Generation Z. Wie muss Jugendarbeit aussehen, damit die Generation Z in die Gemeinde kommt?


Ausarbeitung, 2016

9 Seiten, Note: 1,25

T. Woodpecker (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Abgrenzung des Themas

2. Die Generation Z
2.1. Beschreibung der Generation Z
2.2. Die Jugendarbeit für die Generation Z
2.3. Zusammenfassung

3. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Relevanz des Themas

Die Betrachtung der Jugendbewegungen mit ihren Werten, Wünschen und Zielen ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiger und zu beachtender Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft. So beschäftigen sich Unternehmen mit der Frage, wie die neue Generation von Arbeitnehmern aussieht. Welche Werte muss ein Unternehmen vertreten, um attraktiv zu sein und welche Herausforderungen ergeben sich in einer neuen Jugendgeneration. Auch für das Marketing und Konsumforschung spielen die Generationen eine wichtige Rolle. Neben den wirtschaftlichen Interessen an den Generationen stehen für die Privatgesellschaft andere Themen im Mittelpunkt. Welche Haltung hat die Generation zum Thema Familie, wie gestaltet sie ihre Freizeit oder wie sehr ist sie bereit, sich ehrenamtlich oder politisch zu engagieren.

Um diese Fragen zu beantworten werden Studien und Befragungen durchgeführt, Trends ausgemacht und gesellschaftliche Wandlungsprozesse festgehalten.

Zwar sind diese Studien nicht von der Kirche in Auftrag gegeben oder speziell für sie konzipiert worden, dennoch kann die Kirche und die Gemeindearbeit sehr von ihnen profitieren. Vor allem für die Jugendarbeit der Gemeinde sollten diese Studien von großem Interesse sein, da die aktuelle Generation, derzeit die Generation Z, hier in der Regel ihren ersten Anlaufpunkt hat. Für die gemeindliche Jugendarbeit ist es wichtig zu wissen, was den Jugendlichen wichtig ist, was sie anzieht oder eher langweilt. Diese Erkenntnisse können dann helfen, die Jugendarbeit so zu gestalten, dass sie Jugendliche anzieht, indem sie auf ihre Vorstellungen eingeht.

1.2. Abgrenzung des Themas

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts werden in Deutschland Jahrgänge mit besonderen Prägungen in sogenannte „Generationen“ eingeteilt. Der Begriff „Generation“ findet dabei in Deutschland und auch in den USA Verwendung. In anderen Ländern finden sich ähnliche Einteilungen unter anderem Namen. In Deutschland wird dabei zwischen aktuell vier verschiedenen Generationen, zwischen 1950 und heute, unterschieden. Es gibt dabei keine einheitliche genaue Festlegung von Jahreszahlen der einzelnen Generationen, sodass je nach Quelle unterschiedliche Angaben gemacht werden.[1]

In Deutschland wird zwischen der Generation der „Babyboomer (1950 -1964/69)“, der „Generation X (1965-1979)“, der „Generation Y (1980 -1995)“ und der „Generation Z (1995–Heute)“ unterschieden.[2]

Alle Generationen haben ihre eigenen Merkmale und Eigenheiten. In der Ausarbeitung wird es um die Betrachtung der Generation Z gehen. Dabei wird der Schwerpunkt auf ihren Eigenheiten liegen, die sie vor allem von ihrer Vorgängergeneration, der Generation Y unterscheidet. Aus diesen Unterschieden werden im Anschluss Rückschlüsse auf die gemeindliche Jugendarbeit gezogen, um diese sohin gehend zu gestalten, dass die Generation Z sich angesprochen fühlt und die Chancen steigen, dass Jugendliche dieser Generation die Jugendarbeit besuchen.

2. Die Generation Z

2.1. Beschreibung der Generation Z

Die grundlegenden Wertevorstellungen einen Menschen entstehen weitgehend durch die Sozialisation und die Reflektion der Lebenswelt im Kindes- und Jugendalter.[3] Somit ist diese Phase grundlegend für die persönliche Entwicklung. Dabei wird angenommen, dass jede neue junge Generation durch „einzigartige historische, soziale und kulturelle Ereignisse geprägt wird.“[4]. Durch diese gemeinsamen Erfahrungen entwickelt die Generation ähnliche Präferenzen, Denkweisen und Verhaltensmuster.

