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Affinitätschromatographie und Charakterisierung von Immunglobulinen

Versuch zum Biochemischen Grundpraktikum für Chemiker

Titel: Affinitätschromatographie und Charakterisierung von Immunglobulinen

Praktikumsbericht / -arbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anita Greinke (Autor:in)

Chemie - Biochemie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da alle Lebewesen mit anderen Organismen ständig in Kontakt treten, v.a. auch Pathogenen, muss das Immunsystem des Körpers bei einem Übertritt der physikalischen Barriere der Haut und Schleimhäute in den Körper diese als fremd erkennen und zerstören, damit kein Schaden im Organismus entstehen kann. Bei der Immunität werden zwei Arten unterschieden: die zelluläre Immunität und die humorale Immunität.

Für die Betrachtung in diesem Protokoll wird sich auf die humorale Immunität beschränkt. Diese Immunität stellt einen sehr effektiven Schutz vor bakteriellen Infektionen und extrazellulär auftretenden Viren dar. Die Antikörper bzw. Immunglobuline bilden dabei den Träger dieses Vorganges. Die B-Lymphocyten oder B-Zellen, welche im Knochenmark heranreifen, produzieren die Antikörper.

Da als ein wichtiger Bestandteil des Experiments das BSA Serum (Bovine Serum Albumin) genutzt wird, soll darauf kurz eingegangen werden. Es folgen daraufhin für jeden Versuchsteil zunächst allgemeine Angaben zur Funktionsweise und den Prinzipien (u.a. Photometrie und Ouchterlony Doppeldiffusionstest), und anschließend der Bericht der tatsächlichen Durchführung mit Auswertung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Material & Methoden

2.1 Ammoniumsulfatfällung

2.2 Gelchromatographie

2.3 Affinitätschromatographie

2.4 Photometrische Bestimmung

2.5 Ouchterlony Doppeldiffusionstest

3 Ergebnisse

4 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer biochemischen Aufreinigung von Immunglobulinen aus einem anti-BSA-Serum sowie deren anschließende Charakterisierung durch verschiedene analytische Methoden, um die Konzentration und Bindungsfähigkeit der Proteine zu bestimmen.

  • Grundlagen der humoralen Immunität und Antikörperstruktur
  • Proteinaufreinigung mittels Ammoniumsulfatfällung und Gelchromatographie
  • Spezifische Isolation von Antikörpern durch Affinitätschromatographie
  • Konzentrationsbestimmung durch photometrische Messung (Lambert-Beersches Gesetz)
  • Immunologische Analyse mittels Ouchterlony Doppeldiffusionstest

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Zur Grundlage des inhaltlichen Verständnisses des Praktikumsversuches gehört die Frage nach der Bedeutung von Antikörpern. Daher soll im Folgenden die Frage „Was sind Antikörper?“ erörtert werden.

Da alle Lebewesen mit anderen Organismus ständig in Kontakt treten, v.a. auch Pathogenen, muss das Immunsystem des Körpers, bei einem Übertritt der physikalischen Barriere der Haut und Schleimhäute in den Körper, diese als fremd erkennen und zerstören, damit kein Schaden im Organismus entstehen kann. Bei der Immunität werden zwei Arten unterschieden: die zelluläre Immunität und die humorale Immunität.

Für die Betrachtung in diesem Protokoll wird sich auf die humorale Immunität beschränkt. Diese Immunität stellt einen sehr effektiven „Schutz vor bakteriellen Infektionen und extrazellulär auftretenden Viren“ (Voet/Voet, S. 229) dar. Die Antikörper bzw. Immunglobuline (=Proteine) bilden dabei den Träger diesen Vorganges. Die B-Lymphocyten oder B-Zellen, welche im Knochenmark heranreifen, produzieren die Antikörper.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die humorale Immunität, die Struktur von Immunglobulinen sowie die Rolle von BSA als Markerprotein in der Biochemie.

