Das Schema Jisrael im Alten Testament im Buch Deuteronomium 6, 4-9


Quellenexegese, 2017

20 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Gestalt des Textes
2.1. Bibeltext
2.1.1. Übersetzung
2.1.2. Übersetzungsvergleich
2.2. Literarischer Kontext
2.3. Literarische Eigenart
2.4. Historischer Kontext
2.5. Grammatisch-stilistische Analyse
2.6. Begriffsuntersuchung
2.7. Gliederung des Textes
2.8. Vermutete Hauptintention und Interpretationsrahmen

3. Gehalt und Gewalt des Textes: Das damalige und heutige Reden Gottes durch diesen Text
3.1. Gerechtigkeit als Relationsbegriff
3.2. "Diese Worte schärfe deinen Kindern ein"
3.3. Die Thora für die Kirche Christi

4. Ertrag

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Dtn ist wohl eines der größten theologischen Dokumente in der Heiligen Schrift. Die bloße Tatsache, dass Jesus aus keinem anderen Buch des Alten Testaments öfter zitiert, reicht für eine Einladung zum Studium des Dtn völlig aus. Auf die Frage welches das höchste Gebot von allen sei zitierte Jesus aus Dtn 6, 4-5: "Höre Israel, der Herr, unser Gott ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.“ Als das letzte Buch des Pentateuchs geht es zum Herzen des großen Themas der Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Ziel der Ausarbeitung ist eine theologische und exegetische Tiefenbohrung des Schema Israels.

Bevor ich jegliche Deutungen und Interpretationen aus dem Text nehme, betrachte ich den Text erstmal in seiner Gestalt. Zu Beginn werde ich den Text eingrenzen, um eine ertragreiche Arbeit zu ermöglichen. Danach werde ich einige Methoden der Exegese nach den Bibelwissenschaftliche Monographie von Dreytza (u.a.) gebrauchen, damit ich ein Fundament für Aussagen über den Gehalt und Gewalt des Textes habe.

2. Die Gestalt des Textes

2.1. Bibeltext

Nach vorrausgehenden Beobachtungen des Textes habe ich beschlossen, mich auf eine Tiefenbohrung von Dtn. 6, 4-9 zu konzentrieren. Dabei lass ich den Kontext aber nicht aus den Augen. Dieser Abschnitt enthält das sog. "Schema Jisrael" (4-5), das Grundbekenntnis Israels, das mit den folgenden Versen bis heute von frommen Juden beim Morgen- und Abendgebet rezitiert wird.[1] Auf diese Verse folgt ein katechetischer und didaktischer Teil (6-9).[2]

2.1.1. Übersetzung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Höre, Israel der HERR [ist] unser Gott, der HERR [allein/ist einer].

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Und du sollst den HERRN, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft [deinem Sein; all dem was du hast].

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Und diese Worte, die ich dir heute befehle sollen in deinem Herzen sein.

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Und du sollst sie deinen Kindern wiederholen [widerholt aufsagen, im Sinne von: einschärfen] und davon reden, wenn du in deinem Haus bleibst oder auf die Reise gehst, wenn du dich hinlegst oder aufstehst.

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Und du sollst sie, als ein Zeichen an deine Hand binden und sie sollen ein symbolisches Merkmal zwischen deinen Augen sein.

3Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Und du sollst sie an die Türpfosten deines Hauses und an die Tore deiner Stadt schreiben.

2.1.2. Übersetzungsvergleich

Den Vergleich von verschiedenen Texten und deren Übersetzungen behandele ich mit Hilfe der Bibelsoftware Logos[4]:

Beim Übersetzungsvergleich ziehe ich eher wortgetreue Übersetzung aber auch eher sinngetreue Übersetzungen hinzu. Dabei ist meine eigene Übersetzung (EÜ) eher wortgetreu, da ich mir dadurch in der Exegese Vorteile verspreche. Ausserdem vergleiche ich direkt den Hebräischen Text mit dem der Septuaginta.

Auffallend beim Qumranfragment ist, dass die Verse aus Dtn 6,4-9 zusammen mit dem Text aus Ex. 13 1-16 gefunden wurde. Daraus schließe ich, dass der Text aus Dtn. wahrscheinlich oft am Fest der ungesäuerten Brote gelesen wurde.

