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Pierre Bourdieu

Title: Pierre Bourdieu

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katja Bruckhaus (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Als wir in einer unserer Seminarsitzung zuerst einen kurzen Lebenslauf Bourdieus bekamen und dann über seinen Text „Auslese und Gnadenwahl: Soziale Struktur und Studienerfolg der Studenten“ aus seinem Werk „Die Illusion der Chancengleichheit“ sprachen, hat mich dieses Thema von Anfang an sehr interessiert. Da der Titel des Seminars „Bildung und soziale Ungleichheit“ lautet, passt Bourdieu mit seinen Ausführungen zur Gesellschaft und insbesondere zum Bildungssystem (z.B. Die Illusion der Chancengleichheit) thematisch sehr gut zum Gesamtthema der Lehrveranstaltung. Zu Beginn dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Leben Bourdieus. Danach werde ich einige seiner wichtigsten Werke nennen und seine Bedeutung innerhalb der Soziologie verdeutlichen. Anschließend befasse ich mich mit den drei Formen des kulturellen Kapitals, die dazu verhelfen sollen, die Ungleichheit der schulischen Leistungen von Kindern aus verschiedenen sozialen Klassen verstehen zu können. Des Weiteren werde ich den Begriff des Habitus näher erläutern, da das Habituskonzept in allen ethnologischen und soziologischen Untersuchungen Bourdieus entweder präsent ist oder zumindest als Erklärungsansatz im Hintergrund steht. Als letzten Punkt werde ich Bourdieus grundlegende Aussagen zu unserem Bildungssystem darlegen und dabei näher auf 1. die soziale Chancenungleichheit gegenüber Schule und Kultur, 2. die Übertragung des kulturellen Kapitals und 3. auf die Funktionsweise der Schule und ihre Funktion der Erhaltung des Bestehenden eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pierre Bourdieu

2.1 Elemente einer soziologischen Selbstbeschreibung

2.2 Veröffentlichte Werke

2.3 Bourdieus Bedeutung in der Soziologie

3. Das kulturelle Kapital

3.1 Inkorporiertes kulturelles Kapital

3.2 Objektiviertes kulturelles Kapital

3.3 Institutionalisiertes kulturelles Kapital

4. Habitus

5. Die konservative Schule

5.1 Die soziale Chancenungleichheit gegenüber Schule und Kultur

5.2 Die Übertragung des kulturellen Kapitals

5.3 Die Funktionsweise der Schule und ihre Funktion der Erhaltung des Bestehenden

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken und die soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu im Kontext des Bildungssystems. Das Hauptziel besteht darin, die Mechanismen der sozialen Ungleichheit zu entschlüsseln, die durch das Bildungswesen perpetuiert werden, indem die Konzepte des kulturellen Kapitals und des Habitus auf die schulische Praxis angewendet werden.

  • Biografische Einordnung und soziologische Bedeutung von Pierre Bourdieu
  • Differenzierung der drei Formen des kulturellen Kapitals
  • Analyse des Habitus-Konzepts als Erklärungsmodell für soziale Praxis
  • Kritische Auseinandersetzung mit der "konservativen Schule"
  • Mechanismen der Chancenungleichheit und Selektion im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.1 Inkorporiertes kulturelles Kapital

Unter inkorporiertem Kapital versteht man im weitesten Sinne die Bildung, die sich jeder Mensch in unterschiedlichster Form im Laufe seines Lebens aneignet. Es ist denselben biologischen Grenzen unterworfen wie seine jeweiligen Inhaber. Jedes Individuum muss dafür seine persönliche Zeit investieren, denn das inkorporierte Kapital ist grundsätzlich körpergebunden und somit weder genetisch vererb- noch übertragbar auf andere Menschen, bzw. lässt sich die Inkorporation von Bildung nicht durch fremde Personen durchführen.

