Die Militärdiktatur in Chile und ihre Auswirkungen auf die Autoreferenzialität Bolaños in "Estrella Distante"


Hausarbeit, 2017

19 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chile in den 1970er Jahren
2.1 Die innenpolitische Situation Chiles
2.2 Auswirkungen auf die Intellektuellen Chiles

3. Spuren der Militärdiktatur in Estrella Distante

4. Autobiographische Spuren

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen des literaturwissenschaftlichen Seminares „Poética de la lectura/escritura en la narrativa de Roberto Bolaňo“ im vergangenen Wintersemester wurde sich neben der Biographie und dem Werdegang Roberto Bolaños auch unter anderem mit dessen Werken Estrella distante, Amuleto sowie Los detectivos salvajes auseinandergesetzt. Da ich neben Spanisch das Fach „Politik und Wirtschaft" studiere und Chile bereits selber bereisen durfte, ist es mir ein großes Anliegen, mich in dieser Hausarbeit mit dem Chile der 1970er Jahre und dessen Auswirkung auf die Literatur und die Kunst am Beispiel Estrella distantes zu beschäftigen.

Zu Anfang werde ich den Putsch und den politischen Wandel unter der Führung Allendes beziehungsweise Pinochets näher skizzieren und die Auswirkung für Intellektuelle und Kreative im Land beschreiben. Anschließend erfolgt ein Perspektivwechsel von der sachlichen / wissenschaftlichen Aufarbeitung der Militärdiktatur hin zur literarischen Darstellung in Estrella distante. Hierfür eignet sich besonders die facettenreiche Figur des Carlos Wieder.

Nach der Auseinandersetzung mit den vorab genannten Inhalten liegt die Frage nahe, inwieweit er seine literarischen Werke zur Aufarbeitung seiner Erlebnisse als junger Schriftsteller in Zeiten einer Diktatur nutzt, respektive autobiographische Züge erkennbar sind.

2. Chile in den 1970er Jahren

2.1. Die innenpolitische Situation Chiles

Am 4. September 1970 wurde Salvador Allende, Kandidat der Unidad Popular zum ersten sozialistischen Präsidenten Chiles gewählt. Die Partei hatte mit 36% der Stimmen die Wahl gewonnen. Die Unidad Popular gelangte mit einem ehrgeizigen Programm an die Macht. Die politischen Ziele der Unidad Popular lauten wie folgt: Sie beabsichtigte, die zentralen Bereiche der Wirtschaft zu nationalisieren, ein umfassendes Programm zur Einkommensverteilung zu verwirklichen, die Übermacht der Grundbesitzer zu beenden, das politische System durch die Schaffung eines Einkammer-Parlaments umzugestalten, eine breite Mitbestimmung in der Wirtschaft, in der Politik und in der Gesetzgebung einzuführen sowie eine unabhängige

Außenpolitik zu verfolgen. All das sollte auf dem Boden der geltenden Verfassung erreicht werden; der chilenische Weg zum Sozialismus sollte legal und friedlich verlaufen (vgl. Bernecker/Buve 1996: 865).

Weitere Ziele der Unidad Popular waren die Herstellung sozialer Gerechtigkeit sowie die Rückbesinnung auf die chilenische Volkskultur. Ihre Wählerschaft bestand vor allem aus den ärmeren Menschen Chiles, aber auch Arbeitern, linken Intellektuellen und chilenischen Sängern und Künstlern (vgl. Wenzl 2001: 15 f.). Allerdings verfügte die Unidad Popular im Kongress über keine Mehrheit. Trotz ihres guten Wahlergebnisses konnten sie ihr Reformationsprogramm nicht unumstritten legitimieren. Daher zog sie mehrmals in Erwägung den Kongress aufzulösen und für die Unterstützung eines Präsidenten eine Volksabstimmung zu fordern und Neuwahlen zu ermöglichen. Alles in allem war sie innerlich jedoch zu zerstritten, um dieses Vorhaben wirklich durchzuführen.