Zudem beginnt die Septuaginta mit den Worten "These are the laws and rules that YHWH (other manuscripts: Moses) commanded the Israelites in the desert (some manuscripts lack ‘in the desert’) as they left Egypt"[5]. Unterschiede zum hebräischen Text sind z.B. in V. 5 zu vermerken. Dort heißt es: τῆς διανοίας σου also "du sollst […] aus deinem ganzen Denken […] lieben". Oder in in V.8: "sie sollen unerschütterlich vor deinen Augen sein" (καὶ ἔσται ἀσάλευτον).

Bei dem Vergleich von wort- und sinngetreuen Übersetzungen fallen keine gravierenden Unterschiede auf, die dazu führen könnten, dass man den Text falsch versteht.

Das einzige Wort was Schwierigkeiten bei der Übersetzung bereitet istאֶחָֽד. Was direkt übersetzt die Kardinalzahl "eins" bedeutet. Doch die Bedeutung kommt hier wohl von (einzig, ein, allein)לְבַדּוֹ. "Durch das von Jehova prädicirteיְהֹוָהאֶחָדwird also nicht die Einheit Gottes ausgesagt, sondern daß er einzig der ist, welchem der Nameיהוהmit Recht zukomt, daß er der eine absolute Gott ist, dem kein anderer Elohim gleichgestelt werden darf."[6]. Also ist hier nicht die Frage nach: "How many is God? sondern nach "Who is the God of Israel?”[7]. Wer der HERR, unser Gott ist, ist eindeutig. Man kann und darf sich keine verschiedenen Vorstellungen von ihm machen. Wenn wir auf das Gesamtzeugnis der Bibel schauen bedeutet die Einzigartigkeit Gottes nicht, dass er einsam war, bevor er die Welt, Engel und Menschen schuf. Gott hat sich als ein in ewiger gemeinschaftspflegender, dreieiniger Gott offenbart.[8] So wird dasאחדvon Deut 6,4 auch nicht zu einem wiederkehrenden Stichwort, was in der sonst gern wiederholenden dtn/dtr Sprache üblich ist.[9] Das zugehörige Liebesgebot in V.5 wird jedoch häufig repetiert. Auf dieses scheint es also anzukommen.[10] Eine gutenausführliche Weiterführung der Thematik des Monotheismus ist bei MacDonalds Monographie "Deuteronomy and the Meaning of `Monotheism`"[11] zu finden.

2.2. Literarischer Kontext

Geschichtlicher Rückblick und Ermahnung des Volkes: 1,1–4,43

Verkündigung des Privilegs der Bundesbeziehung[12]: 4,44–11,32

Hier befindet sich unser Textabschnitt. Diesen Unterpunkt könnte man noch in weitere drei Teile unterteilen, die alle mit dem Aufmerksamkeitsaufruf "Höre Israel" beginnen (5,1b; 6,4; 9,1).

"Homiletically, these three parts represent three constituents of authoritative preaching: (1) the Scripture lesson (5:1b–6:3), highlighting the foundations of covenant relationship; (2) the theology arising from the Scripture (6:4–8:20), focusing on the essence of covenant relationship; (3) the appropriate response arising from that theology (9:1–11:32), demonstrating love for Yahweh as evidence of covenant relationship."[13]

Gesetze für Gottes Volk in Gottes Land: 12,1–26,15

Die Bedeutung des Bundes zwischen Gott und dem Volk: 26,16–30,20

Mose Lied, Segen und Tod: 31–34 [14]

In dem Kapitel vor unserem Abschnitt erinnert Mose das Volk an die einschneidende Situation für die Beziehung des Volkes Israel zu ihrem Gott (Ex. 20). Hier ist der Dekalog wiederzufinden. Außerdem deutet sich in 5,28f. das an, was in 31,20 deutlich zum Ausdruck kommt: " Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe, darin Milch und Honig fließt. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich zu andern Göttern wenden und ihnen dienen, mich aber lästern und meinen Bund brechen."[15] Mose weiß um die rebellischen Herzen des Volkes (31,27). Deswegen leitet er ein: "By keeping I AM ’s command, Israel will “fear I AM” (i.e., enjoy a relationship with him by obedience to his word out of awe for his person), and enjoy long life and prosperity in the Land (Deut. 6:1–3)."[16] Weiter führt Mose folgendes aus: "[T]he protection of the commandments against spiritual attacks (6:10–10:22), and concluding exhortations for commitment to I AM (11:1–32)."[17] Doch: "Within a generation or two of Moses’ death (Judg. 2:1–23) they have turned from the way of Yahweh to a course that persisted until finally in 586 BC, the fire of divine fury engulfed the nation."[18]

