Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie

Zu den theoretischen Ansätzen von J. M. Keynes und der aktuellen Empirie


Seminararbeit, 2016

75 Seiten, Note: 17,00


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
I. Einleitung
II. Historische Entwicklung der Volkswirtschaftslehre
1. Antike
2. Römisches Reich, Mittelalter und Merkantilismus
3. Paradigma nach Thomas S. Kuhn
4. Die Klassische Theorie
a) Eigeninteresse des Individuums entsprich dem Gemeininteresse
b) Wachstum, Geld und Zins
c) Der Marktmechanismus
aa) Nachfragekurve
bb) Angebotskurve
cc) Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage
dd) Marktkonträrer Eingriff
ee) Marktkonformer Eingriff
d) Rolle des Staates
e) Arbeitsteilung
f) Produktionsmittel
g) Arbeitsmarkt

B. Neoklassische Theorie vor Keynes
I. Die Grenznutzenschule
1. Das erste Gossen´sche Gesetz
Exkurs:
2. Das zweite Gossen´sche Gesetz
3. Gossen und die Begründung der Grenznutzenschulen
II. Gleichgewichtstheorie von Walras
III. Preis-Mengen-Diagramm nach Marshall

C. Denkschule des Keynesianismus – J. M. Keynes
I. Arbeitslosigkeit – Probleme der bisherigen Ansätze
II. (weitere) Widerlegung des Sayschen Theorems
1. Die aggregierte Angebotsfunktion
2. Die aggregierte Nachfragefunktion
3. Die Konsumfunktion
a) Objektive Faktoren sind:
b) Subjektive Faktoren sind:
c) Die marginale Konsumneigung
d) Der Multiplikatoreffekt
e) Das Sparen der Haushalte
4. Zusammenhang zwischen Sparen und dem Zins
5. IS- und LM-Modell
6. Der Arbeitsmarkt
III. Zusammenfassung
IV. Keynes und ein gesetzlicher Mindestlohn

D. Neoklassische Theorie nach Keynes
I. Mikroökonomik
II. Makroökonomik
III. Die Lohnfindung in der Neoklassischen Theorie
IV. Die Neoklassik und ein gesetzlicher Mindestlohn

E. Forschung in der Volkswirtschaftslehre und der Mindestlohn in der Realität

F. Fazit

Vorwort

Ist es die Aufgabe des Staates, in einer Gesellschaft mit freiheitlich demokratischer Grundordnung trotz der Privatautonomie als elementarer Mechanismus dieser, im Bereich des Privatrechts für ein Mindesteinkommen einzelner Bürger zu sorgen und zumindest partiell, entgegen aller Grundsätze in das freie Spiel konkret gegenüberliegender Interessen zugunsten einer Partei einzugreifen?

Die seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns[1] im Jahr 2015 in der Bundesrepublik Deutschland[2] oftmals emotional geführte Debatte[3] offenbart die Komplexität der Thematik und verneint die Möglichkeit, eine einfache Antwort auf die Sinnhaftigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns zu geben.

Vielmehr, so scheint es, kann ein gesetzlicher Mindestlohn nur Ergebnis einer Abwägung der verschiedenen Argumente sein. Inwiefern die einzelnen Argumente aber von belastbarer Struktur sind, muss anhand einer jeweils isoliert geführten Analyse erfolgen.

Neben eher philosophischen Fragen, wie der nach Gerechtigkeit, nehmen insbesondere ökonomisch begründete Ansichten ein breites Feld im öffentlichen Diskurs ein.

Besonders von Seiten der Gegner eines gesetzlichen Mindestlohns wurde vor dessen Einführung vor einer nachhaltigen Schädigung der deutschen Wirtschaft gewarnt.[4]

Obwohl die hierbei vorhergesagten Szenarien bisher nicht eingetreten sind,[5] hat die öffentliche Beachtung für die dieser Warnungen zugrunde liegenden Argumente nicht abgenommen.

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die gängigen ökomischen Argumente in der Debatte um die Sinnhaftigkeit eines Mindestlohns zu untersuchen. Das Ergebnis soll hierbei ausdrücklich nicht sein, einen Mindestlohn ausschließlich aufgrund eines theoretischen Konstrukts zu bewerten. Vielmehr sollen die beiden gängigen Denkschulen der Ökonomik zu einer Aussage gebracht werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im letzten Kapitel mit den Erkenntnissen der Realität verglichen.

Konkret widmet sich daher die vorliegende Arbeit dem Ablauf der Lohnfindung in der neoklassischen Wirtschaftstheorie in einem vollkommenen Markt mit vollständiger Konkurrenz, dem Prozess der Lohnfindung nach J. M. Keynes und der Anwendung dieser beiden Denkschulen auf das Konstrukt eines gesetzlichen Mindestlohns. Zum Ende folgt ein Vergleich der vorherigen Kapitel mit der Veränderung des Grades der Beschäftigung in Deutschland seit der Einführung des Mindestlohns.

Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre

I. Einleitung

Die wissenschaftliche Disziplin der Volkswirtschaftslehre ist der Oberbegriff für Teilbereiche der Wirtschaftswissenschaften.[6] Untersucht werden hierbei Erscheinungen und Zusammenhänge des Wirtschaftslebens in Gesellschaften.[7] Aufgrund dieser Auseinandersetzung mit „Realitäten“ wird die Volkswirtschaftslehre zur Abgrenzung zu den Formalwissenschaften auch als Realwissenschaft bezeichnet.[8] Abgeleitet wird das Wort Volkswirtschaft vom griechischen Wort für Haus oikos bzw. dem griechischen Wort für Haushaltsführung oikonomia,[9] womit in der Antike hauptsächlich einzelwirtschaftliche Fragestellung von Haushalten gemeint waren. Der Begriff Ökonomie steht in der Neuzeit als Synonym für eine Volkswirtschaft[10] und die Bezeichnung Ökonomik für die Wissenschaftsdisziplin Volkswirtschaftslehre, wobei der Begriff Ökonomie regelmäßig lediglich als Wirtschaft übersetzt wird, bzw. der englische Ausdruck economics zurückgehend auf Jevons[11] genutzt wird und somit hieraus eine dem Sinn nach identischen Verwendung der Begriffe Ökonomik und Ökonomie folgt.[12] Ebenfalls üblich waren besonders im 19. Jahrhundert die Begriffe Politische Ökonomie,[13] sowie als Synonym für die Klassische Theorie[14] der Begriff Nationalökonomie.[15]

