Diese Arbeit bietet eine Darstellung über die Entwicklung des Zinsniveaus und eine Erläuterung über dessen Ursachen. Außerdem werden die Lebensversicherungsprodukte in Deutschland dargestellt und die aktuelle Produktpolitik der Lebensversicherungsunternehmen demonstriert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung des Zinsniveaus
3. Ursachen der Niedrigzinspolitik
4. Auswirkungen auf deutsche Lebensversicherer
4.1.Lebensversicherungsprodukte
4.2.Produktentwicklung
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase auf die Produktpolitik deutscher Lebensversicherungsunternehmen. Dabei wird analysiert, wie sich das veränderte Zinsumfeld auf klassische Versicherungsprodukte auswirkt und welche alternativen Strategien die Anbieter entwickeln, um in diesem Marktumfeld weiterhin bestehen zu können.
- Entwicklung des Zinsniveaus und geldpolitische Ursachen
- Herausforderungen für klassische Lebensversicherungsprodukte durch den Garantiezins
- Anpassung der Produktstrategien und Entwicklung neuer Angebotsformen
- Bedeutung von fondsgebundenen Lebensversicherungen und staatlich geförderter Altersvorsorge
- Risiko-Rendite-Abwägung aus Kundensicht unter Niedrigzinsbedingungen
Auszug aus dem Buch
4.2.Produktentwicklung
Viele große Anbieter von Versicherungsunternehmen können diesen Höchstrechnungszins im aktuellen Niedrigzinsumfeld nicht erwirtschaften. Versicherungsunternehmen unterliegen in Ihrer Finanzanlage strengen Vorgaben, damit das Geld der Kunden keinem Risiko ausgesetzt ist. (Krohn, 2016)
Versicherungsunternehmen sind daher zunehmen unter Druck, Anlagestrategien zu entwickeln, bei denen die Kapitalbildung gesichert ist, gleichzeitig aber die notwendige Rendite erwirtschaftet wird. (Briys & de Varenne, 2001)
Zusätzlich haben etablierte Versicherungsunternehmen noch ein großes Portfolio von Altverträgen. (Sauren, 2015)
Verträge mit Vertragsabschluss vor 2000 und einer Laufzeit von 20 Jahren oder mehr verursachen für die Unternehmen große Kosten, da aktuell mit Risikoarmen Anlagestrategien keine Rendite von 4,00% erwirtschaften werden kann. (Krohn, 2016)
Gleichzeitig sind davon auch Neuverträge betroffen, da Überschussbeteiligungen geringer ausfallen. (Krempel, 2017; Krempel, 2017; Krempel, 2017)
Viele Lebensversicherer haben den Verkauf von klassischen kapitalbildenden Lebensversicherungen bereits eingestellt. (Krohn, 2016)
Eine alternative bietet die Fondsgebundene Lebensversicherung. Diese gibt es bereits seit vielen Jahren, wurde in der Vergangenheit aber aufgrund des höheren Risikos und meist höheren Abschlusskosten von den meisten Kunden gemieden. (Bernhardt, 2010)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl und beschreibt die allgemeine Skepsis gegenüber Lebensversicherungen im aktuellen Marktumfeld.
2. Entwicklung des Zinsniveaus: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle des Leitzinses, die Funktion der EZB sowie die historischen Zusammenhänge der Zinsentwicklung seit der Euro-Einführung.
3. Ursachen der Niedrigzinspolitik: Hier werden die Ziele der EZB, insbesondere die Preisstabilität und die Inflationssteuerung, als Haupttreiber der Niedrigzinsphase analysiert.
4. Auswirkungen auf deutsche Lebensversicherer: Dieser Abschnitt thematisiert die Folgen für die Produkte sowie die notwendigen Anpassungen in der Produktentwicklung durch die Versicherungsunternehmen.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Problematik ab und verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen Renditechancen und Sicherheitsbedürfnissen für den Endkunden.
Schlüsselwörter
Niedrigzinsphase, Lebensversicherung, EZB, Leitzins, Produktpolitik, Garantiezins, Rendite, Altersvorsorge, Fondspolice, Kapitalanlage, Inflation, Versicherungsmarkt, Finanzkrise, Risiko, Überschussbeteiligung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einflüsse der EZB-Geldpolitik auf die deutschen Lebensversicherer und die daraus resultierenden Veränderungen in deren Produktlandschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Zinsentwicklung, die Aufgaben der Europäischen Zentralbank, die betriebswirtschaftliche Situation von Versicherungsunternehmen und neue Produktalternativen in der Altersvorsorge.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, darzustellen, wie Versicherer auf den Druck durch das aktuelle Zinsumfeld reagieren und welche neuen Lösungsansätze sie für ihre Kunden entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Wirtschaftsdaten sowie geldpolitischen Entwicklungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Zinsentwicklung, die Ursachen der aktuellen Geldpolitik sowie eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen auf Produkte der Lebensversicherung und deren Neuentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Niedrigzinsphase, Garantiezins, Produktpolitik, Lebensversicherung und Rendite charakterisiert.
Warum haben klassische Lebensversicherungen heutzutage ein schlechteres Image?
Durch die niedrigen Zinsen sinken die Garantiezinsen, was die Attraktivität klassischer Produkte für die Altersvorsorge im Vergleich zu früher erheblich verringert hat.
Welche Rolle spielen Altverträge bei der Produktentwicklung der Versicherer?
Altverträge mit hohen Garantiezinsen stellen für Versicherer eine enorme finanzielle Belastung dar, da die zugesagten Renditen im aktuellen Marktumfeld kaum noch erwirtschaftet werden können.
Was ist eine fondsgebundene Lebensversicherung als Alternative?
Im Gegensatz zum klassischen Modell bietet die fondsgebundene Versicherung keine garantierten Zinsen, ermöglicht jedoch bei höherem Risiko potenziell höhere Renditen durch eine freiere Anlagepolitik.
- Arbeit zitieren
- Marcel T. (Autor:in), 2017, Auswirkung der Niedrigzinsphase auf die Produktpolitik deutscher Lebensversicherer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372068