„Inkorporiertes kulturelles Kapital ist ein Besitztum, das zu einem festen Bestandteil der „Person“, zum Habitus geworden ist.“

Die Bildung eines jeden Menschen stirbt, wenn der Mensch selbst auch stirbt. Er kann diese auch nicht an andere weitergeben, denn wie schon erwähnt muss sich jeder Mensch unter Beanspruchung der eigenen Zeit selber bilden. In unserer heutigen Gesellschaft ist das inkorporierte kulturelle Kapital nicht gleichmäßig verteilt, da nicht alle Menschen über die ökonomischen und kulturellen Mittel verfügen, die es ihnen gestatten, die Bildung ihrer Kinder über das Minimum hinaus auszudehnen, das für die Reproduktion der Arbeitskraft mit dem geringsten Marktwert notwendig wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl im Kontext des Seminars „Bildung und soziale Ungleichheit“ und legt das methodische Vorgehen dar.

2. Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel liefert einen biografischen Überblick unter Berücksichtigung von Bourdieus eigenen Reflexionen und würdigt seine herausragende Stellung in der internationalen Soziologie.

3. Das kulturelle Kapital: Hier werden die drei Dimensionen des kulturellen Kapitals – inkorporiert, objektiviert und institutionalisiert – definiert und theoretisch hergeleitet.

4. Habitus: Das Kapitel erläutert den zentralen Begriff des Habitus als Erzeugungsprinzip für soziale Praktiken und lebensweltliche Einstellungen.

5. Die konservative Schule: Dieser Abschnitt analysiert das Bildungssystem als Instanz, die soziale Ungleichheit durch die Bewertung kulturellen Erbes legitimiert.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Komplexität des Bourdieu'schen Werkes und reflektiert den Erkenntnisgewinn sowie die Herausforderungen während der Erarbeitung dieser Hausarbeit.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Soziologie, kulturelles Kapital, Habitus, Bildungssystem, soziale Ungleichheit, Chancenungleichheit, Schule, Habituskonzept, soziale Schichten, institutionelle Selektion, Bildungssoziologie, kulturelles Erbe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen Grundkonzepten von Pierre Bourdieu und deren Anwendung auf die Strukturen des Bildungssystems.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das kulturelle Kapital, der Habitus-Begriff sowie die Rolle der Schule bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie durch das Konzept des kulturellen Kapitals und den Habitus die Ungleichheit schulischer Leistungen zwischen verschiedenen sozialen Klassen erklärt werden kann.

Welche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Bourdieus Hauptwerken und ergänzender sekundärsoziologischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Biografie Bourdieus, die Definition seiner zentralen Begriffe und eine kritische Untersuchung der "konservativen Schule".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie kulturelles Kapital, Habitus, soziale Ungleichheit und Bildungssoziologie charakterisiert.

Warum lehnt Bourdieu den Begriff der Biographie ab?

Bourdieu lehnt den Begriff ab, da eine kohärente Lebensbeschreibung als "absurd" betrachtet wird, sofern sie die komplexen Strukturen des sozialen Raumes und des Habitus nicht berücksichtigt.

Wie unterscheidet sich inkorporiertes von objektiviertem kulturellem Kapital?

Während inkorporiertes Kapital körpergebunden und persönlich erworben ist, lässt sich objektiviertes Kapital in Form von materiellen Gütern (z.B. Kunstwerken) übertragen.

Warum fungiert die Schule nach Bourdieu als "konservative" Instanz?

Die Schule bewertet Leistungen anhand eines Habitus, der in privilegierten Klassen als kulturelles Erbe vermittelt wird, und legitimiert somit faktische Ungleichheiten als natürliche Begabung.

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Details

Title
Pierre Bourdieu
College
University of Münster  (FB 6 Erziehungswissenschaft)
Course
Seminar Bildung und soziale Ungleichheit
Grade
1,7
Author
Katja Bruckhaus (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V37183
ISBN (eBook)
9783638366021
Language
German
Tags
Pierre Bourdieu Seminar Bildung Ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Bruckhaus (Author), 2005, Pierre Bourdieu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37183
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