Das Scheitern der "Young-Ireland"-Bewegung 1848 in Irland. Eine historische Einordnung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016
36 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

„The Nation“ und der moderne irische Nationalismus

Die „National Repeal Association“ als Ursprung der „Young Ireland“-Bewegung

Erste Spannungen zwischen O’Connell und „Young Ireland“

Die britische Irland-Politik verfestigt die Spaltung die „Repeal“-Bewegung

Endgültige Spaltung der „Repeal Association“

1847-1848: Die „Young Irelander“ und die realen Probleme

Die Französische Revolution als Wendepunkt

Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Flagge der Republik Irland mit ihren Farben Grün, Weiß und Orange soll für den Frieden (Weiß) zwischen allen Bewohnern Irlands, unabhängig von Religion, Geschlecht, Herkunft und politischer Einstellung stehen. Dabei steht Grün vornehmlich für den gälisch-katholischen Teil der Bevölkerung, während Orange Protestanten und Anglikaner in Irland symbolisieren soll. Sie wurde zwar erst seit 1922 in Irland verwendet, doch geht ihr Ursprung auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Ihre Geschichte ist mit einer nationalen Bewegung verbunden, die außerhalb Irlands kaum bekannt zu sein scheint.1

“My friends, I hope to see that flag one day waving as our national banner, over a forest of Irish Pikes”

- John Mitchel2

Jener John Mitchel war Teil der Bewegung, die als „Young Ireland” bekannt wurde. Ein weiterer „Young Irelander“, nämlich Thomas Francis Meagher, brachte die irische Trikolore 1848 aus dem revolutionären Frankreich mit.3 Die dortige Revolution sollte großen Einfluss auf die Geschehnisse in Europa, Irland und auch auf die „Jungen Iren“ haben, deren Bewegung noch im selben Jahr scheitern sollte. Diese Arbeit soll analysieren, warum die „Young Ireland“Bewegung letztendlich scheiterte. Die vorrangig englischsprachige Literatur konzentriert sich zumeist auf einzelne wichtige Mitglieder der Bewegung. So gibt es anhand von Korrespondenzen und Zeitungsartikeln geschriebene Werke, die als Biographien angelegt sind. Darunter beispielsweise „William Smith O’Brien and the Young Ireland Rebellion of 1848“ von Robert Sloan aus dem Jahr 2000, „James Fintan Lalor“ von Thomas P. O'Neill, welches 2003 erschien, das von Arthur Griffith 1922 verfasste „Thomas Davis, The Thinker and Teacher“, oder auch „John Mitchel - First Felon for Ireland“ welches 1947 von Brian O'Higgins herausgegeben wurde und schließlich das 1870 von W.F. Lyons publizierte „Brigadier-General Thomas Francis Meagher - His political and military career“. Es fällt auf, dass neben der Autobiografie des „Young Irelanders“ Charles Gavan Duffy,4 einige Bücher zum hundertjährigen Jubiläum veröffentlicht wurden.5 Patrick Pearse, der am Osteraufstand 1916 beteiligt war, sah sich in der Tradition des Nationalismus der „Young Irelander“ und bezeichnete Mitchel, Davis und Lalor sogar als Evangelisten des irischen Nationalismus.6

Eine Historikerin, die sich sehr stark mit der irischen Geschichte, besonders mit jener des 19. Jahrhunderts, befasst hat, ist Christine Kinealy, die unter anderem die Werke „This Great Calamity. The Irish Famine 1845-52” (1995/2006) und „Repeal and Revolution. 1848 in Ireland“ (2009) veröffentlicht hat. In "Repeal and Revolution" deutet das Kapitel "Disunited Irishmen" eine Argumentationslinie an, die auch in anderen Werken zu finden ist. Nämlich, dass die Bewegung durch innere Uneinigkeiten zerfiel. Auch Denis Gwynn widmet in seinem Werk „Young Ireland and 1848“ aus dem Jahr 1949 ein Kapitel der Spaltung der Bewegung mit dem Ausscheiden von John Mitchel aus der „Irish Confederation“ im Jahr 1848. Diese beschrieb Theodore William Moody 1981 im seinem Werk „Davitt and Irish Revolution 184682“ als offizielle Organisation der „Young Ireland“-Bewegung.7 In Richard Davis 1987 erschienenen „The Young Ireland Movement“ trägt das darin enthaltende Kapitel „The Irish Confederation 1848: A Road to Fiasco?“ den Untertitel „Duffy versus Mitchel“ und impliziert damit, dass innere Streitigkeiten und besonders der Zwist zwischen Duffy und Mitchel, die Gründe für das Scheitern des „Jungen Irlands“ und der „Irish Confederation“ waren.

