Der Einfluss von Internet Blogs auf den Journalismus


Hausarbeit, 2017
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2 Grundlagen Journalismus
2.1 Definition und Begriffserläuterung
2.2 Systemtheorie
2.3 Geschichte
2.4 Redaktionelle Berichterstattung im Journalismus
2.5 Zeitungsverlage
2.5.1 Aufgaben von Zeitungsverlagen
2.5.2 Probleme von Zeitungsverlagen

3 Grundlagen Internet Blogs
3.1 Definition und Begriffserläuterung
3.2 Entwicklung
3.3 Arten von Internet Blogs
3.4 Einordnung in den Journalismus
3.5 Redaktionelle Inhalte von Internet Blogs

4 Best-Practice Beispiel des Internet Blogs “ZEIT ONLINE“
4.1 Vorstellung der “ZEIT“ Verlagsgruppe
4.2 Vorstellung der Wochenzeitung “DIE ZEIT“
4.3 Entwicklung des Internet Blogs “ZEIT ONLINE“
4.4 Redaktionelle Inhalte von “ZEIT ONLINE“

5 Der Einfluss und die Auswirkungen von Internet Blogs auf den klassischen Journalismus
5.1 Vergleich des Internet Blogs “ZEIT ONLINE“ mit dem klassischen Print Medium “DIE ZEIT“
5.2 Vorteile und Nachteile des Internet Blogs
5.2.1 Vorteile..
5.2.2 Nachteile
5.3 Auswirkungen von Internet Blogs auf den klassischen Journalismus

6 Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Möglichkeiten Informationen und Nachrichten an große Massen von Menschen publik zu machen, haben sich seit Beginn des Buchdrucks stetig verändert. Vor allem das jetzige Zeitalter des Web 2.0 bringt eine neue Dynamik in die öffentliche Kommunikation. Der globale Zeitungsmarkt ist im stetigen Wandel. Durch das Internet mussten sich auch in Deutschland die großen Zeitungsverlage weiterentwickeln um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Sie standen vor verschiedenen Problematiken, welche das Ende der Zeitung bedeutet hätte, wenn sie nicht reagiert hätten. Zeitungsverlage die früher reine Printmedien-Anbieter waren sind heute ein Medienhaus in dem die digitale Abteilung nicht mehr wegzudenken ist. Manche Zeitungsverlage haben sich anfangs geweigert sich weiterzuentwickeln und sind ihren klassischen Ideologien treu geblieben. Doch manche Zeitungsverlage haben früh erkannt, dass es an der Zeit war mittels Change-Management das eigene Unternehmen neu zu gestalten. Sie haben früh erkannt, dass das Internet auch gewisse Möglichkeiten mit sich bringt ihre großen Probleme zu lösen. Eine erste Ergänzung liefert im Zeitalter der digitalen Medien der Bereich der Online Angebote, der PDF - Versionen und der Zeitungs-Apps.1

Während Nachrichten und neue Informationen damals nur kleinen Gruppen, wie größten Teils den Journalisten selbst, zur Verfügung standen, ist es durch die Digitalisierung möglich geworden, heutzutage Nachrichten schnell an ein breites Publikum zu distribuieren. Dabei ist es möglich, dass die Nutzer des Internets selbst zu aktiven Produzenten von Inhalten werden. Dieser, auf Weblogs und Social Networks veröffentlichte, User generated Content wird mehr und mehr zu einem relevanten Thema in der Wissenschaft.

