Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Biblische Theologie

Die Priesterschrift. Ihre Entstehungszeit, historischen sowie religiösen Kontexte und Merkmale

Titel: Die Priesterschrift. Ihre Entstehungszeit, historischen sowie religiösen Kontexte und Merkmale

Hausarbeit , 2012 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ariela Eiloff (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit behandelt die Priesterschrift und bietet eine historische sowie konzeptionelle Einordnung. Die Priesterschrift unterscheidet sich in einigen Merkmalen deutlich von anderen Texten, was dazu führte, dass die Forschung auf die Priesterschriften aufmerksam wurde und die Merkmale beleuchtete. Nach Smend sei die Priesterschrift ,,monoton, umständlich, formelhaft, Erdrückung der Poesie durch das Schema“. Diese werden im Folgenden näher erläutert und anhand des Schöpfungsberichtes in Genesis 1,3-2,3 verdeutlicht. Als besondere Merkmale dienen in dieser Arbeit die Vorliebe der Priesterschrift für das Formelhafte, literarische Besonderheiten und Gesetz und Kult. Wo die Priesterschrift endet, ist in der Forschung noch immer umstritten.

Während Julius Wellhausen davon ausgeht, dass die Priesterschrift mit dem Tod Mose (Dtn 34) endet und somit Fortsetzung im Buch Josua findet, vertreten einige andere Wissenschaftler die Meinung, dass die Priesterschrift im Buch Josua nicht fortgesetzt wird. Dies zeigt, dass sich trotz jahrzehntelangen intensiven Forschens noch immer Unstimmigkeiten erkennen lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungszeit

2.1 Historischer Kontext

2.2 Religiöser Kontext

3. Merkmale der Priesterschrift

3.1 Die Vorliebe der Priesterschrift für das Formelhafte

3.2 Literarische Besonderheiten

3.3 Gesetz und Kult

4. Schöpfungsgeschichte

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Priesterschrift als eine der zentralen Quellen im Pentateuch. Das primäre Ziel ist es, die charakteristischen Merkmale der Priesterschrift – insbesondere die Vorliebe für formelhafte Strukturen, literarische Eigenheiten sowie die Bedeutung von Gesetz und Kult – herauszuarbeiten und diese anhand des Schöpfungsberichtes in Genesis zu exemplifizieren.

  • Historische und religiöse Einbettung der Priesterschrift in die Zeit des babylonischen Exils.
  • Analyse der formelhaften Sprache und genealogischer Strukturen als tragendes Gerüst.
  • Untersuchung der literarischen Besonderheiten wie theologische Fachsprache und Rhythmisierung.
  • Darstellung der Bedeutung von Gesetz und Kult für die Identitätsbildung der israelitischen Gemeinschaft.
  • Interpretation des Schöpfungsberichtes als Anwendungsbeispiel priesterschriftlicher Merkmale.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Vorliebe der Priesterschrift für das Formelhafte

In der Priesterschrift lässt sich die Vorliebe für das Formelhafte erkennen. Es werden Formeln, stereotypische Formulierungen und Wiederholungen verwendet.

Eine der Formeln die in der Priesterschrift verwendet werden, werden „Toledot“ genannt und kommen an zwölf Stellen im Pentateuch (elf mal in Genesis, ein mal in Numeri) vor. „Toledot“ lässt sich mit „Nachkommenschaft“ übersetzen und kann als Stammbuch verstanden werden. So kommen in einigen Anfangsversen der Priesterschrift Einleitungssätze vor, in dem die genaue Geschlechterfolge beschrieben wird. Als Anfang des Toldeot-Buches lässt sich Gen 5,1, durch den Vers „Das ist das Buch der Stammbäume“, vermuten. Da die Formeln ungleichmäßig verteilt sind, kann man sich fragen, ob diese überall gleichwertig sind. Allgemein wird angenommen, dass die Formeln als Überschrift dienen. Ein Problem liegt allerdings nach Sven Tengström in der Übersetzung, da viele verschiedene Textabschnitte mit dieser Formel eingeleitet werden. Wenn ein erläuternder Verbalsatz folgt, kann nur eine Bedeutung passen. Unproblematisch seien allerdings die Texte, an die unmittelbar an die Formel ein Text aus der P-Schicht anschließt, der von Söhnen und Nachkommen, der in der Formel genannten Person, berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Priesterschrift als Quelle im Pentateuch, erläutert ihre Gliederung in Grundbestand und Zusätze und benennt die zentralen methodischen Schwerpunkte der Arbeit.