Gegenstand des (heutigen) ökonomischen Denkens ist die These der Knappheit von Gütern und der hieraus folgenden Frage, wie diese Knappheit mit den Bedürfnissen der verschiedenen Akteure vereint werden kann.[16] Aus dieser Aufgabenstellung selbst folgt das oftmals als ökonomisch bezeichnete Denken und Handeln unter Aspekten der Effizienz, also der Eigenschaft, „dass eine Gesellschaft aus ihren knappen Ressourcen das meiste herausholt.“ [17] Abstrakt formuliert bedeutet das die Ausschöpfung aller Möglichkeiten, um Menschen besser zu stellen, ohne dass andere Menschen schlechter gestellt werden.[18]

Die Volkswirtschaftslehre selbst untergliedert sich, abhängig von der Ebene der Betrachtung, in zwei Teilbereiche. Die Mikroökonomik untersucht hierbei einzelne, am Wirtschaftsleben beteiligte, Akteure bezüglich deren Verhalten unter bestimmten Rahmenbedingungen,[19] sowie deren Zusammenwirken auf den jeweiligen Märkten.[20] Die Makroökonomik setzt eine Ebene höher an und aggregiert einzelne Akteure einer Gruppe, um so gesamtwirtschaftliche Aspekte zu untersuchen.[21]

Auch wenn eine Vielzahl ökonomischer Forschungen de facto bereits aufgrund des Gegenstandes der wissenschaftlichen Analyse politische Auswirkungen hat, und je nach Definition des Kritikbegriffs als per se normativ gelten kann, sehen sich die meisten Ökonomen als lediglich positive Ökonomik betreibend, d. h. nur die Realität beschreibend, und nicht in der Rolle präskriptiv Aussagen zu erheben, d. h. normativ orientiert zu arbeiten.[22]

Ausgehend von diesem Selbstverständnis, untergliedert sich die heutige Volkswirtschaftslehre in verschiedene Denkschulen. Abhängig von der jeweiligen Zuordnung unterscheiden sich sowohl die Art der Forschung, als auch die Anzahl der bereits als gültig anzusehenden Annahmen der jeweiligen zur Forschung und Wissenschaft genutzten Modelle und die inhaltliche Ausrichtung der den Modellen vorstehenden Bedingungen. Weder die einzelnen Bereiche der Volkswirtschaftslehre, noch deren Modelle und schon gar nicht die einzelnen Denkschulen, können ohne den Hintergrund der ökonomischen Ideengeschichte und die, besonders in den letzten 150 Jahren stattgefundene, ständige Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und der Volkswirtschaftslehre als Teil dieser, betrachtet werden.

Im Folgenden wird daher zuerst die für die Arbeit relevante historische Entwicklung der Volkswirtschaftslehre dargestellt, dann deren Aktualität für die Gegenwart erläutert und darauf aufbauend dargelegt, wie die Forschung in der Volkswirtschaftslehre in der Gegenwart funktioniert. Dies wiederum dient als Grundlage für die Erläuterung der beiden größten Denkschulen, der Neoklassischen Wirtschaftstheorie (Kapitel B.) und des Keynesianismus (Kapitel C.).

Da nur mit dem Verständnis für die historische Entwicklung der Ökonomik die folgenden Abhandlungen eingeordnet werden können und diese Arbeit im Kontext des Seminarthemas betrachtet dieses Verständnis erfordert, ist diese Vorgehensweise gewählt und soll so, ein in sich geschlossenes Werk schaffen.

II. Historische Entwicklung der Volkswirtschaftslehre

„Unter der Geschichte der ökonomischen Analyse verstehe ich die Geschichte der Versuche des Menschen, auf intellektueller Ebene ökonomische Phänomene zu verstehen oder mit anderen Worten: die Geschichte der analytischen oder wissenschaftlichen Aspekte ökonomischen Denkens.“[23] Mit diesen Worten beginnt Schumpeter das erste Kapitel der „Geschichte der ökomischen Analyse“. Die von ihm vertretene Vorgehensweise, orientiert an der Geschichte der ökonomischen Theorie und somit an dem sich über Jahrhunderte veränderten intellektuellen Konstrukt „hinter“ der Wissenschaft, die Volkswirtschaftslehre zu verstehen, bietet das Konstrukt für diesen Abschnitt. Bewusst wird hierbei der Fokus nur auf aus Sicht der Debatte dieser Arbeit relevanten Theorien und Theoriebausteine gelegt werden.

1. Antike

Der Ursprung der Ökonomik der westlichen Welt wird heute übereinstimmend im antiken Griechenland gesehen.[24] Erste Auseinandersetzungen mit einfachen ökonomischen Fragestellungen waren poetischer oder rein beschreibender Art.[25] Einfache Formen von Arbeitsteilung wurden bereits von Xenophon (430 bis 354 v. Chr.) beschrieben und bei Platon finden sich erste Auseinandersetzungen mit Fragen des Tausches, hieraus abgeleitet der Gerechtigkeit und der Güterverteilung.[26] Die ersten analytische Ansätze in Bereichen der heutigen Sozialwissenschaften, sowie das Herausarbeiten einzelner Problematiken dieser, sind bei Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) zu finden. Als erster Autor erkannte er im Bereich der Ökonomik den Unterschied zwischen Gebrauchs- und Tauschwert,[27] schrieb Geld die Aufgabe der Wertaufbewahrung zu und erkannte das Phänomen von Wertschwankungen und der Möglichkeit eines folgenden Wertverlustes.[28]