1.1 Problemstellung

Durch die Globalisierung und die daraus hervorgegangene Digitalisierung, sowie durch Innovationen in der Informationstechnologie, befindet sich der Journalismus im fortlaufenden Wandel.2 Daraus resultiert ein enormer Druck auf den Zeitungsmarkt. Zu großen Problemen der Zeitungsindustrie zählen die sinkende Anzahl der Leser, der Auflagen sowie geringere Werbeerlöse. Das Internet verspricht dahingegen die Erschließung neuer Erlösquellen. Zudem bringt das Phänomen des Web 2.0 ebenfalls Veränderungen in der Kommunikationstechnologie bezüglich der Distribution von Nachrichten und eine Steigerung der Reichweite mit sich. User generated Content, welcher vor allem auf Internet Blogs veröffentlich wird, ist eine revolutionäre Möglichkeit Nachrichten einfach, kostengünstig und leicht zugänglich an ein breites Publikum zu bringen. Daraus resultiert ein Medienwandel im Internet. So verschwimmen die Grenzen zwischen professionellem Journalismus und User generated Content.

Ursprünglich voneinander getrennte Medien konvergieren und die eigentlichen Rezipienten sind nun im Stande selbst öffentlich zu kommunizieren.3 So sehen sich viele Zeitungsverlage im Konflikt „Print vs. Online“.

1.2 Zielsetzung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Internet Blogs auf den Journalismus.

Zur Bearbeitung der Thematik wird folgende Forschungsfrage untersucht:

„ Stellen Internet Blogs eine Konkurrenz f ü r den Journalismus dar? “

1.3 Vorgehensweise

Die Hausarbeit beginnt mit den konzeptionellen Grundlagen, welche das Thema in die Unteraspekte Journalismus und Internet Blogs einteilt. Durch die Definitionen dieser Aspekte werden theoretische Grundlagen gebildet, auf welchen die darauffolgende Arbeit aufbaut.

Das Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Grundlagen des Journalismus. Zunächst wird der Begriff des Journalismus unter Kapitel 2.1 definiert. Daraufhin wird in Kapitel 2.2 die Systemtheorie des Journalismus, auf welche diese Hausarbeit aufbaut, vorgestellt. Weiterhin wird die Geschichte in Kapitel 2.3 kurz geschildert. Während sich das Kapitel 2.4 mit der redaktionellen Berichterstattung im Journalismus beschäftigt, wird in Kapitel 2.5 der Begriff des Zeitungsverlages erklärt. Dieses Kapitel gliedert sich zudem in die Aufgaben und die Probleme von Zeitungsverlagen.

Im Kapitel 3 werden die konzeptionellen Grundlagen von Internet Blogs erläutert, welche grundlegend für den weiteren Verlauf der Hausarbeit sind. Sowie zuvor, für die Grundlagen des Journalismus, wird der Begriff in Kapitel 3.1 zunächst definiert. Weiterhin wird in Kapitel 3.2 kurz die Entwicklung von Internet Blogs geschildert um dann in Kapitel 3.3 auf die Arten von Internet Blogs einzugehen. Zusätzlich findet in Kapitel 3.4 eine Einordnung von Internet Blogs in den Journalismus statt. Schließlich werden in diesem Kapitel unter 3.5 die redaktionellen Inhalte von Internet Blogs aufgelistet.

Daraufhin wird die Hausarbeit in Kapitel 4 auf das Best-Practice Beispiel des Internet Blogs „ZEIT ONLINE“ angewandt. Zunächst werden sowohl in Kapitel 4.1 die „ZEIT“ Verlagsgruppe als auch in Kapitel 4.2 die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ vorgestellt. Darauf aufbauend wird in Kapitel 4.3 auf die Entwicklung des Internetangebots von „ZEIT ONLINE“ eingegangen um schließlich in Kapitel 4.4 die redaktionellen Inhalte von „ZEIT ONLINE“ aufzuzeigen.

Weiterhin werden in Kapitel 5, dem Hauptteil der Hausarbeit, die Aspekte der konzeptionellen Grundlagen unter dem Aspekt des Einflusses von Internet Blogs auf den Journalismus behandelt. Zunächst wird das Internet Blog des Verlags der “ZEIT” mit dessen klassischem Print Medium verglichen. Daraufhin werden Vor- und Nachteile von Internet Blogs in Kapitel 5.2 erläutert um dann in Kapitel 5.3 die Auswirkungen dieser auf den klassischen Journalismus herauszuarbeiten.

