Die Werbung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft geworden, der nicht mehr wegzudenken ist. Im Fernsehen, im Radio, in Zeitschriften, im Internet, in allen Medien trifft man auf die Werbung und man kann ihr einfach nicht entkommen.
Das fängt schon beim morgendlichen Zeitungslesen an, wenn einem schon beim Öffnen der Zeitung etliche Werbeprospekte in den Schoß fallen. Legt man diese zur Seite um genüsslich sein Nutellabrötchen zu schmieren, hat man unweigerlich einen lächelnden Boris Becker vor Augen, der im Fernsehen Nutella als gesunden Brotaufstrich präsentiert. Fährt man dann zur Arbeit lenken einem modisch gekleidete junge Damen und Herren auf großen Werbeplakaten ganz schön vom Verkehr ab, und abends dann, wenn man vor dem Fernseher den Tag in Ruhe ausklingen lassen möchte, werden die spannendsten Filme durch ewig lange Werbepausen unterbrochen, und weil gerade mal wieder ein doch so leckerer Schokoriegel in voller Größe auf dem Bildschirm erscheint, macht man sich auch gleich auf den Weg zum Süssigkeitenschrank, um sich mit dem süßen Verführer voll zu stopfen.
Auch wenn die Werbung uns Konsumenten oft auf die Nerven geht, eben weil überall geworben wird und wir dem Werbeüberfluss nicht mehr entkommen können sind wir Verbraucher doch auf die Werbung angewiesen und lassen uns von ihr leiten.
Warum dies so ist, wird in folgendem Text erläutert.
Hierzu ist es wichtig, zu wissen was sich hinter dem Begriff „Werbung“ überhaupt verbirgt.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen und Begriffserklärung
a) Werbung
b) Stereotype und ihre Entstehung
3. Werbemittel und ihre Wirkung
a) Stereotype
b) Zusatznutzen, Werbebeispiele und Stereotypisierung
4. Fehlwerbungen
5. Schluss
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Stereotypen in der modernen Werbekommunikation und analysiert, wie diese gezielt als Werbehilfsmittel eingesetzt werden, um die Wahrnehmung von Konsumenten zu steuern und Kaufentscheidungen zu beeinflussen.
- Definition und Entstehung von Stereotypen im werblichen Kontext
- Kategorisierung verschiedener Stereotypen (z. B. Ethno-, Berufs- und Geschlechtsstereotype)
- Die Funktion von Zusatznutzen und symbolischen Werten in Werbespots
- Analyse der Wirkung von Musik, Testimonials und Ambiente als werbliche Stilmittel
- Identifikation von Ursachen und Risiken für Fehlwerbungen
Auszug aus dem Buch
• Musik
dieser Zusatznutzen ist in fast jeder TV-Werbung vertreten. Mal sind es schnelle und poppige Rhythmen und mal verwenden die Werbefachleute klassische und ruhige Melodien, je nachdem für welche Art von Produkt geworben werden soll.
Die Musik unterstützt die Atmosphäre eines Werbespots und unterstreicht das Image des Produktes. Durch die Musik wird der Kunde auf die Werbung aufmerksam und mit der Art der Melodie assoziiert er bestimmte Momente, Gefühle und Eindrücke und bezieht diese auf das Produkt.
Als Beispiel dient hier der Werbespot von Bacardi, einem Rum.
Inhalt. Braungebrannte hübsche , junge Männer und Frauen tanzen am Strand einer Karibischen Insel unter Palmen und trinken Bacardi Rum.
Bei dieser Werbung ist es recht günstig das Englische zu beherrschen um den Inhalt des Liedes zu verstehen und auf die Wirkung des Produktes zu beziehen. Man soll träumen, Spaß haben , alles fällt einem leichter wenn man Bacardi Rum trinkt. Das ist die Botschaft des Liedes die sich mit der Botschaft der Reklame deckt.
Jedoch auch wenn man den Textinhalt nicht versteht, weil man die englische Sprache nicht beherrscht, assoziiert der Betrachter mit dem leichten und sommerlichen Rhythmus des Liedes trotzdem genau das Gleiche. Das Lied sorgt für gute Stimmung und Urlaubsgefühle und zusammen mit der Aktion in der Werbung verbindet man die gute Laune und die fröhliche Stimmung mit dem Produkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Werbung in unserer Gesellschaft und den Einfluss, den sie auf den Konsumenten ausübt.
2. Definitionen und Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Werbung“ und erläutert die Entstehung sowie die Funktion von Stereotypen in der semantischen Repräsentation.
3. Werbemittel und ihre Wirkung: Hier werden verschiedene Kategorien von Stereotypen vorgestellt und analysiert, wie Zusatznutzen wie Musik oder Testimonials deren Wirkung in der Praxis verstärken.
4. Fehlwerbungen: Das Kapitel behandelt die Risiken einer fehlerhaften Anwendung von Stereotypen und kulturellen Unterschieden, die zu einer Ablehnung der Werbebotschaft führen können.
5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Stereotypisierung zwar ein notwendiges Mittel der Werbung ist, jedoch Kreativität und ein tiefes Verständnis der Zielgruppe erfordert, um erfolgreich zu sein.
Schlüsselwörter
Werbung, Stereotype, Werbekommunikation, Zusatznutzen, Konsumentenverhalten, Werbehilfsmittel, Ethnostereotype, Geschlechtsstereotype, Testimonial, Markenimage, Fehlwerbung, Werbewirkung, symbolische Werte, Marketingkommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Wirkung von stereotypen Darstellungen in der Werbung sowie deren Zusammenspiel mit zusätzlichen kommunikativen Mitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Stereotypen, deren Kategorisierung (z. B. nach Geschlecht, Nation oder Beruf) und deren gezielter Einsatz zur Verkaufsförderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Verknüpfung von Stereotypen und Zusatznutzen eine wirksame Sender-Empfänger-Ebene geschaffen wird, die den Konsumenten zum Kauf animiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur und illustriert diese anhand von konkreten Analysen aktueller Fernsehwerbespots.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Stereotypen, deren verschiedene Ausprägungen und die Analyse von Werbemitteln wie Musik, Testimonials und Ambiente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Werbekommunikation, Stereotypisierung, Konsumentenansprache und symbolische Werte zusammenfassen.
Warum können Stereotype in der Werbung auch scheitern?
Wenn Stereotype überstrapaziert werden oder kulturelle Unterschiede bei der Übersetzung von Werbeinhalten vernachlässigt werden, kann dies zu Missverständnissen oder negativen Reaktionen beim Zielpublikum führen.
Wie beeinflusst das Ambiente die Werbewirkung?
Das Ambiente entführt den Zuschauer in ein spezifisches Umfeld, das dem Produkt eine Aura von Qualität oder Lebensgefühl verleiht, wodurch eine emotionale Bindung zwischen Konsument und Marke entsteht.
- Quote paper
- Ina Thiesen (Author), 2000, Stereotype in der Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3723