Auch das anfängliche Wirtschaftswachstum war nicht von langer Dauer, so dass es zu Nahrungsmittelknappheit auf Grund von Streiks kam, die Inflation außer Kontrolle geriet und die USA keine weiteren Kredite an sie verteilte. Die einzige Chance um die politischen Konflikte unter Allende in den Griff zu bekommen, lag in einer Vereinbarung mit der PDC (Partido Démocrata Cristiana), doch keine der beiden Parteien waren bereit Zugeständnisse zu machen und Kompromisse einzugehen. Letztlich stellte es sich im Oktober 1972 für die Unidad Popular als einfacher heraus, das Militär an der Regierung zu beteiligen, als Gespräche mit der PDC zu führen.

Die politischen Spannungen in Chile verschärften sich und alle Parteien fingen an sich für einen politischen Kampf zu rüsten. Die Aussicht auf eine friedliche Lösung rückte in weite Ferne und schließlich setzte der gewaltsame Militärputsch am 11. September 1973 mit der Bombardierung des Präsidentenpalasts, dem Tod Allendes und der Ermordung von Tausenden von Chilenen dem Ganzen ein Ende. Eine genaue Zahl aller unmittelbar nach dem Putsch Getöteten und der Opfer der jahrelangen Unterdrückung lässt sich nur schwer beziffern. Es sind in jedem Falle mehrere tausende.

„Gegen Oppositionelle wurden härteste Repressionsmaßnahmen angewendet. Dazu gehörten >Verhaftungen, systematische Anwendung von Folter (...), außergerichtliche Hinrichtungen, Ausschluss von Ämtern, Zwangsexil und interne Vertreibung aufgrund von politischer Gesinnung<" (Wenzl 2001: 19).

Diese Folter erfolgte systematisch. Sie erfolgte: „>um sie vom „aktiven Leben" zu entfernen, um sie zu beugen, so dass sie sich nie wieder im Stande fühlten, gegen die Macht zu rebellieren<" (Wenzl 2001: 19).

Der brutale Ablauf des Putsches lässt sich dadurch erklären, dass die Streitkräfte davon überzeugt waren, dass Chile sich am Rande eines Bürgerkriegs befände, dass die Politiker aller Richtungen und nicht nur die Linken für die Katastrophe verantwortlich seien und dass die Lösung zumindest für gewisse Zeit nur eine militärische sein konnte (vgl. Bernecker/Buve 1996: 870).

Ziel des Putsches war neben Beseitigung der politischen Linken, auch die Reformierung und Umgestaltung der Gesellschaft und des politischen Lebens. Die meisten Offiziere waren der Auffassung der Marxismus sei eine schädliche Lehre, welche um jeden Preis vernichtet werden müsse. Auch schätzten sie militärische Tugenden wie Hierarchie, Disziplin und Ordnungsliebe und wollten diese in das politische Leben einbetten. Das erklärt teilweise die Ursachen für die Konzentration der Macht in den Händen des damals 58-jährigen Generals Augusto Pinochet. Dieser wurde sowohl Staatsoberhaupt als auch oberster Befehlshaber des Militärs und verfügte somit über eine enorme Machtfülle. Gründe für die erfolgreiche Erhaltung und Erweiterung der Machtposition der Putschisten sind die folgenden:

„Zweifellos fand der Putsch in weiten Teilen der Gesellschaft Unterstützung, und die Furcht vor einer Rückkehr zu den ungeordneten Zuständen der Zeit der Unidad Popular erhielt die Loyalität dieser Gruppen, auch wenn die versprochene materielle Verbesserung ausblieb. Als ebenso bedeutsam erwies sich die Repressionspolitik der Regierung. Der Aufbau einer mächtigen Geheimpolizei, der DINA (Dirección de Intelegencia Nacional), machte jede politische Opposition zu einem Verbrechen, dass schwer bestraft wurde" (Bernecker/Buve 1996: 872).