Als bedeutende politische Ereignisse der Generation Z lassen sich die Wahl von Barak Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2009 nennen, sowie die Wahl von Angela Merkel zur ersten Bundeskanzlerin Deutschlands im Jahr 2005. Mit diesen politischen Ereignissen geht auch eine Akzeptanz für ein Multikulturalisierung der Gesellschaft einher. Auch deshalb, weil die persönliche Betroffenheit gestiegen ist. So hat heute jeder fünfte in Deutschland lebende Einwohner Migrationshintergrund. Dass Frauen Führungsrollen in Unternehmen innehaben, ist akzeptiert und gilt als normal.

Unter ökologischen Gesichtspunkten können die Ölpest im Golf von Mexiko, sowie die Reaktorkatastrophe in Fukushima genannt werden. Allerdings ist noch nicht gänzlich geprüft, welchen Stellenwert diese Ereignisse im Bewusstsein der Generation Z haben.

Die weiter voranschreitende Globalisierung wird, wie schon von der Vorgängergeneration Y, als etwas Positives wahrgenommen, mit der die Möglichkeit zum Reisen sowie das Arbeiten und Studieren im Ausland verbunden wird. Die Generationen Y und Z werden auch häufig als „Digital Natives“ bezeichnet. Der Umgang mit dem Web 2.0 stellt für die Generation Z eine Selbstverständlichkeit dar. Wichtige Plattformen wie Google, YouTube, Facebook oder Wikipedia waren schon eingeführt, als die Nutzung des Internets für diese Generation relevant wurde.

Die Generation Z ist in ihrem Privatleben stark von der Debatte um Kinder-, Jugend- und Familienpolitik bestimmt. Die Auseinandersetzung und Akzeptanz von neuen Familienmodellen, wie alleinerziehenden Müttern oder Patchwork-Familien, ist weitgehend abgeschlossen und allgemein akzeptiert.

Reformen im Bildungswesen verändern die Schule von einem Lernort hin zu einem Lebensort. Durch die Verkürzung der Schulzeit und die Einführung von Bachelor und Master wird die Ausbildung der Generation Z kompakter. Dadurch hat diese Generation auch schon in jungen Jahren eine hohe Herausforderung, verschiedene Lebensbereiche miteinander zu vereinbaren. Die Generation Z erlebt einen Wandel weg von einer „Familien-Kindheit“ hin zu einer „Betreuten- Kindheit“. Dennoch hat Familie für sie einen hohen Stellenwert.

Die Verbundenheit zu digitalen Medien ist sowohl für die Generation Y als auch Z charakteristisch, jedoch können die Angehörigen der Generation Z wohl als die wahren Ureinwohner bezeichnet werden. Die Generation Z ist viel stärker als zuvor die Generation Y von den Kommunikationsmöglichkeiten und den sozialen Netzwerken geprägt. Sie sind immer online. Daraus resultiert, dass ihnen Transparenz, Flexibilität und die Selbstdefinition von Werten wichtig sind. Die Individualisierung war zwar schon für die Vorgängergeneration von Bedeutung, wird jedoch in der Generation Z noch einmal wichtiger. Dies führt dazu, dass es bspw. in den Bereichen Musik, Mode oder politischer Einstellung nur noch sehr wenige gemeinsame Trends gibt.

Das „immer online sein“ führt zu einer Selbstinszenierung und der Selbstvermarktung, die durch diese Generation ausgereizt wird.

Neben diesen oberflächlichen Werten gelten jedoch auch Werte wie Sicherheit, Orientierung oder Zugehörigkeit zu einer Gruppe als wichtig für die Generation[5].

Das große Thema der Generation Y war die Work-Life-Balance und die Flexibilität im Berufsleben, um so die Karriere und die Familie zu vereinen. Sie hat Chancen auf dem Arbeitsmarkt gesehen und dafür eine Verwischung von Berufs- und Privatleben in Kauf genommen.