Schließlich stellt das Kapitel 6 das Fazit der Hausarbeit dar, in welchem die Ergebnisse zusammengefasst werden.

2 Grundlagen Journalismus

In diesem Kapitel werden die Grundlagen des Journalismus näher erläutert um den weiteren Verlauf der Hausarbeit auf Basis dieser theoretischen Grundlagen folgen zu können. Dabei wird ebenfalls sowohl auf die Entwicklung des Journalismus in Deutschland als auch auf Zeitungsverlage eingegangen.

2.1 Definition und Begriffserläuterung

Der Begriff des Journalismus lässt sich wissenschaftlich weitgreifend durch mehrere Theorien definieren. Jedoch findet auf Grund der Kompaktheit dieser Hausarbeit keine nähere Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Journalismus-Theorien statt. Die Definitionen sowohl des klassischen als auch des Online-Journalismus in dieser Hausarbeit basieren auf der funktionalistischen Systemtheorie von Niklas Luhmann.

Grundsätzlich ist der Journalismus die Bezeichnung für das kompakte Arbeitssystem, welches die periodische und publizistische Tätigkeit von Journalisten bei der Presse im Rundfunk sowie in den Online-Medien beinhaltet. Daher lässt sich der Begriff zunächst am einfachsten über das Berufsbild des Journalisten definieren. Die Tätigkeit der Journalisten besteht darin, aktuelle Nachrichten bzw. neue Inhalte, welche im kulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Rahmen für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind, bereitzustellen und zu distribuieren. So verschafft der Journalismus für die Rezipienten einen Gesamtüberblick über das relevante und reale Geschehen in der Welt. Somit stellt der Journalismus durch das umfassende Informationsangebot in allen publizistischen Medien eine Massenkommunikation dar und trägt zu einer öffentlichen Meinungsbildung bei.4

2.2 Systemtheorie

Zunächst lässt sich unter dem Begriff des Systems ein „(geordnetes, strukturiertes bzw. gegliedertes) Ganzes, das aus Teilen (Elementen bzw. Komponenten) besteht.”5, definieren. Jedoch benötigt dieses System nicht nur die Quantität der Teilelemente, sondern auch deren Qualität um funktionieren zu können.

Niklas Luhmann, ein Bielefelder Soziologe grenzt diese Definition um den Aspekt der Einheit in Differenz zur Umwelt ein. Die Systeme können entweder operativ geschlossen oder selbstreferenziell sein. Während Systeme, die operativ geschlossen sind, selbst Operieren und somit einen geschlossenen Regelkreis konstruieren, meint die Selbstreferenz den permanenten Bezug von Elementen des Systems auf andere Elemente des Systems.6

Da Niklas Luhmann die verschiedenen gesellschaftlichen Teilsysteme, die sich auf eine Funktion spezialisiert haben, welche sie für die Gesellschaft erbringen, unterscheidet, lässt sich auch für den Journalismus eine besondere Funktion herausstellen. Diese besteht deshalb in der Selbstbeobachtung der Gesellschaft. Dies heißt, dass der Journalismus einen Gesamtüberblick über das relevante und reale Geschehen zulässt. Zudem erbringt der Journalismus für Teilsysteme wie Politik besondere Leistungen, indem er innerhalb dieser Teilsysteme zwischen Bürgern und Politikern vermittelt.7