Ich habe mich für diesen Abschnitt entschieden, da nur wenige Texte im AT so schwerwiegend von Bedeutung sind:[19] Das Schema Jisrael fungierte als ein Treueschwur der Israeliten. Wann immer die Israeliten es zitierten erkannten sie, dass der Gott, der sie erlöste nicht einfach nur eine amorphe und unerkennbare Gottheit war. Er ist Jahwe, der in die Geschichte eingreift, sich ein Volk erwählt und sich in eine Bundesgemeinschaft mit diesem Volk begibt.[20]

Zudem ist es sehr interessant, dass überall wo im AT über die Hingabe zu Jahwe gesprochen wurde, die Begriffe "fürchten" und "anhängen" gebraucht wurden. Im Dtn. gebraucht Mose zum ersten Mal den Begriff aus dem Dekalog "lieben" (ʾāhab) und beschreibt es als die vernünftige Antwort auf Gott.[21] The unified psychological poles of fear and love come prominently to the fore in a surprisingly uniform way. Deuteronomy treats “love of I AM” and “fear of I AM” as synonyms (cp. 5:29 with 6:2, and 6:5 with Josh. 24:14; cf. 10:12, 20; 13:5).[22]

Dieser Treueschwur und diese Liebe zu Jahwe ist von so großer Bedeutung, dass es von Generation zu Generation weiter zu tragen ist (V.6-9).

2.3. Literarische Eigenart

Um die Botschaft des Buches richtig hören zu können, müssen wir uns bewusstmachen, um welche Gattung es sich handelt. Auf einer Ebene ist Dtn der Schluss- und Hauptteil der Biographie von Mose. Also müsste man sagen, dass es ein erzählender Text ist mit eingebauten Reden. Auf der anderen Seite beschreibt Mose das Geschriebene selbst als "Gesetz" (1,5). So heißt auch die Überschrift des Buches ausgehend von der Stelle in Dtn. 17,18 nach der Übersetzung der LXX und Vulg.: Δευτερονόμιον, Deuteronomium. [23] Doch wird Mose nicht vorwiegend als Gesetzgeber beschrieben, sondern als Prophet (18:15; 34:10) und Pastor (Num. 27,17; Jes. 63,11).[24]

So ist es nicht ein zweites, neues Gesetz sondern, "eine paränetische Darlegung, Erläuterung und Einschärfung des wesentlichsten Inhalts der Bundesoffenbarung und Bundesgesetze mit nachdrücklicher Hervorhebung des geistigen Princips des Gesetzes und seiner Erfüllung und mit weiterer Entfaltung und Normirung der gottesdienstlichen, rechtlichen, staatlichen und bürgerlichen Ordnungen, welche das Leben und Wolergehen des Volks im Lande Canaan dauernd begründen sollen".[25]

Unser Textabschnitt der in einen größeren Kontext einzuordnen ist, kann als Paränese und Prosatext gesehen werde. Es geht also um einen Text, indem der Autor seine Adressaten predigend ermahnt, indem er sie instruiert, überzeugt, vor möglichen Missverhalten warnt oder daran erinnert welches Verhalten angemessen ist. The language of the Shemaº is “sloganesque” rather than prosaic[26] Der feierlich-pathetische, seelsorgerlich-ermahnende, visionäre aber auch nachdenkliche Charakter des Textes wird vor allem durch den historischen Kontext deutlich.

Ähnliche wie hier bei Mose finden wir auch bei Petrus oder Stephanus in der Apostelgeschichte (Apg 2, 14-36; 7, 2-53).[27]

2.4. Historischer Kontext

Der historische Kontext lässt sich deshalb so gut erschließen, da das Buch Dtn mit präzisen Orts- und Zeitangaben beginnt. Somit erhält es den Charakter einer Urkunde.[28]

Das Volk Gottes befindet sich noch in Moab jenseits des Jordans (1,1). Die Generation, die mit Mose Auszug war in den zurückliegenden 38 Jahren gestorben (2,14). Mose beginnt seine Rede am 1. Tag des 11. Monats. Es ist wahrscheinlich nicht der Fall, dass alles, was berichtet wird, an Moses Todestag, passiert ist, „am Vorabend der Überquerung des Jordan sowie der Inbesitznahme des Landes durch die Israeliten". Erst sechs Wochen später, am 14. Tag des 1. Monats, begeht Josua das Passah ; das Manna hört auf (Jos 5, l0f), die Wüstenzeit ist zu Ende. Somit ist das Dtn die Schnittstelle von der mosaischen zur nachmosaischen Zeit. Den Jordan zu überqueren und das Land einnehmen, das stand als Auftrag immer vor Augen und begegnet auf Schritt und Tritt, als ob das einsetzende Geschehen eine letzte Vorbereitung wäre (z.B. Dtn 1,8; 3,20f. 25; 8,10; 25,19; 30,5; 31,20f), wobei eine Vorerfüllung schon stattfand: Die Einnahme und Verteilung des Ostjordanlandes (3,12-22; vgl. Num 32)."[29]

Mose zeigt also immer auf die Landverheißung, die Gott schon Abraham gegeben hat. Somit ist die Verwirklichung der Verheißung zum Greifen nah und der große Bogen von Gen. bis Jos. wurde geschlagen. Mose schaut zurück und ermahnt das Volk, indem er den Unglauben der Väter (1,32) und die wunderbare Güte und Bundestreue Gottes (2, 1-7) gegenüberstellt. Es zielt alles auf die letzten Worte Mose`: "So haltet nun die Worte des Bundes [die Tora] und tut danach, auf dass ihr glücklich ausrichten könnt euer Tun" (29,8). Bevor aber Mose die Leitung des Volkes an Josua übergab (Dtn 31, 1ff.) schärfte Mose der neuen Generation Bund und Tora ein. " Der Herr, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb und hat nicht mit unseren Vätern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben." (Dtn 5,2–3) Es ist also zu bemerken, dass die erzählte Zeit viel länger als die Erzählzeit ist. Also ist eine Zeitraffung vorhanden. "Über die ca. 40 Jahre zwischen 2. Mo 12 und 5. Mo 33. Die Ereignisse dieser 40 Jahre werden in 125 Kapiteln beschrieben!"[30]

Folgende Grafik macht den Kontext noch einmal deutlich:[31]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Pentateuchforschung ist vor allem die Verfasserschaft ein umstrittenes Thema. Es werden viele Verfasser vermutet. Eine Sonderstellung nimmt das 5. Mosebuch ein, das eine eigene, in sich geschlossene Quellenschrift darstellt, die als Ganzes und ungekürzt zwischen 4. Mose 36 und 5. Mose 34 eingefügt worden.[32] Der Verfasser selbst wird in 1,1 als Mose identifiziert. Es kann möglich sein, dass das letzte Kapitel, wo vom Tod Mose berichtet wird von Josua geschrieben wurde. Auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Urkundenhypothese von Wellhausen gehe ich hier nicht ein.

2.5. Grammatisch-stilistische Analyse

- Ausgangspunkt ist Dtn 6,4, der Vers, mit dem - nach geläufiger Ansicht - die ältere Gestalt des Dtn begann. Der Vers bildet mit V. 5 eine Form, deren Merkmale Halbe bestimmt hat:[33]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Halbe sagt:

"Es handelt sich dabei um ein festes syntaktisches Schema, das … so verbreitet im Alten Testament und entsprechend im altvorderorientalischen Sprachenkreis auftritt, daß es uns zunächst ganz einfach als Grundmöglichkeit des Ausdrucks erscheint, wo immer sich einer mit einem Befehl (einem Vorschlag, einer Bitte) an einen anderen wendet. Konstitutiv ist die Zweigliedrigkeit. Der Redende nennt im ersten Glied die Voraussetzung des Handelns oder Verhaltens, das er im zweiten vom Angeredeten fordert, - sei diese Voraussetzung nun hervorgehoben der Gegenstand, auf den sich dies Handeln bezieht, der Umstand, der es nahelegt, ermöglicht, erfordert, oder das eigene Verhalten, dem das geforderte Handeln korrespondiert"[34]

- Dasיְהוָ֥האֱלֹהֵ֖ינוּיְהוָ֥ה׀אֶחָֽדkann als Folge von zwei Nominalsätzen oder als einziger Nominalsatz mit drei verschiedenen Möglichkeiten der Grenzziehung zwischen Subjekt und Prädikat aufgefasst werden. In der Sprach des Dtn istאלהינוals Apposition zuיהוהzu betrachten, da das Prädikativאלהיםhinterיהוהimmer kenntlich gemacht wird (Deut 4,35; 7,9; Jos 24,18; 1 Kön 8,60).[35]
- Dtn 6, 6 ist anaphorisch mit einem Verweis auf die Worte von 6, 4f. zu verstehen und damit ist der Bezug von 6, 8f. ausschließlich auf 6, 4f. angebracht.[36]
- Das pi וְשִׁנַּנְתָּ֣םDtn 6,7 wurde als Stammesmodifikation zu שָׁנַן mit „einschärfen“ („durch unablässiges Vorsprechen und Erklären“) erklärt.[37] Es bedeute

„das ständige Wiederholen, das die sukzessiven Handlungen, die nur noch im übertragenen Sinn zum zweiten Male geschehen, nicht mehr im Aktualis aussagen kann, sondern im Resultativ zusammenfaßt“. Betont wird also, daß das wichtige Bekenntnis Dtn 6,4 „auf die in der orientalischen Antike typische Weise“ gelernt wird: „der Lehrende spricht den Text vor, die Lernenden wiederholen ihn, und das solange, bis er sitzt. Er wird überall und immer zitiert. Die junge Generation wird also sozialisiert, indem sie gemeinsam mit ihren Eltern die Glaubenstexte meditiert“.[38]

[...]


[1] Vgl. Flender, Dtn 6,1–9. Einführungen und Erklärungen aus der Stuttgarter Erklärungsbibel.

[2] Vgl. Weinfeld, Deuteronomy 1–11. 328.

[3] Dtn 6,4-9 in: Biblia Hebraica Stuttgartensia.

[4] Siehe Anhang S. 24-26.

[5] Weinfeld, Deuteronomy 1–11. 331.

[6] Keil, Leviticus, Numeri und Deuteronomium. 442.

[7] Vgl. Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy., 182.

[8] Vgl. Lamparter, Der Aufruf zum Gehorsam, 46.

[9] Vgl. Lohfink, אֶחָד. in: ThWAT Bd. 1. (1970), 212–213.

[10] Vgl. ebd.

[11] MacDonald, N., Deuteronomy and the Meaning of Monotheism, Tübingen 2003.

[12] Vgl. Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy., 44.

[13] Vgl. a.a.O., 152f.

[14] Vgl. Flender, Dtn 6,1–9. Einführungen und Erklärungen aus der Stuttgarter Erklärungsbibel.

[15] Luther, (1984).

[16] Waltke, An Old Testament theology, 483.

[17] Ebd.

[18] Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy., 178.

[19] Vgl. A.a.O., 186f.

[20] Vgl. Ebd.

[21] Vgl. Ebd.

[22] Waltke, An Old Testament theology, 161.

[23] Keil, Leviticus, Numeri und Deuteronomium, 401.

[24] Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy., 56.

[25] Keil, Leviticus, Numeri und Deuteronomium, 401.

[26] Block, How Many Is God?. 212.

[27] Vgl. Weinfeld, Deuteronomy 1–11. 5.

[28] Vgl. Egelkraut, Das Alte Testament, 266.

[29] Ebd.

[30] Merrill, Die Geschichte Israels, 38.

[31] Egelkraut, Das Alte Testament , 266.

[32] Vgl. Flender, Dtn 6,1–9. Einführungen und Erklärungen aus der Stuttgarter Erklärungsbibel.

[33] Rüterswörden, שָׁמַע. in: ThWAT Bd. 8. (1995), 274.

[34] Rüterswörden, שָׁמַע. in: ThWAT Bd. 8. (1995), 274.

[35] Vgl. Lohfink, אֶחָד. in: ThWAT Bd. 1. (1970), 212–213.

[36] Hossfeld; Reuter, סֵפֶר in: ThWAT Bd. 5 (1986), 939.

[37] Kellermann, שָׁנַן. in: ThWAT Bd. 8 (1995), 343.

[38] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Das Schema Jisrael im Alten Testament im Buch Deuteronomium 6, 4-9
Hochschule
Theologisches Seminar St. Chrischona
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V372054
ISBN (eBook)
9783668501294
ISBN (Buch)
9783668501300
Dateigröße
767 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schema Jisrael, Pentateuch, Deuter, Deuteronomium
Arbeit zitieren
Paul Kort (Autor), 2017, Das Schema Jisrael im Alten Testament im Buch Deuteronomium 6, 4-9, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372054

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