Aristoteles behandelte zwar als erster Autor den Bereich der Wirtschaft zumindest partiell als selbstständigen Bereich,[29] allerdings ist strittig, ob seine Auseinandersetzung differenziert genug war, um als Entdecker der Ökonomie i. S. d. heutigen Verständnisses zu gelten.[30]

Ein Argument dagegen ist, dass die Ökonomik bei Aristoteles lediglich eine „ Art Hilfsdisziplin der aus Politik und Ethik bestehenden „praktischen Philosophie“ darstellt.“ [31]

Beachtet werden muss jedoch der Kontext der Zeit. Die Vorläufer der Volkswirtschaftslehre hatten die Frage der Gerechtigkeit wesentlich zentraler im Fokus,[32] als die heutige Ökonomik. Sie waren an der Frage „wie“ die Gesellschaft sein soll ausgerichtet und sind daher in der Methodik gegensätzlich zur heute mehrheitlich vertretenen positiven Ökonomik. Aristoteles Abhandlungen zur verteilenden und ausgleichenden Gerechtigkeit[33] hatten in seinen Schriften eine ähnliche Stellung wie das später entwickelte Rationalitätsprinzip in der Ökonomik, unterscheiden sich aber inhaltlich elementar von diesem.[34] Sicherlich ist es übertrieben, Aristoteles als ersten Ökonomen zu bezeichnen, jedoch waren seine Werke über Jahrhunderte Grundlage aller Sozialwissenschaftlichen Abhandlungen, weshalb seine Schriften zumindest mittelbar in die heutige Ökonomik wirken.

2. Römisches Reich, Mittelalter und Merkantilismus

Obwohl aus der Zeit der Römischen Reiche einzelne Abhandlungen, insbesondere zur Schnittstelle des Römischen Rechts mit der Ökonomik,[35] überliefert sind, kann dieser historische Abschnitt aus heutiger Sicht eher vernachlässigt werden. Ebenso wie wirtschaftstheoretische Überlegungen aus dem Mittelalter waren diese oftmals auf die griechischen Abhandlungen aufbauend[36] und entsprechend, wie z. B. bei Thomas von Aquin, stark vom Gerechtigkeitsdenken geprägt,[37] so lieferten sie für das ökonomische Theoriekonstrukt keinen weitreichenden Mehrwert.

Die erste, sich ausschließlich mit wirtschaftswissenschaftlichen Fragen beschäftigende, akademische Denkschule, ist die des Merkantilismus (ca. 16. bis 18. Jahrhundert).[38] Charakteristisch für diese Zeit waren beständige Nationalstaaten mit entsprechenden Volkswirtschaften,[39] in denen der Handel an Bedeutung gewann[40] und die Wirtschaftspolitik dem Staate bzw. dessen Wohlfahrt diente.[41] Mittel hierzu waren Importbeschränkungen und Exportförderungen,[42] somit diente die Ökonomik der Wirtschaftspolitik, im speziellen der Außenhandelspolitik[43] und der wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Landes.[44] Dieser Intention untergeordnet waren ebenso die Geldpolitik,[45] sowie der Devisenhandel.[46]

Erwähnt werden muss allerdings, dass die Autoren dieser Zeit kein einheitliches Theoriekonstrukt vertraten und daher nicht als einheitliche Denkschule zu bezeichnen sind.[47] Vielmehr lässt sich sagen, dass jeder Autor abhängig vom Kontext seines Landes Lösungen für spezifische Probleme suchte. Gewissermaßen war die Ökonomik so dem nationalstaatlichen Interesse untergeordnet.[48] Gleichwohl lässt sich abstrakt ein vergleichbares „ Bündel wirtschaftspolitischer Leitvorstellungen“ erkennen.[49]

Im Bereich der Methodik waren es italienische Merkantilisten, die im 18. Jahrhundert ökonomische Aussagen mathematisch in Formeln ausdrückten und so erste Modellberechnungen entwickelten.[50]

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich in Frankreich die Strömung der Physiokraten.[51] Obwohl diese Schule eher ein Randdasein führte, müssen zwei für die spätere Ökonomik elementare Ansätze erwähnt werden. Die Physiokraten entwickelten mit dem „Tableau économique“ ein erstes in Sektoren unterteiltes Kreislaufmodell, welches Keynes später als Grundlage diente.[52] Dieses Modell wurde untergliedert in Pächter (= Landwirtschaft), welche einen Rentenertrag erzeugten, in Grundbesitzer, die den Boden fruchtbar machten, sowie Kaufleute und Gewerbetreibende. Arbeiter und Tagelöhne hatten mangels wirtschaftlicher Betätigung i. S. d. Produktion keinen Einfluss.[53] Die jeweiligen Sektoren wurden aggregiert betrachtet, d. h. die Summe der einzelnen Akteure eines Sektors und nicht ein einzelner Akteur wurde aufgeführt.[54] Aus dieser Überlegung folgt die folgende Darstellung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

L = Livres (Geldeinheit) Abb. 1:[55] Tableau économique

Erläuterung:

1. Die Pächter erhalten zu Beginn des Wirtschaftsjahres einen Kredit i. H. v. 2000 L.
2. Die Pächter kaufen für 1000 L Güter beim Handwerk (Pflüge, etc.).
3. Die restlichen 1000 L geben sie für Löhne etc. aus.
4. Mit 1. beginnen die Pächter zu produzieren und verkaufen den Grundbesitzern Güter im Wert von 1000 L. Die Grundbesitzer haben dieses Geld aus den Pachteinnahmen des Vorjahres (nicht eingezeichnet).
5. Zwei mal 1000 L erhalten die Pächter durch Verkauf an die Handwerker.
6. Die Pächter produzieren weitere Güter für 1000 L, die sie als weitere Eigenleistung verbrauchen
7. Analoge Interpretation der Einnahmen und Ausgaben der Handwerker.