Oppositionelle Parteien wurden verboten, viele ihrer Führer wurden getötet oder des Landes verwiesen. Die Presse wurde zensiert, Universitäten wurden ,gesäubert‘ und Gewerkschaften nahezu völlig entmachtet. Erst im Oktober des Jahres 1988 kam es zu einer Volksabstimmung über eine alleinige Kandidatur Pinochets bei den Präsidentenwahlen von 1989. 54 Prozent der Abstimmenden stimmten für mehrere Kandidaten. Ein Jahr später kam es zu freien Wahlen. Am 11. März 1990 wurde Pinochet von Patricio Aylwin im Amt des Präsidenten abgelöst.

2.2. Auswirkungen auf die Intellektuellen Chiles

Nahezu alle kreativen Intellektuellen wanderten aus Chile aus. Die Situation war deshalb so außergewöhnlich, da zwischen den Jahren 1970 und 1973 die Opposition zwischenzeitlich die Macht erlangte und die intellektuellen Vordenker so die Möglichkeit erhielten, sich über die Umsetzung ihrer Ideen tatsächlich und ganz persönlich zu kompromittieren (vgl. Daus 1985: 87). Die Liste der Namen emigrierter Autoren ist lang, darunter befinden sich unter anderem Poli Délano, Ariel Dorfman, Antonio Skármeta, Oscar Hahn und Hernán Valdés.

Ab 1973 sollte sich die chilenische Literatur in den folgenden Jahren überwiegend im Ausland entwickeln. Dies gilt auch für zeitgenössische Musik, Malerei sowie Filme. Die Schriftsteller, die im Land blieben, mussten entweder regimekonforme Literatur verfassen oder ihre Werke bei Verlagen im Ausland drucken und dann im Untergrund illegal verbreiten. Peri Rossi bezeichnet die Wahl eines Schriftstellers zwischen Exil- und Untergrundliteratur als „schmerzhafte Alternative" (Peri Rossi 1980: 81). Vor dieser schmerzhaften Alternative standen alle Schriftsteller unter den Bedingungen der Militärdiktatur.

3. Spuren der Militärdiktatur in Estrella Distante

In diesem Abschnitt wird am Beispiel des Leutnant Carlos Wieder, der versuchte über seine Luftpoesie im Regime Pinochets aufzusteigen, dargestellt, auf welche Art und Weise Bolaño die an der Militärdiktatur beteiligten Charaktere präsentiert.

Jener Carlos Wieder war dem Erzähler noch aus den Literaturwerkstätten Santiagos zu Zeiten Allendes (1971/1972) als Alberto Riuz-Tagle bekannt und er erschien ihm schon damals anders als die anderen. Ruiz-Tagle bezeichnete sich in jener Zeit als Autodidakt, war stets gut gekleidet und trat im Besonderen gegenüber anderen Männern kühl und distanziert auf. Selbst Kritik an seinen literarischen Ergüssen schien an ihm abzuprallen und er nahm scheinbar unbeteiligt zur Kenntnis, dass seine Werke nur selten Anhänger in den Literaturwerkstätten fanden.: „(...) como si los poemas que sometía a nuestra criticano fueran suyos.“ (Bolaño 1996: 21) Dies gab er sogar zu: „(...) estoy buscando, respondió (...).“ (Bolaño 1996: 21)

In Gesprächen mit Marta Posadas ließ er viel mehr durchblicken, dass seine Werke die Literatur Chiles in den kommenden Jahren revolutionieren würden.

Ruiz-Tagle lebte allein, in einer großen Vierzimmerwohnung, deren Rollläden immer heruntergelassen waren. Seine Wohnung war nahezu aseptisch und nur mit dem Notwendigsten ausgestattet. Kahle Wände dominierten die Räumlichkeiten. Im Gegensatz zu den anderen Studenten schien er nie an Geldmangel zu leiden (vgl. Bolaño 1996: 16). Zudem sprach er, anders als die anderen Studierenden in den Literaturwerkstätten, nicht in einem marxistischen Jargon, sondern chilenisches Spanisch, welches typisch war für einige Gegenden in Chile, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein schien (vgl. Bolaño 1996: 16).

