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Die internationale Dimension des Siebenjährigen Krieges (1754/56-1763). Ein erster "Weltkrieg"?

Titel: Die internationale Dimension des Siebenjährigen Krieges (1754/56-1763). Ein erster "Weltkrieg"?

Bachelorarbeit , 2016 , 48 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Bachelor of Arts Marcel K. Schwertel (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Siebenjährigenkrieg als globaler Krieg bzw. "ersten" Weltkrieg.

Das Thema der vorliegenden Arbeit, welches sich mit der Internationalität und Wichtigkeit des Siebenjährigen Krieges in der Frühen Neuzeit auseinandersetzt, wurde bewusst gewählt, da der dieser Krieg in der deutschen Geschichtsschreibung, oder vielmehr im Unterricht an deutschen Schulen, im Verhältnis zu den sogenannten „Atlantischen Revolutionen“, also der
Amerikanischen Revolution und der Französischen Revolution, scheinbar stark vernachlässigt wird.

Der Siebenjährige Krieg erscheint nur als ein Vorläufer zur Amerikanischen Revolution. Und falls man sich doch näher mit dem Thema beschäftigt, geht es zumeist nur um den „Dritten Schlesischen Krieg“ und damit einhergehend, Preußens Aufstieg zur
Großmacht unter Friedrich II. Dies kann zu der fehlerhaften Annahme führen, dieser Krieg habe nur regionale Aspekte, obwohl es durchaus globale Aspekte innerhalb des Siebenjährigen Krieges gab. Deshalb möchte sich die Arbeit nicht nur mit der preußischhabsburgischen Auseinandersetzung beschäftigen, sondern auch alle weiteren Teilkonflikte des Siebenjährigen Krieges miteinbeziehen. Dabei ist zu beachten, dass die Geschichte und Ereignisse eines Krieges oder eines Konfliktes zu analysieren für einen Historiker immer eine große Herausforderung darstellt. Neben der Frage, auf welches Quellenmaterial man sich stützt, kommt es auch darauf an, auf welcher konzeptionellen Grundlage, und damit einhergehend, aus welcher Perspektive die wissenschaftliche Arbeit entsteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Thematik

2. Vorgeschichte des Siebenjährigen Krieges (1701-1748)

2.1. Vom Spanischen hin zum Österreichischen Erbfolgekrieg (1701-1742)

2.2. Der Österreichische Erbfolgekrieg (1742-1748)

3. Interessen und Ziele der späteren Kriegsparteien nach dem Frieden von Aachen 1758

4. Konflikte und Diplomatie zwischen 1748 und 1756

5. Auf dem Weg zum „Renversement des alliances“ im Jahre 1756

5.1. Die Konvention von Westminster (16. Januar 1756)

5.2. Der Vertrag von Versailles

6. Der Siebenjährige Krieg auf allen Kontinenten (1756-1763)

6.1. Kriegsverlauf in Europa (1756-1762)

6.2. Kriegsverlauf und Nachwirkungen in Amerika und der Karibik (1756-1766)

6.3. Kriegsverlauf in Asien und Afrika (1756-1764).

7. Diplomatische Verhandlungen bis zum Doppelfrieden von 1763

7.1. Der Frieden von Paris 1763 zwischen Frankreich und Großbritannien

7.2. Der Frieden von Hubertusburg 1763 zwischen Preußen und Österreich

8. Die globale Dimension des Siebenjährigen Krieges

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die internationale Dimension des Siebenjährigen Krieges (1754/56–1763), um zu klären, inwieweit dieser als globaler Krieg oder „Weltkrieg“ sowie als Zäsur in der Frühen Neuzeit betrachtet werden kann. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob der Konflikt trotz seiner regionalen Teilbezeichnungen als weltumspannendes Phänomen zu bewerten ist.

  • Analyse der europäischen Bündnispolitik und der diplomatischen Revolution
  • Untersuchung der globalen Schauplätze in Nordamerika, Asien und Afrika
  • Diskussion der Bedeutung von Wirtschaftsinteressen gegenüber dynastischen oder religiösen Faktoren
  • Bewertung der Rolle von kolonialen Expansionsbestrebungen und imperialen Konflikten
  • Einordnung des Siebenjährigen Krieges in den Globalisierungsprozess der Frühen Neuzeit

Auszug aus dem Buch

6. Der Siebenjährige Krieg auf allen Kontinenten (1756-1763)

Oft wird der preußische Überfall auf Sachsen als Grund für den Ausbruch des Krieges genannt. Die ersten Kampfhandlungen im Europa des Jahres 1756 waren jedoch jene, die sich im Mittelmeer abspielten. Eine französische Flotte griff im April die Insel Menorca an, die der primäre Flottenstützpunkt der Briten war. Eigentlich hoffte Frankreich damit eine gute Ausgangsposition für Friedensgespräche zu erhalten, doch erklärte Großbritannien am 17. Mai 1756 Frankreich den Krieg. Frankreich hatte zuvor von einer Kriegserklärung abgesehen, um nicht als Aggressor aufzutreten. Wenige Tage später kam es zu einer Seeschlacht zwischen beiden Mächten, die die Franzosen für sich entscheiden konnten.