2 Material & Methoden: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Protokolle für die Proteinaufreinigung und analytische Verfahren.

2.1 Ammoniumsulfatfällung: Darstellung des Verfahrens zur Ausfällung von Proteinen aus dem Serum mittels Erhöhung der Salzkonzentration.

2.2 Gelchromatographie: Erläuterung der größenabhängigen Trennung von Proteinen unter Verwendung einer Sephadex G50-Säule.

2.3 Affinitätschromatographie: Beschreibung der selektiven Isolation von IgG-Antikörpern unter Nutzung der spezifischen Bindung an Protein A.

2.4 Photometrische Bestimmung: Erläuterung der quantitativen Konzentrationsbestimmung basierend auf der UV-Absorption aromatischer Aminosäuren.

2.5 Ouchterlony Doppeldiffusionstest: Beschreibung der immunologischen Methode zur Identifizierung von Antigen-Antikörper-Reaktionen in einem Agarosegel.

3 Ergebnisse: Präsentation der gewonnenen Daten aus der Photometrie inklusive graphischer Auswertung und Darstellung der Beobachtungen beim Diffusionstest.

4 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den experimentellen Daten, Fehlersuche hinsichtlich der geringen Ausbeute und Einordnung der gewählten Methoden.

Schlüsselwörter

Antikörper, Immunglobuline, Affinitätschromatographie, Photometrie, Gelchromatographie, Ouchterlony Doppeldiffusionstest, BSA, Proteinaufreinigung, humorale Immunität, Lambert-Beersches Gesetz, IgG, Protein A, Aussalzen, Immunologie, biochemisches Praktikum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Durchführung und methodische Auswertung biochemischer Standardverfahren zur Aufreinigung und Charakterisierung von Antikörpern aus einem Serum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Der Fokus liegt auf der proteinbiochemischen Analytik, insbesondere der Isolation und Quantifizierung von Immunglobulinen sowie der immunologischen Prüfung ihrer Bindungsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Konzentration von IgG-Antikörpern mittels unterschiedlicher Trenn- und Nachweisverfahren zu isolieren und durch optische Messverfahren quantitativ zu bestimmen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen die Ammoniumsulfatfällung, Gelchromatographie, Affinitätschromatographie, Photometrie sowie der Ouchterlony-Diffusionstest zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Methoden, die spezifische Durchführung der Laborversuche und die anschließende mathematische sowie analytische Auswertung der gewonnenen Messergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Immunglobuline, Affinitätschromatographie, Photometrie und Ouchterlony-Test.

Warum wird im Versuch Rinderserumalbumin (BSA) verwendet?

BSA dient als Markerprotein bei der Gelelektrophorese sowie zur Absättigung unspezifischer Bindungsstellen, um bei immunologischen Tests präzisere Ergebnisse zu erhalten.

Warum konnten im Ouchterlony-Test keine klaren Ergebnisse erzielt werden?

Die Autorin vermutet, dass die Konzentration des Zielproteins durch die vorangegangenen Aufreinigungsschritte zu stark gesunken ist, um noch sichtbare Präzipitatlinien im Gel zu bilden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Affinitätschromatographie und Charakterisierung von Immunglobulinen
Untertitel
Versuch zum Biochemischen Grundpraktikum für Chemiker
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Chemie und Biochemie Lehrstuhl für Biochemie II)
Veranstaltung
Biochemisches Grundpraktikum für Chemiker
Note
1,0
Autor
Anita Greinke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V372165
ISBN (eBook)
9783668516779
ISBN (Buch)
9783668516786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
G-06 Affinitätschromatographie Charakterisierung von Immunglobulinen Ammoniumsulfatfällung photometrische Bestimmung Gelchromatographie Ouchterlony Doppeldiffusionstest
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anita Greinke (Autor:in), 2016, Affinitätschromatographie und Charakterisierung von Immunglobulinen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372165
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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