Obwohl sich Ruiz-Tagle stets zurückhaltend, ja fast unbeteiligt gab, strahlte er eine gewisse Anziehungskraft, besonders auf Frauen, aus. Die Schwestern Garmendia bezeichneten ihn beispielsweise als: „serio, formal, de mente ordenada, con una gran capacidad de escuchar a los demás.“ (Bolaño 1996: 22). Der Erzähler nahm dies mit einer Mischung aus Verwunderung, Misstrauen und Eifersucht wahr (vgl. Bolaño 1996: 15).

Nach der politischen Wende und dem Putsch in Chile wird der junge, erfolglose Dichter Ruiz-Tagle zu Carlos Wieder. Es offenbarte sich sein Ehrgeiz, es im Pinochet Regime weit zu bringen. Es kam wie von ihm erhofft. Sein Stern ging auf, als Pinochet und die Junta das Land beherrschten. Wieder wurde Pilot bei der chilenischen Luftwaffe und er nutzte sein fliegerisches Können für öffentliche Flugmanöver, bei denen er mit einer Messerschmitt aus dem zweiten Weltkrieg Todesverse und lateinische Bibelzitate aus Rauch in den Himmel schrieb. Wie ein Stern in der Ferne flackerte er an vielen Orten auf.

Seine Auftritte waren für die Menschen im ganzen Land ein großes Spektakel. Generäle des Pinochet Regimes applaudieren ihm und sonnten sich in seinem Glanz. Ähnlich wie bei den Bildern von Augusto Pinochets Rückkehr in seine Heimat. Im Fernsehen war zu dieser Zeit zu sehen, wie das Militär den ehemaligen chilenischen Diktator, der in zahlreichen Fällen des Mordes angeklagt wurde, auf Santiagos Flughafen als Helden empfing.

Wieder schwamm auf einer Welle des Erfolges und wurde zum Held des neuen Regimes beziehungsweise Chiles. Seine in den Himmel geschriebenen Verse verhalfen ihm zu Ruhm im ganzen Land. Immer wieder wurde er von den neuen Entscheidungsträgern aufgefordert, er solle auch in der Hauptstadt etwas Großartiges und Spektakuläres veranstalten, um der Welt zu demonstrieren, dass das neue Regime und die Kunst und somit auch die Intellektuellen Chiles einvernehmlich miteinander existierten (vgl. Bolaño 1996: 86). „Er wird zum „Dichterfürsten einer neuen Epoche” proklamiert, obwohl man in militärischen Kreisen wenig mit seinen „poetischen” Darbietungen anzufangen weiß." (Bauer 2000). Auch als er später zum Südpol flog, schrieb er vor seinen Landungen immer wieder Gedichte in den Himmel: „(...) los poemas de una nueva edad de hierro para la raza chilena, decían sus admiradores“ (Bolaño 1996: 53).

Zwar waren seine Gedichte am Himmel häufig nur schwer zu entziffern und für viele unverständlich, da sie aus Rauch bestanden und auf Latein verfasst waren, dennoch wurden sie als patriotische Embleme der neuen chilenischen Poesie gefeiert:

„lo llamaron para que hiciera algo sonado en la capital, algo espectular que demostrara al mundo que el nuevo régimen y el arte de vanguardia no estaban, ni mucho menos, reñidos“ (Bolaño 1996: 86)

Gedichte wie "La muerte es amistad’, “La muerte es Chile” oder “La muerte es responsibilidad’ (Bolaño 1996: 89) zeigen Wieders morbide Einstellung zum Leben. Bolaño setzt solch ein literarisches Verbrechen einem politischen Verbrechen gleich.

Im weiteren Verlauf der Geschichte stellt sich Wieder jedoch als brutaler Mörder heraus. Er tötete, um für seine ,Himmelsliteratur‘ inspiriert zu werden und somit in gewisser Weise tatsächlich die chilenische Literatur zu revolutionieren. Er tötete junge Frauen, die er persönlich aus seiner Zeit als Student in Santiago kannte und die ihn regelrecht anhimmelten respektive in ihn verliebt waren (vgl. Bolaño 1996: 15-20).

