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Aspekte des Lachens im Mittelalter

Title: Aspekte des Lachens im Mittelalter

Seminar Paper , 2005 , 11 Pages , Grade: sehr gut (1)

Autor:in: Nike-Marie Steinbach (Author)

French Studies - Miscellaneous
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„Das Lachen ist die spezifische Form der menschlichen Interaktion“ 1 und eine der selbstverständlichsten Gefühlsäußerungen. Dennoch sind nur wenig andere Reaktions- und Kommunikationsformen des Menschen so häufig Sanktionen ausgesetzt wesen und ausgesetzt wie das Gelächter.
Voltaire soll einmal gesagt haben, dass „die Menschen, die nach abstrakten Gründen für das Lachen suchen, (...) nicht fröhlich“2 sein können. Aber es ist das Lachen, das einen Einblick in die Gesellschaft des Mittelalters geben kann, es kann als der Spiegel einer ganzen Kultur fungieren, auch im Hinblick auf die Verachtung, die ihm gegenüber zeitweise manifestiert wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. das Lachen im Allgemeinen

1.1 das Lachen als soziales Phänomen

1.2 das Lachen als kulturelles Phänomen

1.3 das Lachen als körperliche Manifestation

2. Abriss über die Geschichte des Lachens

2.1 Aristoteles: der homo risibilis

2.2 das erstickte Lachen (Insularität des Lachens)

2.3 das scholastische Lachen / die Kasuistik des Lachens

2.4 das allgegenwärtige Lachen (Ubiquität des Lachens)

3. die Kirche und das Lachen: Lachen als Häresie

3.1 Kodifikation des Lachens

3.2 Lachen und Ordensregeln

4. Karneval

5. das Lachen in der Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Lachens im Mittelalter unter Berücksichtigung sozialer, kultureller und religiöser Aspekte. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich dabei der Ambivalenz des Lachens, das einerseits als spezifisch menschliche Eigenschaft geschätzt, andererseits als häretische oder körperlich unkontrollierte Gefühlsäußerung sanktioniert wurde.

  • Soziale und kulturelle Funktionen des Lachens
  • Historische Betrachtungsweisen von der Antike bis zum Mittelalter
  • Das Spannungsfeld zwischen Kirche, Moral und dem Phänomen des Lachens
  • Die Bedeutung des Karnevals als Gegenwelt
  • Literarische Repräsentationen des Komischen

Auszug aus dem Buch

das Lachen als körperliche Manifestation

Auch die körperlichen Vorgänge beim Lachen dürfen nicht außer Acht gelassen werden, da sie mit Sicherheit unter anderem auch Grund für diverse Sanktionen gegeben haben. Beim Lachen hat der Mensch seinen Körper nicht mehr hundertprozentig unter Kontrolle. Sein Zwerchfell kontraktiert, genauso wie seine Gesichtsmuskeln, sodass er unwillkürlich seine Mimik verändert, und er stößt rhythmische Laute aus, ja der ganze Körper kann in 'Mitleidenschaft' gezogen werden und es kann sogar zu einem unstillbarem Lachanfall kommen. Kurzum, beim Lachen ist es das Lachen selbst, das den Körper des Menschen beherrscht, und nicht länger seine Willenskraft und sein Geist.

Zusammenfassung der Kapitel

das Lachen im Allgemeinen: Dieses Kapitel definiert das Lachen als soziales und kulturelles Interaktionsphänomen und betrachtet die grundlegenden körperlichen Vorgänge sowie erste theoretische Einordnungen nach Freud.

Abriss über die Geschichte des Lachens: Hier wird die Entwicklung des Lachenverständnisses von der antiken Auffassung des homo risibilis über die scholastische Kasuistik bis zur Ubiquität des Lachens in der Renaissance nachgezeichnet.

die Kirche und das Lachen: Lachen als Häresie: Das Kapitel analysiert die kirchliche Ablehnung des Lachens, die in der Kodifikation moralischer Richtlinien und strengen Ordensregeln mündete.

Karneval: Diese Ausführung beschreibt den Karneval als zeitlich begrenzte Umkehrung der gesellschaftlichen Ordnung und als historisch gewachsenes Fest der Ausgelassenheit.

das Lachen in der Literatur: Das abschließende Kapitel untersucht die Einbindung karnevalistischer Elemente in die Literatur und deren Bedeutung als Ausdruck der menschlichen Natur.

Schlüsselwörter

Lachen, Mittelalter, homo risibilis, Kirche, Häresie, Karneval, Scholastik, Körperlichkeit, Gesellschaft, Kultur, Literatur, Parodie, Satire, Moral, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturellen und sozialen Bedeutung des Lachens im Mittelalter sowie dessen wechselvoller Bewertung durch die zeitgenössische Gesellschaft und Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die physiologischen Aspekte, die antiken philosophischen Grundlagen, die kirchliche Disziplinierung des Lachens und die Funktion des Lachens im Karneval sowie in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das komplexe Spannungsfeld zwischen der menschlichen Anlage zum Lachen und den kulturell bzw. religiös motivierten Unterdrückungsmechanismen des Mittelalters aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche und literaturgeschichtliche Analyse, die historische Quellen und literarische Zeugnisse heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Lachtheorien, eine historische Einordnung der kirchlichen Haltung und eine Untersuchung karnevalistischer und literarischer Ausdrucksformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören das Lachen als soziales Phänomen, Häresie, Karneval und die Rolle des Lachens im Spannungsfeld zwischen Klerus und Volk.

Welche Rolle spielt Aristoteles für das Verständnis des Lachens im Mittelalter?

Aristoteles prägte durch sein Konzept des homo risibilis die Auffassung, dass das Lachen eine exklusive Eigenschaft des Menschen sei, was im Mittelalter sowohl als Auszeichnung als auch als Ausgangspunkt für theologische Debatten diente.

Wie begründete die Kirche das Verbot des Lachens in Ordensregeln?

Das Lachen wurde oft als unkontrollierte körperliche Äußerung betrachtet, die als "Tor des Mundes" für böse Einflüsse gelten konnte, weshalb Mönche zur Mäßigung oder zum Schweigen angehalten wurden.

Warum wird der Karneval in der Arbeit als eine Form der "Umkehrung" beschrieben?

Der Karneval erlaubte eine zeitlich begrenzte Suspendierung der sozialen Hierarchien und kirchlichen Normen, in der das Niedrige das Hohe parodierte und so als notwendiges Ventil diente.

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Details

Title
Aspekte des Lachens im Mittelalter
College
University of Heidelberg  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar: Lektüre mittelfranzösischer Texte
Grade
sehr gut (1)
Author
Nike-Marie Steinbach (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V37256
ISBN (eBook)
9783638366540
ISBN (Book)
9783640258970
Language
German
Tags
Aspekte Lachens Mittelalter Proseminar Lektüre Texte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nike-Marie Steinbach (Author), 2005, Aspekte des Lachens im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37256
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