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Editionsanalyse der historisch-kritischen Ausgabe von Franz Kafkas "Die Verwandlung"

Titel: Editionsanalyse der historisch-kritischen Ausgabe von Franz Kafkas "Die Verwandlung"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sarah Neubauer (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit widmet sich als Editionsanalyse der Untersuchung der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe der Verwandlung. Es sollen hierbei die verschiedenen Aspekte und Vorgehensweisen, die für das Erstellen einer Edition relevant sind, genauer untersucht werden. Dabei soll mit der Frankfurter Kafka-Ausgabe (FKA) als Beispiel insbesondere die konkrete Umsetzung editionswissenschaftlicher Praktiken analysiert werden.

Nach dieser kurzen Einleitung als Einstieg in die Thematik soll daher im zweiten Punkt die Textkonstitution der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe der Verwandlung beschrieben werden. Anschließend werden in einem dritten Punkt die verschiedenen Varianten und Variantenapparate vorgestellt, die die Edition umfasst. Dabei handelt es sich um die Leseausgabe (3.1) sowie um den Einblendungsapparat (3.2) und den Einzelstellenapparat (3.3). Danach werden im vierten Kapitel der Editionsanalyse die Beitexte und der Editionsvorgang im Fokus des Interesses stehen. Genauer gesagt wird dabei der Prospekt (4.1) untersucht, aber auch die textkritischen Zeichen (4.2). Platz für Kritik und Verbesserungsvorschläge bietet dagegen das fünfte Kapitel. Hier wird die FKA als Editionsbeispiel kritisch reflektiert und es werden mögliche Alternativen vorgestellt. In einem sechsten Punkt erfolgt dann die Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse aus der vorangegangenen Analyse. Mit dem siebten und letzten Kapitel, dem Literaturverzeichnis, schließt die Arbeit letztlich ab.

Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ erschien im Jahr 2003 im Stroemfeld als historisch-kritische Franz Kafka-Ausgabe. Herausgegeben wurde die FKA dabei von Roland Reuß und Peter Staengle. Die Edition wurde zum Teil sogar als revolutionär empfunden, da sie mitunter Faksimiles des gesamten Manuskripts der Verwandlung Kafkas beinhaltet, wodurch ein unverfälschter Einblick in die Textgenese gewährt wird. Zu sehen sind diese Faksimiles jedoch auch auf einer beiliegenden CD-ROM. Dementsprechend macht sich die FKA die Vorteile dieses elektronischen Mediums zunutze und zeigt sich als Edition zwischen Tradition und Moderne: man nutzt als Zusatz zum gedruckten Medium ebenfalls neue Techniken, um das Alte dauerhafter konservieren zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textkonstitution

3. Varianten und Variantenapparate

3.1 Die Leseausgabe

3.2 Der Einblendungsapparat

3.3 Der Einzelstellenapparat

4. Beitexte und Editionsvorgang

4.1 Der Prospekt

4.2 Die textkritischen Zeichen

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe der Erzählung Die Verwandlung auseinander. Ziel ist es, die editorischen Methoden, die Struktur der verschiedenen Textvarianten und die beigefügten Beitexte zu analysieren sowie deren praktische Anwendung im Editionsprozess zu bewerten.

  • Analyse der Textkonstitution und der verschiedenen Komponenten der Edition (Leseausgabe, Faksimile-Edition, Begleithefte).
  • Untersuchung der editorischen Apparate (Einblendungs- und Einzelstellenapparat) und deren Handhabung der Textgenese.
  • Bewertung der Beitexte, insbesondere des Prospekts und der textkritischen Zeichen, hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Leser.
  • Kritische Reflexion der FKA als Editionsbeispiel unter Berücksichtigung praktischer Vor- und Nachteile in der Anwendung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Einblendungsapparat