Seine Fotoausstellung über zahlreiche von ihm ermordete Frauen, ist auf eine perfide Art und Weise ein Teil der ,neuen Kunst’ des faschistischen Chiles. Diese Ausstellung legt nahe, dass Wieder mehr sein wollte als ein Instrument des neuen Regimes. Er wollte vielmehr als Künstler wahrgenommen werden. Hierfür arbeitete er alleine bis spät in die Nacht hinein (vgl. Bolaño 1996: 86) und bereitete in der Wohnung eines befreundeten Offiziers eine Präsentation des Grauens vor. Eine Präsentation, die seiner Vorstellung von neuer Kunst entsprach, die in ihrer Grausamkeit alles Menschliche vernichten würde. Dies würde in Adornos Aussage zu Kunst passen:

„(...) muss Kunst uns also in unserem Fundament, unserem gefühlsbetonten Ich, erschüttern und eben keine (emotionale) Befriedigung erzwingen und schon gar nicht eine sinnliche Befriedigung, oft als „Kunstgenuss“ abgewertet (. )“ (Adorno 1970: 365).

Mit den Worten „la arte de Chile no admite aglomeraciones“ (Bolaño 1996: 93) eröffnete er seine Ausstellung von grausamen Fotos zerstückelter Frauen. Es waren nur wenige ausgewählte Gäste anwesend, unter anderem sein Vater, ein Hauptmann, Piloten, Journalisten, bildende Künstler sowie eine Frau. Obwohl alle mit Tod und Toten vertraut waren, konnten sie mit dieser Form der Darstellung nur schwerlich umgehen und verließen schnell das Szenario beziehungsweise das zum Ausstellungsraum umfunktionierte Zimmer. „Nicht dass in ihrem Land gefoltert und gemordet wird, empört sie. Sie nehmen Anstoß an der Darstellung von Folter und Tod“ (Bauer 2000). Die Fotos schockierten die Gäste, doch niemand stürzte sich auf Wieder oder bezichtigte ihn offen des Mordes. Es herrschte vielmehr ein allgemeines Schweigen, so als wäre ein Stromschlag durch das Haus gefahren und hätte alle verändert zurückgelassen (vgl. Bolaño 1996: 98). Selbst Wieders Vater schien die ganze Situation nicht richtig zu erfassen oder konnte sie zumindest gut überspielen. Wie auch ein anderer Gast verdeutlichte: „Esto en la carrera de Carlos, dijo otro, no es más que un bache sin importancia“ (Bolaño 1996: 98).

Letztlich blieb nur der Hauptmann im Zimmer Wieders zurück und führte ein Zwiegespräch mit Wieder, der aber nach außen hin völlig unberührt war und das Zimmer alleine verließ. Sein Verhalten lässt auf seine innere Kälte schließen, aber vielleicht auch auf die Gewissheit, dass dieses Regime ihm nichts anhaben würde. Es schien ihm gleichgültig zu sein, was andere von ihm denken oder welche Konsequenzen sein Handeln nach sich ziehen könnte. Er wirkte innerlich abgestumpft und nicht zu emotionalen Regungen fähig. Dies zeigte sich auch in der Tatsache, dass er keine wirklichen Freunde hatte oder zu einer echten Zuneigung zu anderen Menschen fähig war. Lediglich in der Figur Marta Posadas, fand er zuweilen eine Gesprächspartnerin, der er sich ein wenig öffnete. Diese wiederum konnte sich trotz Vorahnungen und häufigem Unbehagen in seiner Gegenwart seiner faszinierenden Persönlichkeit nicht entziehen (vgl. Bolaño 1996: 50).

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Militärdiktatur in Chile und ihre Auswirkungen auf die Autoreferenzialität Bolaños in "Estrella Distante"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V371387
ISBN (eBook)
9783668497627
ISBN (Buch)
9783668497634
Dateigröße
883 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militärdiktatur, Chile, Bolaños, Estrella Distante, Putsch, Politik, Allendes, Pinochets
Arbeit zitieren
Sergio Soares (Autor), 2017, Die Militärdiktatur in Chile und ihre Auswirkungen auf die Autoreferenzialität Bolaños in "Estrella Distante", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371387

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