihre Funktionen und Aufgaben. Häufiger kam es zu Überschneidungen und Verschiebungen in diesen Aspekten in den oben aufgelisteten Kategorien. In den meisten Fällen war die politische Zunft mit der gewerblichen Zunft deckungsgleich, sodass sich auch Sammelzünfte entwickelten, in denen sich mehrere Handwerksgruppen zusammenschlossen und gemeinsam einen Ratsherren benannten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Zunfterhebungen in Augsburg im Jahr 1368 ein und definiert das Forschungsziel sowie die methodische Herangehensweise.

2. Quellenkritik: Hier wird die Chronik des Burkhard Zink analysiert, wobei besonders auf die Struktur, die Entstehung und die subjektive Perspektive des Autors eingegangen wird.

3. Die Begrifflichkeit „Zunft“: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Funktionen und Kategorien von Zünften, um ein besseres Verständnis für deren Rolle in der mittelalterlichen Stadt zu schaffen.

4. Die Zunfterhebung in Augsburg 1368: Dieses Hauptkapitel behandelt die Ursachen der Unruhen, die konkreten Forderungen der Zünfte gegenüber dem Rat und die anschließenden politischen Veränderungen.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die subjektive Haltung des Chronisten Zink zu den Ereignissen.

Schlüsselwörter

Augsburg, Zunfterhebung, 1368, Burkhard Zink, Mittelalter, Zunftverfassung, Rat, Patriziat, Stadtgeschichte, politische Partizipation, Chronik, Machtverhältnisse, Steuerwesen, Zunft, Handwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zunfterhebungen in Augsburg im Jahr 1368 und deren Einfluss auf die städtische Verfassung und die Machtverteilung zwischen Patriziat und Zünften.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Themen gehören die politische Rolle der Zünfte, die soziale Struktur der Stadt im 14. Jahrhundert und die historische Bedeutung der Chronik von Burkhard Zink.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen der Aufstände, die spezifischen Forderungen der Zünfte und deren unmittelbare Folgen für die Augsburger Stadtregierung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der Chronik von Burkhard Zink unter Einbeziehung relevanter geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Ereignisse von 1368, inklusive der Forderungen der Zünfte und der resultierenden Veränderungen der Ratsverfassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Augsburg, Zunfterhebung, Burkhard Zink, Mittelalter, Zunftverfassung, Patriziat und politische Partizipation.

Wie bewertet der Chronist Burkhard Zink die Zunfterhebungen?

Zink zeigt sich in seiner Chronik als Befürworter der Zunfterhebung von 1368, da er diese als konstruktiven Weg zur Lösung städtischer Probleme darstellt, obwohl er bei späteren Ereignissen eine kritischere Haltung einnimmt.

Warum spielt der soziale Status des Chronisten eine Rolle für die Darstellung?

Die Untersuchung zeigt, dass Zinks Schilderungen stark von seiner eigenen sozialen Herkunft und seinen persönlichen Erfahrungen als wohlhabender Kaufmann beeinflusst sind, was zu einer subjektiven Perspektive auf die Ereignisse führt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Augsburg im Jahr 1368. Die Ursachen und Folgen der Zunfterhebungen und deren Schilderungen in der Chronik des Burkhard Zink
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Laurids Breuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V371114
ISBN (eBook)
9783668501560
ISBN (Buch)
9783668501577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Augsburg Burkhard Zink Zunft Zunftaufstände Geschichte Mittelalter Zünfte Chronik 14. Jahrhundert 1368
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laurids Breuer (Autor:in), 2017, Augsburg im Jahr 1368. Die Ursachen und Folgen der Zunfterhebungen und deren Schilderungen in der Chronik des Burkhard Zink, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371114
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Leseprobe aus  13  Seiten
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