Interpretation: Pächter haben Einnahmen i. H. v. 5000 L und ein ebenso hohes Produktionsvolumen = Eigenverbrauch (2000 L) + Verkauf an Grundbesitzer (1000 L) + Verkauf an Handwerk (2000 L)

→ Der Eigenverbrauch i. H. v. 2000 L = der Kredit i. H. v. 2000 L.

→ Den Einnahmen i. H. v. 5000 L der Pächter stehen Ausgaben (Kosten) i. H. v. 3000 L (= 1000 L beim Handwerk + 2000 L Eigenverbrauch) gegenüber. Somit beträgt der Gewinn 2000 L, welcher als Pacht an die Grundbesitzer zurückfließt.

Obwohl die heutige Makroökonomik i. d. R. auf J. Mayred Keynes zurückgeführt wird, darf nicht verkannt werden, dass es das „Tableau économique“ war, das Keynes als Grundlage für sein Modell des Wirtschaftskreislaufes und der Unterteilung einer Volkswirtschaft in Sektoren, diente.

Somit lassen sich die ersten makroökonomischen Überlegungen i. S. d. heutigen Verständnisses auf die Physiokraten zurückführen.

3. Paradigma nach Thomas S. Kuhn

An dieser Stelle der Arbeit wird zur Erleichterung der systematischen Einordnung der nachfolgenden Abschnitte bewusst die Theorie der „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“[56] von Thomas S. Kuhn eingeführt. Nach Kuhn bildet eine ausgereifte Wissenschaft ein Paradigma, welches von der Mehrzahl der Angehörigen der Wissenschaftsdisziplin vertreten wird.[57] Ein solches Paradigma kann jede einzelne Ansicht, aber auch eine ganze Theorie sein, zu der in der Wissenschaft (genauer: einer Gemeinschaft in einer Wissenschaft[58] ) Konsens besteht.[59] Bestand hat ein solches Paradigma aber nur, solange dieses ohne Widersprüche anwendbar ist.[60] Reicht ein Paradigma nicht mehr aus, so wird es von einem neuen Paradigma ersetzt, welches die Fragen, an denen das vorherige Paradigma scheiterte, klären kann.[61] Eine solche Revolution [62] kann sowohl klein, d. h. nur ein untergeordnetes Fachgebiet berührend, als auch groß sein.[63] Der Übergang zu einem neuen Paradigma geht nach Kuhn zwangsläufig mit einem Regelbruch der bisherigen Methoden einher.[64] Die Ansicht von Kuhn ist nicht gleichzusetzen mit dem weit verbreiteten klassischen Bild einer linearen Wissensakkumulation.[65] Die Anwendbarkeit der Theorie von Kuhn auf die Ökonomik ist allerdings umstritten[66] und Kuhn selbst schränkt die Anwendbarkeit stark ein.[67] Rothschild führte hierzu aus: „Auch soweit Wandel stattfindet, vollzieht er sich nicht in einigermaßen geradliniger Folge, wie das bis zu einem gewissen Grade in den Naturwissenschaften der Fall ist, wo ein sich als unzulängliche erweisendes Theoriegebäude (Paradigma) allmählich durch ein brauchbareres ergänzt und schließlich verdrängt wird. Vielmehr bleiben in der Ökonomie verschiedene Basistheorien (Paradigmen) – teils einander ergänzend, teil miteinander konkurrierend – nebeneinander bestehen, jede in weiterer Entwicklung (im engeren Sinn) begriffen und immer wieder zu neuer Konfrontation mit den alternativen Systemen herausgefordert.“[68] Betrachtet man jedoch partielle Entwicklungen des Konstrukts ökonomische Theorien und die Entwicklung der Basistheorien, macht es durchaus Sinn, die Historie der Ökonomik – zumindest bezüglich einzelner Paradigmen bzw. Theoreme - aus der „Brille“ der Theorie von Kuhn zu betrachten. Auch Rothschild stimmt dem partiellen Zutreffen des Prozesses von Paradigmata nach Kuhn zu,[69] möchte diesen aber vielmehr um seine Aussage erweitern, hin zu einer „Multi-Paradigmen-Wissenschaft“.[70] Im Folgenden wird daher zur Erklärung der Entwicklung einzelner Theoreme immer wieder den Begriff des Paradigmas und den darin inbegriffenen Prozess zurückgegriffen.

Betrachtet man die zwar konkret unterschiedlichen, aber abstrakt vergleichbaren Varianten des Merkantilismus, kann somit sehr wohl von einem (eingeschränkt gültigen) Paradigma die Rede sein.[71]

4. Die Klassische Theorie

Die heutige Ökonomik als Wissenschaft findet ihre Anfänge im 18. Jahrhundert.[72] Adam Smith gilt mit seinem Werk „ Der Wohlstand der Nationen “ als der Hauptvertreter der Anfangszeit.[73] Gleichwohl dieses Werk viele bereits bekannte Ansichten beinhaltet,[74] war es durch seine Gesamtheit zur Begründung eines neuen Paradigmas geeignet, konkret, dem Paradigma der „Klassischen Schule“.[75] Smith sah den Merkantilismus besonders bezüglich der wirtschaftlichen Aktivitäten im Außenhandel als eine einheitliche Denkschule,[76] wandte sich mit seinen Veröffentlichungen gegen diese und formulierte so erst die Einheit des Merkantilismus,[77] um dessen abstrakte Grundsätze zu widerlegen. Smith ging methodisch deskriptiv,[78] und nicht wie zu seiner Zeit oftmals üblich normativ, vor.[79] Somit kann sein Werk in den Bereich der positiven Ökonomik zugeordnet werden.

Weitere, auf Smith aufbauende und aus heutiger Sicht wichtige Beiträge zur Klassischen Schule, kamen von Ricardo (1772-1823) und Say (1767 – 1823). Ricardo gilt mit seinem Werk „ Principles of Political Economy and Taxation “ als Vollender der Klassischen Theorie.[80]

Die Klassische Schule lässt sich zu einigen Grundtheoremen zusammenfassen, welche noch heute eine entscheidende Rolle in der Ökonomik spielen:

a) Eigeninteresse des Individuums entsprich dem Gemeininteresse

Entscheidende Antriebsfeder des Systems ist nach Smith das individuelle Interesse des Einzelnen: „Nicht von dem Wollwollen des Fleischers, Brauers und Bäckers erwarten wir unsere Mahlzeit, sondern von ihrer Bedachtnahme auf ihr eigenes Interesse. Wir wenden uns nicht an ihre Humanität, sondern an ihren Egoismus, und sprechen ihnen nie von unseren Bedürfnissen, sondern von ihren Vorteilen.“[81]

So wisse der einzelne Unternehmer, wie er sein (Finanz-) Kapital einsetzen müsse, um den höchsten Gewinn in seinem Interesse zu erzielen.[82] Hierdurch wird gleichzeitig, quasi ungewollt, auch das Gemeinwohl durch Steigerung des Jahresertrages und des Volkseinkommens erhöht. Hieraus folgt noch heute die Grundannahme des rational handelnden Akteurs, dem homo oeconomicus. Dieses Theorem durchdringt zwar die gesamte Volkswirtschaftslehre, spielt aber besonders in der Mikroökonomik eine entscheidende Rolle, da es Grundlage für alle rational orientierten Überlegungen und Modellberechnungen ist. Beispielsweise das aus der Rationaltheorie abgeleitete nutzenmaximierende Verhalten des Konsumenten im Rahmen der Definition von Präferenzen[83] der Nachfrageseite oder im Rahmen der Berechnungen der Produktionsfunktion die Berechnung von Kostenminimierungen.[84]

b) Wachstum, Geld und Zins

Zur Zeit des Merkantilismus herrschte die Ansicht vor, der Wohlstand einer Nation bemesse sich an seinem Gold und Silber.[85] Entsprechend wurde eine wachsende Handelsbilanz, unter der Voraussetzung sie führe zu mehr Gold und Silber, als Grundlage einer Zunahme des Wohlstandes gesehen.[86]

Smith widersprach dieser Ansicht, da er

1) Edelmetalle als Gut wie andere Handelsgüter betrachtete.[87] Für ihn war vielmehr die Gesamtheit der gehandelten Güter ausschlaggebend, welche er in Geld bemaß.

2) Außerdem bestand bei den Klassischen Ökonomen die Auffassung, der Marktmechanismus[88] würde automatisch den Bedarf nach Geld decken, weshalb ein Eingriff über eine Steuerung der Handelsbilanz nicht notwendig wäre.[89]

Die Klassiker sahen das Wachstum des Wohlstandes gemessen in Geld als Grundlage für die Erweiterung der Produktion, welche zu einer Wohlstandsvermehrung führt.[90] Sie vertraten aber die Auffassung, eine gesteuerte Erhöhung der Geldmenge (bei nicht vorhandenem Goldstandard) führe lediglich zu Inflation, aber nicht zu mehr Wachstum, da hierdurch nicht mehr produziert würde und sei auch nicht notwendig, da der Markt die Nachfrage nach Geld (für Investitionen) bedienen würde. Geld wurde also, bezogen auf das Wachstum, in seiner Wirkung als gewissermaßen „neutral“ angesehen. Argumentiert wurde dies mit der Aussage der Quantitätstheorie,[91] welche in ihren Grundzügen auf Bodin (1530-1596) zurückzuführen ist,[92] und aussagt, dass eine Steigerung der Geldmenge lediglich zur Inflation führt, nicht aber die produzierte Gütermenge erhört:

p * H = M →Preisniveau * Handelsvolumen = Geldmenge

Die heutige Variante der Quantitätstheorie geht auf Fisher (1867-1947) zurück[93] und beachtet auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes:

P * H = M * U → Preisniveau * Handelsvolumen = Geldmenge * Umlaufgeschwindigkeit

Smith unterschied die Funktion des Geldes ebenfalls in das eines Tauschmittels und eines Wertmessers.[94] Ebenso wie Ricardo[95] sah er also den Unterschied zwischen dem Gebrauchs- und dem Tauschwert, wobei der Tauschwert dem Preis entsprach. Die Klassiker vertraten einen objektiven Wertbegriff, was aus der objektiven Interpretation des Gebrauchswertes geschlussfolgert wurde,[96] wohingegen der Tauschwert lediglich als der im Tausch zu realisierende Wert gesehen wurde.[97] Smith sah jedoch das Paradoxon bezüglich des Tauschwertes von Gütern wie Diamanten, die (fast) keinen Gebrauchswert haben, aber dennoch einen hohen Tauschwert besitzen.[98] Diese Erkenntnis wurde als Werteparadox der Klassiker bezeichnet.[99]

Der wissenschaftliche Übergang zwischen den Merkantilisten und den Klassikern lässt sich aus heutiger Sicht wie folgt darstellen und als einen Paradigmenwechsel formulieren:

Im Merkantilismus sollte eine aktive Handelsbilanz Edelmetalle beschaffen und so die Geldmenge erhöhen (auch um die Nachfrage zu stärken).[100] Diese Sichtweise wurde später von Keynes teilweise aufgegriffen[101] und kann als erste zumindest partiell Nachfrageorientierte Denkschule bezeichnet werden. Die Klassiker sahen hingegen die Produktion und somit die Angebotsseite als entscheidend an. Begründet wurde dies mit folgender Kausalkette:[102]

- Entscheidend für eine Wohlstandsmehrung ist die Produktion
- Um produzieren zu können, muss (Finanz-) Kapital investiert werden.[103]
- Wer überschüssiges Kapital hat, spart dieses.
- Kapital muss sich auf dem (in heutiger Terminologie) Finanzmarkt geliehen werden.

Hieraus folgt:

Sparvermögen = Investitionen

→ nur das gesparte Geld kann für Investitionen zu Verfügung stehen.[104]

Folglich muss gespart werden, wenn die Volkswirtschaft wachsen soll.

