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Wären die direkte Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar?

Title: Wären die direkte Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar?

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Anne Werk (Author)

Politics - Basics and General
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In dieser Arbeit stellt sich die Frage nach der Kompatibilität der direkten Demokratie und dem politischen System hierzulande. Konkret: Sind Verfahren der direkten Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar?

Um die Thematik zu erschließen, wird eingangs die direkte Demokratie an sich in den Fokus der Betrachtung gestellt. Da es nicht die eine Theorie dieser Demokratieform gibt, wird sie im Kontext allgemeinerer Demokratietheorien betrachtet und abgeleitet, wie die plebiszitäre Demokratie eingeordnet werden kann. Im Anschluss werden die Basismerkmale dessen zusammengetragen, was in der politikwissenschaftlichen Literatur, und damit auch in dieser Arbeit, unter der Begrifflichkeit der direkten Demokratie verstanden wird. Nachdem definiert wurde, wie sich diese Form der Demokratie von anderen abgrenzt, werden die unterschiedlichen Verfahren vorgestellt, mit denen sich die Partizipation der Bürger im politischen Prozess umsetzen lässt. Anhand der Differenzierung dieser Instrumente der direkten Demokratie kann im abschließenden Teil der Arbeit feingliedriger herausgearbeitet werden, welche Formen mit dem politischen System Deutschlands kompatibel sind und welche weniger.

Nachdem das Begriffliche Grundgerüst der Arbeit steht, wird konkret auf die direkte Demokratie in Deutschland eingegangen. Zu Beginn wird dargestellt, inwieweit das Konzept der unmittelbaren Bürgerbeteiligung im Grundgesetz verankert ist und notwendigerweise, welche Möglichkeiten gesetzlich bestehen, um die direkte Demokratie in die Verfassung und damit in das politische System integrieren zu lassen. Da der Wunsch nach mehr Partizipation der Bürger nicht nur aus Beobachtungen der Entwicklungen im Ausland resultieren, sondern auch aus Erfahrungen im eigenen Land, sollen diese Erlebnisse kurz skizziert werden. Anschließend wird dargestellt, was konkret die Forderungen der Befürworter beinhalten, was am repräsentativen System der Bundesrepublik Deutschland kritisiert wird und womit sie diese Position und ihre Erwartungen an mehr direkte Demokratie begründen. Aufgrund der positiven Erfahrungen in den Kommunen, auf Länderebene oder in der Schweiz sollte nicht selbstverständlich darauf geschlossen werden, dass sich diese direktdemokratischen Elemente auf das repräsentative, von Parteien dominierte, politische System der Bundesrepublik übertragen lassen. Inwieweit eine Kompatibilität besteht soll im letzten Teil der Arbeit begutachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Direkte Demokratie

2.1 Theoretische Ansätze zu direkter Demokratie

2.2 Definition Direkte Demokratie

2.3 Instrumente direkter Demokratie

2.3.1 Referenden

2.3.2 Initiativverfahren

2.3.3 Plebiszit

3 Direkte Demokratie in Deutschland

3.1 Direkte Demokratie im Grundgesetz

3.2 Erfahrungen Deutschlands mit direkter Demokratie

3.2.1 Historische Erfahrungen

3.2.2 Erfahrungen auf Landes- und Kommunalebene

3.3 Was leistet direkte Demokratie?

3.4 Vereinbarkeit des politischen Systems Deutschlands mit direktdemokratischen Elementen

3.4.1 Referenden

3.4.2 Plebiszite

3.4.3 Volksgesetzgebung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Instrumenten der direkten Demokratie mit dem parlamentarisch-repräsentativen System der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, ob und wie Elemente wie Volksentscheide auf Bundesebene integriert werden können, ohne die Funktionslogik des politischen Systems zu gefährden.

  • Theoretische Einordnung direkter Demokratie in allgemeine Demokratietheorien.
  • Differenzierung direktdemokratischer Instrumente wie Referenden, Initiativverfahren und Plebiszite.
  • Historische und aktuelle Erfahrungen mit direktdemokratischen Verfahren in Deutschland.
  • Diskussion über die Leistungsfähigkeit und Kompatibilität direkter Demokratie mit dem deutschen Regierungssystem.

