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Die Bedeutung der Musikalischen Früherziehung für die kindliche Entwicklung

Titel: Die Bedeutung der Musikalischen Früherziehung für die kindliche Entwicklung

Diplomarbeit , 2017 , 76 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Stefanie Loibingdorfer (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die musikalische Bildung von Kindern ist in unserer heutigen Gesellschaft von großem Interesse. Dies bestätigen vor allem die langen Wartelisten in vielen heimischen Musikschulen, da der Weg von der Anmeldung bis zum Beginn des Instrumentalunterrichts bei einigen Instrumenten mehrere Jahre dauern kann. Dieser Andrang begründet sich unter anderen in der gesellschaftlich weit verbreiteten Überzeugung, dass sich aktiv praktizierte musikorientierte Tätigkeiten auf die Entwicklung des Kindes in unterschiedlichen Bereichen sehr positiv auswirken. Um dahingehend möglichst effektive und weitgreifende Wirkungen zu erzielen, wird im Allgemeinen ein baldmöglicher Beginn der musikalischen Ausbildung angestrebt.

An diesem Punkt setzt der Gegenstand dieser Diplomarbeit an. Die Musikalische Früherziehung dient der elementaren Auseinandersetzung mit musikbezogenen Inhalten und Themengebieten und stellt durch eine erste gezielte Beschäftigung mit der Kunstform einen möglichen Beginn einer angestrebten musikalischen Ausbildung dar.

Der theoretische Teil dieser Diplomarbeit besteht in thematischer Hinsicht aus zwei Teilen. Vorerst wird die Musikalische Früherziehung als musikerzieherisches Konzept vorgestellt. Diese Auseinandersetzung soll Klarheit in das Wesen des Unterrichtsangebots geben, indem besonders auf die Entstehung, Ziele und Inhalte eingegangen wird. Im zweiten Teil der Arbeit werden die bedeutendsten entwicklungsspezifischen Möglichkeiten der Musikalischen Früherziehung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei wird nicht nur auf die musikalische Bedeutung eingegangen, sondern auch auf verschiedene Bereiche der kognitiven Perspektiven, sowie den Einfluss auf die motorische und soziale Entwicklung. Überdies wird das Förderpotenzial anhand praktischer Beispiele verdeutlicht.

Im Anschluss an diesen theoretischen Teil werden im Zuge mündlicher Befragungen mit zwei ausgebildeten und praxiserfahrenen Frühförderinnen diese theoretischen Aussagen dahingehend überprüft, ob sie in der praktischen Arbeit mit Kindern in dieser Weise gelten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Wesen der Musikalischen Früherziehung

2.1 Definition und Rahmenbedingungen

2.2 Abgrenzung von anderen elementaren musikpädagogischen Förderkonzepten

2.3 Geschichtlicher Hintergrund

2.4 Ziele

2.4.1 Allgemeine Zielsetzungen

2.4.2 Die Zielebenen nach Ribke

2.5 Musikalische Früherziehung – ein ziel- oder prozessorientierter Ansatz?

2.6 Inhalte

2.6.1 Stimme

2.6.2 Instrumentalspiel auf elementarer Basis

2.6.3 Bewegung und Tanz

2.6.4 Auditive Musikwahrnehmung

2.6.5 Kennenlernen von Instrumenten

2.6.6 Musiklehre

2.7 Didaktische Überlegungen und pädagogische Prinzipien

3. Die Bedeutung des Konzepts für die kindliche Entwicklung

3.1 Stellenwert der Frühförderung

3.2 Musikalischer Bereich

3.3 Kognitiver Bereich

3.3.1 Auswirkung der Musik auf das menschliche Gehirn

3.3.2 Allgemeine Intelligenz

3.3.3 Aufmerksamkeit

3.3.4 Mathematik

3.3.5 Sprachliche Entwicklung

3.3.6 Fazit

3.4 Motorischer Bereich

3.5 Sozial-emotionaler Bereich

4. Praktische Übungen in Bezug auf verschiedene Förderbereiche

5. Praktischer Teil

5.1 Allgemeines zur praktischen Durchführung

5.1.1 Methode zur Informationsgewinnung

5.1.2 Interviewpartnerinnen

5.2 Auswertung der Interviews

5.2.1 Konzept der Musikalischen Früherziehung

5.2.2 Zielgruppe und institutionelle Angebote

5.2.3 Abgrenzung von der Rhythmik und Orientierungsfrage

5.2.4 Ziele

5.2.5 Der Lehrplan als mögliche Erklärung der unterschiedlichen Zugänge zum Konzept in Bezug auf die Ziel- und Orientierungsfrage