Nach der Kapitulation übergaben die Briten die Insel den Franzosen. Diese hofften nun, dass Großbritannien bereit wäre, Frieden zu schließen. Für die Briten verlief der Beginn des Krieges nicht sehr gut. Es musste Truppen aus Hannover abziehen, um die eigene Küste vor einer möglichen Invasion Frankreichs zu schützen. Nachdem Preußen am 29. August 1756 Sachsen überfallen hatte, verließ Russland unter Zarin Elisabeth, aus Furcht vor Preußens Expansionsdrang, das Bündnis mit Großbritannien und schloss sich gemeinsam mit Schweden 1757 der Allianz um Frankreich und Österreich an. Damit standen Großbritannien, Hannover und Preußen einer Übermacht, die sie umzingelte, gegenüber. Preußen wollte mit dem bereits erwähnten Angriff auf Sachsen, einer Umzingelung durch seine Gegner zuvorkommen. Die Österreicher wollten Sachsen unterstützen und es kam zur Schlacht bei Lobositz, welche Preußen für sich entschied.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet das Desinteresse der deutschen Geschichtsschreibung an der globalen Dimension des Siebenjährigen Krieges und definiert das Forschungsziel, den Konflikt als einen globalen Umbruch in der Frühen Neuzeit zu untersuchen.

2. Vorgeschichte des Siebenjährigen Krieges (1701-1748): Dieses Kapitel analysiert die Kontinuitäten und Ursprünge der Konflikte, insbesondere den Spanischen und Österreichischen Erbfolgekrieg, als direkte Vorläufer der Auseinandersetzungen ab 1756.

3. Interessen und Ziele der späteren Kriegsparteien nach dem Frieden von Aachen 1748: Es wird dargelegt, dass der Frieden von Aachen lediglich einen brüchigen Status quo herstellte, der die zugrunde liegenden Rivalitäten zwischen den europäischen Großmächten nicht beseitigen konnte.

4. Konflikte und Diplomatie zwischen 1748 und 1756: Das Kapitel beschreibt die Eskalation der anglo-französischen Spannungen in den Kolonien sowie die diplomatischen Bemühungen, die in die Bündnisumstrukturierungen mündeten.

5. Auf dem Weg zum „Renversement des alliances“ im Jahre 1756: Hier wird der Prozess der diplomatischen Revolution nachgezeichnet, bei dem die traditionellen Bündnissysteme durch die Konvention von Westminster und den Vertrag von Versailles grundlegend transformiert wurden.

6. Der Siebenjährige Krieg auf allen Kontinenten (1756-1763): Dieser Teil bietet einen detaillierten Überblick über den militärischen Verlauf in Europa, Amerika, Asien und Afrika sowie deren gegenseitige Beeinflussung.

7. Diplomatische Verhandlungen bis zum Doppelfrieden von 1763: Die Analyse der Friedensverhandlungen beleuchtet den Abschluss des Doppelfriedens von Paris und Hubertusburg, der die territoriale Neuordnung besiegelte.

8. Die globale Dimension des Siebenjährigen Krieges: In diesem Kapitel wird theoretisch evaluiert, ob und inwiefern der Siebenjährige Krieg als Weltkrieg oder Epochenzäsur des globalen Imperialismus zu klassifizieren ist.

9. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Krieg trotz seiner regionalen Bezeichnung eine globale Struktur aufweist, die eine endgültige Neuordnung der Machtverhältnisse im 18. Jahrhundert markiert.

Schlüsselwörter

Siebenjähriger Krieg, globale Dimension, Frühe Neuzeit, Diplomatie, Renversement des alliances, Kolonialkrieg, Machtgefüge, Weltpolitik, Wirtschaftsinteressen, Preußen, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Erbfolgekriege, Imperialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der internationalen und globalen Bedeutung des Siebenjährigen Krieges und stellt die Frage, ob diese Auseinandersetzung bereits als erster globaler Krieg der Geschichte angesehen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Bündnispolitik zwischen den europäischen Großmächten, die kolonialen Konflikte in Nordamerika, Indien und Afrika sowie die Transformation der internationalen Beziehungen im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die internationale Dimension des Krieges zu analysieren und zu klären, ob er als Zäsur oder als bloße Übergangszeit zur Moderne fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Sekundärliteratur, um die Ambivalenz der Bezeichnungen und die Verflechtung der verschiedenen Kriegsschauplätze aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Vorgeschichte, die diplomatischen Verschiebungen (Renversement des alliances), den weltweiten Kriegsverlauf, die Friedensverträge sowie die Bewertung der globalen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen unter anderem der Siebenjährige Krieg, Globalisierung, Imperiale Interessen, Diplomatie und Mächtesystem.

Warum wird der Begriff „Weltkrieg“ in der Arbeit hinterfragt?

Der Begriff wird hinterfragt, weil der Krieg zwar auf mehreren Kontinenten stattfand, jedoch nicht die gesamte Welt umfasste und zudem noch starken Mustern des 18. Jahrhunderts wie dynastischen Zielen unterlag.

Welche Bedeutung hatte das Kurfürstentum Hannover in diesem Krieg?

Hannover war ein zentraler Aspekt der britischen Außenpolitik, da es als Personalunion mit England Frankreichs Interesse weckte und eine direkte Verbindung zwischen den europäischen und überseeischen Fronten darstellte.

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Details

Titel
Die internationale Dimension des Siebenjährigen Krieges (1754/56-1763). Ein erster "Weltkrieg"?
Hochschule
Universität Trier  (Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit))
Veranstaltung
-
Note
2,7
Autor
Bachelor of Arts Marcel K. Schwertel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
48
Katalognummer
V371861
ISBN (eBook)
9783668502949
ISBN (Buch)
9783668502956
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Siebenjähriger Krieg French and Indian War Seven Years War Pontiac
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Marcel K. Schwertel (Autor:in), 2016, Die internationale Dimension des Siebenjährigen Krieges (1754/56-1763). Ein erster "Weltkrieg"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371861
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Leseprobe aus  48  Seiten
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