Nach Niklas Luhmann ,,hat man mit jedem Teilsystem die ganze Welt im Blick, jedoch immer gespalten durch die Differenz von System und Umwelt.“8 Auch der Kommunikationswissenschaftler Siegfried Weischenberg fasst den Journalismus aufbauend auf der Systemtheorie zusammen. So wird nach Weischenberg Journalismus als ein Teilsystem mit drei verschiedenen Ebenen verstanden, der gesellschaftlichen, organisatorischen und professionellen Ebene. Auf der gesellschaftlichen Ebene wird der Journalismus als eine soziale Ebene gesehen, mit der er eine Funktion für die Gesellschaft erfüllt. So beobachtet der Journalist verschiedene neue und relevante Gesellschaftsbereiche und stellt diese der öffentlichen Kommunikation zur Verfügung.9

Weiterhin geht Weischenberg davon aus, dass Aktualität ein übergeordneter Auswahlgesichtspunkt für den Journalismus ist. Seiner Ansicht nach gehören auf der organisatorischen Ebene formale und inhaltliche Kriterien wie Aktualität, Faktizität und Relevanz zur Journalismus-Definition. Deswegen werden Medien mit geringer Periodizität oder Faktizität aus dem Begriff des Journalismus ausgeschlossen.10

Der Journalismus ist ein gesellschaftliches Teilsystem mit der Funktion der Selbstbeobachtung der Gesellschaft. Indem der Journalismus Themen aktuell und universell ausgewählt, objektiv über diese berichtet, Beiträge publiziert und kontinuierlich mit Hilfe von Massenmedien an das Publikum verbreitet, stellt der Journalismus eine Öffentlichkeit her. Dabei ist vor allem die Autonomie eine notwendige Voraussetzung für die Erfüllung dieser Funktion.11

2.3 Geschichte

Die Entwicklung des Journalismus hängt eng mit der Geschichte des Mediums Schrift und der Evolution der neuen Technologien der Massenmedien zusammen. Um einen besseren Überblick zu ermöglichen wird die Geschichte des Journalismus in Meilensteine eingeteilt.

Die Anfänge des Journalismus liegen zur Zeit des 1.Jahrhunderts im römischen Reich. Das Acta Diurnum, welche vom römischen Konsul Gaius Julius Cäsar eingeführt wurde, war ein Informationsblatt, das täglich erschien. Die Redakteure, die an diesem ersten Medium arbeiteten und es durch Abschreiben vervielfältigten, hießen Diurnarii. Des Weiteren wurde im römischen Reich das sogenannte Commentarius Rerum Novarum veröffentlicht. Die einzelnen Beiträge dieser Zeitung wurden von rund 300 professionellen Schreibern verfasst und bildeten so die erste Wochenzeitung.12

Bereits Mitte des 15 Jhd. hat ein fundamentaler Medienwandel und somit der Beginn der Pressegeschichte stattgefunden. Im Jahre 1450 erfand der Mainzer Goldschmied Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, eine moderne Drucktechnik. Das revolutionäre Drucksystem war erstmals maschinenbetrieben und mit beweglichen Lettern. Zuvor war eine Vervielfältigung der Schrift und Geschriebenen nur durch den langwierigen und aufwendigen Holzdruck möglich. Beim Holzdruck wurde zunächst Papier auf den bearbeiteten und mit Farbe versehenen Holzstock gelegt und schließlich abgerieben.13

Im Gegensatz zum Holzdruck wurden bei der Druckmethode Gutenbergs einzelne Buchstaben aus dem Setzkasten genommen und auf einer Schiene zu Wörtern eingereiht. So entstand aus den einzelnen Wörtern eine Zeile, bis ein Satz und schließlich eine ganze Seite zustande kam. Im folgenden Prozess wurde die Seite auf den Drucktisch gelegt, die einzelnen Buchstaben mithilfe eines Ballens mit Farbe geschwärzt und vorsichtig ein neuer Papierbogen darübergelegt. Durch das Pressen des Pressblocks, welche die Buchstaben des Druckkastens beinhaltete, auf das Papier, wurden die Buchstaben gedruckt. Sobald der eigentliche Druck gelungen war, wurde das Papier zum Trocknen aufgehängt. Durch diese Erfindung wurde der Buchdruck reformiert und eine Medienrevolution ausgelöst. Gutenbergs Methode des Buchdrucks breitete sich schnell in Europa und fortlaufend auch in der gesamten Welt aus und beschleunigte die Herstellung und Verbreitung von Nachrichten, in Form von Flugblättern und Zeitungen. Zwar gab es vorher schon Zeitungen, jedoch wurden die Nachrichten früher per Brief oder sogenannten Informationsblätter hangeschrieben und durch Menschmedien, wie Kaufleute und Staatsbeamte übermittelt. Da jedoch neue Informationen aus der Welt über lange Landstrecken oder Seewege übermittelt werden mussten, gelang dem Journalismus selbst zu dieser Zeit jedoch noch nicht der Durchbruch.14