5.2.6 Inhalte und Umsetzung derselben

5.2.7 Nutzen des Konzepts in musikalischer Hinsicht

5.2.8 Bedeutung für andere kindliche Entwicklungsbereiche

6. Resümee und persönliche Stellungnahme

6.1 Resümee

6.2 Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Musikalischen Früherziehung hinsichtlich seiner theoretischen Grundlagen und seiner praktischen Anwendung bei Kindern im Vorschulalter, mit dem Ziel, den Beitrag musikalischer Frühförderung für die allgemeine kindliche Entwicklung zu beleuchten.

  • Wesen und historische Entwicklung der Musikalischen Früherziehung
  • Ziele und inhaltliche Schwerpunkte des Konzepts
  • Bedeutung der Musik für kognitive, motorische und sozial-emotionale Entwicklungsprozesse
  • Praktische Umsetzung anhand von Experten-Interviews
  • Reflexion der Förderpotenziale und deren Grenzen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Auswirkung der Musik auf das menschliche Gehirn

Unser Gehirn teilt sich in zwei Hälften, die durch einen Balken, den sogenannten ‚corpus callosum‘, miteinander verbunden sind. Die beiden Hälften arbeiten nach einem Überkreuzprinzip, sodass eine Hälfte die jeweils andere Körperhälfte steuert. Wenn nun beispielsweise beide Hände für eine Tätigkeit benötigt werden, müssen auch beide Gehirnhälften aktiv sein und sich verbinden, um alle körperlichen Tätigkeiten miteinander koordinieren zu können (vgl. Kreusch-Jacob 2015, S. 22). Diese Fähigkeit entwickelt sich meist von selbst (vgl. Barden und Mihelic-Kaiser 2015, S. 38), ist aber je nach dem Grad der aktiven Förderung unterschiedlich ausgeprägt. So wurde bei aktiv musizierenden Personen, die bereits seit der Kindheit musikalisch tätig sind, eine stärkere Ausprägung des verbindenden Balkens und eine symmetrischere Entwicklung der Gehirnhälften festgestellt (vgl. Kreusch-Jacob 2006, S. 22f). Eine gut funktionierende Vernetzung der beiden Gehirnhälften ist auch für das Lesen, Schreiben und Rechnen essentiell. Aus diesem Grund sind Übungen, die diese Fähigkeit fördern, im Kindesalter durchaus auch in schulischer Hinsicht von Bedeutung (vgl. Barden und Mihelic-Kaiser 2015, S. 38f).

Außerdem haben beide Gehirnhälften individuelle Aufgaben. Die linke Gehirnhälfte ist für die Verarbeitung aller analytischen und logischen Denkvorgänge zuständig und erfasst unter anderem Fakten, Details und Strukturen. In der rechten Gehirnhälfte werden ganzheitlich-emotionale Prozesse, wie Gefühlsregungen, kreative Ideen und Klangempfindungen bearbeitet. Indem beide Gehirnhälften miteinander verbunden werden, können vielschichtige Zusammenhänge entstehen und Erfahrungen und Informationen effektiver gespeichert werden (vgl. Kreusch-Jacob 2006, S. 22f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung musikalischer Bildung dar und erläutert die Zielsetzung, das Konzept der Musikalischen Früherziehung theoretisch zu erfassen und praktisch zu hinterfragen.

2. Das Wesen der Musikalischen Früherziehung: Das Kapitel definiert den Begriff der Musikalischen Früherziehung, betrachtet dessen geschichtliche Wurzeln, Ziele und inhaltliche Schwerpunkte sowie didaktische Prinzipien.

