In der vorliegenden Arbeit wird ein Projektkonzept beschrieben, welches sich mit dem Medien-Nutzungsverhalten von 12- bis 13-jährigen Schülern auseinandersetzt.
Im Mittelpunkt der gesundheitswissenschaftlichen Betrachtung stehen u. a. die gesundheitlichen Auswirkungen der Medien-Nutzung bei Jugendlichen im allgemeinen, die gesundheitspolitische Relevanz eines solches Projekts, der Stand der Forschung auf diesem Gebiet, mehrere Best Practice Beispiele, aber auch die theoretische Durchführung, eine denkbare Finanzierungs- und Zeitplanung sowie die Projekt-Evaluation.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Problembetrachtung
2.1 Physische Belastungen
2.2 Psychische Auswirkungen
3 Entwicklung der Fragestellung
3.1 In Bezug auf die Jugendlichen
3.2 In Bezug auf die Eltern und Lehrer
4 Thema und Ziele
4.1 Kurzfristige Ziele
4.2 Mittelfristige Ziele
4.3 Langfristige Ziele
4.4 „SMART“-Kriterien
5 Gesundheitspolitische Relevanz
5.1 Thematisierung in der Öffentlichkeit
5.2 Jugendschutz und Politik
6 Stand der Forschung und Entwicklung in der Praxis
6.1 Begriffsbestimmung
6.1.1 Gesundheitsförderung und Setting-Ansatz
6.1.2 Der Ansatz der Gesundheitsaufklärung und Gesundheitserziehung
6.1.3 Das Transtheoretische Modell
6.2 Empirische Forschung
6.2.1 Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
6.2.2 Studie „Jugend 3.0 - abgetaucht nach Digitalien“
6.3 Best Practice Projekte
6.3.1 Projekt „Check the web“
6.3.2 Präventionstheater „Lauffeuer“
7 Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur Akzeptanzsicherung
8 Durchführung
8.1 Planung und Initialisierung
8.2 Durchführung Teil 1
8.3 Durchführung Teil 2
8.4 Evaluation und Abschluss
9 Zeitplanung
10 Finanzierung
10.1 Ressourcen und Kompetenzen
10.2 Finanzielle Förderung
10.3 Kosten- und Finanzplan
11 Evaluation
12 Erwartbare Ergebnisse
13 Übertragbarkeit
14 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines gesundheitsfördernden Projektes für 12- bis 13-jährige Jugendliche, um den negativen gesundheitlichen Folgen einer exzessiven Internetnutzung durch mobile Endgeräte entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie Jugendliche für einen bewussten Medienumgang sensibilisiert und durch präventive Maßnahmen zu einer Verhaltensänderung motiviert werden können.
- Gesundheitsförderung im Setting Schule
- Analyse des Mediennutzungsverhaltens von Jugendlichen
- Prävention von physischen und psychischen Belastungen durch Smartphone-Nutzung
- Beteiligung von Eltern und Lehrkräften zur nachhaltigen Medienerziehung
Auszug aus dem Buch
2 Problembetrachtung
Die Digitalisierung des Alltags schreitet stetig und immer schneller voran (Spitzer, 2015, S. 9). Selbst Kinder kommen heutzutage schon frühzeitig mit digitalen Medien, wie z. B. Spielekonsolen, Computer, Smartphones und nicht zuletzt dem Fernseher, in Kontakt (Spitzer, 2015, S. 56). Während es den Eltern kleinerer Kinder noch möglich ist, den Medienkonsum zu reglementieren, ist es spätestens beim Eintritt in die weiterführenden Schulen schwierig, denn hier unterliegen die Kinder bzw. Jugendlichen derweil einem Konformitätsdruck ihrer Peergroup, dem auch die Eltern hilflos gegenüberstehen (Hornbrecher & Baron, 2015, S. 8 ff). Sie fügen sich den Ansprüchen ihrer Kinder und statten sie mit der neuen Technik aus, obwohl sie größtenteils über geringe Kontrollmöglichkeiten der Mediennutzung ihrer Kinder verfügen (ebd.). Zum einen fehlt den Eltern häufig die nötige Medienkompetenz, zum anderen möchten Jugendliche ihren Medien-Umgang autonom gestalten, was immer wieder zu Konflikten mit den Eltern führt (Wagner, Eggert & Schubert, 2016, S. 3).
Studien zufolge besitzen 79% der 12- bis 17-Jährigen bereits ein eigenes Smartphone (Hornbrecher et al, 2015, S. 5). Das Bild von Jugendlichen auf öffentlichen Plätzen, in Cafés, auf den Straßen, mit ihrem Smartphone als ständigen Begleiter in der Hand, ist zu einem bekannten Bild geworden. Denn dieses mobile Endgerät ist jederzeit griffbereit, multifunktional und leicht zu bedienen (Nemitz & Rieder, 2011). Jugendliche verbringen einen erheblichen Teil ihrer Freizeit heutzutage hauptsächlich mit elektronischen Medien (Schmitz, Ellert, Gutsche, Poethko-Müller, Ryl, Schlack & Ziese, 2014, S. 37). Statt sich mit Freunden zu treffen, chatten sie und präsentieren sich alltäglich in sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Twitter, Instagram und Facebook. Auch zeitintensives Video schauen auf Seiten wie z. B. YouTube ist sehr beliebt, ebenso Musik hören und Spiele spielen (Spitzer, 2015, S. 57).
Aus den geschilderten Sachverhalten können sich sowohl physische, als auch psychische Belastungen ergeben. Diese gesundheitlichen Effekte werden nachfolgend näher betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Allgegenwärtigkeit digitaler Medien im Alltag von Jugendlichen und benennt die gesundheitlichen Risiken, die eine exzessive Internetnutzung mit sich bringt.
2 Problembetrachtung: Dieses Kapitel analysiert die zunehmende Digitalisierung, das veränderte Nutzungsverhalten von Jugendlichen sowie die daraus resultierenden physischen und psychischen Belastungen.
3 Entwicklung der Fragestellung: Hier werden zentrale Forschungsfragen formuliert, die sich sowohl auf das Nutzungsverhalten der Jugendlichen als auch auf die Rolle von Eltern und Lehrkräften beziehen.
4 Thema und Ziele: Es werden spezifische, kurz-, mittel- und langfristige Ziele des Projekts „OnLife“ definiert, die den SMART-Kriterien folgen.
5 Gesundheitspolitische Relevanz: Dieses Kapitel diskutiert die öffentliche Debatte um den Medienkonsum sowie bestehende jugendpolitische Schutzkonzepte.
6 Stand der Forschung und Entwicklung in der Praxis: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Setting-Ansatz und das Transtheoretische Modell sowie aktuelle Studien und Best-Practice-Projekte dargelegt.
7 Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur Akzeptanzsicherung: Das Kapitel evaluiert die praktische Umsetzbarkeit des Projekts und zeigt Strategien zur Einbindung der Zielgruppen auf.
8 Durchführung: Detaillierte Planung der Projektschritte, unterteilt in verschiedene Arbeitspakete von der Initialisierung bis zum Abschluss.
9 Zeitplanung: Darstellung des zeitlichen Ablaufs der einzelnen Projektphasen mittels tabellarischer und grafischer Übersicht.
10 Finanzierung: Analyse des notwendigen Budgets, der Ressourcen und der potenziellen Fördermittelquellen.
11 Evaluation: Beschreibung der geplanten summativen und formativen Evaluationsmethoden zur Überprüfung des Projekterfolgs.
12 Erwartbare Ergebnisse: Prognose der erwarteten positiven Auswirkungen des Projekts auf das Wissen und Verhalten der Schüler.
13 Übertragbarkeit: Diskussion der Möglichkeiten, das entwickelte Projektkonzept auf andere Klassen oder Schulen zu übertragen.
14 Ausblick: Einordnung des Projekts in aktuelle bildungspolitische Entwicklungen, wie den „DigitalPakt#D“.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Digitale Medien, Jugendliche, Smartphone-Nutzung, Medienkompetenz, Prävention, Setting-Ansatz, Internetnutzung, Gesundheitsrisiken, Transtheoretisches Modell, Jugendmedienschutz, Verhaltensänderung, Mediennutzungsprotokoll, Projektkonzeption, Lebenswelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Gesundheitsförderungsprojekts für Jugendliche, um den Herausforderungen durch die allgegenwärtige Nutzung digitaler Medien entgegenzutreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die gesundheitlichen Auswirkungen von exzessiver Internet- und Smartphone-Nutzung, die Förderung von Medienkompetenz sowie die Einbindung von Eltern und Lehrkräften in den Präventionsprozess.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Jugendlichen im Alter von 12 bis 13 Jahren einen gesünderen und bewussteren Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln, um physische und psychische Belastungen zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung und stützt sich auf das Transtheoretische Modell zur Verhaltensänderung sowie quantitative und qualitative Evaluationsmethoden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine Problemanalyse, die Herleitung der Projektziele, eine theoretische Fundierung durch Forschungsergebnisse, die praktische Durchführungsplanung inklusive Zeit- und Kostenplan sowie ein Evaluationskonzept.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesundheitsförderung, Medienkompetenz, Prävention, Smartphone-Nutzung, Setting-Ansatz und Jugendschutz.
Wie unterscheidet sich das Projekt „OnLife“ von anderen Ansätzen?
Das Projekt „OnLife“ fokussiert sich explizit auf die gesundheitlichen Aspekte der Mediennutzung, anstatt nur die klassischen Themen wie Cyber-Kriminalität oder Jugendschutzverletzungen zu behandeln.
Warum ist die Einbeziehung der Eltern so wichtig?
Da Eltern oft über geringe Möglichkeiten zur Kontrolle der Mediennutzung ihrer Kinder verfügen, soll das Projekt sie durch Aufklärung und aktive Mitarbeit bei der Entwicklung eines gesunden Medienumgangs unterstützen.
- Quote paper
- Nancy Kolling (Author), 2017, OnLife. Ein Projekt zur Gesundheitsförderung von Jugendlichen mit Fokus auf die Omnipräsenz digitaler Medien in deren Lebenswelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371782