Daraufhin folgte die zweite Medienrevolution, in welcher ein Um schwung von der Dominanz der traditionellen Menschmedien zur Dominanz der neuen Schreib- und Massenmedien erfolgte.

Sowohl technologische als auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Faktoren waren maßgeblich für die weitergehende Entwicklung des Journalismus verantwortlich. Somit wurde seit Beginn des 19. Jahrhunderts durch den wirtschaftlichen Aufschwung und die Industrialisierung die Entwicklung der Presse in Deutschland beeinflusst und begünstigt. Ebenfalls wurden die Zielgruppen der Zeitung durch die Schulpflicht vergrößert und die Zugänglichkeit zu diesem Massenmedium vereinfacht.15

Einen weiteren Meilenstein stellt die Erfindung der Telegrafie im 19 Jhd. dar. Durch die Telegrafie wurde die Informationsübertragung optimiert und der Erfolg der Presse größer, da die Herstellung des Mediums billiger und schneller wurde.

Zudem hatte der Hörfunk, welcher in den 1920er Jahren etabliert wurde einen großen revolutionären Einfluss auf den Journalismus. Durch den Hörfunk wurde die Art zu schreiben und Informationen zu übertragen stark verändert. Nun konnten in Echtzeit aktuelle Nachrichten übertragen werden und mit Hilfe von Musik und der Stimme Emotionen an den Rezipienten besser vermittelt werden.16

Weiterhin stellt die Entwicklung von Bewegtbildern einen Meilenstein in der Geschichte des Journalismus dar. In den 1950er Jahren entwickelte sich der Fernseher zum Massenmedium. Während das neue Medium zunächst keine große Konkurrenz für den Hörfunk darstellte, da die Sendezeit begrenzt und die Zugänglichkeit beschränkt war, wuchs die Bedeutung des Fernsehers in den folgenden Jahren. Durch eine Ergänzung von Text und Bild konnten Nachrichten noch besser und schneller an ein breites Publikum gebracht werden. Somit entwickelte sich auch der Journalismus weiter und spezialisierte sich in neuen Teilgebieten, wie z.B. informativer und investigativer Journalismus.17

Das Aufkommen des Internets um das 1990 sollte den Journalismus vor eine große Herausforderung stellen. Der Online-Journalismus wurde etabliert. Durch diese Art des Journalismus ist es möglich, einfach und schnell aktuellste Nachrichten zu verbreiten. Zudem werden die Nachrichten durch Multimedia, also einem Zusammenspiel von Text, Ton, Bild und Film ergänzt und bereichert. Zusätzlich können in Zeiten des Online- Journalismus einstige Rezipienten nun selbst zu Produzenten werden. Jedem Internetnutzer wird die Möglichkeit geboten eigene Texte zu veröffentlichen und Inhalte zu teilen und zu kommentieren.18

2.4 Redaktionelle Berichterstattung im Journalismus

Der Journalismus lässt sich nach den journalistischen Handlungsrollen in verschiedene Ausprägungen einteilen. Kennzeichnend für die jeweilige Art ist die sich differenzierende journalistische Darstellungsform der Beiträge. Zu unterscheiden sind:19