Diese Vermutung liegt nahe, da viele der Themen mit denen sich das Junge Irland befasste, wie der Landfrage,8 der Hungersnot,9 Nationalismus,10 Republikanismus,11 Religion,12 Rasse,13 Frauenrechte,14 Bürgertugend,15 Bildung,16 irischer Geschichtsschreibung17 und die Unabhängigkeit von Großbritannien damals, wie heute viel Konfliktpotenzial besaßen.

Dennoch müssen auch andere mögliche Gründe für das Scheitern der „Young Ireland“- Bewegung berücksichtigt werden. Besonders das sehr komplexe Verhältnis zu Daniel O’Connell und der „Repeal“-Bewegung, ist ein wichtiger Punkt in der Entwicklung des Jungen Irlands. Zudem hatte die „Young Ireland“-Bewegung ein sehr problematisches Verhältnis zur katholischen Kirche, sowie der britischen Regierung und isolierte sich auch gegenüber ähnliche Bewegungen wie „Young England“ (Junges England) oder den durch Mazzini im „Jungen Europa“ vereinten Gruppierungen der „Giovine Italia“ (Junges Italien), „Młoda Polska“ (Junges Polen)“ oder „Junges Deutschland“.18 Ob der Aufstand der „Jungen Iren“ 1848, und damit ihre Bewegung, wegen der schlechten Organisation und Ausrüstung scheiterte und inwieweit die Probleme, die durch die Hungerkrise aufkamen, mitverantwortlich waren soll analysiert werden. Letztlich soll geklärt werden, ob die Einflüsse der französischen Februarrevolution 1848 zum Scheitern der Bewegung beitrugen.19

Der Ursprung der „Young Ireland“-Bewegung liegt im weitesten Sinne in der Politik Daniel O’Connells. Dieser hatte im Jahr 1830 die „Repeal Association“ gegründet, welche den „Act of Union“ von 1800 revidieren wollte, der die Vereinigung der Königreiche von Großbritannien und Irland etabliert hatte.20 Einen ersten Erfolg hatte O’Connell bereits 1829 feiern können, als der „Roman Catholic Relief Act“ verabschiedet wurde, der einige Beschränkungen der katholischen Einwohner Großbritanniens aufhob.21 Auf diesen Erfolg basierten schließlich die Forderungen der „Repeal“-Bewegung, die ein unabhängiges Irland forderten, das jedoch der britischen Krone treu bleiben sollte.22 Die Bewegung wurde 1835 zugunsten einer Allianz mit der „Whig“-Regierung aufgelöst, da diese O’Connell Reformen versprach.23 Dennoch sollte es fünf Jahre später zu einer Wiederbelebung der „Repeal“-Bewegung kommen, welche aber erst mit dem Erscheinen der Dubliner Zeitung „The Nation“ im Jahr 1842 vermehrt an Zuspruch gewann.24 Diese Zeitung wurde von drei Anhängern der „Repeal Association“ gegründet. Diese waren namentlich Charles Gavan Duffy, der erste Herausgeber der Zeitung, Thomas Davis und John Blake Dillon. Dabei kamen sie zufälligerweise aus drei der vier irischen Provinzen. Duffy war ein in Ulster aufgewachsener Katholik, der in Belfast als Journalist arbeitete. Aus der Provinz Munster stammte Davis, ein Protestant, der als Anwalt tätig war. Dillion war ein Katholik aus der Provinz Connacht und kannte Davis durch die gemeinsame Studienzeit am Trinity College in Dublin.25 Diese drei Herren bilden den Ursprung jener Gruppierung, die später als „Young Ireland“ bekannt werden sollte.26 Ein interessanter Fakt ist, dass sich die Gruppe um „The Nation“ den Namen „Young Ireland“ nicht selbst verlieh, sondern dass dieser aus einem Werk des Autoren Daniel Owen Madden herrührt, der 1843 in seinem Buch „Ireland and its Rulers since 1829“ einige Parallelen zwischen den Herausgebern der Zeitung „The Nation“ und der „Young England“-Bewegung sah.27 Anfangs lehnte die Gruppe um „The Nation“ diese Bezeichnung ab, da sie sich nicht als von der „Repeal Association“ separiert betrachtete.28 Zudem wollten sie in keinster Weise mit anderen Gruppierungen wie das „Giovine Italia“ und „Young England“ in Verbindung gebracht werden.29 Als sie jedoch zunehmend unzufriedener mit der Politik O’Connells wurden, übernahmen sie den Namen, um sich als innovative Gruppe innerhalb der „Repeal“-Bewegung darzustellen.30 Es sollte symbolisieren, dass sie die alten Laster wie Korruption, Vetternwirtschaft oder wehleidigen Patriotismus nicht verkörperten.31 Um das Scheitern der „Young-Ireland“-Bewegung zu verstehen, muss man sich auch mit der Geschichte der „Loyal National Repeal Association“ auseinandersetzen, da die „Jungen Iren“ bis zur Spaltung im Jahr 1846 nur eine Fraktion innerhalb der „Repeal Association“ waren.32 Daher werden vor allem die Differenzen innerhalb der „Associaton“ im Fokus stehen. Doch auch die bereits genannten Themen, die das Scheitern beeinflusst haben könnten, sollen im Verlauf dieser Arbeit angesprochen werden.

