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Welche Relevanz haben Pflegetheorien in der Praxis? Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle und Plegeergebnismodelle

Title: Welche Relevanz haben Pflegetheorien in der Praxis? Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle und Plegeergebnismodelle

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Ann-Christin Plach (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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In Deutschland existieren heute etwa 50 Pflegestudiengänge. Doch was bedeutet überhaupt „Pflegewissenschaft“? Hierfür gibt es verschiedene Definitionen: Pflegewissenschaft als Fürsorgewissenschaft, mit allen Aspekten und Ausprägungen der Fürsorge; als humanistische Wissenschaft und somit als die Wissenschaft von der menschlichen Erfahrung von Gesundheit und Krankheit; als Systematik überprüfter pflegerischer Erkenntnisse, damit pflegerisches Erfahrungswissen begrifflich erfasst, geordnet, überprüft und weitergegeben werden kann und als Praxis- und Handlungswissenschaft. Aufgaben der Pflegewissenschaft sind unter anderem Theorieentwicklung, Methodenentwicklung, empirische Pflegeforschung, Praxiserprobung und -umsetzung sowie die Wissensvermittlung.

Aufgrund ihres Abstraktionsgrades und ihrer Allgemeinheit stehen globale Pflegetheorien stehen in starker Kritik. Die Umsetzung der Theorien in der Praxis wird dazu durch Personalabbau, Leistungsverdichtung und kürzere Verweildauer der Patienten erschwert. Die absolute Notwendigkeit einer theoretisch fundierten Pflegepraxis steht allerdings nicht in Frage. Deshalb bietet diese Arbeit einen Überblick über die wichtigsten Pflegetheorien in der noch relativ jungen Pflegewissenschaft. Elf verschiedene Modelle werden vorgestellt und kurz charakterisiert, untergeordnet in die drei größeren Gruppen der Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle und Pflegeergebnismodelle, und deren Möglichkeiten und Grenzen kritisch hinterfragt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Methode und Material

3. Ergebnisse

3.1 Bedürfnismodelle

3.1.1 Lebensaktivitäten (Virginia Henderson 1955 und 1966)

3.1.2 Selbstpflegetheorie (Dorotha E. Orem 1971)

3.2 Interaktionsmodelle

3.2.1 Therapeutische Beziehung (Hildegard E. Peplau 1952)

3.2.2 Subjektive Lebenswelt (Josephine G. Paterson & Loretta T. Zderad 1961)

3.2.3 Interaktionsprozess (Ida J. Orlando 1961)

3.2.4 Alltagserfahrung- und theorie (Ernestine Wiedenbach 1964)

3.2.5 Interpersonale Aspekte der Pflege (Joyce Travelbee 1966)

3.2.6 Allgemeines Systemmodell (Imogen King 1971)

3.3 Pflegeergebnismodelle

3.3.1 Erhaltungsprinzipien in der Pflege (Myra E. Levine 1967)

3.3.2 Adaptionsmodell (Callista Roy 1976)

3.3.3 Verhaltenssystemmodell (Dorothy E. Johnson 1980)

4. Diskussion und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz klassischer Pflegetheorien für die heutige Pflegepraxis, indem sie deren Entwicklung, Inhalte und theoretische Hintergründe analysiert und kritisch hinterfragt. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Relevanz haben Pflegetheorien in der Pflegepraxis?“

  • Historische Entwicklung der Pflegetheorien seit den 1950er Jahren
  • Systematisierung in Bedürfnis-, Interaktions- und Pflegeergebnismodelle
  • Analyse der Anwendbarkeit theoretischer Ansätze in der klinischen Praxis
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Abstraktionsgrad und der Praxistauglichkeit
  • Notwendigkeit einer theoretisch fundierten Pflegeprofession

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Selbstpflegetheorie (Dorotha E. Orem 1971)

Mit der Selbstpflegetheorie, dessen Theorieentwurf Orem Ende der 50er Jahre entwickelte und 1971 publizierte, möchte Orem zur Systematisierung des Pflegehandelns beitragen. Die Selbstpflegedefizit-Theorie ist eine allgemeine Pflegetheorie und besteht aus einer Verbindung von drei Untertheorien. Das macht die Gesamttheorie sehr komplex. Die Untertheorien sind die Theorie der Selbstpflege, die Theorie des Selbstpflegedefizits und die Theorie des Pflegesystems.

