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Wie sollte eine ideale Erziehungspartnerschaft aussehen wenn man die heutigen Chancen und Schwierigkeiten berücksichtigt?

Titel: Wie sollte eine ideale Erziehungspartnerschaft aussehen wenn man die heutigen Chancen und Schwierigkeiten berücksichtigt?

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna-Lena Mack (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Familie und Kindergarten, das sind die beiden Orte, an denen heute Kinder in fast allen modernen Gesellschaften aufwachsen. Bonfenbrenner beschreibt die Familie und den Kindergarten als zwei Mikrosysteme, die gemeinsam ein Mesosystem bilden. Beide sind Erzieher und Miterzieher und können deshalb als Partner bezeichnet werden. Das Zusammenwirken von Eltern und pädagogischen Fachkräften, also die klassische Elternarbeit hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Früher wurden Eltern in erster Linie informiert, ihnen wurde etwas vorgestellt, angeboten, sie wurden eingeladen oder angeregt mitzuarbeiten. Im Gegensatz dazu hat sich der Begriff der Erziehungspartnerschaft entwickelt. Hier geht es nicht mehr darum, dass alle Aktivitäten und Anregungen von den Erzieherinnen ausgehen, sondern dass gemeinsam mit den Eltern Aktivitäten überlegt, geplant und durchgeführt werden. Idealerweise sollten Eltern und Erzieherinnen gemeinsam für das Wohl der Kinder sorgen und bei deren Betreuung, Erziehung und Bildung zusammenarbeiten. Beide Parteien tragen gemeinsam Verantwortung für den Bildungsprozess der Kinder.

Die Bedeutung einer Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften wird, wie hier angedeutet, immer wichtiger. Die beschriebene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft bringt sowohl Chancen mit sich, als auch Schwierigkeiten. Dem werde ich in meinen Ausführungen nachgehen, ebenso wie dem Wandel der Familie und der Frage, wie eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft in der Praxis aussehen könnte. Die rechtliche Grundlage für Erziehung basiert auf dem Grundgesetz, Artikel 6 Absatz 2: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan bringt die Möglichkeit einer gemeinsamen Erziehung auf den Punkt, indem er die Möglichkeit der Delegation dieser Pflicht und Verantwortung der Eltern eröffnet: „Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Bildung und Erziehung ihres Kindes.“. Dieses Bildungs- und Erziehungsrecht in Bezug auf das einzelne Kind übertragen die Eltern der Tageseinrichtung, es wird nicht wie vergleichsweise bei der Schule verfassungsrechtlich eingeräumt. Trotzdem sind Kindertagesstätten kraft Gesetzes verpflichtet, die Bildungs- und Erziehungsaufgaben in enger Kooperation mit den Eltern zu planen und sie an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Tageseinrichtung zu beteiligen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINFÜHRUNG

1. WIE SOLLTE EINE ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT AUSSEHEN?

1.1 DIE RECHTLICHE GRUNDLAGE

1.2 DAS IDEALBILD

2. FAMILIE IM WANDEL

2.1 SCHWIERIGKEITEN IN DER ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

2.2 CHANCEN DER ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

3. AUSWIRKUNGEN EINER GUTEN ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gestaltung einer modernen Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen unter Berücksichtigung gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen und Potenziale.

  • Rechtliche Grundlagen und das Idealbild der partnerschaftlichen Zusammenarbeit
  • Einfluss des sozialen Wandels auf Familienstrukturen
  • Identifikation von Barrieren und Schwierigkeiten in der Kooperation
  • Potenziale und Chancen für eine gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft

Auszug aus dem Buch

1.2 Das Idealbild

Jedes einzelne Bundesland hat in den jeweiligen Bildungs- und Erziehungsplänen die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten ausgeführt und zum Standard erklärt (vgl. Cloos/Karner 2010, S. 169). Beispielsweise beschreibt der bayerische Erziehungs- und Bildungsplan das Idealbild, wie die Zusammenarbeit einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft bestenfalls funktionieren sollte, wie folgt:

„Hier öffnen sich Familie und Kindertageseinrichtung füreinander, tauschen ihre Erziehungsvorstellungen aus und kooperieren zum Wohl der ihnen anvertrauten Kinder. Sie erkennen die Bedeutung der jeweils anderen Lebenswelt für das Kind an und teilen ihre gemeinsame Verantwortung für die Förderung des Kindes. Bei einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Fachkräften und Eltern findet das Kind ideale Entwicklungsbedingungen vor: Es erlebt, dass Familie und Tageseinrichtung eine positive Einstellung zueinander haben und (viel) voneinander wissen, dass beide Seiten gleichermaßen an seinem Wohl interessiert sind, sich ergänzen und einander wechselseitig bereichern.“ (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan 2003, S. 221).

Demnach ist Erziehungspartnerschaft keine Methode, sondern eine Haltung, die gelebt und erfahren wird sowie einige Chancen mit sich bringt. Grundlage ist ein echtes Interesse an den Familien (vgl. Wehringer 2010, S. 9, vgl. Cloos/Karner 2010, S. 171). Dabei ist wichtig, dass die pädagogischen Fachkräfte ihre Haltung und Einstellung gegenüber den Eltern reflektieren (vgl. Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan 2003, S. 220).

Zusammenfassung der Kapitel

EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Elternarbeit hin zur Erziehungspartnerschaft und stellt die Relevanz der Kooperation zwischen Mikrosystemen wie Familie und Kindertagesstätte dar.

1. WIE SOLLTE EINE ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT AUSSEHEN?: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und definiert das theoretische Idealbild einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

2. FAMILIE IM WANDEL: Hier wird der gesellschaftliche Wandel der Familienstrukturen diskutiert und in Relation zu den spezifischen Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Erziehungspartnerschaft gesetzt.

3. AUSWIRKUNGEN EINER GUTEN ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT: Das Abschlusskapitel des Hauptteils betrachtet die praktischen Auswirkungen, wie die Begleitung von Übergängen und die Bedeutung der Kooperation für das Kindeswohl.

Schlüsselwörter

Erziehungspartnerschaft, Kindertageseinrichtung, Elternarbeit, Bildungspartnerschaft, Familienwandel, Kooperation, pädagogische Fachkräfte, Kindeswohl, Bildungsplan, Partizipation, Elternrechte, Kommunikation, Übergangsbegleitung, Erziehungsziele, Frühe Hilfen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung der Erziehungspartnerschaft in Kindertageseinrichtungen sowie deren Herausforderungen im Kontext des gesellschaftlichen Wandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Grundlagen, die Veränderung der Familienstrukturen, die Chancen und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit sowie die Auswirkungen einer gelingenden Partnerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine qualitativ hochwertige Erziehungs- und Bildungspartnerschaft trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen zum Wohle des Kindes gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Bildungspläne, SGB VIII-Vorgaben und einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur theoretische Grundlagen reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Idealbild der Partnerschaft, der Einfluss des Familienwandels auf die Kooperation sowie praktische Schwierigkeiten und positive Auswirkungen der Zusammenarbeit detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehungspartnerschaft, Elternarbeit, Kindeswohl und pädagogische Kooperation charakterisiert.

Warum wird die Rolle der Fachkräfte im Aufnahmegespräch so betont?

Weil das Aufnahmegespräch als erste wichtige Basis für eine vertrauensvolle Atmosphäre dient, in der die pädagogische Haltung der Fachkraft entscheidend für den späteren Erfolg der Kooperation ist.

Wie beeinflusst der Zeitmangel die Erziehungspartnerschaft?

Zeitmangel begrenzt die Möglichkeiten zum intensiven Austausch und führt oft zu einer Oberflächlichkeit, die einer tiefgehenden, tragfähigen Beziehung zwischen Eltern und Fachkräften entgegensteht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie sollte eine ideale Erziehungspartnerschaft aussehen wenn man die heutigen Chancen und Schwierigkeiten berücksichtigt?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Veranstaltung
Familie, Sozialraumorientierung, Vernetzung
Note
2,0
Autor
Anna-Lena Mack (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V372270
ISBN (eBook)
9783668508736
ISBN (Buch)
9783668508743
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehungspartnerschaft Bildungspartnerschaft Kindergarten Elternarbeit Zusammenarbeit Eltern und Kita Elterngespräch Chancen der Erziehungspartnerschaft Schwierigkeiten der Erziehungspartnerschaft Kooperation mit Familien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Mack (Autor:in), 2015, Wie sollte eine ideale Erziehungspartnerschaft aussehen wenn man die heutigen Chancen und Schwierigkeiten berücksichtigt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372270
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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