„The Nation“ und der moderne irische Nationalismus

Duffy, Davis und Dillon waren, wie beschrieben, Anhänger O’Connells. Dieser war unter seinen Zeitgenossen sehr hoch angesehen, und wurde sogar mit der Bezeichnung „The Liberator“ bedacht, welche er durch seine erfolgreiche Politik der Katholikenemanzipation erhalten hatte. Für einige, hatte O’Connell gar eine messianische Ausstrahlung.33 So ist es nicht verwunderlich, dass auch Duffy, Davis und Dillon ihn verehrten.34 Dennoch sahen sie dessen Ansichten als zu materialistisch und pragmatisch an, und kamen zu dem Schluss, dass der irische Nationalismus eine neue Stimme, in Form einer Zeitung, benötigte.35 Da Duffy bereits Erfahrung hatte, war es an ihm die Finanzierung der neuen Zeitung zu sichern, während sich Davis und Dillon bereit erklärten Artikel für diese zu verfassen.36 Unter dem Namen „The Nation“ wurde die Zeitung am 15. Oktober 1842 erstmals veröffentlicht. Die erste Ausgabe enthielt eine Mischung aus Nachrichten, Politik, Geschichte und Gedichten.37 Sie reihte sich in den bereits bestehenden Zirkel der liberalen Zeitungen ein, die die „Loyal National Repeal Association“ unterstützten.38

Man kann davon sprechen, dass in der Epoche Daniel O‘Connells der moderne irische Nationalismus entstand. „The Liberator“ hatte in 1820er Jahren die katholische Bevölkerung durch seine Emanzipationsbewegung politisiert. Diese Politisierung geschah erneut durch die „Repeal“-Bewegung in den 1830er und 1840er Jahren. Zwar unterbrach er seine Bestrebungen zugunsten der Allianz mit den „Whigs“ zwischen 1835 und 1840 („Lichfield House Compact“),39 doch wurde sowohl durch die Katholikenemanzipation, als auch durch die „Repeal“-Kampagnen, ein nationalistisches und religiöses Bewusstsein gefördert, das sogar eine politische Form annahm. Damit unterschied sich die „Repeal“-Bewegung signifikant von den nationalistischen Rebellionen der Jahre 1798 und 1803.40 Auf dem genannten nationalistischen Bewusstsein baute „The Nation“ auf und versuchte eine säkulare und geeinte Nation zu definieren.41 Als romantische Nationalisten definierten die Schreiber ihre Idealvorstellung einer geeinten irischen Nation über die gemeinsame Kultur, Literatur, Geschichte und Sprache.42 Sie nutzten ihre Zeitung, um einen neuen irischen Nationalismus zu kreieren, der nicht mehr durch die historische Linie zwischen Katholiken und Protestanten getrennt sein sollte. Durch die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Schreiber der „Nation“, im Besonderen jener von Davis und Duffy, waren diese gut geeignet eine weitreichende Definition zu schaffen, was es bedeutet „irisch“ zu sein und es war ihnen dadurch möglich „The Nation“ einem breiteren Publikum anzubieten.43 Bereits in den ersten Ausgaben lässt sich erkennen, dass die Verfasser der Zeitung mehr im Sinn hatten als journalistische Tätigkeiten, da sie in ihren Arbeiten mehr Wert auf Leidenschaft und Phantasie, als auf Objektivität oder wissenschaftliche Genauigkeit legten. Vielmehr war die Zeitung ein Propagandawerkzeug, und so erscheint es retrospektiv kaum verwunderlich, dass viele Mitarbeiter später politisch aktiv wurden.44 Die „Nation“ wurde an die verschiedenen „RepealClubs“ geschickt und in den dortigen Lesesälen verteilt.45 Auch die sogenannten „Repeal Wardens“ erhielten Kopien und lasen bei öffentlichen Treffen aus der Zeitung vor.46

