Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Architecture / History of Construction

Romanische Kirchen in Köln um 1900, St. Maria im Kapitol

Title: Romanische Kirchen in Köln um 1900, St. Maria im Kapitol

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 31 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Stefanie Breitzke (Author)

Art - Architecture / History of Construction
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit der ehemaligen Stiftskirche St. Maria im Kapitol in Köln. Ihr heutiges Erscheinungsbild, vor allem die Dreikonchenanlage, stammt größtenteils aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. St. Maria im Kapitol war die am meisten beschädigte romanische Kirche in Köln. Die Damenstiftskirche nahm im 13. Jahrhundert immer mehr die Rolle einer offiziellen „Stadtkirche“ an; so fanden hier die Einführungen der Bürgermeister oder offizielle Trauerfeiern statt. Die bedeutende Stellung der Kirche im alten Köln wird auch an anderer Stelle deutlich: An Weihnachten zelebrierte der Erzbischof die erste Messe in St. Maria im Kapitol, die zweite im nahe gelegenen St. Cäcilien und die dritte im Dom. Zu dem Kirchenkomplex gehörte noch der im Westen vorgelagerte Kreuzgang, der Friedhof im Osten und weitere kleine Gebäude, wie das Stiftsgebäude oder das Äbtissinnenhaus.1 Der Name „in capitolio“ wurde erstmals in einer Urkunde von 1189 erwähnt. Ausgrabungen 1956 haben aber tatsächlich Teile eines römischen Tempels aus der Zeit um das 1. Jahrhundert n. Chr. gefunden.2 Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der besonderen Berücksichtigung der Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert und stellt die Frage nach dem Verbleib der Neuerungen in der heutigen Zeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Baugeschichte des 1. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert

2.1 Das 1. bis 13. Jahrhundert

2.2 Das 14. bis 18. Jahrhundert

3. Das 19. Jahrhundert

3.1 Die Veränderungen am Außenbau

3.2 Die Veränderungen im Inneren der Kirche

4. Die Neuausstattung der Kirche im 19 Jahrhundert

4.1 Die Ausmalung

4.2 Der Mosaikfußboden

4.3 Die weitere Ausstattung

5. Das 20. Jahrhundert

5.1 Von 1900 bis zum Krieg

5.2 Die Zerstörung im Krieg

5.3 Der Wiederaufbau nach dem Krieg

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Baugeschichte und die wechselhafte Restaurierung der ehemaligen Stiftskirche St. Maria im Kapitol in Köln, mit einem besonderen Fokus auf die tiefgreifenden gestalterischen Eingriffe des 19. Jahrhunderts und deren Schicksal in der heutigen Zeit.

  • Historische Entwicklung der Stiftskirche von der römischen Zeit bis zum 20. Jahrhundert
  • Analyse der umfassenden Restaurierungsarbeiten und der neugotischen Neuausstattung des 19. Jahrhunderts
  • Bedeutung der architektonischen Rekonstruktion nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs
  • Wissenschaftliche Aufarbeitung des Umgangs mit historischen Ausstattungselementen und deren Erhalt

Auszug aus dem Buch

4.2 Der Mosaikfußboden:

Als Einleitung möchte ich einen kurzen Einblick in die ursprüngliche, mittelalterliche Beflurung geben, da sie der Neuausstattung im 19. Jahrhundert als Vorbild galt. Besonders beliebt waren zu dieser Zeit Pavimentmosaiken, d. h. Motive wie die Jahreszeiten, Monatsdarstellungen, etc. Außer einem Reisebericht gibt es heute aber keinerlei Anhaltspunkte über den mittelalterlichen Fußboden in St. Maria im Kapitol. Arnoldus Bachelius spricht 1587 von einer Beflurung von außerordentlicher Qualität, was ihn auch zu dem Anschein kommen lässt, diesen Boden der römischen Zeit zuzuordnen. Die von ihm genannten Darstellungen sprechen aber für einen mittelalterlichen Fußboden. Er beschreibt die zwölf Tierkreiszeichen, die sieben Planeten, die zwölf Monate und die vier Jahreszeiten in „wohlgeordneter Folge“. A. Bachelius vergleicht ihn auch mit dem von St. Gereon von 1151-56. Diese Aussage lässt den Schluss zu, das der Mosaikboden von St. Maria im Kapitol etwa der gleichen Zeit zuzuordnen ist.