2. Entstehungszeit: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen und religiösen Kontext des babylonischen Exils als prägenden Hintergrund für die Entstehung der Priesterschrift und die Ausbildung des Monotheismus.

3. Merkmale der Priesterschrift: Hier werden die wesentlichen Charakteristika wie die formelhafte Sprache, spezifische literarische Stilmittel sowie der Fokus auf kultische Gesetze und Riten analysiert.

4. Schöpfungsgeschichte: Anhand einer detaillierten Untersuchung der Schöpfungsakte in Genesis 1 und 2 werden die zuvor erarbeiteten priesterschriftlichen Merkmale in der biblischen Textpraxis verdeutlicht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Bedeutung der Formeln und des Aufbaus zusammen und diskutiert abschließend die Debatte um die Datierung der Schrift im Kontext der exilischen Krisensituation.

Schlüsselwörter

Priesterschrift, Pentateuch, Exil, Toledot, Schöpfungsgeschichte, Kult, Gesetz, Monotheismus, Genesis, Hermeneutik, Literarische Struktur, Genealogien, Jahwe, Judentum, Bibelwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Priesterschrift als einer der Hauptquellen des Pentateuchs und untersucht deren Entstehungsgeschichte sowie ihre spezifischen literarischen und inhaltlichen Merkmale.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Datierung in die Zeit des babylonischen Exils, die formelhafte Sprache, die Bedeutung der Genealogien sowie der Fokus auf kultische Ordnungen und Gesetze.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Merkmale der Priesterschrift, wie etwa die „Toledot“-Formeln oder den „Auftrag-Ausführung“-Stil, zu definieren und deren Anwendung am konkreten Beispiel des Schöpfungsberichts zu illustrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Methode und die literaturwissenschaftliche Analyse, um Strukturen und theologische Hintergründe biblischer Texte zu erschließen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Entstehungszeit, die Analyse der stilistischen Merkmale der Priesterschrift und die exegesische Betrachtung des Schöpfungsberichts.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Toledot“, „monotheistischer Ansatz“, „kultische Reinheit“, „Stammbaum“ und „exilische Identität“ charakterisiert.

Welche besondere Bedeutung kommt dem „Toledot“-Begriff innerhalb der Priesterschrift zu?

Die „Toledot“-Formeln dienen als strukturierende Elemente, die genealogische Informationen als „Stammbücher“ verknüpfen und somit als tragendes Gerüst für die priesterschriftliche Erzählung fungieren.

Wie bewertet die Arbeit den Zusammenhang zwischen Exil und Gesetzesbildung?

Die Arbeit legt dar, dass die Gesetze und Rituale der Priesterschrift als Antwort auf die Zerstörung des Tempels und den Verlust staatlicher Autonomie entstanden sind, um das religiöse Überleben und die Identität des Volkes zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Priesterschrift. Ihre Entstehungszeit, historischen sowie religiösen Kontexte und Merkmale
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,7
Autor
Ariela Eiloff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V371185
ISBN (eBook)
9783668494435
ISBN (Buch)
9783668494442
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Priesterschrift Bibel Bibelexegese Merkmale Entstehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ariela Eiloff (Autor:in), 2012, Die Priesterschrift. Ihre Entstehungszeit, historischen sowie religiösen Kontexte und Merkmale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371185
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum