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Katharina Staritz Verhältnis zu den Juden. Wieso stellte sie sich auf die Seiten der Unterdrückten?

Titel: Katharina Staritz Verhältnis zu den Juden. Wieso stellte sie sich auf die Seiten der Unterdrückten?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 21 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Alina Willkomm (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Quelleninterpretation beschäftigt sich mit der Theologin Katharina Staritz und wird im Rahmen des Seminars "Die Barmer theologische Erklärung und ihre Vorgeschichte" verfasst. Insbesondere wird auf die Frage eingegangen, wie Staritz zu den Juden stand und warum sie eine besondere Beziehung zu diesen hatte. Im Zentrum dieser Arbeit steht ein Brief Staritz´ an ihre Breslauer Amtskollegen, in dem sie dieser zur Solidarität mit der judenchristlichen Gemeinde aufruft.

Begonnen wird mit der Einordung der Quelle in den historischen Kontext, speziell eingegangen wird hier auf die Situation der Evangelischen Kirche zur Zeit des Drittes Reiches. Danach geht es um die Beschreibung des Lebensweges von Katharina Staritz. In ihrem Werdegang finden sich bereits wichtige Informationen, um ihre Persönlichkeit zu verstehen und ihr späteres Handeln nachzuvollziehen. Im Anschluss wird auf die Situation der Juden eingegangen und insbesondere ihre Position zu den Juden zu thematisiert, welche besonders in der Quelle herausgearbeitet wird, da es sich bei ihrer Position zu den Juden um das Hauptthema dieser Arbeit handelt. Darauf folgt die Quellenkritik- und Interpretation. In der Quellenkritik geht es zum einen um eine äußere Kritik zu der Quelle bei der augenscheinliche Dinge wie der Zustand, die Sprache, das Datum, der Empfänger, der Aufbau und die Quellengattung definiert werden. Nach der äußeren Quellenkritik folgt die innere. Hierbei ist es wichtig den Inhalt der Quellen in seinen Grundzügen wiederzugeben und die Authentizität sowie die Absicht der Autorin herauszustellen, damit abschließend eine Beurteilung des Textes erfolgen kann. Gleichzeitig wird die Reaktion anderer auf die Quelle untersucht, um die Folgen der Schrift herauszuarbeiten. Im Fazit werden die wichtigsten Erkenntnisse, speziell aus der Quelleninterpretation hervorgehoben und erneut auf die Fragestellung der Hausarbeit bezogen, sodass eine deutliche Antwort auf die Thematik der Hausarbeit ersichtlich wird. Ergänzend wird auf die Wichtigkeit der Person Katharina Staritz eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

2.1 Biografie Katharina Staritz

2.2 Die Situation der Juden im Dritten Reich

2.3 Staritz´ Verhältnis zu den Juden

3. Quelleninterpretation

3.1 Äußere Quellenkritik

3.2 Innere Quellenkritik

3.3 Quelleninterpretation

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Person der Theologin Katharina Staritz und analysiert ihre Beweggründe, sich während des Nationalsozialismus aktiv gegen die Judenverfolgung zu stellen. Im Zentrum steht dabei ein Brief, in dem sie ihre Amtskollegen zur Solidarität mit judenchristlichen Gemeindemitgliedern aufruft, wobei die Forschungsfrage nach ihrer Motivation und ihrer Haltung zu den Juden im Kontext ihres christlichen Glaubens beantwortet werden soll.

  • Lebensweg und Persönlichkeit von Katharina Staritz
  • Die Situation der Juden und der Evangelischen Kirche im Dritten Reich
  • Quellenkritische Untersuchung eines historischen Rundschreibens
  • Widerstand von Katharina Staritz gegen den Nationalsozialismus
  • Die Rolle der Vikarin und ihr Selbstverständnis als Theologin

Auszug aus dem Buch

3.2 Innere Quellenkritik

In ihrem Brief bezieht sich Staritz auf eine Polizeiverordnung, welche eine Woche zuvor beschlossen wurde und die eine Woche nach ihrem Schreiben in Kraft treten sollte. Diese Verordnung besagt, dass alle Juden in der Öffentlichkeit den Davidstern tragen müssen auf dem das Wort ,,Jude“ geschrieben steht. Ausgenommen sind jene Juden, die in einer Mischehe leben und einen privilegierten Lebensstand führen. Das Tragen von Orden oder anderer Abzeichen ist ihnen nicht gestattet. Zudem dürfen sie die Gemeinde, in der sie leben nicht mehr verlassen, sondern müssen sich dazu eine polizeiliche Genehmigung ausstellen lassen. Nach dieser kurzen Widergabe der aktuellen Situation handelt der erste Absatz im Folgenden von der Mitteilung Staritz´, dass auch Mitglieder aus ihrer Gemeinde von dieser Regelung betroffen sind. Mitglieder, welche schon seit Jahrzehnten zu der evangelischen Gemeinde gehören, getauft und konfirmiert sind und nie etwas mit dem Judentum zu tun gehabt haben.

Im zweiten Absatz spricht sie davon, dass diese Menschen nun zum Gottesdienst mit dem Davidstern erscheinen müssen und dass sogar Kinder ab dem sechsten Lebensjahr zum Kindergottesdienst mit dem Judenstern erscheinen müssen. Dann betont sie, dass es die Pflicht der Christen sei, sie nicht wegen dieser Kennzeichnung aus dem Gottesdienst auszuschließen, da sie in besonderer Weise Gottes Beistand brauchen. Um die Gemeinden an ihre Pflicht gegenüber den Judenchristen zu erinnern, weist sie auf drei Bibelstellen hin (Lk 10, 25-37, Mt 25, 40 und Sach 7, 9-10).

Im letzten Absatz schlägt sie vor, dass sich Kirchenbeamte oder Gottesdienstordner in besonderer Weise um die Gemeindemitglieder kümmern sollten und ihnen sogar besondere Plätze in der Kirche zuzuweisen. Dabei betont sie, dies solle nicht zu einer Abgrenzung der Judenchristen führen, sondern ihnen die Teilnahme am Gottesdienst erleichtern. Dazu sollen auch arische Gemeindemitglieder zwischen den Judenchristen sitzen. Außerdem schlägt sie vor, diese von anderen Gemeindemitgliedern Zuhause abholen zu lassen, damit sie die Scheu überwinden überhaupt am Gottesdienst teilzunehmen, da sie schon von einigen darauf angesprochen wurde, ob sie als Judenchristen noch kommen dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Theologin Katharina Staritz befasst, und stellt den zentralen Brief als Gegenstand der Quellenanalyse vor.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert die Lebensgeschichte von Katharina Staritz, die schwierige Situation der Juden im Nationalsozialismus sowie das Verhalten der Evangelischen Kirche in dieser Zeit.

3. Quelleninterpretation: Hier erfolgt eine methodische äußere und innere Quellenkritik des Briefes sowie eine inhaltliche Interpretation der Beweggründe von Katharina Staritz.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die unerschütterliche Haltung von Katharina Staritz als Vorbild für christliche Zivilcourage hervor.

Schlüsselwörter

Katharina Staritz, Nationalsozialismus, Judenverfolgung, Evangelische Kirche, Widerstand, Quelleninterpretation, Judenchristen, Solidarität, Konzentrationslager, Ravensbrück, Vikarin, Antisemitismus, Christliche Werte, Kirchenkampf, Zivilcourage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theologin Katharina Staritz und ihrem mutigen Widerstand gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung im Rahmen ihres kirchlichen Dienstes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Biografie von Katharina Staritz, die Situation der Kirche und der Juden während des Dritten Reiches sowie die Bedeutung von Solidarität und Zivilcourage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe von Katharina Staritz zu ergründen, warum sie sich trotz der Repressionen entschieden hat, öffentlich für judenchristliche Gemeindemitglieder einzutreten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer klassischen Quelleninterpretation, unterteilt in eine äußere und eine innere Quellenkritik, um den historischen Brief und dessen Wirkung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Biografie der Autorin, die Analyse des Umfelds sowie die detaillierte Untersuchung und Interpretation des Rundschreibens an ihre Amtskollegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Katharina Staritz, Widerstand, Nationalsozialismus, Judenchristen, Solidarität und christliche Verantwortung.

Welche Rolle spielte die Schwester von Katharina Staritz, Charlotte?

Charlotte Staritz unterstützte ihre Schwester maßgeblich bei der Rettung von Juden und setzte sich nach Katharinas Verhaftung intensiv für deren Freilassung ein.

Warum wurde Katharina Staritz trotz ihres kirchlichen Amtes inhaftiert?

Ihre Solidarisierung mit den Juden und insbesondere ihr Rundschreiben, in dem sie dazu aufrief, verfolgte Christen im Gottesdienst zu unterstützen, führten zur Provokation des NS-Regimes und schließlich zu ihrer Verhaftung.

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Details

Titel
Katharina Staritz Verhältnis zu den Juden. Wieso stellte sie sich auf die Seiten der Unterdrückten?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,7
Autor
Alina Willkomm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V372467
ISBN (eBook)
9783668504608
ISBN (Buch)
9783668504615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katharina Staritz Juden Drittes Reich Quellenkritik Antisemitismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Willkomm (Autor:in), 2017, Katharina Staritz Verhältnis zu den Juden. Wieso stellte sie sich auf die Seiten der Unterdrückten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372467
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Leseprobe aus  21  Seiten
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