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Eigentum und soziale Verantwortung im Christentum

Title: Eigentum und soziale Verantwortung im Christentum

Term Paper , 2016 , 27 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: T. Woodpecker (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Die vorliegende Arbeit untersucht das Eigentum und die daraus resultierende soziale Verantwortung im Christentum. Dabei ist eine Eingrenzung des Themenbereichs notwendig, um dem Rahmen der Arbeit gerecht zu werden. Es wird speziell auf den persönlichen Besitz und die Verantwortlichkeit von Eigentum bezogen. Aus christlicher Sicht stellt sich zunächst die Frage, inwieweit es überhaupt ein vom biblischen Standpunkt her erstrebenswertes Ziel ist, persönliches Eigentum anzuhäufen. Die Frage nach dem Besitz von Eigentum steht dabei also noch vor der Frage, inwieweit sich aus dem persönlichen Besitz auch eine persönliche soziale Verantwortung des Einzelnen ergibt.

Im Januar 2016 veröffentlichte die Organisation Oxfam eine Studie über die Ungleichheit von Armut und Reichtum in der Welt, die in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte. Laut dieser Studie besaßen im Jahr 2015 die 62 reichsten Personen der Welt genauso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die Kluft zwischen Armen und Reichen ist dabei in den letzten fünf Jahren extrem gewachsen. So wuchs das Vermögen der reichsten 62 Personen in diesem Zeitraum um 45 Prozent, während es sich bei der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung um 38 Prozent reduzierte. In Deutschland besitzen die reichsten 10 Prozent der Haushalte 63 Prozent des gesamten Vermögens. Auch in Deutschland geht dabei die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

Die Ungleichverteilung führt dabei dazu, dass Gesellschaften auseinanderdriften und der soziale Zusammenhalt verloren geht. Die Folge sind Politikverdrossenheit, Spannungen und Gewalt, sowie ein schlechteres Wirtschaftswachstum. Jene Menschen, die in Armut leben, haben außerdem einen geringen oder gar keinen Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsversorgung. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt und seine Bürger verfügen im Vergleich zum Durchschnitt der Weltbevölkerung über eine hohes Pro-Kopf-Vermögen. Im HDI (Human Development Index) von 2013 wird Deutschland auf Rang 6 der Welt geführt. Dieser Index berücksichtigt neben dem Bruttoinlandsprodukt auch Faktoren wie Bildung, Gesundheit und Ernährung eines Landes. Aufgrund der Tatsache, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, ist es wichtig, sich näher mit der Frage des Umgangs mit Vermögen und Eigentum zu beschäftigen. Dabei stellt sich zunächst die Frage, wie man persönlich zu meinem Eigentum stehe und damit haushalten sollte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung der ethischen Thematik

1.1 Persönliche Erfahrung mit dem Thema

1.2 Relevanz des Themas/ Abgrenzung der Thematik

2. Begriffsklärung: Eigentum

2.1 Eigentum in der Bibel

2.1.1 Eigentum im Alten Testament

2.1.2 Eigentum im Neuen Testament

2.2 Eigentum in nachbiblischer Zeit

2.3 Eigentum im deutschen Rechtssystem

3. Darstellung des Fragenkomplexes

4. Thesenhafte Auseinandersetzung mit den ethischen Standpunkten der Thematik

1. These: Menschen haben ein gottgegebenes Anrecht auf privates Eigentum über das sie frei verfügen können.

2. These: Privates Eigentum unterliegt immer auch Sozialpflichtigkeit

3. These: Der Mensch ist immer nur Besitzer seines Eigentums, welches er in der Verantwortung vor Gott verwalten soll.

4. Thesen: Umgang mit Eigentum

4.1. These: Die maßlose Vermehrung von Eigentum kann kein Ziel eines Christen sein. (Lk. 18,24)

4.2. These: Gemeinschaftsbesitz- Als Christ, der Teil einer christlichen Gemeinschaft ist, sollte das persönliche Eigentum allen in der Gemeinschaft zur Verfügung stehen.

4.3. These: Eigentum ist ein Segen Gottes und in der Fülle des Eigentums zeigt sich dieser Segen.

5. Folgerungen für biblisch- ethisch verantwortliches Handeln

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen privatem Eigentum und christlicher Verantwortung, mit dem Ziel, Leitlinien für einen ethisch verantwortungsvollen Umgang mit materiellem Besitz zu entwickeln.

  • Biblische Fundierung von Eigentum und Besitz
  • Sozialpflichtigkeit des Eigentums in christlicher Perspektive
  • Gefahren von Habsucht und materiellem Übermaß
  • Das Konzept des „guten Verwalters“ vor Gott
  • Gemeinschaftsbesitz als historisches und ethisches Ideal

Auszug aus dem Buch

1.1 Persönliche Erfahrung mit dem Thema

Überraschend bekommt meine Frau einen Brief ihrer Großmutter. Ihre Großtante ist verstorben und somit hat sie mehrere tausend Euro geerbt. So etwas war uns zuvor noch nie passiert und wir fragten uns, was wir mit diesem Geld anfangen sollten. Diese Frage stellten wir dabei nicht nur uns, sondern im Gebet auch Gott. Sollen wir es sparen für die Kinder, ein Auto kaufen oder einen richtig tollen Urlaub machen, den wir uns nie hätten leisten können? Vielleicht wäre es aber auch besser, das ganze Geld zu spenden - schließlich sind wir ja auch vorher gut ohne dieses Geld ausgekommen und wenn wir es nicht bekommen hätten, hätte es uns auch an nichts gefehlt. Wir brauchen es nicht zum Überleben, ja noch nicht mal zum Glücklichsein.

Gleichzeitig könnte das Geld dafür sorgen, dass viele Menschen zu essen hätten und nicht hungern müssen. Ist es angesichts dieser Tatsache nicht sozial unverantwortlich, und auch unchristlich das Geld für sich persönlich auszugeben? In Sprüche 3,27 steht: Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.

Die Aussage scheint klar, doch stellt sich die Frage, wie die Umsetzung in unserem Leben aussieht.

Uns wurde klar, dass wir in dem Moment wo wir etwas besitzen, auch die Verantwortung haben uns damit auseinanderzusetzen, wie wir es verwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abgrenzung der ethischen Thematik: Das Kapitel führt durch eine persönliche Fallstudie in die ethische Problematik des privaten Besitzes ein und beleuchtet die aktuelle globale soziale Ungleichheit.

2. Begriffsklärung: Eigentum: Hier werden die biblischen Grundlagen des Eigentums im Alten und Neuen Testament sowie die historische und rechtliche Einordnung in Deutschland dargestellt.

3. Darstellung des Fragenkomplexes: Dieses Kapitel leitet die Forschungsfrage nach dem Verhältnis von christlicher Identität und dem Umgang mit Eigentum her.

4. Thesenhafte Auseinandersetzung mit den ethischen Standpunkten der Thematik: Anhand von Thesen werden sowohl die Berechtigung von Privateigentum als auch dessen Grenzen und die soziale Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft diskutiert.

5. Folgerungen für biblisch- ethisch verantwortliches Handeln: Dieses Kapitel formuliert konkrete ethische Leitlinien, die aus der vorherigen Analyse für das christliche Handeln abgeleitet wurden.

6. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Einstellung zum Besitz, die sich am Doppelgebot der Liebe orientiert.

Schlüsselwörter

Eigentum, soziale Verantwortung, Christentum, Bibel, Sozialpflichtigkeit, Reichtum, Armut, Verwalterschaft, Gemeinschaftsbesitz, Ethik, Gottesherrschaft, Mammon, Bibel, Eigentumsrecht, Nächstenliebe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Frage, wie Christen mit privatem Eigentum umgehen sollten und welche soziale Verantwortung sich daraus ergibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der biblische Eigentumsbegriff, die Sozialpflichtigkeit des Besitzes, das Konzept der treuhänderischen Verwaltung und die Abgrenzung von materiellem Streben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus biblisch-ethischer Perspektive Leitlinien für ein verantwortungsvolles Handeln im Umgang mit persönlichem Vermögen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine thesenhafte Auseinandersetzung auf Basis biblischer Exegese und ethischer Reflexion unter Einbeziehung rechtlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Eigentumsbegriffe in Bibel und Recht, diskutiert Thesen zur Freiheit und Sozialpflichtigkeit des Eigentums sowie den Umgang mit Reichtum und Gemeinschaftsbesitz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Eigentum, Sozialpflichtigkeit, christliche Verantwortung, Verwalterschaft und das Doppelgebot der Liebe.

Wie unterscheidet sich der Eigentumsbegriff im Alten und Neuen Testament?

Das Alte Testament betont die Vererbbarkeit und den Segen durch Gott, während das Neue Testament stärker die Gefahr von Habsucht und die Freiheit vom Besitz in den Vordergrund stellt.

Warum wird im Dokument zwischen „Besitz“ und „Eigentum“ unterschieden?

Es wird auf die rechtliche Trennung verwiesen, wobei der Eigentümer die rechtliche Sachherrschaft innehat, während der Besitzer die tatsächliche Sachherrschaft ausübt.

Welche Bedeutung hat das „Jubeljahr“ im biblischen Kontext?

Das Jubeljahr diente der sozialen Gerechtigkeit, indem nach 50 Jahren Land an die ursprünglichen Sippen zurückgegeben wurde, um eine dauerhafte Kapitalanhäufung zu verhindern.

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Details

Title
Eigentum und soziale Verantwortung im Christentum
College
Theologisches Seminar Adelshofen
Grade
1,25
Author
T. Woodpecker (Author)
Publication Year
2016
Pages
27
Catalog Number
V372044
ISBN (eBook)
9783668501270
ISBN (Book)
9783668501287
Language
German
Tags
eigentum verantwortung christentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
T. Woodpecker (Author), 2016, Eigentum und soziale Verantwortung im Christentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372044
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