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Der Lebensweg des Andreas Gryphius

Title: Der Lebensweg des Andreas Gryphius

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Einleitung

"Wer dieses gelesen hat, mag fortgehen und mit Schlesien um das frühe Ende des großen Mannes trauern. Denn jene Männer, die unsterbliche Gedanken denken, sterben immer zu früh."

(M. Johannes Theodor Leubscher)

Diese Arbeit kann und soll nur einen groben Überblick über jenen großen Mann geben. Es kann nicht ihr Ziel sein, uns zum Trauern zu bewegen, da es unmöglich ist seine ganze Menschlichkeit aufzuzeigen. Und dennoch soll versucht werden einige persönliche und ganz private Stationen seines schicksalhaften Lebens zu fokussieren. Es kann nicht ihr Ziel sein, seine zahlreichen unsterblichen Gedanken anzusprechen. Und dennoch muß sein Werk und der Umfang dessen zumindest in Ansätzen greifbar werden.

Aber man wird sehen, daß das Hauptaugenmerk bei dieser Arbeit über das Leben und Schaffen des Andreas Gryphius vor allem zu Beginn auf der teilweise recht widersprüchlichen Quellenlage liegt. Dies zu demonstrieren sollte einmal mehr Anliegen und Sinn der Ausführungen sein. Ein reiner Lebensbericht schien nicht von Nöten. Zum einen haben diese Aufgabe bereits drei bedeutende Biographen übernommen und zum anderen damit überhaupt eine Quellensituation geschaffen, was für die Dichter des 17. Jahrhunderts durchaus nicht selbstverständlich ist. Das diese drei bzw. zwei biographischen Texte nicht zum ersten Mal miteinander verglichen werden, ist ebenso anhand modernerer Forschungsliteratur zu zeigen.

Abschnitt 2 widmet sich noch sehr ausführlich und exemplarisch diesen Gegenüberstellungen, geht aber auch sehr detailgetreu auf die Kindheit des barocken Dichters ein. Seine Weiter- Bildungsbestrebungen und sein Interesse für beinahe alle Bereiche des Lebens machen ihn aus und scheinen über alle Abschnitte hinweg im Mittelpunkt zu stehen. Sie lassen seinen Intellekt erkennen und seine Unsterblichkeit vermuten. Denn sein Werk, seine Dichtungen spiegeln Begegnungen mit vertrauten Mitmenschen und beeindruckenden Persönlichkeiten, sowie positive und negative Eindrücke seines Lebens wider, was in Abschnitt 3 und 5 leider nur angedeutet werden kann. Das Werk des Andreas Gryphius wird demnach nicht näher beleuchtet werden, aber seine Lebensumstände müssen ihn sehr geprägt haben. Es waren unzählige menschliche Verluste. Und doch ist anzunehmen, daß er ein für damalige Verhältnisse wenn auch recht kurzes aber dafür ausgefülltes Gelehrten-Leben führen durfte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 "In den ersten kindlichen Jahren" oder 1616 – 1633

3 Danziger Jahre oder 1634 – 1637

4 Leydener Jahre oder 1638 – 1643

5 Die Jahre der Bildungs- und Kavaliersreise nach Frankreich und Italien oder 1644 – 1649

6 Seine letzten Jahre als Syndikus des Fürstentums Glogau oder 1650 – 1664

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert den Lebensweg des barocken Dichters Andreas Gryphius anhand einer biographischen Analyse, um ein fundiertes Verständnis seiner persönlichen Lebensumstände und deren Einfluss auf sein literarisches Schaffen zu ermöglichen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit der widersprüchlichen Quellenlage und der Gegenüberstellung unterschiedlicher biographischer Dokumente des 17. Jahrhunderts.

  • Biographische Stationen des Andreas Gryphius (1616–1664)
  • Kritische Analyse und Vergleich biographischer Quellentexte
  • Einfluss von Kindheit, Ausbildung und Reisen auf die intellektuelle Entwicklung
  • Das Wirken als Syndikus und der Umgang mit zeitgenössischen Krisen
  • Kontextualisierung des Werks innerhalb der Lebensumstände

Auszug aus dem Buch

4 Leydener Jahre oder 1638 – 1643

Am 26. Juli 1638 schreibt sich Gryphius in das »Album Academicum« der Universität Leyden ein und gibt als Studienfach Philosophie an. Aber er macht sich mit den verschiedensten Wissensgebieten und den berühmtesten Professoren vertraut. Er eignet sich Kenntnisse in Anatomie, im ›Theatrum anatomicum‹ an, nimmt sogar höchstselbst später in Breslau "etliche Sectiones" vor, lernt den Mediziner Otto Heurnius näher kennen, wie auch den Dichter und Historiker Daniel Heinsius und den Philologen und Juristen Claudius Salmasius, hat sich demnach auch Kenntnisse im Bereich der Jurisprudenz angeeignet, und, und, und.

