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Das Wiener Volkstheater

Title: Das Wiener Volkstheater

Seminar Paper , 2000 , 20 Pages , Grade: befried.

Autor:in: Ina Thiesen (Author)

German Studies - Modern German Literature
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I. Einleitung

Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Massenmedien. Fernsehen, Computer, Radio und andere Unterhaltungs- und Informationsmedien bestimmen unser Leben und drängen alte Traditionen und Gepflogenheiten, so zum Beispiel einen schönen Theaterabend, in den Hintergrund. Die nahe, körperliche Erfahrung, die ein Theaterbesuch vermitteln kann, hat sehr stark an Anziehungskraft verloren und wird in vielen Kulturkreisen durch unkörperliche, technisch hochentwickelte Medien abgelöst.
Dennoch darf hier nicht die Rede von dem völligen Aussterben der Theaterkunst sein, denn auch heute noch unterscheiden sich Gesellschaften und Staaten stark durch ihre kulturellen Gewohnheiten und man trifft oft auf Städte, Gemeinden und Dörfer in denen sich die Bevölkerung noch nicht so stark vom Theaterleben abgegrenzt hat. Gerade in kleineren, familiären Dörfern gilt oft die Schauspielkunst, so z.B. das Laienspiel, als alte Tradition, die auch weiterhin gepflegt werden soll. Da die Theaterkunst ein breites Spektrum bietet, daß in vielen unterschiedlichen Facetten schimmert, findet man in den verschiedenen Regionen und Kulturkreisen auch viele unterschiedliche Arten von Schauspiel, z.B. Passionsspiele, Bauernschwänke, Krippenspiele, Märchen, Dramen, Fabeln und viele andere. Jedoch eine der beeindruckendsten und vielfältigsten Theaterkünste aller Zeiten ist das Wiener Volkstheater, das ich in folgendem Text näher erläutern möchte.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Definition

III. Entstehungsgeschichte

IV. Funktion

V. Formen und Gattungen

VI. Die komische Figur

VII. Musik

VIII. Zensur

IX. Autoren

X. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit widmet sich der Analyse des Wiener Volkstheaters, insbesondere seiner Entwicklung, Funktionen und spezifischen Gattungsmerkmale im 19. Jahrhundert, um dessen Bedeutung als kulturelles und gesellschaftliches Phänomen zu ergründen.

  • Historische Herleitung und Entstehungsbedingungen des Wiener Volkstheaters
  • Funktionale Aspekte: Unterhaltung, Erziehung und gesellschaftliche Spiegelung
  • Dramaturgische Formen und Gattungen wie Burleske, Zauberspiel und Posse
  • Die zentrale Rolle der komischen Figur und ihre soziokulturelle Bedeutung
  • Einfluss der Zensur sowie Porträts prägender Autoren wie Raimund und Nestroy

Auszug aus dem Buch

III. Entstehungsgeschichte

„Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gehen Jesuiten- und Schuldrama, so wie barocke Prunkoper (italienische Oper am Wiener Kaiserhof) mit der Wanderbühne (Herkunft meist aus der Stegreifkomödie internationaler Prägung) und der volkstümlichen Komik die Synthese zur Wiener Volkskomödie ein. Gleichzeitig beginnt sich das nicht- höfische Theater zu etablieren“. Mit dieser These von Jürgen Hein stimmen auch die meisten weiteren Nachforschungen über die Entstehungsgeschichte des Volkstheaters überein. Man ist sich einig, daß die eigentlichen Wurzeln dieses Theatertyps bis ins „weltliche Spiel des Mittelalters“ hinein reichen und der wirkliche Beginn des Theaters für das Volk mit dem Seßhaftwerden vieler verschiedener Wanderbühnen anzusetzen ist.

Diese Wandertruppen aus Italien, England, Frankreich und Deutschland boten verschiedene Arten von Schauspiel und lebten von ihren Einnahmen. Aufgrund der wachsenden Konkurrenz im Wanderbühnenbereich bemühte sich jeder kleine Theaterbetrieb der großen Masse, dem Volk, „dem die Theater der Reichen, Adeligen und Gebildeten verschlossen waren.“, etwas besonderes zu bieten. Die verschiedenen Spielweisen der kleinen, seßhaft gewordenen Wanderbühnen aus aller Welt flossen in Wien ineinander und bildeten somit das Volkstheater. Feen-, Geisterstücke, Zauberspiele, märchenhafte Stücke und Fabeln, „mit der Lösung individueller und sozialer Konflikte mittels dämonischer Kräfte“ brachten das Volk zum Staunen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Volkstheaters als lebendige Tradition inmitten einer durch Massenmedien geprägten Welt ein.