Innerhalb kürzester Zeit wurde „The Nation“ mit einer Leserschaft von knapp über einer Million die am meisten verkaufte Zeitung Irlands und die O’Connell nahestehende Zeitung „Pilot“, mit einer Leserschaft von circa 2000, wurde als führende Zeitung abgelöst.47 Es wurden sogar einige Kopien in die USA verschifft.48 Im Jahr 1843 wurde Dillon als regulärer Mitarbeiter der „Nation“ durch MacNevin ersetzt. Warum Dillon den Journalismus aufgab ist nicht bekannt.49 Als sich die Zeitung nach dem Tod von Thomas Davis 1845 unter John Mitchel, einem Unitarier aus der Provinz Ulster, radikalisierte, zog sie sich den Unmut der Anhänger O’Connells und der britischen Regierung sowie deren Presse zu.50 So wurde die Zeitung „The Nation“ von Anhängern O’Connells, zu Kritikern, und später gar zu Gegnern der „Repeal Association“.51

Die „National Repeal Association“ als Ursprung der „Young Ireland“-Bewegung

Nachdem O’Connell 1840 seine kurzfristige „Whigs“-Allianz, die nur halbherzige Reformen brachte, auflöste, kehrte er zur „Repeal“-Politik zurück, und gründete die „National Repeal Association“. Sie sah er als einzige Lösung für die Zukunft Irlands an. Dabei stützte sich die Bewegung besonders auf zwei Gruppen. Auf der einen Seite standen die Bauern, die sich eine Verminderung der Macht der „Landlords“ (Grundherrn) erhofften. Auf der anderen Seite stand die katholische Kirche, deren Gemeindepfarrer in den irischen Provinzen loyal gegenüber O’Connell waren. Hier ist besonders der einflussreiche Erzbischof von Tuam, John MacHale hervorzuheben, dem viele aus dem Klerus folgten.52 Doch hieraus entstand das Problem, dass O’Connell in kontroversen Fragen die Meinung der katholischen Kirche vertreten musste und somit oft die protestantische Gegenseite verärgerte. Im Vergleich zur „Repeal“-Bewegung der Jahre 1830 bis 1835 war die katholische Mittelschicht diesmal kaum für die Politik O’Connells zu begeistern und war eher auf die materiellen Vorteile, die durch die Union entstanden, bedacht, als sich mit den Möglichkeiten des „Repeals“ zu beschäftigen.53 Innerhalb der Bewegung entwickelten sich auch eine erzieherische Dimension und eine Wiederentdeckung der irischen Kultur durch das Netzwerk verschiedener sogenannter „Clubs“ in Irland. In diesen Clubs entstanden einige jener Ideen, die später durch die „Young-Ireland“-Bewegung aufgegriffen wurden.54

Zwar unterstützten die „Jungen Iren“ unter Davis die Politik von O’Connell, jedoch waren sie extrem nationalistisch eingestellt. Dass O’Connells Bewegung nicht geeint war, zeigt sich an der schwach ausgeprägte Unterstützung durch die katholische Mittelschicht, sowie den radikalen Ansichten der Gruppierung um Davis, Dillon und Duffy. Hinzu kam auch die vage Definition O’Connells, was „Repeal“ bedeuten solle. Es war nicht genau definiert, welche Ziele verfolgt wurden, wie die Politik eines neuen irischen Parlamentes aussehen sollte, und wie man die sozioökonomischen und religiösen Probleme bewältigen wollte.55 O’Connell hatte 1833 sogar betont, keine soziale Revolution zu wollen und dass das irische Parlament weiterhin loyal zur britischen Krone bleiben würde.56 Dies verleitete frühere Historiker dazu zu glauben, dass O’Connell die „Repeal“-Kampagne nur genutzt hatte, um Reformen für Irland innerhalb der Union zu erhalten.57 Das Problem der ungenauen Definition von „Repeal“ beschwor schließlich weitere Differenzen zwischen den „Young Irelanders“ und den Anhängern O’Connells herauf.