Die Beflurung im 19. Jahrhundert verband Stiftmosaiken und Marmorplatten in den verschiedensten Farben und Größen. Es war nur aber nur eine Komponente der geplanten ganzheitlichen Re- Romanisierung, die das gesamte Kircheninnere und seine Ausstattung umfasste. Auch dieser Aspekt der Neugestaltung wurde das das Vermächtnis von Heinrich Nikolaus Frank ermöglicht. Das Ausstattungsprogramm wurde von August Essenwein entwickelt, von Johann Klein auf Kartons übertragen und in der Zeit zwischen 1868-71 von Matthias Goebbels ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Geschichte der Stiftskirche St. Maria im Kapitol ein und erläutert den Fokus auf die Restaurierungsprozesse des 19. Jahrhunderts.

2. Baugeschichte des 1. Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel zeichnet die architektonische Entwicklung vom römischen Tempelbau über die ottonische Gründung bis hin zu barocken Veränderungen nach.

3. Das 19. Jahrhundert: Es werden die umfassenden strukturellen Eingriffe am Außenbau und im Innenraum während des 19. Jahrhunderts detailliert beschrieben.

4. Die Neuausstattung der Kirche im 19 Jahrhundert: Die Ausführungen behandeln die bewusste, historisierende Neugestaltung der Ausstattung, insbesondere die Ausmalung, den Mosaikfußboden und weitere Inventarstücke.

5. Das 20. Jahrhundert: Das Kapitel dokumentiert die Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg sowie die langwierigen, auf den romanischen Urzustand ausgerichteten Wiederaufbaubemühungen.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einer kritischen Reflexion über den Begriff des "Urzustands" und die Verluste bei Restaurierungs- und Kriegseinwirkungen.

Schlüsselwörter

St. Maria im Kapitol, Köln, Romanik, Baugeschichte, Restaurierung, 19. Jahrhundert, Kirchenausstattung, August von Essenwein, Dreikonchenanlage, Mosaikfußboden, Wiederaufbau, Denkmalpflege, Historismus, Sakralbau, Stiftskirche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Baugeschichte und dem architektonischen Wandel der ehemaligen Kölner Stiftskirche St. Maria im Kapitol.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die mittelalterliche Architektur, die intensive Restaurierungswelle im 19. Jahrhundert sowie die Zerstörung und Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die baulichen Veränderungen und die Neuausstattung des 19. Jahrhunderts zu dokumentieren und die Frage nach dem Verbleib sowie der Bewertung dieser Neuerungen in der heutigen Zeit zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische Analyse, die auf Literaturrecherchen, Baubeschreibungen und dem Vergleich mit historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der römischen Tempelgründung über die ottonische Ära und den Historismus bis hin zum Wiederaufbau nach 1945.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Romanik, St. Maria im Kapitol, August von Essenwein, Wiederaufbau, Denkmalschutz und Historismus.

Welche Bedeutung kommt dem Mosaikfußboden im 19. Jahrhundert zu?

Er war ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen "Re-Romanisierung" der Kirche und sollte einen Bezug zum idealisierten mittelalterlichen Vorbild herstellen.

Wie beeinflusste August von Essenwein das Erscheinungsbild der Kirche?

Essenwein prägte durch seine Entwürfe eine historisierende Ausstattung, die den Charakter eines "bereinigten" mittelalterlichen Baus mit dem Zeitgefühl des 19. Jahrhunderts verschmelzen wollte.

Warum wird der "Urzustand" der Kirche in der Schlussbetrachtung kritisch hinterfragt?

Da die Kirche sich durch die Jahrhunderte in einem ständigen Wandel befand, erscheint die Suche nach einem ursprünglichen Zustand als ein interpretierbares Konstrukt der jeweiligen Zeit.

Excerpt out of 31 pages  - scroll top

Details

Title
Romanische Kirchen in Köln um 1900, St. Maria im Kapitol
College
University of Bonn  (Kunsthistorisches Seminar)
Course
Romanische Kirchen in Köln um 1900
Grade
2+
Author
Stefanie Breitzke (Author)
Publication Year
2004
Pages
31
Catalog Number
V37301
ISBN (eBook)
9783638366847
ISBN (Book)
9783640389094
Language
German
Tags
Romanische Kirchen Köln Maria Kapitol Romanische Kirchen Köln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Breitzke (Author), 2004, Romanische Kirchen in Köln um 1900, St. Maria im Kapitol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37301
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint