In dieser Arbeit möchte ich eine technisch-didaktische Analyse der E-Learning-Plattform OLAT am Beispiel der Lehrveranstaltung "Einführung in die Pädagogische Psychologie" an der Goethe Universität Frankfurt vornehmen und dabei empirisch ermitteln, welche Stärken und Schwächen das E-Learning-System aufweist und inwiefern Optimierungsbedarf besteht. Die ausgewählte Lehrveranstaltung wird als konventionelle Präsenzveranstaltung mit einem ergänzenden virtuellen Kurs geführt. Solche hybriden Lernarrangements – Blended Learning genannt - nutzen die Vorteile, die sich mit der Nutzung einer Lernplattform anbieten ohne auf eine Präsenzveranstaltung zu verzichten.
Zu Beginn dieser Arbeit möchte ich zunächst erläutern, was unter dem Begriff E-Learning zu verstehen ist und dabei auf die Forderung des lebenslangen Lernens und den Begriff Medienkompetenz, welcher in gewisser Ausprägung sowohl aus Lerner- als auch aus Lehrersicht als wichtige Voraussetzung für erfolgreiches E-Learning gilt, eingehen. Zudem beschreibe ich Aspekte des Blended Learning.
Um die Funktionen und Fähigkeiten von OLAT und deren Umsetzung in dem von mir als Beispiel gewählte Veranstaltung lernpsychologisch analysieren und bewerten zu können, stelle ich neben den klassischen Lerntheorien Behaviourismus, Kognitivismus und Konstruktivismus auch die junge Lerntheorie Konnektivismus nach George Siemens und das Modell des Instruktionsdesigns dar, da mir die Berücksichtigung dieser beiden Modelle hinsichtlich Aktualität und Relevanz als sehr sinnvoll erscheint.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. E-Learning und das Lernen mit Neuen Medien
2.1 Was bedeutet E-Learning
2.2 Lernplattformen
2.2.1 Kommunikationswerkzeuge
2.2.2 Kollaborationsunterstützung
2.2.3 Evaluationswerkzeuge
2.2.4 Kursgestaltung
2.2.5 Blended Learning
3. Die klassischen Lerntheorien und E-Learning
3.1 Der Behaviorismus
3.2 Der Kognitivismus
3.3 Der Konstruktivismus
4. Vorstellung und Analyse der E-Learning-Plattform OLAT
4.1 Darstellung der Funktionsweise und Möglichkeiten von OLAT
4.1.1 Allgemeines
4.1.2 Einstieg
4.1.3 Rollen- und Rechteverteilung
4.1.4 Gruppen
4.1.4.1 Arbeitsgruppen
4.1.4.2 Lerngruppen
4.1.4.3 Rechtegruppen
4.1.4.4 Gruppenwerkzeuge
4.1.5 Lernressourcen
4.1.5.1 Kurs
4.1.5.2 CP-Lerninhalt
4.1.5.3 SCORM-Lerninhalt
4.1.5.4 Wiki
4.1.5.5 Podcast
4.1.5.6 Blog
4.1.5.7 Portfoliovorlage
4.1.5.8 Test
4.1.5.9 Fragebogen
4.1.5.10 Ressourcenordner
4.1.5.11 Glossar
4.1.6 Autorenwerkzeuge
4.1.6.1 Kurseditor
4.1.6.2 Gruppenmanagement
4.1.6.3 Rechtemanagement
4.1.6.4 Datenarchivierung
4.1.6.5 Bewertungwerkzeug
4.1.6.6 Statistiken
4.1.7 Kursbausteintypen
4.1.7.1 Kursbausteine zum Kursaufbau
4.1.7.2 Kursbausteine zur Kursorganisation
4.1.7.3 Kursbausteine zur Testung
4.1.7.4 Kursbausteine zur Kommunikation und Kollaboration
4.2 Lerntheoretische Analyse der Lernplattform OLAT
5. Datenerhebung - Präsentation und Interpretation der Daten
5.1 Vorgehensweise
5.2 Ergebnisse
5.3 Interpretation und Schlussfolgerungen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit führt eine technisch-didaktische Analyse der E-Learning-Plattform OLAT durch, um deren Stärken und Schwächen im praktischen Einsatz – konkret an der Lehrveranstaltung "Psychologische Grundlagen von Bildung, Unterricht und Erziehung" der Goethe-Universität Frankfurt – zu evaluieren und Optimierungsbedarf abzuleiten.
- E-Learning-Grundlagen und Integration von Blended Learning.
- Theoretische Fundierung durch Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus.
- Detaillierte funktionale Analyse der Lernplattform OLAT (Rollen, Gruppen, Lernressourcen, Autorenwerkzeuge).
- Empirische Datenerhebung mittels quantitativer Befragungen unter Studierenden.
- Interpretation der Nutzererfahrungen und Ableitung von Empfehlungen zur Systemoptimierung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Behaviorismus
Der Behaviorismus ist eine Lerntheorie, die bis ins tiefe 20. Jahrhundert die Lernpsychologie dominierte. Lernen erfolgt dieser Theorie zufolge über Reize (Input) und Reaktionen (Output), während Verarbeitungsprozesse beim Lerner keine Rolle spielen (Black Box) (vgl. Reinmann: S. 93). Diese Theorie zeigt kein Interesse an der „bewussten (kognitiven) Steuerungsprozessen“, sondern vor allem an Verhaltenssteuerung“ (vgl. Baumgartner 2002/2003: S. 3). Mithilfe von einigen wenigen angeborenen Fähigkeiten lernt eine Person Verhaltensweisen (Reiz-Reaktions-Verbindungen), um sich seiner Umgebung anzupassen.
Iwan Pawlow begründete die klassische Konditionierung mit seinen Experimenten, in denen er Hunde reflexauslösenden (konditionierten) und neutralen (unkonditionierten) Reizen gleichzeitig aussetzte, wodurch sich mit der Zeit der neutrale Reiz beim Hund als reflexauslösender (konditionierter) Reiz etablierte. Begründet wurde dieses Ergebnis mit der räumlichen und zeitlichen Nähe des unkonditionierten und konditionierten Reizes.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands und der Zielsetzung, das hybride Lehrformat "Blended Learning" anhand der Plattform OLAT empirisch zu analysieren.
2. E-Learning und das Lernen mit Neuen Medien: Definition von E-Learning und Systematisierung der notwendigen Werkzeuge auf Lernplattformen wie Kommunikation, Kollaboration und Kursgestaltung.
3. Die klassischen Lerntheorien und E-Learning: Darstellung der behavioristischen, kognitivistischen und konstruktivistischen Lerntheorien sowie deren Übertragung auf die Gestaltung von E-Learning-Umgebungen.
4. Vorstellung und Analyse der E-Learning-Plattform OLAT: Umfassende technische Beschreibung der Funktionen von OLAT, unterteilt in Rollenrechte, Gruppenmanagement, Lernressourcen und Autorenwerkzeuge, ergänzt durch eine lerntheoretische Einordnung.
5. Datenerhebung - Präsentation und Interpretation der Daten: Darstellung des empirischen Vorgehens mittels standardisierter Fragebögen sowie Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Nutzerzufriedenheit, technischer Hürden und Verbesserungsvorschlägen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der OLAT-Plattform unter Berücksichtigung der theoretischen Analyse und der empirischen Daten, inklusive eines Ausblicks auf notwendige Optimierungspotenziale.
Schlüsselwörter
E-Learning, OLAT, Blended Learning, Lerntheorien, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Lernplattform, Hochschullehre, Empirische Studie, Datenerhebung, Medienkompetenz, Kursmanagement, Gruppenarbeit, Usability.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert die technische Funktionalität und didaktische Eignung der E-Learning-Plattform OLAT im Rahmen eines hybriden Lehrformates an der Universität Frankfurt.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?
Das Spektrum reicht von den theoretischen Grundlagen des E-Learnings und den klassischen Lerntheorien bis hin zur praktischen Bedienung und dem Kursdesign auf der OLAT-Plattform.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse der Plattform und die Befragung der Studierenden Stärken und Schwächen zu identifizieren und konkrete Verbesserungsvorschläge für das System und dessen Anwendung zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein methodischer Mix verwendet: Eine fundierte Literaturrecherche zur theoretischen Einordnung und eine quantitative empirische Erhebung durch standardisierte Fragebögen bei den Kursteilnehmern.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Einführung in die OLAT-Funktionen (Rollen, Ressourcen, Autorenwerkzeuge) und eine lerntheoretische Reflexion, gefolgt von der Präsentation der empirischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören OLAT, E-Learning, Blended Learning, Medienkompetenz und Usability im akademischen Kontext.
Welche Rolle spielen die Lerntheorien für die Analyse von OLAT?
Sie dienen als theoretischer Rahmen, um zu prüfen, ob und inwieweit die Funktionalitäten von OLAT behavioristische, kognitivistische oder konstruktivistische Lernmethoden unterstützen oder fördern können.
Wie bewerten die Studierenden die Benutzerfreundlichkeit von OLAT?
Die Bewertung ist überwiegend positiv, jedoch wird eine mangelnde Übersichtlichkeit, insbesondere bei der Kursfindung für Einsteiger, sowie eine umständliche Test- und Download-Prozedur kritisiert.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2012, Technisch-didaktische Analyse der E-Learning-Plattform OLAT, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371800