Die Generation Z hat sich dieses Modell genau angeschaut und weitestgehend für sich verworfen. Sie hat erkannt, dass die Chancen Karriere zu machen bei weitem nicht so hoch sind wie es die Unternehmen suggeriert haben. Auch haben sie die negativen Folgen der Kariere von Stress und Burn-out erlebt. Dies führt dazu, dass die Generation Z weit distanzierter zu ihrem Arbeitgeber ist und ihm gegenüber eine geringe Loyalität besitzt. Für sie ist es wichtig, dass Berufs- und Privatleben wieder voneinander getrennt werden, da sie sich bewusst sind, dass durch die Digitalisierung Arbeiten heute theoretisch immer und überall möglich ist. Ein flexibles Arbeitszeitmodell wird abgelehnt und ein Job mit geregelten Arbeitszeiten von z.B. 8 bis 17 Uhr gefordert. Für dieses „unflexibel Sein“ wird auch in Kauf genommen auf Gehalt und Karriere zu verzichten. Das Materialistische rückt in den Hintergrund und sie geben sich mit einem kleinen Auto und einem Urlaub an der Nordsee zufrieden.

Mit Blick auf den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel tritt die Generation Z selbstbewusst auf und fordert mehr individuelle Behandlung im Arbeitsleben z.B. durch Sabbaticals.

Diese Einstellung führt aber auch zu Problemen in der Arbeitswelt, da die jungen Menschen der Generation Z nur noch ungerne Führungsverantwortung übernehmen möchten. Neben dem mehr an Zeitaufwand, dass diese Funktion mit sich bringt, steht die Führungsverantwortung auch dem Harmoniebedürfnis der Generation entgegen. Begleiten, beurteilen, lenken oder kritisieren - das passt nicht zu ihnen.

2.2. Die Jugendarbeit für die Generation Z

Aufgrund der Betrachtung der Generation Z unter den Gesichtspunkten der äußeren Einflüsse (prägende Ereignisse) des Privatlebens und dem Verhältnis zur Arbeitswelt können nun Rückschlüsse auf die gemeindliche Jugendarbeit geschlossen werden.

Zunächst ist jedoch zu sagen, dass, obwohl die Generationen nach Jahrgängen geordnet werden, diese nicht starr sind. So können auch Menschen aus älteren Jahrgängen vom Verhalten her in der Generation Z angesiedelt sein oder junge Menschen sich in der Genration Y wiederfinden.

- Migration

Die Generation Z ist stark von Migration durchdrungen und folglich auch an den Umgang mit ihr gewöhnt. Es ist daher wichtig, dass die Gemeinde - respektive die Jugendarbeit/der Jugendkreis - sich damit auseinandersetzt, wie Menschen mit Migrationshintergrund in die Gemeinde integriert werden können. So kann z.B. nicht vorausgesetzt werden, dass eine Grundbildung über den christlichen Glauben vorliegt. Die Jugendmitarbeiter müssen hier auf die Generation Z Rücksicht nehmen und gerade mit christlichen Begrifflichkeiten vorsichtig umgehen und diese erklären. Die bestehende Jugendgruppe muss, falls sie bis dato nur aus Deutschen besteht, offen sein, diese neue Gruppe zu integrieren.

- Die Rolle der Frau

Die Generation Z sieht es als selbstverständlich an, dass Frauen dem Mann gleichgestellt sind und genauso wie Männer Führungsaufgaben übernehmen. Gemeinden mit einer sehr konservativen Struktur, in der es nur Männer in Leitungspositionen gibt, z.B. in der Jugendleitung, werden hier befremdlich und rückständig wirken. Um die Generation Z hier anzusprechen ist es wichtig, dass auch Frauen ihren Platz in den öffentlichen Ämtern der Gemeinde haben. Im Jugendkreis sollten Frauen Andachten halten dürfen und sich in anderen Bereichen einbringen können. Es ist wichtig, dass der Generation Z vermittelt wird, dass Gleichberechtigung herrscht. Gleichzeitig möchte sie zu nichts gedrängt werden, wie später noch näher erläutert wird.

- Familie

Zwar ist die Generation Z in eine Zeit hineingeboren, in der viele alternative Familienmodelle erprobt werden, dennoch hat die Familie nach wie vor einen hohen Stellenwert. Auch wenn die Generation Z vielleicht selber nicht aus einer klassischen Vater-Mutter-Kind-Familie kommt, so ist diese Konstellation doch erstrebenswert für sie. Viele der Generation Z haben zwar noch keine eigene Familie, dennoch sollte die Gemeinde darauf ausgelegt sein, ein Ort zu werden, in der sich diese Generation auch als Familie wiederfindet. Dann nämlich muss nicht zwischen Zeit mit der Familie und der Gemeinde entschieden werden. Für die Generation Z, die noch keine Familie hat, kann die Gemeinde der Ort werden, an der sie lernt, wie Familie funktionieren kann, da viele aus dieser Generation aus Patchwork-Familien, geschiedenen Beziehungen und alleinerziehenden Eltern kommen. Das Elternhaus kann in diesem Fall also nicht unbedingt als Vorbild dienen. Diese Funktion kann die Gemeinde übernehmen, indem gerade die jungen Familien, die in intakten Ehen leben, die Generation Z an ihrem Leben teilhaben lassen und ihnen so ein Vorbild werden.