Das Verhältnis zwischen O’Connell und den Mitgliedern den „Jungen Iren“ erscheint sehr ambivalent. So unterstützten sie sogar die Finanzierung der Bewegung durch die sogenannte „Repeal Rent“, die der früheren „Catholic Rent“, welche aus der Zeit der Katholikenemanzipation stammte, nachempfunden war. Dennoch gab es einige Differenzen zwischen O’Connells Anhängern und den „Young Irelandern“. Die „Repeal Association“ selbst erreichte ihren Zenit bereits im Jahr 1843, welches zuvor von O’Connell als „Repeal Year“ bezeichnet wurde.58 Bis dahin hatte er versucht mit sogenannten „Monster Meetings“ Druck auf die britische Regierung auszuüben, damit diese Reformen in Irland einleiten würde. Dies durch verfassungskonforme Agitation59 zu erreichen war ein schweres Unterfangen, da in Britannien die öffentliche Meinung fast ausschließlich gegen eine Auflösung der Union war.60

Während diesen Massenveranstaltungen wurden immer wieder die Streitigkeiten zwischen „Celts“, also den Iren, und den „Saxons“, beziehungsweise den Briten, heraufbeschworen. Oft wurden jene Treffen sogar an historisch relevanten oder mythischen Orten abgehalten.61 Obwohl jene Themen die Treffen für das Volk attraktiver machten und die Bewegung mehr Zuspruch erhielt, implizierten sie auch eine gewisse Gefahr. Dies zeigt sich besonders an der Wahl des Versammlungsortes eines der „Monster Meetings“ im Oktober 1843, denn der Ort Clontarf stand für einen großen Sieg des gälischen Hochkönigs Brian Boru über die Dänen. Außerdem kündigte die „Nation“62 die Musterung einer „Repeal Cavalry“ beim Treffen an.63

[...]


1 Vgl. Department of the Taoiseach: Constitution of Ireland - 1916-2016, Article 7, Content. S. 1.

URL http://www.taoiseach.gov.ie/eng/Historical_Information/The_National_Flag/The_National_Flag.pdf [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

2 Vgl. Kee, Robert: The Green Flag - A History of Irish Nationalism, London 1972. S. 265.

3 Vgl. Ó Cathaoir, Brendan: John Blake Dillon, young Irelander, Dublin 1990. S. 40.

4 Vgl. Duffy, Charles Gavan: Four Years of Irish History 1845-1849, Melbourne, 1883.

5 Vgl. Gwynn, Denis: Young Ireland and 1848, Cork 1949, O’Sullivan, Thomas: The Young Irelanders, Tralee 1945.

6 Vgl. Walker, Graham: Review Article - Irish Nationalism and the uses of history, in: Past & Present, a journal of historical studies, No. 126, (Feb., 1990). S. 203ff.

7 Vgl. Moody, Theodore W.: Davitt and Irish Revolution 1846 - 82, Oxford 1981. S. 38.

8 Vgl. Brown, Thomas N.: Nationalism and the Irish Peasant, 1800-1848, in: The Review of Politics, Vol. 15, No. 4 (Oct., 1953). S. 403-455.

9 Vgl. Morrow, John: Thomas Carlyle, Young Ireland and the “Condition of Ireland Question”, in: The Historical Journal, Vol. 51, No. 3 (Sep. 2008). S. 643-667.

10 Vgl. English, Richard: National identities, ideologies and frontiers. Defining the nation: Rcent historiography and irish nationalism, in: European Review of history, Volume 2, Issue 2. (1995). S. 193ff.

11 Vgl. Belchem, John: Nationalism, Republicanism and Exile: Irish Emigrants and the Revolution of 1848, in: Past & Present, No. 146, (Feb., 1995). S. 103-135.

12 Vgl. O’Connell, Maurice: Young Ireland and the Catholic Clergy in 1844: Contemporary deceit and historical falsehood, in: Catholic Historical Review, Vol 74, No. 2, (Apr., 1988). S. 199-225.

