Das Thema Radikaler Konstruktivismus bzw. der Strategiebegriff werden in dieser Arbeit anhand folgender Fragestellung näher erläutert: „Wenn sich jeder seine Wirklichkeit in jedem Augenblick selbst konstruiert, wie kann es dann möglich sein, daß in einer Organisation strategisch geplant werden kann ?“
Innerhalb dieser Fragestellung werden die Begriffe, Radikaler Konstruktivismus, Systemtheorie, Kommunikation, Strategie und Strategiebegriff jeweils eingeführt und kurz erläutert. Aufbauend auf diesen Erläuterungen entsteht eine These, die der Versuch ist, oben stehende Fragestellung zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1) EINFÜHRUNG
2) WAS IST RADIKALER KONSTRUKTIVISMUS?
3) UM WAS GEHT ES BEI DER SYSTEMTHEORIE?
4) WAS IST KOMMUNIKATION UND WIE FUNKTIONIERT SIE?
5) STRATEGIE UND STRATEGIEBEGRIFF
6) WIE KÖNNEN STRATEGIE UND DIE AUFFASSUNGEN DES RADIKALEN RADIKALISMUS ZUSAMMEN IN EINEM UNTERNEHMEN FUNKTIONIEREN?
7) QUELLENNACHWEIS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie sich strategische Planung in einem Unternehmen realisieren lässt, wenn man die Annahme des Radikalen Konstruktivismus zugrunde legt, dass jeder Mensch seine Wirklichkeit in jedem Augenblick selbst konstruiert. Es wird dabei ein dialogisches Verständnis einer lernenden Organisation als Lösungsweg diskutiert.
- Radikaler Konstruktivismus als Erkenntnistheorie
- Systemtheoretische Betrachtung von Organisationen
- Funktion und Dynamik von Kommunikation
- Strategiebegriff im Kontext von Wettbewerb
- Konzept einer lernenden, dialogischen Organisation
Auszug aus dem Buch
6) WIE KÖNNEN STRATEGIE UND DIE AUFFASSUNGEN DES RADIKALEN RADIKALISMUS ZUSAMMEN IN EINEM UNTERNEHMEN FUNKTIONIEREN?
Unternehmen sind heutzutage zu einem Teil Informationsverabeitungssysteme, ein Unternehmen ist jedoch keine starre Organisation mehr, die einfach in feste Strukturen gepresst wird, und dann funktioniert. Unternehmen sind viele eher mit autopoietischen System zu vergleichen, d.h. sie organisieren und entwickeln sich selbst.
Das führt dazu, dass Unternehmen nicht nur als Informationsverarbeitungssysteme, sondern auch als Handlungssysteme betrachtet werden müssen. Es handelt sich dabei um Unternehmen, die „sich selbstentwickelnde Gebilde von Kommunikationsprozessen sind.“ (Lutz)
Ich gehe mit Luhmanns These konform „(...), dass Unternehmen nicht die rational handelnden Einheiten der klassischen Wirtschaftstheorie, sondern stark von ihren eigenen inneren Gegebenheiten gesteuerte Gebilde sind. (...) Als autopoietisches System produziert das Unternehmen von seinen Gegebenheiten her und unter den Bedingungen der Autopoiese Entscheidungen und verändert dadurch die Gegebenheiten und Bedingungen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1) EINFÜHRUNG: Die Autorin beschreibt die Problemstellung, wie strategische Planung in einer Organisation möglich ist, wenn von der konstruktivistischen Perspektive einer individuell konstruierten Wirklichkeit ausgegangen wird.
2) WAS IST RADIKALER KONSTRUKTIVISMUS?: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des Radikalen Konstruktivismus als Kognitionstheorie, die Erkenntnis als aktiven, beobachterabhängigen Konstruktionsprozess begreift.
3) UM WAS GEHT ES BEI DER SYSTEMTHEORIE?: Es wird die Systemtheorie eingeführt, um Organisationen als soziale, selbstreferentielle und autopoietische Systeme zu verstehen, die ihre eigene Identität und Struktur wahren.
4) WAS IST KOMMUNIKATION UND WIE FUNKTIONIERT SIE?: Dieser Abschnitt analysiert Kommunikation als dynamischen, sozialen Prozess, der für die Stabilität und den Informationsaustausch in Organisationen essenziell ist.
5) STRATEGIE UND STRATEGIEBEGRIFF: Die Autorin definiert den Strategiebegriff ausgehend von militärischen Ursprüngen und überträgt ihn auf den wirtschaftlichen Wettbewerb innerhalb einer Organisation.
6) WIE KÖNNEN STRATEGIE UND DIE AUFFASSUNGEN DES RADIKALEN RADIKALISMUS ZUSAMMEN IN EINEM UNTERNEHMEN FUNKTIONIEREN?: Das Hauptkapitel verbindet die Theorien durch das Konzept der lernenden Organisation und schlägt ein dialogisches Systemverständnis zur strategischen Steuerung vor.
7) QUELLENNACHWEIS: Listet die verwendete Literatur und Quellen auf.
Schlüsselwörter
Radikaler Konstruktivismus, Systemtheorie, Kommunikation, Strategie, Organisation, Autopoiese, lernende Organisation, Wissenskonstruktion, Entscheidungsfindung, Management, Führung, soziale Systeme, Selbstreferentialität, Wirklichkeitskonstruktion, Handlungssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vereinbarkeit von strategischer Planung in Unternehmen und den Erkenntnissen des Radikalen Konstruktivismus.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Radikale Konstruktivismus, die Systemtheorie, die Dynamik von Kommunikation sowie moderne Strategieansätze in lernenden Organisationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet: „Wenn sich jeder seine Wirklichkeit in jedem Augenblick selbst konstruiert, wie kann es dann möglich sein, dass in einer Organisation strategisch geplant werden kann?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung bestehender Konzepte aus der Systemtheorie, dem Konstruktivismus und der Managementlehre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Begriffe definiert, der Strategiebegriff auf Organisationen übertragen und als Synthese ein Modell der „lernenden Organisation“ vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Radikaler Konstruktivismus, Autopoiese, lernende Organisation und strategisches Handeln charakterisiert.
Warum spielt Kommunikation für die Autorin eine zentrale Rolle?
Kommunikation ist der „Knackpunkt“, da sie die einzige Möglichkeit bietet, die individuellen Wirklichkeitskonstruktionen der Mitarbeiter zu einer gemeinsamen Wirklichkeit zu verknüpfen.
Was unterscheidet das „dialogische Systemverständnis“ von einem „mechanistischen“?
Ein mechanistisches Verständnis betrachtet Unternehmen als starre Uhrwerke, während ein dialogisches Verständnis sie als sich selbst organisierende, autopoietische Organismen sieht.
Welche Rolle nimmt der Manager in diesem Konzept ein?
Der Manager ist kein externer Entscheider, sondern fungiert als „Spielleiter“ oder „Katalysator“, der mitten im System steht und nur als Teil davon wirken kann.
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- Anne Bender (Author), 2002, Strategiebegriff und Radikaler Konstruktivismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37221