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Der Prozess des Verstehens und Missverstehens in der zwischenmenschlichen Kommunikation

Title: Der Prozess des Verstehens und Missverstehens in der zwischenmenschlichen Kommunikation

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Zerfas (Author)

Speech Science / Linguistics
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Der Grundvorgang einer zwischenmenschlichen Kommunikation erfolgt gewöhnlich immer gleich. Der Sender ist gewillt etwas mitzuteilen und verschlüsselt das Anliegen in erkennbare Zeichen. Der Empfänger hat nun die Aufgabe diese Nachricht zu entschlüsseln. In der Regel gelingt es mühelos dem Kommunikationspartner zu folgen und das Empfangene zu decodieren, nichtsdestotrotz kommt es oft vor, dass die gesendete Nachricht mit der empfangenen nicht ganz übereinstimmt. Tritt solch eine Störung ein, registrieren wir sie gewöhnlich als ein Missverständnis.

Betrachtet man Kommunikationsereignisse, fällt schnell auf, dass Verstehen und Missverstehen eine essenzielle Rolle in einem funktionierenden Gespräch einnimmt. Ob durch falschen Einsatz der Stimme, schlechte Mimik und Gestik, durch eine komplizierte Ausdrucksweise, Mehrdeutigkeit oder einfach mangelnde sprachliche Kompetenz, sind Missverständnisse ein großer Teil der alltäglichen Kommunikation und haben dementsprechend auch in der Soziolinguistik eine Daseinsberechtigung.

Die folgende Ausarbeitung soll sich mit dem Begriff des Missverständnisses näher befassen. Unter Einsatz von Fachliteratur, soll neben dem Versuch eine Definition aufzustellen, auch auf eine Typologisierung und die besondere Form des interkulturellen Missverständnisses eingegangen werden.

Im zweiten Abschnitt wird der Prozess des Verstehens und Missverstehens aus sprachwissenschaftlicher Sicht und mit Unterstützung von sowohl deutschen, als auch Beispielen in der Russischen Sprache näher betrachtet, wobei der Fokus auf verbale und nonverbale Einheiten gelegt wird, welche Verständnis und Missverstehen in Gesprächen signalisieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Missverständnis

2.1 Interkulturelle Missverständnisse

2.2 Typologisierung von Missverständnissen

3. Verstehen

3.1 Signalisierung von Verständnis

4. Missverstehen

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess des Verstehens und Missverstehens in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Dabei wird analysiert, wie diese Prozesse sprachwissenschaftlich definiert, typologisiert und durch verbale sowie nonverbale Signale in der Interaktion manifestiert werden, wobei ein besonderer Fokus auf interkulturellen Kommunikationssituationen liegt.

  • Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Definition und Typologisierung von Missverständnissen
  • Die Rolle interkultureller Faktoren bei Kommunikationsstörungen
  • Mechanismen des Verstehens und deren Signalisierung
  • Methoden der Identifikation von Missverstehen in Dialogen

Auszug aus dem Buch

2.1 Interkulturelle Missverständnisse

Darüber hinaus besteht das Phänomen der interkulturellen Missverständnisse. Diese entstehen, wenn Angehörige zweier verschiedener Kulturen die Kontakt- und Interaktionssituation, in der sie einbezogen sind, unterschiedlich und widersprüchlich interpretieren und dementsprechend handeln. Dies ist der Fall, wenn die Kommunikationsteilnehmer aus zwei historisch unterschiedlich geprägten Erfahrungsräumen stammen und keinen gemeinsamen „subjektiv gemeinten Sinn“ besitzen, sodass sie in zwei kaum zu vereinbarenden Entschlüsselungsmechanismen agieren (vgl. Giordano 1992: 205).

Kommunikationsbarrieren bestehen folglich, wenn beide Partner unterschiedliche Codes benutzen. Dies ist allerdings nicht nur dann der Fall, wenn Ausländer mit Einheimischen sprechen, sondern auch unter den Einheimischen selbst gelten unterschiedliche Codes, wie beispielsweise verschiedene Dialekte (vgl. Löffler 2005: 40). Komplizierter wird es dagegen, wenn vordergründig dieselbe Sprache gesprochen wird, aber unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten aufeinander stoßen. Diese äußern sich zum Beispiel in unterschiedlichen Verhaltensweisen und Gesprächsbenehmen, die man mit dem Volkscharakter, der Geschlechtszugehörigkeit, mit unterschiedlichen historischen Entwicklungen und Erziehungs- und Verhaltensstilen im Elternhaus, in der Schule und der Öffentlichkeit in Zusammenhang bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Grundvorgang der Kommunikation und Darstellung der Relevanz von Verstehen und Missverstehen im Alltag sowie in der Soziolinguistik.

2. Das Missverständnis: Erörterung der Entstehung von Missverständnissen auf Inhalts- und Beziehungsebene sowie die spezifische Betrachtung interkultureller Barrieren und theoretischer Typologien.

3. Verstehen: Definition von Verstehen als mentaler und interaktiver Prozess unter Berücksichtigung von Wahrnehmungsmustern und der Signalisierung durch verbale und nonverbale Rückmeldeverhalten.

4. Missverstehen: Analyse der Abgrenzung von Missverstehen und Nichtverstehen sowie Darstellung der Manifestation von Missverständnissen anhand von Skalen und Indikatoren.

5. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Betrachtung der Komplexität von Kommunikationsstörungen und Ausblick auf weiterführende Forschungsmethoden wie die Dialoganalyse.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Verstehen, Missverstehen, Interkulturelle Kommunikation, Soziolinguistik, Dialoganalyse, Kommunikationsstörung, verbale Signale, nonverbale Signale, Bedeutungskonstitution, Manifestationskontinuum, Sprachwissenschaft, Kommunikationsbarrieren, Interaktion, Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den linguistischen Grundlagen und dem Verlauf von Prozessen, in denen zwischenmenschliche Kommunikation gelingt (Verstehen) oder gestört wird (Missverstehen).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Definition des Missverständnisses, die Typologisierung von Kommunikationsstörungen, interkulturelle Aspekte und die Möglichkeiten, Verständnis im Gespräch zu signalisieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Prozess des Verstehens und Missverstehens theoretisch einzuordnen und aufzuzeigen, wie diese Vorgänge in der alltäglichen Interaktion erkannt und linguistisch beschrieben werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und nutzt Ansätze der interpretativen Soziolinguistik sowie die Dialoganalyse, um Kommunikationssequenzen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Begriffs "Missverständnis", die Analyse des "Verstehens" als Prozess und die detaillierte Beschreibung der Signalisierung sowie Manifestation von Missverständnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Kommunikation, Missverständnis, Verstehen, Interkulturelle Kommunikation, Manifestationskontinuum und Soziolinguistik.

Wie unterscheiden sich interkulturelle Missverständnisse von gewöhnlichen?

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Beteiligten aus historisch unterschiedlichen Erfahrungsräumen stammen und daher in kaum vereinbaren Entschlüsselungsmechanismen agieren, was oft zu einer Kette von Missdeutungen führt.

Was besagt die Theorie des Manifestationskontinuums?

Sie ordnet Missverständnisse danach, wie deutlich sie für die Gesprächspartner werden – von explizit thematisierten Fällen bis hin zu solchen, die völlig unbemerkt bleiben.

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Details

Title
Der Prozess des Verstehens und Missverstehens in der zwischenmenschlichen Kommunikation
College
University of Erfurt
Course
Die Grundeinheit der sprachlichen Kommunikation. Linguistische Beschreibungseinheiten menschlicher Rede
Grade
2,0
Author
Alexander Zerfas (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V372223
ISBN (eBook)
9783668503939
ISBN (Book)
9783668503946
Language
German
Tags
Verstehen Missverständnis Kommunikation interkulturelle Missverständnisse Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Zerfas (Author), 2013, Der Prozess des Verstehens und Missverstehens in der zwischenmenschlichen Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372223
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