II. Definition: Es wird erläutert, warum eine allgemeingültige Definition des Wiener Volkstheaters schwierig ist, wobei der Charakter als Stück „vom Volk für das Volk“ hervorgehoben wird.

III. Entstehungsgeschichte: Dieser Abschnitt beleuchtet die Wurzeln des Volkstheaters, die bis ins mittelalterliche Spiel zurückreichen und durch Wanderbühnen in Wien geformt wurden.

IV. Funktion: Die Aufgaben des Volkstheaters werden definiert, wobei Unterhaltung, bürgerliche Selbstdarstellung und pädagogische Wirkungsabsichten im Fokus stehen.

V. Formen und Gattungen: Eine Analyse der vielfältigen Gattungsbezeichnungen, mit einem Fokus auf Burleske, Zauberspiel und Posse.

VI. Die komische Figur: Die zentrale Funktion der Hanswurst-Figur als Sprachrohr des Volkes und Kontrastfigur innerhalb der Dramenstruktur wird untersucht.

VII. Musik: Die Bedeutung von Gesang und Musik als begleitende, charakterisierende und handlungsfördernde Elemente des Volkstheaters wird dargelegt.

VIII. Zensur: Dieser Teil beschreibt die restriktive Einwirkung der Staatszensur und der Theaterpolizei auf die künstlerische Freiheit der Autoren.

IX. Autoren: Porträts der bedeutendsten Vertreter des Genres, Ferdinand Raimund und Johann Nepomuk Nestroy, stehen im Zentrum.

X. Schluss: Ein kurzes Fazit über den Fortbestand der Traditionen des Wiener Volkstheaters in der heutigen Zeit.

Schlüsselwörter

Wiener Volkstheater, Volksstück, Hanswurst, Posse, Zauberspiel, Burleske, Theatergeschichte, Zensur, Ferdinand Raimund, Johann Nepomuk Nestroy, Musik, Schauspiel, Dramaturgie, Biedermeierzeit, Stegreiftheater

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen wissenschaftlichen Überblick über das Wiener Volkstheater, seine historische Genese und seine Entwicklung im 19. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die Definitionsansätze, die Entstehungsgeschichte, die dramaturgischen Formen, die Rolle der komischen Figur, die Bedeutung der Musik sowie die Auswirkungen der Zensur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Wiener Volkstheater als ein komplexes kulturelles Phänomen zu charakterisieren und die wesentlichen Faktoren zu benennen, die seine Identität geformt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die auf etablierten Fachpublikationen und historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Betrachtung der Entstehungsgeschichte, der verschiedenen Gattungen, der Funktionen des Theaters sowie der bedeutenden Autoren des Genres.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wiener Volkstheater, Hanswurst, Posse, Zauberspiel, Zensur und die Autoren Raimund und Nestroy charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das Zauberspiel von anderen Gattungen?

Das Zauberspiel zeichnet sich durch die Darstellung des Menschen als Spielball metaphysischer Mächte aus, ergänzt durch technische Effekte wie Feuerwerke und Musik.

Welchen Einfluss hatte die Zensur auf die Theaterautoren?

Die Zensur schränkte die künstlerische Freiheit massiv ein, indem sie unter anderem Improvisationstechniken verbot und eine strenge Kontrolle über Inhalte, Dialoge und sogar Gestik der Darsteller ausübte.

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Details

Title
Das Wiener Volkstheater
College
Saarland University  (Fachbereich Germanistik)
Course
Proseminar: Die dt. Komödie im 19. Jahrhundert
Grade
befried.
Author
Ina Thiesen (Author)
Publication Year
2000
Pages
20
Catalog Number
V3721
ISBN (eBook)
9783638123037
ISBN (Book)
9783656006657
Language
German
Tags
Wiener Volkstheater Proseminar Komödie Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Thiesen (Author), 2000, Das Wiener Volkstheater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3721
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