Orem geht von einer Selbstfürsorgekompetenz des Menschen aus und stellt die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen, in den Mittelpunkt. Für Orem ist die Selbstfürsorge das Leitkriterium der professionellen Pflege. Wenn der Bedarf an Selbstfürsorge die Ressourcen des Menschen und die seiner Bezugspersonen überschreitet, bedarf es an Pflege. Über Art und Umfang der professionellen Pflege entscheidet das Ausmaß des entstandenen Selbstfürsorgedefizites. Zielsetzung der Pflege ist hierbei die Beseitigung des Defizits.

Wesentliches Merkmal dieser Theorie ist die Beziehung zwischen der Pflegekraft und des Patienten. Beide werden Ganzheitlich betrachtet. Zur Wahrung und Förderung der Würde des Patienten trägt dieses Merkmal maßgeblich bei. Ziele der Selbstpflegetheorie sind je nach Problem und Bedürfnis verschieden. Die Aufrechterhaltung und Wiedergewinnung des Wohlbefindens und die Förderung und Erhaltung der Gesundheit stehen im Mittelpunkt.

Um einen Pflegebedarf festzustellen, wird Orems Konzept des Selbstfürsorgedefizits häufig als Messinstrument verwendet (vgl. Schaeffer et al., 2011, S. 45f, Dennis, 2001, S.24).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel verortet die Pflegewissenschaft als junge Disziplin, beschreibt ihre Entwicklung in Deutschland und leitet die Fragestellung zur Bedeutung von Pflegetheorien ab.

2. Methode und Material: Hier wird das Vorgehen der Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken und Bibliotheken erläutert, welches die Grundlage für die Ergebnissammlung bildet.

3. Ergebnisse: Dieser Abschnitt bietet einen systematischen Überblick über verschiedene Pflegetheorien, unterteilt in Bedürfnis-, Interaktions- und Pflegeergebnismodelle, inklusive ihrer jeweiligen Kerninhalte.

4. Diskussion und Schlussfolgerung: Das Kapitel reflektiert die Anwendbarkeit der Theorien in der heutigen Pflegepraxis und diskutiert kritisch die Herausforderungen durch den Klinikalltag bei gleichzeitigem Festhalten an der Notwendigkeit theoretischer Fundierung.

Schlüsselwörter

Pflegewissenschaft, Pflegetheorien, Pflegepraxis, Selbstpflegetheorie, Interaktionsmodelle, Pflegeergebnismodelle, Theorieentwicklung, Pflegeprozess, Patientenversorgung, Professionalisierung, Gesundheit, Pflegehandlung, Pflegequalität, Metaparadigma, Bedürfnismodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Pflegetheorien, die seit den 1950er Jahren primär in den USA entstanden sind, und untersucht deren Eignung für die heutige deutsche Pflegepraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in die Vorstellung der Theoriegeschichte, die Systematisierung in Bedürfnis-, Interaktions- und Pflegeergebnismodelle sowie die kritische Reflexion des Nutzens dieser Ansätze für professionelle Pflegekräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, welche praktische Relevanz Pflegetheorien besitzen und wie sie dazu beitragen können, pflegerisches Handeln zu professionalisieren und wissenschaftlich zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in gesundheitswissenschaftlichen Datenbanken wie Carelit, Cinahl und Pubmed sowie einer ergänzenden Handsuche in Fachbibliotheken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene bekannte Pflegetheorien (z.B. nach Henderson, Orem, Peplau) detailliert vorgestellt und nach ihrem jeweiligen theoretischen Ansatz und ihren Zielen erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pflegewissenschaft, Pflegetheorien, Pflegepraxis, Theorieentwicklung, Pflegeprozess und Professionalisierung.

Warum stehen viele Pflegetheorien in der Kritik?

Die Kritik entzündet sich primär an ihrem hohen Abstraktionsgrad, der oft eine direkte Anwendung auf individuelle klinische Alltagsprobleme oder spezifische kulturelle Einzelfälle erschwert.

Welchen Einfluss haben aktuelle Rahmenbedingungen auf die Anwendung der Theorien?

Personalabbau, Leistungsverdichtung und kürzere Verweildauern von Patienten erschweren die Umsetzung einer idealen, theoriegeleiteten Pflege, da für die notwendige empathische und zeitintensive Zuwendung oft Ressourcen fehlen.

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Details

Title
Welche Relevanz haben Pflegetheorien in der Praxis? Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle und Plegeergebnismodelle
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
2,7
Author
Ann-Christin Plach (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V371436
ISBN (eBook)
9783668512740
ISBN (Book)
9783668512757
Language
German
Tags
Pflegetheorien Pflegepraxis Orem Krohwinkel Peplau Henderson pflegewissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Christin Plach (Author), 2016, Welche Relevanz haben Pflegetheorien in der Praxis? Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle und Plegeergebnismodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371436
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