Die Prägung der Generation Z bedingt jedoch auch, dass die Gemeinde die jungen Leute nicht vorverurteilt, wenn sie in den Lebenskonzepten ihrer Eltern leben, sondern sie trotzdem in den Kreisen der Gemeinde willkommen sind.

- Hoher Zeitdruck

Die Generation Z steht, wie keine Generation vor ihr, vor der großen Herausforderung ihre verschiedenen Lebensbereiche zu koordinieren und im richtigen Maß Prioritäten zu setzen. Durch die Schulreformen (G8 & Ganztagsschulen) und die Bologna Reform (Bachelor/ Master) ist die Zeit der Ausbildung stark gestrafft worden. Dadurch bleibt der Generation weniger Freizeit, die sie gestalten können. Für die Gemeinde und Jugendarbeit bedeutet dies, dass es wichtig ist, der Generation Z ihre Freiräume auch zuzugestehen. Das heißt zu akzeptieren, dass sie nicht zu jeder Veranstaltung der Gemeinde kommen werden. Die Gemeinde sollte Verständnis für den Zeitdruck der Generation Z haben und dieses auch zeigen. Es ist wichtig, die jungen Leute nicht zu verurteilen, wenn sie einmal nicht in den Jugendkreis gekommen sind. Viel besser ist es hingegen nachzufragen, warum, um sie so eventuell in einer stressigen Phase der Schule, durch z.B. Gebet, zu unterstützen.

Eine offene Jugendarbeit in die die Generation Z kommen kann, ohne ein „muss“, das nächste Mal auch kommen zu müssen, wäre hier z.B. ein Ansatz.

- Digital Natives

Die Generation Z ist wie keine andere Generation vor ihr mit der Digitalen Welt verbunden. Sie ist ihr ständiger Begleiter und Hauptbezugsquelle für Informationen und den Austausch unter Freunden. Über Twitter werden Statements verfasst und über WhatsApp Interessengruppen gebildet und Verabredungen organisiert. Damit die Gemeinde und Jugendarbeit in Kontakt mit der Generation Z kommt und bleibt ist es daher wichtig, auch im Web 2.0 präsent zu sein. Eine ansprechende Homepage, die zeitnah gepflegt wird, über die die Generation Z alle Informationen bekommen kann, ist unabdingbar. Viel wichtiger sind jedoch die interaktiven Formen wie WhatsApp und Facebook. Interessen und Gemeinschaftsgruppen, über die sich ausgetauscht werden kann und Termine vereinbart werden, sollte es in der Gemeinde geben. In diesem Bereich entwickeln sich immer wieder neue Formen und Plattformen, die von der Generation Z aufgegriffen werden. Hier gilt es in einem gewissen Maß für die Gemeinde Schritt zu halten.

Diese Affinität zu neuen Medien ist aber nicht nur eine Herausforderung für die gemeindliche Arbeit, sondern auch eine Chance, da die Generation Z sich hier mit ihren Gaben einbringen kann.