Say formulierte, aufbauend auf Smiths Ausführungen zur Wichtigkeit der Angebotsseite,[105] im Jahr 1803 das nach ihm benannten Saysche Theorem. Nach diesem wird in einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft nur produziert, wenn die hergestellten Güter auch abgesetzt werden sollen.[106] Das Theorem wird üblicherweise wie folgt formuliert: „Jedes Produkt schafft sich (zumindest langfristig[107] ) selbst seine Nachfrage.“[108] Das Saysche Theorem galt als gültig auf den Märkten für Güter-, Kapital und Arbeit[109] und wurde für den Fall, dass ein Gleichgewicht kurzfristig nicht zustande kommt so interpretiert, dass der Marktmechanismus ein (also mittel- bzw. langfristig) Gleichgewicht herstellt.[110] Die Modifikation der ökonomischen Analyse hin (auch) zu langfristigen Betrachtungen, ist auf Ricardo zurückzuführen,[111] wodurch scheinbare Widersprüche der Klassischen Theorie, welche bei nur kurzfristiger Betrachtung eines Marktes auftauchten (Marktungleichgewichte), aufgelöst bzw. erklärt werden konnten.

Bezüglich der Rolle des Geldes und der Frage nach der für das Wachstum entscheidenderen Seite des Marktmodelles, lösten die Klassiker also zumindest partiell einen Paradigmenwechsel aus. Hingegen sahen auch sie Wachstum, wenn auch im Detail anders in der Definition als die Merkantilisten, als unumstößlich für eine Steigerung des Wohlstandes eines Landes. Dieses Paradigma stärkten die Klassiker also.

c) Der Marktmechanismus

Die Klassiker gingen von einem natürlich begründeten Marktmechanismus aus. Dies meint, dass sich das Angebot eines Gutes und die Nachfrage nach einem Gut automatisch (wie von einer unsichtbaren Hand geleitet) bei einem Punkt der Übereinstimmung treffen.[112] An diesem Punkt wird der Markt geräumt, d. h. alle angebotenen Güter können abgesetzt werden und keine Nachfrage bleibt unbefriedigt. Angebotsüberhänge, also nicht abgenommene Produktionen, oder Nachfrageüberhänge, d. h. nicht befriedigte Nachfragen, sind nicht vorhanden. Zur Beschreibung dieses Prozesses wird häufig die Metapher der „unsichtbaren Hand“ aufgeführt.[113]

Auch dies muss im Kontext der Zeit gesehen werden. Der Ursprung der Klassischen Schule liegt in der Zeitspanne des Endes des Zeitalters des Merkantilismus, in welchem der Staat aus subjektiver Sicht zum Wohle der Nation die Wirtschaft reglementierte.[114] Gerade im Bereich des Außenhandels sah Smith die Vorteile eines freien Marktes („laissez faire“[115] ) gegenüber den staatlichen Eingriffen des Merkantilismus und beschrieb die Vorteile des Marktmechanismus gegenüber Importbeschränkungen einerseits und Ausfuhrförderungen andererseits. Smith stellte auf das Bespiel des Getreidehandels ab und führte aus, dass ein freier Markt zwischen Nationen zu Versorgung aller Länder mit Getreide führen würde,[116] also die Bedürfnisse aller Beteiligten trotz Knappheit von Gütern befriedigt seien.

Smith formulierte die Theorie des absoluten Kostenvorteils, nach welcher eine Nation die Produktion auf das Gut konzentrieren sollte, welches es am produktivsten bzw. produktiver als ein anderes Land herstellen kann. Durch den Freihandel zwischen den Ländern können nach Smith die Bedürfnisse alle Länder befriedigt werden und es wird keine Produktivität verschwendet werden.[117] Der wissenschaftliche Durchbruch des Freihandels geht allerdings auf Ricardos Theorie zum komparativen Kostenvorteil zurück. Ricardo vertiefte Smiths Ausführungen zum Außenhandel und zeigte mit seiner Theorie des komparativen Kostenvorteils auf, dass der Handel zwischen zwei Ländern für beide auch dann sinnvoll ist, wenn eines der beiden Ländern dem anderen Land in der Produktivität bzgl. aller Güter überlegen ist.[118]

Beispiel der Produktion und des Handels zwischen England und Portugal von Tüchern und Wein:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Produktivität England und Portugal[119]

Interpretation: Portugal hat einen absoluten Kostenvorteil bei der Produktion von Wein und Tuch gegenüber England.

Konzentriert Portugal seine Produktion auf Wein und England auf Tuch:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: komparativer Kostenvorteil England und Portugal[120]

Interpretation: Wenn sich England und Portugal aber auf die Produktion des Gutes konzentrieren, welches sie jeweils produktiver herzustellen im Stande sind, stehen beiden Ländern mehr Güter zur Verfügung. Bei (Frei-) Handel werden die Bedürfnisse beide Länder nach den beiden Gütern trotz dessen, dass nicht alle Güter inländisch produziert werden,[121] befriedigt und die Wohlfahrt in beiden Ländern steigt. Hieraus folgt, dass sich (Frei-) Handel auch in anderen (mehr) Fällen, als in denen mit einem absoluten Kostenvorteil, für die beteiligten Länder lohnt. Diese Ansicht wird noch heute mehrheitlich in der Ökonomik vertreten.[122] Die Ausführungen der Klassischen Ökonomen zum Außenhandel sind in den Bereich der Makroökonomik einzuordnen, die automatische Tendenz eines Marktes zum Gleichgewicht spielt hingegen heute in der Mikroökonomik die größere Rolle. Die Annahme, auf Märkten bestünde ein automatischer Mechanismus zum Gleichgewicht ist seitdem Grundlage für die Forderung, der Staat möge marktkonträre[123] Eingriffe, d. h. Eingriffe durch Höchst- oder Mindestpreise /-mengen die den Mechanismus außer Kraft setzen,[124] unterlassen.[125] Diese werden häufig vielmehr als Ursache für Marktversagen, d. h. das Fehlen eines Gleichgewichtes, interpretiert.[126] Grafisch[127] lässt sich der Marktmechanismus wie folgt darstellen:[128]

aa) Nachfragekurve

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. 4: Nachfragekurve

Die Nachfragekurve (hier: eines Haushaltes) nach Broten bildet alle möglichen Kombination von Preis und Menge ab, d. h. zu welchem Preis der Haushalt (Nachfrager) welche Menge des Gutes kaufen würde.

bb) Angebotskurve

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abb. 5 Angebotskurve

Die Angebotskurve (hier: eines Unternehmens) von Broten bildet alle möglichen Kombination von Preis und Menge ab, d. h. zu welchem Preis das Unternehmen (Anbieter) welche Menge des Gutes produzieren (um diese zu verkaufen) würde.

