Die Arche Noah und die Suche nach ihr


Referat (Ausarbeitung), 2016

10 Seiten, Note: 1,75

T. Woodpecker (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Abgrenzung des Themas

2. Die Arche Noah
2.1. Die Beschaffenheit der Arche
2.2. Der Platz in der Arche
2.3. Die Suche nach der Arche Noah
2.4. Zusammenfassung

3. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Relevanz des Themas

[1] Die Sintflut hat Menschen über die Jahrtausende hinweg fasziniert. Künstler hielten die Vernichtung von Mensch und Tier, die durch die Wassermassen verschlungen wurden, in dramatischen Bilder fest. Predigern dient die Geschichte von Untergang und Errettung als Vorlage ihrer Botschaft und schon seit Jahrhunderten versuchen Wissenschaftler Geologie, Erdgeschichte und biblischen Bericht miteinander in Einklang zu bringen. Dabei finden sich heute Noah und die Arche in zahlloser Art als Kinderspielzeug und Bilderbücher in Kinderzimmern. 2014 griff Hollywood die Geschichte auf und machte einen Kinoblockbuster daraus. Die Geschehnisse sind also auch nach tausenden von Jahren noch präsent.

[2] Nach 1. Mose 8,4 wird beschrieben, dass die Arche auf dem Gebirge Ararat niederging. Ein genauer Landeort wird dabei allerdings nicht genannt. Das Gebirge bietet dabei viele Gipfel, die als Landeplatz in Frage kommen. Eine genaue Lokalisation der Landestelle ist somit nicht möglich.

Die Entdeckung der Arche würde einer Sensation gleichkommen und sowohl der Bibel als auch dem biblischen Schöpfungsbericht einen starken Aufschwung verleihen.

Betrachtet man die Arche als Typus für Jesus Christus, so hat die Arche auch evangelistisches Gewicht. Gleichwohl ist nicht davon auszugehen, dass sich gleich die ganze Welt bekehren wird, wenn die Arche gefunden werden sollte. Jesus selbst verwies darauf, dass nicht einmal besondere Zeichen und Wunder die Menschen dazu bringen würden, an das Wort Gottes zu glauben.

Gleichwohl stellt die Untermauerung biblischer Aussagen durch archäologische Funde und wissenschaftliche Erkenntnisse eine Hilfe für viele Menschen da, zu glauben oder zumindest dem Glauben offen zu begegnen und die Bibel nicht von vorne rein als reine Fiktion zu betrachten, der man als aufgeklärter Mensch keinen Glauben schenken kann.

1.2. Abgrenzung des Themas

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Arche Noah. Dabei wird zum einen darauf eingegangen, welche Aussagen sich über die Arche selber, also als Bauwerk, treffen lassen. Hierbei werden sowohl der biblische Bericht, als auch exegetische und wissenschaftliche Schlussfolgerungen berücksichtigt.

In einem zweiten Schritt wird auf die Suche nach der Arche Noah und den dazu aktuellen Stand der Forschung eingegangen.

Die Fragestellung nach der Echtheit der biblischen Berichte zum Thema Sintflut und deren Plausibilität im Lichte der Naturwissenschaften ist nicht Gegenstand dieser Ausarbeitung und wird hier nicht behandelt. Auch wird in dieser Ausarbeitung nicht auf ethische Überlegungen eingegangen, etwa, warum nur Noah und seine Familie als einzige Menschen mit auf die Arche durften.

2. Die Arche Noah

2.1. Die Beschaffenheit der Arche

Der biblische Bericht über die Arche Noah findet sich in Genesis 6-9.

Das hebräische Wort für Arche ist „tebah“ und bedeutet so viel wie „Kiste“ oder „Schrank“. Es wird auch für das geflochtene Körbchen verwendet, in dem Mose lag, als ihn seine Mutter am Fluss aussetzte.[3]

Eine Beschreibung über die Beschaffenheit der Arche mit ihren Ausmaßen ist in Genesis 6,14-16 überliefert. Dort heißt es:

Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe.Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.[4]

Nach der Beschreibung der Bibel war die Arche ein langer, rechteckiger Kasten von 300 Ellen in der Länge, 50 Ellen in der Breite und 30 Ellen in der Höhe. Bei der Umrechnung der Ellen in cm variieren die Zahlen, da die Elle in der Frühzeit nicht immer die gleiche Länge hatte, von 45 bis 60cm pro Elle. Nimmt man diese Zahlen als Grundlage so war die Arche zwischen 130 und 180 Meter lang, 20 bis 30 Meter breit und 13 bis 18 Meter hoch.[5]

Zum Vergleich: Die legendäre Titanic war 251 Meter lang und 20 Meter breit. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren Menschen in der Lage, seetüchtige Schiffe von der Größe der Arche zu bauen. Diese waren jedoch nicht aus Holz, sondern aus Metall.[6]

Zu beachten ist das Seitenverhältnis der Arche 6:1 von Länge zu Breite. Es findet auch heute noch im Schiffsbau Verwendung, da durch diese Maße ein Maximum von Fassungsvermögen und Betriebssicherheit ermöglicht wird. Die Arche hatte nach der Beschreibung in der Bibel zwei zusätzliche Böden und somit 3 Decks, womit sich eine Bodenfläche von fast 9000 Quadratmetern ergibt. Welches Holz genau für den Bau der Arche verwendet wurde ist heute wissenschaftlich nicht ganz klar. Mit dem im Text angegebenen Tannenholz könnte nach Meinung der Forscher Zypressenholz gemeint gewesen sein. Dieses Holz ist sehr wasserbeständig und wurde auch von den Phöniziern und Alexander dem Großen zum Schiffsbau genutzt.[7]

Des Weiteren hatte die Arche verschiedene Kammern und Abteilungen zum Lagern der Fracht und für die Tiere. Das Wort das Luther (und die Vulgata) mit „Fenster“ übersetzt, ist in seiner Bedeutung nicht ganz eindeutig. Das hebräische Wort „tzohar“ findet sich nur an dieser Stelle im Alten Testament. In neueren Lexika bekommt das Wort die Bedeutung „Dach“ zugeschrieben. Betrachtet man den Wortzusammenhang im Vers, so scheinen beide Übersetzungsformen möglich. Der Satz kann sich sowohl auf die Höhe des Fensters unterhalb des Daches beziehen oder eben auch den Überhang des Daches meinen, damit es nicht in die Öffnung der Arche hineinregnet. Außer Frage steht jedoch wohl, dass es im Dachbereich der Arche Belüftungsöffnungen gegeben haben muss, die auch das Tageslicht durchließen. Zuletzt wird noch eine Tür erwähnt, die sich an der Seite der Arche befindet. Noah plant und baut in der Folge 120 Jahre an der Arche.[8]

Im Jahr 1604 baute der Holländer Pieter Jansz zwei Schiffe nach dem Vorbild der Arche, wenn auch in kleinerem Maßstab. Die Schiffe waren in der Lage ein Drittel mehr Fracht zu transportieren, als die herkömmlichen Frachtschiffe, ohne dabei mehr Personal zu benötigen und wurden zu einem großen Erfolg und in der Folge wurden viele solcher Schiffe gebaut.[9]

So war auch die Arche perfekt für ihre Aufgabe als Transportschiff geeignet.

2.2. Der Platz in der Arche

[10] Unter Skeptikern, sowohl mit christlicher als auch atheistischer Weltanschauung, wird immer wieder gesagt, dass die Arche niemals alle Tiere hätte aufnehmen können, so wie es die Bibel besagt. Diese Annahme beruht zumeist darauf, dass eine viel zu hohe Zahl an Tieren angesetzt wird, die in der Arche Platz finden mussten. Daher lohnt es sich, diese Aussage aufzunehmen und genauer zu betrachten.

Für die Betrachtung, welche Tiere aufgenommen wurden, sind die Kapitel 6 und 7 des ersten Buches Mose wichtig:

v Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir.Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben.

1. Mose 6,19-20[11]

v Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen.Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. 1. Mose 7,2-3[12]

Das Wort „Tier“, im Hebräischen „behema“, meint im Allgemeinen alle Landwirbeltiere. Das Wort „Gewürm“ (kriechende Tiere), im hebräischen „remes“, hat zwar mehrere Bedeutungen meint hier aber wohl am wahrscheinlichsten Reptilien. Noah musste keine Wassertiere mit auf die Arche nehmen, da ihr Überleben nicht direkt durch die Flut bedroht war. Gleich wohl ist nicht auszuschließen, dass im Zuge der Flut Arten starben. Dies unterliegt jedoch Gottes Wegen und Noah war nicht für diese Tiere verantwortlich. Auch Pflanzen nahm Noah keine auf. Ihre Samen konnten ohne weiteres auf „Matten verhedderter Vegetationsresten“ überleben. Ob auch Insekten auf der Arche aufgenommen wurden, oder ob auch sie auf solchen auf dem Meer treibenden Vegetationsresten überlebten, kann nicht sicher gesagt werden. Durch ihre geringe Größe haben sie jedoch trotz ihrer großen Zahl keinen nennenswerten Einfluss auf die Frage, ob der Platz in der Arche ausreichend war. Viel entscheidender ist hier die Betrachtung dessen, was unter einer „Art“ zu verstehen ist. Unter einer Art wird heute üblicherweise ein Organismus verstanden, der sich miteinander paaren und fruchtbare Nachkommen hervorbringen kann. Der Amerikaner John Woodmorappe kommt somit auf ca. 8.000 verschiedene Arten von Wirbeltieren, andere Forscher gehen von bis zu 17.000 Arten aus.

[...]


[1] Faszination Sinflut. Verfügbar über http://www.noahs-berg.de/html/10-faszination-sintflut.html Datum des Zugriffs 14.04.2006.

[2] R. Höneisen, CIA und Arche Noah, in: Factum, 5/2001, 28-29.

[3] Vgl. W. J.J. Glashouwer, So entstand die Welt, Bielefeld 21993, 147.

[4] Die Bibel, Nach der Übersetzung Martin Luthers, Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984. Verfügbar über http://www.bibleserver.com. Datum des Zugriffs: 15.04.2016.

[5] Vgl. Arche Noah Biblisch. Verfügbar über http://www.arche-noah-heute.de/arche_noah_biblisch.html Datum des Zugriffs 15.04.2016.

[6] Vgl. W. J.J. Glashouwer, a.a.o., 148.

[7] Vgl. Arche Noah Biblisch, a.a.o., Datum des Zugriffs 15.04.2016.

[8] Vgl. Arche Noah, Die-Bibel-Lexikon. Verfügbar über: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=2599 Datum des Zugriffs 15.04.2016.

[9] Vgl. W. J.J. Glashouwer, a.a.o., 148.

[10] Vgl. D. Batten, Fragen an den Anfang, Bielefeld 22004, 183-188.

[11] Die Bibel, Nach der Übersetzung Martin Luthers, a.a.o., Datum des Zugriffs: 15.04.2016.

[12] Ebd., Datum des Zugriffs: 15.04.2016.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Arche Noah und die Suche nach ihr
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
1,75
Autor
Jahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V372110
ISBN (eBook)
9783668510012
ISBN (Buch)
9783668510029
Dateigröße
555 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arche, noah, suche
Arbeit zitieren
T. Woodpecker (Autor), 2016, Die Arche Noah und die Suche nach ihr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372110

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