"Cl. Salmasius schrieb in das Album, wie man es gewöhnlich nennt, unseres Andreas folgendes hinein: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Dem sehr berühmten und ausgezeichneten Mann und hervorragenden Dichter schrieb ich dieses zur Bekundung meines Wohlwollens, Leyden, den 16. April 1640 ..." So erlangt man eine ungefähre Vorstellung davon, daß Gryphius diesen beachtlichen Persönlichkeiten durchaus nicht unterlegen war, ihnen sogar wissenschaftlich opponierend gegenüber zu stehen vermochte und dennoch scheinbar nicht an Beliebtheit verlor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, anhand persönlicher Stationen ein Bild von Gryphius' Lebensweg zu zeichnen und die Problematik der widersprüchlichen Quellenlage aufzuzeigen.

2 "In den ersten kindlichen Jahren" oder 1616 – 1633: Dieses Kapitel behandelt die Herkunft des Dichters in Glogau, die familiären Hintergründe sowie die frühen prägenden Erfahrungen von Verlust und Krieg im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges.

3 Danziger Jahre oder 1634 – 1637: Hier wird der Aufenthalt in Danzig beleuchtet, welcher durch den Kontakt zu bedeutenden Gelehrten und die ersten eigenen Schritte in der deutschsprachigen Dichtung sowie die Anstellung als Hauslehrer geprägt war.

4 Leydener Jahre oder 1638 – 1643: Das Kapitel widmet sich der Studienzeit in Leyden, während der Gryphius ein breites wissenschaftliches Wissen erwarb, eigene Kollegs hielt und sein Ansehen als Gelehrter und Dichter festigte.

5 Die Jahre der Bildungs- und Kavaliersreise nach Frankreich und Italien oder 1644 – 1649: Dieser Abschnitt beschreibt die Bildungsreise durch Europa, die Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten und kulturellen Zentren sowie die Rückkehr und Eheschließung.

6 Seine letzten Jahre als Syndikus des Fürstentums Glogau oder 1650 – 1664: Das Abschlusskapitel dokumentiert Gryphius’ Wirken als Landessyndikus, sein diplomatisches Engagement, sein weiteres literarisches Schaffen sowie seinen Tod im Jahr 1664.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Barockliteratur, Biographie, Glogau, Dreißigjähriger Krieg, Bildungsreise, Lyrik, Trauerspiele, 17. Jahrhundert, Gelehrsamkeit, Literaturgeschichte, Quellenkritik, Universität Leyden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine biographische Darstellung des Lebenswegs von Andreas Gryphius, wobei der Fokus auf dem kritischen Umgang mit historischen Quellen und der Verknüpfung seines Lebens mit seinem Werk liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Kindheit des Dichters, seine Studienjahre in Danzig und Leyden, die ausgedehnte Bildungsreise durch Europa sowie seine spätere berufliche Tätigkeit als Landessyndikus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein greifbares Bild der Persönlichkeit des Dichters zu vermitteln und die Widersprüchlichkeiten in der biographischen Überlieferung methodisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und den Vergleich unterschiedlicher biographischer Quellen, wie etwa Leichenreden, Autobiographien und moderne Forschungsliteratur, um historische Wahrscheinlichkeiten zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert das Leben des Dichters in chronologische Abschnitte von seiner Geburt bis zu seinem Tod und beleuchtet dabei seine Ausbildung, sein Wirken als Lehrer und seine diplomatischen Aufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Andreas Gryphius, Barock, Biographie, Quellenkritik und Gelehrtenleben charakterisieren.

Wie geht die Autorin mit dem Geburtsdatum des Dichters um?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Geburtsdatum durch ein von Gryphius verfasstes Sonett, das symbolische statt historische Wahrheit anstrebte, für Verwirrung sorgte, und klärt dies anhand zeitgenössischer Dokumente.

Welche Bedeutung hatte das Amt des Syndikus für Gryphius?

Als Syndikus des Fürstentums Glogau war Gryphius als Rechtsberater tätig und musste diplomatisches Geschick beweisen, um die protestantischen Interessen in einem stark von Gegenreformation geprägten politischen Umfeld zu vertreten.

Was erfahren wir über das Ende seines Lebens?

Gryphius verstarb 1664 während einer Sitzung der Landesstände an einem Schlaganfall, nachdem er zeitlebens mit persönlichen Schicksalsschlägen und den politischen Wirren seiner Zeit zu kämpfen hatte.

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Details

Title
Der Lebensweg des Andreas Gryphius
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V37266
ISBN (eBook)
9783638366618
Language
German
Tags
Lebensweg Andreas Gryphius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Der Lebensweg des Andreas Gryphius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37266
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