[...]


[1] Auf den folgenden Seiten wird stellenweise nur der Begriff Mindestlohn anstelle gesetzlicher Mindestlohn verwendet. Beide Bezeichnungen sind synonym und im Sinne es eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns zu verstehen.

[2] Durch Mindestlohngesetz (MiLoG) gilt ab dem 01.01.2015 in der Bundesrepublik Deutschland ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn i. H. v. 8,50 € pro Arbeitsstunde.

[3] Vergleiche für viele die Argumentation bei: BDA| Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände(2014):

Der gesetzliche Mindestlohn beschädigt Tarifautonomie und gefährdet Arbeitsplätze. URL: http://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/id/DE_Mindestlohn. Download vom 18.01.2016;

INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (2014): Kampagne 2014: Mindestlohn. URL: http://www.insm.de/insm/kampagne/mindestlohn.html - Download vom 18.01.2016.

[4] Hüthner, Michael (2006): Contra Mindestlohn. Letzte Aktualisierung: 09.03.2006. URL: http://www.zeit.de/2006/11/Contra_Mindesstlohn - Download vom 18.01.2016; „Mindestlohn gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze“ (Sinn 2014, zit. In: Die Welt (2014): „Mindestlohn gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze“. Letzte Aktualisierung: 06.04.2014. URL: http://www.welt.de/wirtschaft/article126620988/Mindestlohn-gefaehrdet-bis-zu-900-000-Arbeitsplaetze.html - Download vom 18.01.2016.

[5] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2015): Der Mindestlohn wirkt. URL. http://www.der-mindestlohn-wirkt.de/ml/DE/Startseite/start.html. Download vom 18.10.2016; Cordual Eubel (2015): Zwischenbilanz Mindestlohn Aus Minijobs werden Jobs. URL: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zwischenbilanz-mindestlohn-aus-minijobs-werden-jobs/12313096.html. Download vom 18.01.2016

[6] Bontrup, VWL, 1.1, S. 1f.

[7] Woll, VWL, I, S. 3.

[8] Brunner/Kehrle, VWL, I.1, S. 4.

[9] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 3; Mankiw, VWL, I.1, S. 3.

[10] Mankiw, VWL, 1, S. 3.

[11] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.4.3, S. 98.

[12] Vergleiche die Abhandlung bei: Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, 2.5, S. 53; die Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen bei: Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens.

[13] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, 2.5, S. 52f.

[14] S. u. S. 9.

[15] Issig, Geschichte der Nationalökonomie, S. 67.

[16] Hanusch/Kuhn/Cantner, VWL 1, I.1, S. 3.

[17] Mankiw, VWL, I.1, S. 5.

[18] Krugman/Wells, VWL, 1, S. 15.

[19] Brunner/Kehrle, VWL, I.1, S. 5.

[20] Mankiw, VWL, I.2, S. 30.

[21] Bofinger, VWL, Kapitel 15.1, S. 252.

[22] Mankiw, VWL, I.2, S. 31.

[23] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, I.1.1, S. 31.

[24] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 1; Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.1, S. 34.

[25] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 1f.

[26] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 2.1, S. 7; Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.1, S. 35.

[27] Aristoteles, Politik, S. 23f.

[28] Aristoteles, Nikomachische Ethik, 5, S. 107.

[29] Kruse, Geschichte VWL Theorien, 1.2, S. 9.

[30] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 4.

[31] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 3; ähnlich: Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.1.3, S. 97f.

[32] Kolb, Geschichte der VWL, 1.A.I, S. 6.

[33] Aristoteles, Nikomachische Ethik, 5, S. 95ff.; Ebenda, S. 100.

[34] S. u. S. 24.

[35] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 1.2.2, S. 22.

[36] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 2.2, S. 10f.

[37] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 1.3.2.2, S. 25f.

[38] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.1, S. 47.

[39] Kruse, Geschichte VWL Theorien, 1.4. S. 17.

[40] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2.2, S. 37.

[41] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2.3, S. 38; Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.1, S. 48.

[42] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.7. 2, S. 427f.; Smith, WN, V, 8, S. 654.

[43] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.7.4, S. 435f.

[44] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 3, S. 15; Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2.3, S. 38; Kruse, Geschichte VWL Theorien, 1.4, S. 17.

[45] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 3.2, S. 16f.; Kruse, Geschichte VWL Theorien, 1.4, S. 21ff.

[46] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.7.3, S. 430ff.

[47] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2, S. 35.

[48] Vergleich die Übersicht zu den verschiedenen Autoren bei: Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorien, 2. – 2.4.4, S. 35 – 40.

[49] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.1, S. 48.

[50] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2.5.5, S. 45ff.

[51] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 4.2, S. 24.

[52] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 3.4, S. 58f.

[53] Ebenda; Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.2, S.53.

[54] S. o. S. 2.

[55] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 3.4, S. 59.

[56] Thomas S. Kuhn, die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von 1962. Im Original: „The Structure of Scientific Revolutions“. Ebenso beachtet werden muss das Postskriptum von 1969, da dieses teilweise Änderungen und Konkretisierungen der Theorie beinhaltet.

[57] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, V, S. 57f., 60.

[58] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Postskriptum 1969, S. 187ff.

[59] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Postskriptum 1969, S. 194.

[60] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 2.1, S. 14.

[61] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, VI, S. 66; Ebenda, VIII.

[62] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, VIII, S. 103.

[63] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, V, S. 62.