3. Die Bedeutung des Konzepts für die kindliche Entwicklung: Hier wird der Stellenwert der Frühförderung dargelegt und die Auswirkungen auf den kognitiven, motorischen und sozial-emotionalen Bereich im Kindesalter analysiert.

4. Praktische Übungen in Bezug auf verschiedene Förderbereiche: Anhand konkreter Beispiele wie Klanggeschichten und rhythmischer Übungen werden die theoretischen Ansätze der Früherziehung in die Praxis übersetzt.

5. Praktischer Teil: Die Ergebnisse der theoretischen Analyse werden mit den Erfahrungswerten zweier Expertinnen verglichen, um die Anwendung des Konzepts in der aktuellen Praxis zu eruieren.

6. Resümee und persönliche Stellungnahme: Die wesentlichen Erkenntnisse aus Theorie und Praxis werden zusammengeführt und durch die persönliche Reflexion der Autorin abgerundet.

Schlüsselwörter

Musikalische Früherziehung, Elementare Musikpädagogik, kindliche Entwicklung, Frühförderung, Instrumentalspiel, Gehirnentwicklung, kognitive Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Musikschulen, Didaktik, Prozessorientierung, Zielorientierung, Motorik, Sprachliche Entwicklung, Rhythmik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich dem Konzept der Musikalischen Früherziehung und untersucht dessen Stellenwert sowie die Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Vorschulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Diplomarbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Rahmenbedingungen des Konzepts, seiner didaktischen Gestaltung, dem Einfluss von Musik auf die kindliche Entwicklung (kognitiv, motorisch, sozial-emotional) sowie einer praktischen Evaluation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis über das Wesen der Musikalischen Früherziehung zu vermitteln und zu überprüfen, inwieweit die theoretischen Konzepte in der heutigen Musikschulpraxis Anwendung finden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den praktischen Teil verwendet?

Für den praktischen Teil wurden leitfadengestützte Experten-Interviews mit zwei praxiserfahrenen Früherzieherinnen durchgeführt und anschließend qualitativ ausgewertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung des Konzepts (Inhalte, Ziele, geschichtlicher Hintergrund) und eine Analyse des Förderpotenzials für die kindliche Gehirnleistung, Motorik und Sozialentwicklung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Musikalische Früherziehung, Frühförderung, ganzheitliche Entwicklung, elementare Musikpädagogik und pädagogische Praxis aus.

Gibt es einen klaren Konsens über die Wirksamkeit von Musik auf die Intelligenz?

Nein, die Arbeit stellt dar, dass dieser Punkt wissenschaftlich umstritten ist und ein kausaler Zusammenhang zwischen Musikhören und IQ-Steigerung nicht belegt werden konnte.

Wie gehen die befragten Expertinnen mit der "Ziel- oder Prozessorientierung" um?

Die Interviews zeigen unterschiedliche Sichtweisen: Während eine Expertin das Erreichen von Endprodukten betont, legt die andere den Fokus stärker auf den individuellen Prozess und die Bedürfnisse der Kinder.

Warum ist das "In-Kontakt-Kommen" mit Instrumenten so wichtig?

Es dient dazu, Kindern ein wertschätzendes Bewusstsein für Instrumente zu vermitteln und ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe für ihren späteren, spezifischen Instrumentalunterricht zu bieten.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung der Musikalischen Früherziehung für die kindliche Entwicklung
Veranstaltung
Pädagogik und Musik
Note
Sehr gut
Autor
Stefanie Loibingdorfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
76
Katalognummer
V371282
ISBN (eBook)
9783668496361
ISBN (Buch)
9783668496378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Didaktik Musik Musikerziehung Musikpädagogik Früherziehung Musikalische Früherziehung Kinder Jugendliche kognitive Entwicklung motorische Entwicklung musikalische Entwicklung sprachliche Entwicklung sozial-emotionale Entwicklung Rhythmik Rhythmisch-musikalische Erziehung Elementare Musikpädagogik Instrumentalspiel Gesang Sprache Tanz Bewegung Musiktheorie Musikinstrumente Orff-Instrumente Instrumentalunterreicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Loibingdorfer (Autor:in), 2017, Die Bedeutung der Musikalischen Früherziehung für die kindliche Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371282
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Leseprobe aus  76  Seiten
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