13 Vgl. Dugger Julie M.: Black Ireland's Race: Thomas Carlyle and the Young Ireland Movement, in: Victorian Studies, Vol. 48, No. 3 (2006). S. 461-485.

14 Vgl. Kinealy, Christine: Invisible Nationalists: Women and the 1848 Rising in Ireland 1848, in Boardman, Kay/Kinealy, Christine (Hrsg.): 1848 - The Year the World Turned?, Newcastle 2007. S. 135.

15 Vgl. Dwan, David: Civic Virtue in the Modern World: The Politics of Young Ireland, in: Irish political studies: yearbook of the Political Studies Association of Ireland, Volume 22, Issue 1, 2007. S. 35-60.

16 Vgl. Gwynn, Denis: O’Connell, Davis and the College Bills, Oxford 1948.

17 Vgl. Walker, Graham: Review Article - Irish Nationalism and the uses of history, in: Past & Present, a journal of historical studies, No. 126, (Feb., 1990). S. 203ff.

18 Vgl. Davis, Richard P.: The Young Ireland Movement, Dublin 1987. S. 1f.

19 Vgl. Woodham-Smith, Cecil: The Great Hunger. Ireland 1845-1849, New York 1989. S. 359.

20 Vgl. Gwynn, Denis: Young Ireland an 1848, Cork 1949, S. 1.

21 Vgl. Breuer, Rolf: Irland - Eine Einführung in seine Geschichte, Literatur und Kultur, München 2003. S. 82.

22 Vgl. O’Driscoll, Eoin: Daniel O’Connell and the Young Irelanders - Irish nationalist disunity and the rise of physical force nationalism, 1842-1846, in: The Irish Story (http://www.theirishstory.com/) 2014. URL: http://www.theirishstory.com/2014/06/12/daniel-oconnell-and-the-young-irelanders/#.WAnxB_mLSUl [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

23 Vgl. Adelman, Paul/ Pearce, Robert D.: Access To History: Great Britain and the Irish Question 1798-1921, London 1996. S. 40ff.

24 Vgl. Andrews, Ann: Newspapers and Newsmakers: The Dublin Nationalist Press in the Mid-Nineteenth Century, Liverpool 2014. S. 19.

25 Vgl. Gwynn, Denis: Young Ireland an 1848, Cork 1949, S. 1ff.

26 Vgl. Andrews, Ann: Newspapers and Newsmakers: The Dublin Nationalist Press in the Mid-Nineteenth Century, Liverpool 2014. S. 20.

27 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 152.

28 Vgl. Quinn, James: Young Ireland and the writing of Irish history, Dublin 2015. S.1.

29 Vgl. Davis, Richard: The Young Ireland Movement, Dublin 1987. S. 1.

30 Vgl. Quinn, James: Young Ireland and the writing of Irish history, Dublin 2015. S. 1.

31 Vgl. Lyons, W. F.: Brigadier-General Thomas Francis Meagher - His Political and Military Career, New York 1870. S. 15.

32 Vgl. Gwynn, Denis: Young Ireland and 1848, Cork 1949. S. 67.

33 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 153.

34 Vgl. O’Driscoll, Eoin: Daniel O’Connell and the Young Irelanders - Irish nationalist disunity and the rise of physical force nationalism, 1842-1846, in: The Irish Story 2014. URL: http://www.theirishstory.com/2014/06/12/daniel-oconnell-and-the-young-irelanders/#.WAnxB_mLSUl [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

35 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S. 11.

36 Vgl. Davis, Richard: The Young Ireland Movement, Dublin 1987. S. 14

37 Vgl. Quinn, James: Young Ireland and the writing of Irish history, Dublin 2015. S. 16.

38 Vgl. Andrews, Ann: Newspapers and Newsmakers: The Dublin Nationalist Press in the Mid-Nineteenth Century, Liverpool 2014. S. 19.

39 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 150.

40 Vgl. Walker, Graham: Review Article - Irish Nationalism and the uses of history, in: Past & Present, a journal of historical studies, No. 126, (Feb., 1990). S. 203ff.

41 Vgl. Kinealy, Christine: Invisible Nationalists: Women and the 1848 Rising in Ireland 1848, in Boardman, Kay/Kinealy, Christine (Hrsg.): 1848 - The Year the World Turned?, Newcastle 2007. S. 132.

