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Mindestlohn in Deutschland. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Einkommensverteilung

Titel: Mindestlohn in Deutschland. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Einkommensverteilung

Bachelorarbeit , 2015 , 36 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Fenkl (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit 01.01.2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde in Deutschland. Die Regierung beugt sich damit dem Druck, etwas gegen den wachsenden Niedriglohnsektor in Deutschland zu unternehmen. Diese Arbeit soll evaluieren, ob dieses Ziel durch einen Mindestlohn zu erreichen ist, ohne negative Beschäftigungseffekte auf dem Arbeitsmarkt hervorzurufen. Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, ob sich der Mindestlohn positiv auf die Einkommensverteilung auswirken kann, da diese ein wesentlich wichtigerer Indikator für den Wohlstand einer Bevölkerung ist als die Lohnverteilung.

Im Kapitel Arbeitsmarkt werden zunächst drei verschiedene ökonomische Modelle vorgestellt, die die Auswirkungen eines Mindestlohns auf das Beschäftigungsniveau darstellen. Der zweite Abschnitt dieses Kapitels stellt empirische Studien aus verschiedenen Ländern vor, die bereits einen Mindestlohn eingeführt haben. Im letzten Abschnitt des Kapitels wird detailliert auf die Debatte in Deutschland eingegangen. Mit Hilfe von Expertenmeinungen sowie Theorie und Empirie aus den vorangegangen Abschnitten wird ein Zwischenfazit gezogen, welches die möglichen Auswirkungen des Mindestlohns auf den deutschen Arbeitsmarkt beschreibt.

In ähnlicher Herangehensweise konzentriert sich das dritte Kapitel auf die möglichen Effekte eines Mindestlohns auf die Einkommensverteilung. Es soll die wichtige Frage beantwortet werden, ob der Mindestlohn, selbst wenn es zu keinen Beschäftigungsverlusten kommt, ein geeignetes Mittel zur Armutsbekämpfung darstellt.
Die abschließende Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und erläutert, ob die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland eine aus ökonomischer Sicht sinnvolle Maßnahme ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ARBEITSMARKT

2.1 Theoretische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

2.1.1 Wettbewerbsfall

2.1.2 Monopsonfall

2.1.3 Effizienzlohntheorien

2.2 Praktische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

2.3 Debatte in Deutschland - Arbeitsmarkt

2.3.1 Expertenmeinungen

2.3.2 Status quo

2.3.3 Zu erwartende Beschäftigungseffekte

3 EINKOMMENSVERTEILUNG

3.1 Theoretische Auswirkungen auf die Einkommensverteilung

3.2 Praktische Auswirkungen auf die Einkommensverteilung

3.3 Debatte in Deutschland – Einkommensverteilung

4 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit evaluiert, ob der zum 01.01.2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn in Deutschland sein Ziel erreicht, den Niedriglohnsektor zu stärken, ohne dabei negative Beschäftigungseffekte hervorzurufen oder die Einkommensverteilung zu verschlechtern. Dabei wird untersucht, inwiefern der Mindestlohn ein geeignetes Instrument zur Armutsbekämpfung darstellt.

  • Analyse theoretischer ökonomischer Modelle (Wettbewerb, Monopson, Effizienzlohn)
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen auf Beschäftigung und Lohngerechtigkeit
  • Kritische Würdigung der Mindestlohndebatte in Deutschland
  • Gegenüberstellung von Lohnverteilung und tatsächlicher Einkommensverteilung in Privathaushalten

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Wettbewerbsfall

Um die theoretischen Auswirkungen eines Mindestlohns darzustellen, ist es sinnvoll sich zuerst mit dem neoklassischen Wettbewerbsfall zu befassen. Dieses Modell ist absoluter Standard in volkswirtschaftlichen Textbüchern und obliegt folgenden Annahmen:

Auf dem Markt gibt es nur zwei Akteure, Firmen und Haushalte.

Alle Firmen und Haushalte sind absolut identisch.

Es herrscht vollkommene Konkurrenz, d.h. Firmen haben keine Marktmacht und sind deshalb Preis- und Lohnnehmer.

Auf dem Markt herrscht vollkommene Information.

Davon ausgehend, dass Arbeitnehmer ihren Nutzen maximieren wollen und bei steigenden Löhnen dazu bereit sind, ihre Freizeit für Arbeit zu substituieren, um mehr konsumieren zu können, lässt sich eine wachsende Arbeitsangebotsfunktion Ls darstellen. Ebenso ist anzunehmen, dass bei steigenden Löhnen die Arbeitgeber weniger Arbeitskräfte nachfragen. Da die Arbeitgeber ebenfalls ihren Nutzen maximieren wollen, fragen sie also nur so lange nach Arbeitskräften, wie sie ihnen zusätzlichen Profit liefern, bzw. bis die Grenzproduktivität der Arbeit dem Lohn entspricht. Dadurch stellt sich die Nachfragefunktion nach Arbeitskräften in einer fallenden Arbeitsnachfragefunktion LD dar. Im Schnittpunkt dieser beiden Funktionen befindet sich der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht bei einem Lohn w* und einer Beschäftigung L*.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich Beschäftigungseffekten und Verteilungswirkungen.

2 ARBEITSMARKT: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Mindestlöhnen durch ökonomische Modelle sowie Analyse empirischer Studien und der aktuellen deutschen Debatte.

3 EINKOMMENSVERTEILUNG: Analyse der Effekte des Mindestlohns auf die Einkommensstruktur, die Lohngerechtigkeit und die Eignung als Instrument zur Armutsbekämpfung.

4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit zur ökonomischen Sinnhaftigkeit der Mindestlohneinführung unter Berücksichtigung der analysierten Beschäftigungs- und Verteilungseffekte.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Deutschland, Arbeitsmarkt, Einkommensverteilung, Beschäftigungseffekte, Neoklassik, Monopson, Effizienzlohn, Lohngerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Lohnungleichheit, Niedriglohnsektor, Sozialversicherungspflicht, Transferentzugsraten, Arbeitslosengeld II

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen des in Deutschland eingeführten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen auf das Beschäftigungsniveau (Arbeitsmarkt) sowie der Veränderung der Einkommensverteilung in privaten Haushalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll evaluiert werden, ob der Mindestlohn Arbeitsplätze gefährdet und ob er tatsächlich ein effektives Mittel zur Armutsbekämpfung darstellt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Modelle (z.B. neoklassischer Wettbewerb, Monopson, Effizienzlohntheorien) und einer Auswertung empirischer Studien aus verschiedenen Ländern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische und empirische Betrachtung des Arbeitsmarktes sowie eine umfassende Analyse der Einkommensverteilungseffekte, ergänzt durch die spezifische Debatte in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Mindestlohn, Beschäftigungseffekte, Lohngerechtigkeit, Armutsbekämpfung und die ökonomische Analyse von Arbeitsmarktstrukturen.

Warum wird der "Monopsonfall" so intensiv diskutiert?

Der Monopsonfall dient als theoretische Begründung, warum Mindestlöhne unter bestimmten Marktbedingungen Beschäftigung sogar steigern könnten, im Gegensatz zum neoklassischen Standardmodell.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass der Mindestlohn kein ideales Mittel gegen Armut ist?

Die Analyse zeigt, dass Mindestlohnempfänger über alle Einkommensklassen verteilt sind und hohe Transferentzugsraten bei Arbeitslosengeld-II-Beziehern den Einkommensgewinn neutralisieren.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mindestlohn in Deutschland. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Einkommensverteilung
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
International Business Studies
Note
1,3
Autor
Martin Fenkl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
36
Katalognummer
V371772
ISBN (eBook)
9783668499577
ISBN (Buch)
9783668499584
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mindestlohn Einkommensverteilung Beschäftigungsverluste Arbeitsmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Fenkl (Autor:in), 2015, Mindestlohn in Deutschland. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Einkommensverteilung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371772
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Leseprobe aus  36  Seiten
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