Auszug aus dem Buch

2.3 Instrumente direkter Demokratie

Der Blick auf die Landes- und Kommunalebene, aber auch über die Landesgrenzen hinaus, bietet ein vielfältiges Bild direktdemokratischer Instrumente. Sie unterscheiden sich prinzipiell durch den Personen- bzw. Institutionenkreis derer, die zur Auslösung des Verfahrens berechtigt sind und durch den Umfang und die Tragweite der zu entscheidenden Materien. Weitere Unterschiede liegen in den von System zu System verschiedenen Hürden für das Zustandekommen der jeweiligen Verfahren. Möckli formulierte schlüssig, dass nicht die Wahl des Instruments, sondern vor allem die Ausgestaltung durch Quoren und andere Hürden, die Qualität der Demokratie bestimmen würde. Folglich werden verschiedene sachbezogene Volksabstimmungsverfahren vorgestellt. Nicht nur die Terminologie der direkten Demokratie selbst, sondern auch die begriffliche Zuordnung der verschiedenen Verfahrensarten ist in der Literatur teils different.

Die hier genutzte Einordnung richtet sich nach einem Vorschlag Möcklis, indem er die Kriterien der Auslösung und die Beständigkeit der Sachentscheide in seine Überlegungen einbezogen hatte. Das meint konkret, ob die Abstimmungen ad hoc und optional oder aufgrund einer dauerhaften verfassungsmäßigen Institution zustande kommen, sowie deren Verbindlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den zunehmenden Wunsch nach direkter Bürgerbeteiligung in Deutschland ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Kompatibilität mit dem parlamentarischen System.

2 Direkte Demokratie: Dieses Kapitel erläutert theoretische Ansätze zur direkten Demokratie und definiert die relevanten Instrumente wie Referenden, Initiativverfahren und Plebiszite zur begrifflichen Abgrenzung.

3 Direkte Demokratie in Deutschland: Hier wird der aktuelle Status der direkten Demokratie im Grundgesetz untersucht und die historischen sowie föderalen Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung in Deutschland kritisch beleuchtet.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine pauschale Aussage zur Kompatibilität nicht möglich ist, da vielmehr die konkrete Ausgestaltung der Verfahren über den Erfolg entscheidet.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Parlamentarismus, Grundgesetz, Volksentscheid, Bürgerbeteiligung, Repräsentative Demokratie, Partizipation, Referendum, Volksgesetzgebung, Plebiszit, Politikverdrossenheit, Systemkompatibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Einführung direktdemokratischer Elemente im politischen System der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die demokratietheoretische Verankerung, die verschiedenen Instrumente der direkten Demokratie sowie die spezifischen Erfahrungen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob und inwieweit Verfahren der direkten Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene demokratietheoretische Ansätze und Forschungspositionen gegenübergestellt und gegeneinander abgewogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die Definitionen der Instrumente sowie eine detaillierte Analyse der Vereinbarkeit im deutschen System anhand von Beispielen wie Volksentscheiden und Referenden diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Direkte Demokratie, Parlamentarismus, Partizipation, Volksgesetzgebung und Systemkompatibilität charakterisiert.

Warum wird die Weimarer Verfassung in der Arbeit erwähnt?

Die Weimarer Verfassung dient als historischer Referenzpunkt, um die Entstehung von Skepsis gegenüber direktdemokratischen Verfahren aufgrund historischer Erfahrungen zu erklären.

Was ist das zentrale Argument zur Volksgesetzgebung?

Das zentrale Argument ist, dass die Volksgesetzgebung zwar ein Instrument mit großem Veto-Potenzial darstellt, ihre Integration in das politische System jedoch kompromissorientierte Anpassungen erfordert.

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Details

Title
Wären die direkte Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar?
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
3,0
Author
Anne Werk (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V371907
ISBN (eBook)
9783668503403
ISBN (Book)
9783668503410
Language
German
Tags
Direkte Demokratie Bundesebene Deutschland Grundgesetz Volksentscheide politische Systeme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Werk (Author), 2015, Wären die direkte Demokratie mit dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland vereinbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371907
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