- Informativer Journalismus
- Investigativer Journalismus
- Interpretativer Journalismus
- Neuer Journalismus
- Boulevard-Journalismus

Unter dem informativen Journalismus wird das professionelle Verbreiten von reinen, unveränderten Informationen in den Medien verstanden. Der Aspekt der Objektivität ist zudem für diese Ausprägung des Journalismus von großer Bedeutung, da die Berichterstattung sachlich, ohne eigene Meinung des Journalisten erfolgen soll. Aus diesem Grund werden die Informationen meist von Nachrichtenagenturen an die Medien weiterverkauft. Die Medien selbst ergänzen daraufhin eigene Kontextualisierung und Stellungnahme zu den jeweiligen Informationen bzw. Ereignissen.20

Eine abgewandelte Form ist der investigative Journalismus. Nach diesem Ansatz erfolgt die Veröffentlichung der Informationen erst nach sorgfältiger und zeitintensiver Recherche der Journalisten.21

Zusätzlich lässt sich die Berichterstattung durch die Ergänzung von Hintergrundinformationen und Interpretationen Ereignissen zum interpretativen Journalismus erweitern. Jedoch versucht der Journalist selbst bei dieser Art des Journalismus objektiv zu bleiben. Vielmehr ist der interpretative Journalismus als ein aufund erklärender Journalismus zu sehen.22

[...]


1 Vgl. Breyer-Mayländer: Vom Zeitungsverlag zum Medienhaus, 2014, S.8

2 Vgl. Aart: Globalization, 2005, S.17

3 Vgl. Buchner/ Püscher: Die Zeitung zwischen Print und Digitalisierung, 2001, S.24

4 Vgl. Lorenz: Journalismus, 2009, S.22

5 Vgl. Weber: Theorien der Medien, 2010, S.190

6 Vgl. Weber: Theorien der Medien, 2010, S.192

7 Vgl. Neuberger/Kapern: Grundlagen des Journalismus,2013 S.26

8 Luhmann in Weber: Theorien der Medien, S.190

9 Vgl. Weischenberg: Journalismus in Deutschalnd, 2006, S. 346-347

10 Vgl. Weischenberg: Journalismus in der Gesellschaft, 1998, S. 471 ff

11 Vgl. Neuberger/Kapern: Grundlagen des Journalismus, 2013, S.29

12 Vgl. Pürer, Raabe: Presse in Deutschland, 2007, S.54

13 Vgl. Kerlen: Einführung in die Medienkunde, 2003, S.91

14 Vgl. Haarmann: Die Geschichte der Schrift, 2004, S.129

15 Vgl. Hahn: Die industrielle Revolution in Deutschland, 2011, S.14 f.

16 Vgl. Weischenberg: Journalismus in Deutschland, 2006, S. 142

17 Vgl. Kerlen: Einführung in die Medienkunde, 2003, S.171 ff.

18 Vgl. Buchner/ Püscher: Die Zeitung zwischen Print und Digitalisierung, 2001, S.133

19 Vgl. Saxer: Medien-Kulturkommunikation, 1998, S.90 f.

20 Vgl. Neuberger/Kapern: Grundlagen des Journalismus, 2013, S.43

21 Vgl. Redelfs: Recherche mit Hindernissen: Investigativer Journalismus in Deutschland und den USA, 2003, S. 238

22 Vgl. Neuberger/Kapern: Grundlagen des Journalismus, 2013, S.44

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss von Internet Blogs auf den Journalismus
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V371404
ISBN (eBook)
9783668493636
ISBN (Buch)
9783668493643
Dateigröße
644 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die ZEIT, ZEIT, Journalismus, Publizistik, Weblogs, Internet, Web, Blogs, Blog, Hausarbeit, Zeitung, Zeitungsverlag
Arbeit zitieren
Magdalena Krosch (Autor), 2017, Der Einfluss von Internet Blogs auf den Journalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371404

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