Das zweite Heft der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe der Verwandlung, also das Heft mit den Faksimiles des Manuskriptes in Originalgröße (daher auch das doch recht große DIN A4-Format), verwendet einen Einblendungsapparat. Denn während auf der einen Seite das jeweilige Faksimile zu sehen ist, erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite dessen diplomatische Umschrift. Und just bei diesen Umschriften kommt ein Einblendungsapparat zum Einsatz, die Varianten werden dementsprechend unmittelbar in den fortlaufenden Text eingeblendet. Die Lektüre dieses zweiten Heftes geht daher nicht ganz so leicht von statten wie die Lektüre der Leseausgabe, insbesondere, weil die Dichte der Korrekturen hoch ist. Somit kommt es zu keinem kontinuierlichen Lesefluss, da dieser durch die sichtbar gemachten Korrekturvorgänge ‚gestört‘ wird. Doch dies ist auch gar nicht gewünscht, denn gerade das Heft mit den Faksimiles und den diplomatischen Umschriften liefert bewusst mehr als die bloße Lektüre des Textes. Der Fokus liegt hier auf den Änderungen und Varianten des Textes. Und diese werden dem Leser durch die direkten Einblendungen sowie mit dem damit einhergehenden, auch optisch kenntlich gemachten Störungen des Leseflusses, am bewusstesten gemacht. Die Verwendung des Einblendungsapparates ist hier dementsprechend die optimale Wahl, da auf diese Weise die richtigen Akzente gesetzt werden und die Bedeutung der Varianten hervorgehoben wird. Sehr praktisch ist dabei, dass der Apparat und das jeweils dazugehörige Faksimile direkt nebeneinander abgedruckt sind, wodurch ein unmittelbarer Vergleich möglich wird, auch wenn dieser aufgrund seiner Komplexität natürlich Konzentration und Aufmerksamkeit erfordert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe (FKA) und Definition der Zielsetzung dieser Editionsanalyse.

2. Textkonstitution: Erläuterung der dreiteiligen Struktur der Edition inklusive der Faksimile-Edition und der begleitenden CD-ROM.

3. Varianten und Variantenapparate: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Ausgabeformen sowie der Einblendungs- und Einzelstellenapparate zur Dokumentation der Textgenese.

4. Beitexte und Editionsvorgang: Analyse des Prospekts sowie der textkritischen Zeichen als essenzielle Hilfsmittel für das Verständnis der editorischen Arbeit.

5. Zusammenfassung: Resümee der Analyseergebnisse, Einordnung der FKA als bedeutende Edition und Reflexion der identifizierten Kritikpunkte.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Die Verwandlung, historisch-kritische Ausgabe, FKA, Editionswissenschaft, Textgenese, Faksimile, Einblendungsapparat, Einzelstellenapparat, diplomatische Umschrift, Textkonstitution, Edition, Stroemfeld Verlag, Varianten, Beitexte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse der historisch-kritischen Franz Kafka-Ausgabe (FKA) der Erzählung "Die Verwandlung" hinsichtlich ihrer Struktur, editorischen Vorgehensweise und Benutzerfreundlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Textkonstitution, die verschiedenen Varianten und Variantenapparate, die Bedeutung von Beitexten sowie eine kritische Reflexion des Editionskonzepts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die konkrete Umsetzung editionswissenschaftlicher Praktiken am Beispiel der FKA zu untersuchen und sowohl Vorzüge als auch Verbesserungspotenziale der Edition aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytische Editionsanalyse, bei der die einzelnen Bestandteile der FKA (Bücher, Hefte, Faksimiles, Apparate) systematisch untersucht und miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Textkonstitution, der spezifischen Apparate (Einblendungs- und Einzelstellenapparat) sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Beitexten wie dem Prospekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Textgenese, Editionswissenschaft, Faksimile, diplomatische Umschrift und das Werk Kafkas geprägt.

Warum wird die Aufteilung der Edition auf mehrere Hefte kritisiert?

Die Autorin kritisiert die Aufteilung als unpraktisch, da sie den Lesefluss stört und die Suche nach Informationen – etwa zu textkritischen Zeichen, die in einem anderen Heft stehen – unnötig erschwert.

Welchen Stellenwert nimmt die CD-ROM in der Analyse ein?

Die CD-ROM wird als hilfreiche digitale Ergänzung zur physischen Edition hervorgehoben, wobei der fehlende Funktionsumfang (z.B. Informationen des Prospekts) als Defizit angemerkt wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Editionsanalyse der historisch-kritischen Ausgabe von Franz Kafkas "Die Verwandlung"
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
2,0
Autor
Sarah Neubauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V372854
ISBN (eBook)
9783668503977
ISBN (Buch)
9783668503984
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Editionswissenschaft Franz Kafka Die Verwandlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Neubauer (Autor:in), 2017, Editionsanalyse der historisch-kritischen Ausgabe von Franz Kafkas "Die Verwandlung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372854
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Leseprobe aus  17  Seiten
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