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Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data

Titel: Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marina Peitzmeier (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die NSA-Affäre um die Leaks von Edward Snowden im Jahr 2013 schaffte zwar Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für Datenschutz und Geheimdiensttätigkeiten, konnte jedoch nicht zu einer Veränderung alltäglicher Nutzungspraktiken führen.
Wenn jedoch im Rahmen von Big Data nahezu zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort und in allen Lebenslagen Daten produziert, gesammelt und analysiert werden, ist es notwendig, dass sich die Individuen den für sie dadurch entstehenden Veränderungen bewusst sind und sich mit ihnen auseinandersetzen.
Die neuartigen Umstände, die die Digitalisierung und in diesem Zuge auch Big Data mit sich bringen, verändern die Voraussetzungen für das Handeln des Einzelnen. Es entsteht also Grund zur Reflexion über die Chancen und Folgen der Veränderungen und damit geht ebenfalls einher, die Angemessenheit von allgemein bekannten Modellen der Medienkompetenz zu prüfen und auf die Modifikationen auszurichten.

Um ein gelingendes Leben in der digitalisierten Welt zu führen, scheint es unabdingbar zu sein, dass Individuen für die Thematik sensibilisiert werden und in Folge mündig(er) auftreten, da Big Data mit bestimmten gesellschaftlichen Problemen behaftet ist. Da diese Aufgabe sehr komplex ist und Fähigkeiten nur langsam gebahnt werden können, ist es von großer Bedeutung diese Kompetenzen schon im Kindes- und Jugendalter aufzubauen. Folglich stellt sich in dieser Arbeit die Frage, wie die Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Big Data und Digitalisierung aussehen muss. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leben in einer datafizierten Gesellschaft

2.1 Big Data – Definition eines unscharfen Begriffs

2.2 Problemfelder im Zeitalter von Big Data und Digitalisierung

2.3 Privacy Paradox

2.4 Konklusion

3 Medienkompetenz in einer datafizierten Gesellschaft

3.1 Medienkompetenz nach Baacke

3.2 Medienkompetenz im Rahmen von Big Data und Digitalsierung

3.3 Überprüfung in der Praxis – Das MiniLARP „Register for CTRL“

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data konzipiert sein muss, um Individuen zu einem mündigen Leben zu befähigen. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit klassische Kompetenzmodelle den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen noch gerecht werden.

  • Phänomenologie von Big Data und dessen gesellschaftliche Auswirkungen
  • Analyse zentraler Problemfelder wie Privatheit, Selbstbestimmung und Datenkapitalismus
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem "Privacy Paradox"
  • Überprüfung und Erweiterung des Medienkompetenzmodells nach Baacke
  • Erprobung der Methode "Aktive Medienarbeit" am Beispiel des MiniLARP „Register for CTRL“

Auszug aus dem Buch

3.3 Überprüfung in der Praxis – Das MiniLARP „Register for CTRL“

Nun wird überprüft inwiefern die Aspekte, denen in dieser Arbeit eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde (Verschränkung von Medienkunde, Medienkritik und aktiver Medienarbeit), bereits in der Praxis umgesetzt werden. Dies geschieht beispielhaft am Projekt „Register for CTRL“.

Ein „MiniLARP“ ist ein Kurz-Live-Rollenspiel, bei dem es meist einen festen Rahmen gibt und alle mitspielen, um den Fokus auf das Erleben zu legen. Bei dem MiniLARP „Register for CTRL“ werden Jugendliche „in eine konkrete und erlebbare Überwachungssituation geführt, die auf den ersten Blick nicht zu durchschauen ist.“ „CTRL“ ist bei diesem Spiel ein fiktives soziales Netzwerk, bei dem potenzielle Neukundinnen und Neukunden zu „Register Conventions“ eingeladen werden, um sich für „CTRL“ zu registrieren. Erst wenn alle Userinnen und User an den Registrierungsverfahren teilgenommen haben (hier wird die Offline-Identität mit der Online-Identität verbunden), startet das Netzwerk. Bei diesen Verfahren wird den Userinnen und Usern versprochen, dass ihre Daten in dem Netzwerk sicher bleiben. Nach der erfolgreichen Anmeldung, die persönlich mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin durchgeführt wurde, gelangen die Jugendlichen in einen weiteren Raum, in dem sie über die hohen Sicherheitsstandards aufgeklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Medienkompetenzförderung vor dem Hintergrund der durch Big Data veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 Leben in einer datafizierten Gesellschaft: Dieses Kapitel definiert Big Data, erläutert die damit verbundenen gesellschaftlichen Problemfelder und diskutiert das Privacy Paradox als Anlass für medienpädagogisches Handeln.

3 Medienkompetenz in einer datafizierten Gesellschaft: Hier wird das Medienkompetenzmodell von Baacke analysiert, für die digitale Ära erweitert und durch die Methode der aktiven Medienarbeit ergänzt, welche praktisch am Projekt „Register for CTRL“ erprobt wird.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach eine Verschränkung von Medienkunde, Medienkritik und aktiver Medienarbeit ein geeigneter Weg zur Förderung verantwortungsbewusster Mediennutzung ist.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Big Data, Digitalisierung, Datenschutz, Privatsphäre, Privacy Paradox, Medienpädagogik, Datenkapitalismus, Aktive Medienarbeit, Register for CTRL, Medienkritik, Medienkunde, Informationelle Selbstbestimmung, Überwachung, Medienbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anforderungen an die Medienkompetenzförderung im Kontext von Big Data und der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Big Data, die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen (wie Überwachung und Datenkapitalismus) sowie die medienpädagogische Antwort durch Kompetenzmodelle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das klassische Modell der Medienkompetenz nach Baacke modernisiert werden muss, um Menschen in einer datafizierten Welt zu einem gelingenden und mündigen Leben zu befähigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse von Medienkompetenzmodellen, die durch eine praxisnahe Überprüfung anhand eines konkreten medienpädagogischen Rollenspiel-Projekts ergänzt wird.

Was ist das zentrale Ergebnis im Hauptteil?

Die Arbeit schlägt vor, die Bereiche Medienkunde und Medienkritik mit der Methode der "aktiven Medienarbeit" zu verschränken, um Medienkompetenz effektiver zu vermitteln.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Medienkompetenz, Big Data, Privacy Paradox und Aktive Medienarbeit sind die zentralen Begriffe, die den roten Faden der Argumentation bilden.

Was genau ist das "Privacy Paradox"?

Das Privacy Paradox beschreibt die Diskrepanz zwischen dem geäußerten Bedürfnis der Nutzer nach Privatsphäre und ihrem tatsächlichen Verhalten, bei dem sie sensible Daten im Internet preiszugeben.

Wie funktioniert das Projekt "Register for CTRL"?

Es ist ein Kurz-Live-Rollenspiel, in dem Jugendliche durch eine inszenierte Simulation die Praktiken von Datensammlung und Überwachung am eigenen Leib erfahren und anschließend reflektieren können.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Marina Peitzmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V371942
ISBN (eBook)
9783668499843
ISBN (Buch)
9783668499850
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienpädagogik Medienkompetenz BigData Digitalisierung Datenschutz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marina Peitzmeier (Autor:in), 2016, Medienkompetenzförderung im Zeitalter von Digitalisierung und Big Data, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371942
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Leseprobe aus  19  Seiten
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