42 Vgl. English, Richard: National identities, ideologies and frontiers. Defining the nation: Recent historiography and Irish Nationalism, in: European Review of history, Volume 2, Issue 2. (1995). S. 193ff.

43 Vgl. Parker. Elizabeth: "Ourselves Alone": History, Nationalism, and The Nation, 1842-5 , in: Voces Novae Chapman University Historical Review, Volume 3, No. 1 (2011). URL: http://journals.chapman.edu/ojs/index.php/VocesNovae/article/view/198/537 [Letzter Zugriff: 09.11.2016]

44 Vgl. Quinn, James: Young Ireland and the writing of Irish history, Dublin 2015. S. 4.

45 Vgl. O’Driscoll, Eoin: Daniel O’Connell and the Young Irelanders - Irish nationalist disunity and the rise of physical force nationalism, 1842-1846, in: The Irish Story 2014. URL: http://www.theirishstory.com/2014/06/12/daniel-oconnell-and-the-young-irelanders/#.WAnxB_mLSUl [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

46 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S. 18.

47 Vgl. Kinealy, Christine: Invisible Nationalists: Women and the 1848 Rising in Ireland 1848, in Boardman, Kay/Kinealy, Christine (Hrsg.): 1848 - The Year the World Turned?, Newcastle 2007. S. 132.

48 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S. 18.

49 Vgl. Ó Cathaoir, Brendan: John Blake Dillon, young Irelander, Dublin 1990. S. 26.

50 Vgl. Kinealy, Christine: Invisible Nationalists: Women and the 1848 Rising in Ireland 1848, in Boardman, Kay/Kinealy, Christine (Hrsg.): 1848 - The Year the World Turned?, Newcastle 2007. S. 132f.

51 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S.17.

52 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 152

53 Vgl. Adelman, Paul/ Pearce, Robert D.: Access To History: Great Britain and the Irish Question 1798-1921, London 1996. S. 46

54 Vgl. McCalman, Iain: Popular Constitutionalism and Revolution in England, in: Woloch, Isser (Hrsg.): Revolution and the meanings of freedom in the nineteenth century, Stanford 1996. S. 154.

55 Vgl Adelman, Paul/ Pearce, Robert D.: Access To History: Great Britain and the Irish Question 1798-1921, London 1996. S. 46-48

56 Vgl. Dorney, John: Today in Irish History, The Repeal Meeting at Clontarf is banned, 8 October 1843, in: The Irish Story 2011. URL: http://www.theirishstory.com/2011/10/08/today-in-irish-history-october-8-1843-the- repeal-meeting-at-clontarf-is-banned/#.WCNAUC3hCUl [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

57 Vgl Adelman, Paul/ Pearce, Robert D.: Access To History: Great Britain and the Irish Question 1798-1921, London 1996. S. 48

58 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 153.

59 Vgl. Davis, Richard: Young Ireland and the 1848 Rebellion in Ireland, 2004. S. 1. URL: https://www.ohio.edu/chastain/rz/youngire.htm [Letzter Zugriff: 27. September 2016].

60 Vgl. Duffy, Seán: The Concise History of Ireland, Dublin 2005. S. 153.

61 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S. 23, 28.

62 Vgl. Dorney, John: Today in Irish History, The Repeal Meeting at Clontarf is banned, 8 October 1843, in: The Irish Story 2011. URL: http://www.theirishstory.com/2011/10/08/today-in-irish-history-october-8-1843-the- repeal-meeting-at-clontarf-is-banned/#.WCNAUC3hCUl [Letzter Zugriff: 09.11.2016].

63 Vgl. McMahon, Cian T.: The global dimensions of Irish identity - Race, Nation, and the Popular Press, Chapel Hill 2015. S. 28.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Das Scheitern der "Young-Ireland"-Bewegung 1848 in Irland. Eine historische Einordnung
Hochschule
Universität Trier  (Lehrstuhl für Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts)
Veranstaltung
Die Revolutionen von 1848 in transnationaler Perspektive
Note
2,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
36
Katalognummer
V371865
ISBN (eBook)
9783668500198
ISBN (Buch)
9783668500204
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Young Ireland, Revolutionen 1848/49, Repeal, Charles Gavan Duffy, Thomas Francis Meagher, Daniel O’Connell
Arbeit zitieren
Marcel K. Schwertel (Autor), 2016, Das Scheitern der "Young-Ireland"-Bewegung 1848 in Irland. Eine historische Einordnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371865

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