- Individualisierung/ Selbstinszenierung

Der Drang zu Individualisierung ist bei der Generation Z sehr ausgeprägt. Sie lässt sich nur noch schwer durch gemeinsame Trends zusammenfassen. Es besteht daher eine große Herausforderung für die Gemeinde- und Jugendarbeit darin alle anzusprechen, da ihre Interessen sehr verschieden sind. Wichtig für die Gemeindearbeit ist es daher, sich dessen bewusst zu sein und auch nicht den Erfolg einer Jugendarbeit daran zu messen, alle Jugendlichen anzusprechen. Ein Schritt, der Individualisierung zu begegnen, kann die Gründung verschiedener Kreise sein, so z.B. Jugendhauskreise, Sportgruppen, Pfadfinderarbeit oder Lobpreisabende. Für die Generation Z muss der Gottesdienst sehr abwechslungsreich sein und den Einzelnen im Blick haben. In Kombination mit dem Hang zur Selbstinszenierung finden Gottesdienste, in denen der Einzelne im Mittelpunkt steht, großes Interesse. So z.B. Taufgottesdienst, Konfirmandengottesdienst, Anspiele im Gottesdienst oder anderer Formen in denen sie sich die Generation Z im Gottesdienst oder der Jugendstunde darstellen kann. Auch offene Formen in der Kirche, zu denen Menschen kommen können und z.B. Stationen in der Kirche vorfinden, sprechen diese Generation an. Hier werden sie zu nichts gezwungen und können selber entscheiden, wie lange sie bleiben und welche Angebote sie wahrnehmen.

- Feste Zeiten

Die Betrachtung der Einstellung zur Arbeit der Generation Z hat gezeigt, dass sie großen Wert auf geregelte Zeiten legt. Sie ist nicht mehr bereit, auf Abruf flexibel zur Stelle zu sein. In der Jugend- und Gemeindearbeit ist es daher wieder nötig umzudenken. Wo vorher der Trend zu Spontanität und Flexibilität ging, ist nun wieder mehr Struktur gefragt. Die Generation Z bevorzugt es, zu wissen, wie lange der Hauskreis, die Jugendstunde, geht. Das ist auch deshalb wichtig, da sie noch andere Termine hat, die sie koordinieren muss.

Positiv ist hier anzumerken, dass die Bindung an Zeiten eben auch für den Arbeitsbereich gilt. Das hat zur Folge, dass die Generation Z nicht mehr bereit ist, ihr Privatleben für die Arbeit zu opfern. Wenn die Generation Z die Gemeinde einmal für sich als wertvoll erachtet hat, wird sie sich durch den Beruf nicht mehr so sehr von einem Besuch abbringen lassen, wie die Generation Y vor ihnen.

Um dem gerecht zu werden, ist es wichtig, Termine auch längerfristig verbindlich und am besten im Zyklus des Schul- und Studienrhythmus zu planen. Auch im Gottesdienst ist es dann hilfreich, wenn z.B. der Ablauf immer gleich ist oder es einen Handzettel gibt.

- Keine Führungsrolle

Für die Generation Y war es wichtig, die Chance zu haben sich nach oben hin entwickeln zu können. Diesen Anspruch an sich selber, Verantwortung zu tragen, hatte jedoch auch seine negativen Seiten. Als Gegenbewegung dazu möchte die Generation Z heute lieber keine Führung mehr übernehmen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Generation Z die Arbeit, die in ihrer Verantwortung liegt, nicht gewissenhaft ausüben würde. Für die Gemeindearbeit ist es wichtig, nicht zu versuchen, die Generation Z in eine Rolle zu drängen, die sie nicht ausüben möchten oder im Umkehrschluss ein Desinteresse an der Arbeit an sich zu sehen. Für die Generation Z müssen in der Jugendarbeit Bereiche gefunden werden, in denen sie sich nicht überfordert fühlen.

[...]


[1] Vgl. C. Scholz, Generation Z, Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Ulm 2014, 14-15.

[2] Vgl., ebd., 33.

[3] Vgl. Generation Y und Gen-Z, verfügbar über: http://die-generation-z.de/generation-y-und-gen-z/ Datum des Zugriffs 20.04.2016.

[4] Generation Y und Gen-Z, ebd., Datum des Zugriffs 20.04.2016.

[5] Generation Z: Interview mit Prof. Christian Scholz, verfügbar über: http://www.karrierefuehrer.de/branchen/

wirtschaftswissenschaften/generation-z-interview-christian-scholz.html Datum des Zugriffs 20.04.2016.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Generation Z. Wie muss Jugendarbeit aussehen, damit die Generation Z in die Gemeinde kommt?
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
1,25
Autor
Jahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V372048
ISBN (eBook)
9783668500099
ISBN (Buch)
9783668500105
Dateigröße
1163 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
generation, jugendarbeit, gemeinde
Arbeit zitieren
T. Woodpecker (Autor), 2016, Generation Z. Wie muss Jugendarbeit aussehen, damit die Generation Z in die Gemeinde kommt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372048

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