[64] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, VIII, S. 97f.

[65] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 2.1, S. 8.

[66] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 2.13, S. 27f.

[67] Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Postskriptum., S. 219f.

[68] Rothschild, Ökokomische Theorie Wandel, S. 304.

[69] Rothschild, Ökokomische Theorie Wandel, S. 306.

[70] Rothschild, Ökokomische Theorie Wandel, S. 307.

[71] Auch Klassik, Klassische Schule, Klassischer Liberalismus, politische Ökonomie, Klassische Nationalökonomie, Klassische Ökonomie oder Nationalökonomie genannt.

[72] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.1.1, S. 89f.

[73] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 5.1, S. 29; Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 2.2, S. 37.

[74] Kolb, Ökonomische Ideengeschichte, 5.1, S. 70; Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.3.4.e), S. 245.

[75] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.3.1, S. 55ff.; Ähnlich: Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, II.3.4.e), S. 245ff.

[76] Smith, WN, IV, 8, S. 654; Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.3.1, S. 59ff.

[77] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.3.1, S. 56.

[78] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.5, S. 74.

[79] S. o. S. 1 und Mankiw, VWL, I.2, S. 31.

[80] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.8, S. 86.

[81] Smith, WN, I, 2, S. 21.

[82] Smith, WN, IV, 2, S. 452.

[83] Hanusch/Kuhn/Cantner, VWL 1, II.6.1, S. 136.

[84] Hanusch/Kuhn/Cantner, VWL 1, II.7.3, S. 177.

[85] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.1, S. 48.

[86] Kruse, Geschichte VWL Theorien, 1.4, S. 24f.

[87] Smith, WN, IV, 1, S. 423ff.

[88] S. u. S. 13.

[89] Keynes, Allg. Theorie, 23, S. 287.

[90] Smith, WN, I, 1, S. 11ff.

[91] Ähnlich argumentieren auch die Monetaristen im 20. Jahrhundert s. u. S. 50.

[92] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 1.4.4, S. 33.

[93] Hanusch/Kuhn/Cantner, VWL 1, III.15.5.3, S. 351.

[94] Smith, WN, I, 5, S. 35ff.; Smith, WN, IV, 1, S. 424.

[95] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.8.2, S. 88.

[96] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.5.5, S. 79.

[97] Ebenda; Kruse, Geschichte VWL Theorien, 2.4, S. 53.

[98] Smith, WN, I, 4, S. 34.

[99] Kolb, Geschichte der VWL, 4.A.I, S. 57.

[100] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.2.1, S. 49.

[101] Keynes, Allg. Theorie, 23, Rn. 333 -371, S. 282-313.

[102] Ausführliche Darstellung bei Smith, WN, II, S. 271ff.; Ebenda, V, 3, S. 941ff.

[103] Smith, WN, II, 1, S. 274; Ebenda, II, 2, 283.

[104] Umkehrschluss von Smith, WN, V, 3, S. 9.

[105] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.6, S. 82.

[106] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, III.6.4, S. 753.

[107] Eigene Anmerkung.

[108] Ziegler, Geschichte ökonomischen Denkens, 3.3.2, S. 77.

[109] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.6, S. 82.

[110] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.6, S. 82f.

[111] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.8., S. 86; Kruse, Geschichte VWL Theorien, 3.3, S. 71f.

[112] Smith, WN, I, 7, 60-69.

[113] Mankiw, VWL, I.1, S. 11.

[114] Van Suntum, unsichtbare Hand, 1.1, S. 18.

[115] Französisch für = „machen lassen“ oder „laufen lassen“. Allgemeine Bezeichnung für einen „freien“ Markt.

[116] Smith, WN, V, Exkurs Getreidehandel, S. 540ff.

[117] Smith, WN, IV, 2, S. 448ff.; Ebenda, IV, 3, S. 470ff.

[118] Krumbacher, Geschichte Wirtschaftstheorie, 4.8.5, S. 93f.

[119] Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse I, III.6.3, S. 741f.

[120] Ebenda.

[121] Keynes, Allg. Theorie, 23, Rn. 334, S. 282.

[122] Für viele: Mankiw, VWL, I.1, S. 9f.; Woll, VWL, 23.I, S. 571ff.

[123] Das Gegenteil von marktkonträren Eingriffen sind marktkonforme Eingriffe. Bei diesen findet lediglich eine Vergrößerung oder Verkleinerung von Angebot oder Nachfrage statt. Klassische Bespiele sind Subventionen oder Steuern.

[124] Van Suntum, unsichtbare Hand, 3.5, S. 40ff.

[125] Kruse, Geschichte VWL Theorien, 3.2, S. 66.

[126] Van Suntum, unsichtbare Hand, 6.5, S. 71.

[127] Alle Grafiken gelten unter der Bedingung: X > 0.

[128] Van Suntum, unsichtbare Hand, 3.1, S. 35; Mankiw, VWL, II.4, S. 69ff. Das grafische Marktmodell geht auf das Preis-Mengen-Diagramm von Alfred Marshall (1842-1924) zurück. Auch wenn die Klassischen Ökonomen der Anfangszeit dieses noch nicht kannte, lassen sich ihre Ansichten in diesem Darstellen. Zur Erklärung s. u. S. 30.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten

Details

Titel
Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie
Untertitel
Zu den theoretischen Ansätzen von J. M. Keynes und der aktuellen Empirie
Hochschule
Universität Leipzig  (Juristenfakultät)
Note
17,00
Autor
Jahr
2016
Seiten
75
Katalognummer
V371167
ISBN (eBook)
9783668497146
ISBN (Buch)
9783668497153
Dateigröße
1473 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mindestlohn, Keynes, neoklassische Wirtschaftstheorie, Empirie, Neoklassik, Neoclassik, Gerechtigkeit, Rechtsphilosophie
Arbeit zitieren
Rene Engelhorn (Autor), 2016, Heißt Mindestlohn auch gerechter Lohn? Die Grundprinzipien der neoklassischen Wirtschaftstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371167

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