In meiner Projektarbeit soll es um die Fragestellung bezüglich der Zukunftsfähigkeit des Mobile Payments in Deutschland gehen. Die Projektarbeit wird sich insbesondere mit den Kunden- und Einzelhändlerwünschen auseinandersetzen. Dafür werde ich selbst einige Mobile Payment Anwendungen ausprobieren und über deren Benutzerfreundlichkeit berichten. Es stellt sich die Frage, ob das Handy das Potential hat, wie bei Fahrkarten für den ÖPNV, die Bahn oder das Flugzeug dem papierhaften Pendant den Rang abzulaufen.
Hierfür werde ich mit dieser Projektarbeit nur den neusten Stand aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft für meine Recherchen in Betracht ziehen und die Ergebnisse in dieser Schrift festhalten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Derzeitige Bezahlformen in Deutschland
3 Mobile Payment
3.1 Definition
3.2 Standardisierungsversuche
3.3 Internationale Umsetzungen
3.3.1 M-Pesa
3.3.2 Samsung Pay
3.4 Deutsche Umsetzungen
3.4.1 boon.
3.4.2 Vodafone Wallet
3.4.3 Android Pay
3.5 Datenschutzbedenken und rechtliche Voraussetzungen
4 Bedeutung für den Finanzsektor
5 Einzelhändler und Verbraucher
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Projektarbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit von Mobile Payment in Deutschland, wobei insbesondere die Bedürfnisse von Kunden und Einzelhändlern im Fokus stehen, um Potenziale und Hemmnisse für eine flächendeckende Etablierung zu identifizieren.
- Analyse der aktuellen Bezahlformen und der Marktdurchdringung von mobilen Bezahlsystemen in Deutschland.
- Untersuchung internationaler Erfolgsmodelle wie M-Pesa und Samsung Pay.
- Evaluierung deutscher Lösungen (boon., Vodafone Wallet) hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und technischer Standards.
- Betrachtung von Datenschutzbedenken und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Finanzsektor.
- Ableitung von Anforderungen an künftige multifunktionale Mobile Payment Anwendungen für den Einzelhandel.
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Samsung Pay
Der südkoreanische Handyhersteller Samsung hat ein einzigartiges Mobile Payment System entwickelt, das sich grundlegend von anderen Mobile Payment Diensten unterscheidet.
Am 23. August 2015 führte Samsung, der größte Hersteller von Android-Smartphones, auf dem Heimatmarkt Süd-Korea Samsung Pay ein. Innerhalb eines Jahres wurden mehr als 11 Millionen Kundenkarten, Bankomatkarten, Geschenkkarten und Bezahlkarten in die App übertragen.
Das Innovative am System ist, dass es nahezu an allen bisherigen Bezahlterminals nutzbar ist. Samsung hat seine neusten Smartphones Galaxy S6, Galaxy S7 und das Note 5 (und einige Variationen dieser Typen) neben der NFC-Technologie zusätzlich mit der MST-Technologie (Magnetic Secure Transmission) ausgestattet, sodass eine gewöhnliche Bezahlkarte mit Magnetstreifen imitiert wird und ein Magnet Signal an das Bezahlterminal gesendet wird. Wobei der Nutzer sein Handy nur an das Gerät hält ohne es wie eine Magnetkarte am Bezahlterminal durchzuziehen. Dennoch könnte es vorkommen, dass einige Terminals ein Softwareupdate benötigen, um eine imitierte Magnetkarte zu akzeptieren. MST ist genauso sicher wie NFC, da es die Karten- und Transaktionsinformationen durch Tokenisierung verschlüsselt an das Bezahlterminal überträgt. Das macht es sogar sicherer als eine gewöhnliche Bezahlkarte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Tauschgesellschaften hin zu modernen Bezahlmethoden und definiert das Ziel der Arbeit, die Zukunftsfähigkeit von Mobile Payment in Deutschland zu bewerten.
2 Derzeitige Bezahlformen in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die starke Bargeldaffinität der Bundesbürger und analysiert den aktuellen Status sowie die Akzeptanz von Online-Bezahlverfahren und ersten mobilen Ansätzen im deutschen Markt.
3 Mobile Payment: Das umfangreichste Kapitel definiert den Begriff, diskutiert Standardisierungsversuche, vergleicht internationale und nationale Umsetzungen und analysiert kritische Faktoren wie Datenschutz und Rechtssicherheit.
4 Bedeutung für den Finanzsektor: Hier wird die Herausforderung für klassische Banken durch FinTechs und Technologieunternehmen beleuchtet und der Zahlungsverkehr als essentieller Bestandteil des Bankgeschäfts hervorgehoben.
5 Einzelhändler und Verbraucher: Dieses Kapitel fokussiert sich auf die Erwartungshaltung der Konsumenten an Komfort und Sicherheit sowie die Anforderungen der Händler an garantierte Zahlungen und die Imagewirkung.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass sich Mobile Payment trotz derzeitiger Vorbehalte etablieren wird, wobei die NFC-Technik als Standard fungieren und die Anwendung über reines Bezahlen hinausgehen wird.
Schlüsselwörter
Mobile Payment, Deutschland, NFC, M-Pesa, Samsung Pay, boon., Vodafone Wallet, Android Pay, Datensicherheit, Finanzsektor, Einzelhandel, Bargeldlos, Digitales Portemonnaie, Tokenisierung, Zahlungsverkehr.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Zukunftsfähigkeit von Mobile Payment, also dem Bezahlen mittels Smartphone, im deutschen Markt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die aktuelle Verbreitung von Bezahlmethoden, technologische Standards (NFC, MST), Sicherheitsaspekte sowie die Akzeptanz bei Verbrauchern und Einzelhändlern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit von mobilem Bezahlen in Deutschland zu bewerten und Anforderungen für eine erfolgreiche Marktdurchdringung zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche, der Analyse aktueller Marktentwicklungen sowie dem Vergleich unterschiedlicher technologischer Umsetzungsstrategien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ist-Situation in Deutschland, den Vergleich internationaler und nationaler M-Payment-Lösungen sowie die Untersuchung rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobile Payment, NFC, Datensicherheit, Finanzsektor, Bargeldlosigkeit und digitale Portemonnaies.
Was zeichnet Samsung Pay im Vergleich zu anderen Lösungen aus?
Samsung Pay nutzt zusätzlich zur NFC-Technologie die MST-Technik, welche Magnetstreifenterminals imitiert, was die Kompatibilität mit bestehenden Kassensystemen deutlich erhöht.
Warum spielt das Thema Datenschutz eine so große Rolle für deutsche Konsumenten?
Die Skepsis gründet auf generellen Sicherheitsbedenken gegenüber dem Smartphone als Bezahlmedium, verstärkt durch mediale Berichterstattung über Datenlecks und Spionagesoftware.
Welche Rolle spielen Banken bei der Entwicklung von Mobile Payment?
Banken müssen den Zahlungsverkehr als ihren ureigenen Geschäftsbereich verteidigen, um nicht von neuen Technologie-Anbietern verdrängt zu werden und den Kontakt zum Kunden zu verlieren.
- Arbeit zitieren
- Paul Koch (Autor:in), 2016, Zukunft des Mobilen Bezahlens in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372463